Donnerstag, 29. März 2018

Mosel - Ostern 2018

Mosel - Ostern 2018

Donnerstag, 29.03.2018

Das lange Osterwochenende naht und die vier Tage wollen wir für einen Ausflug an die Mosel nutzen. Meine Frau hat heute schon frei und konnte so schon die meisten Vorbereitungen treffen. Ich habe noch bis etwa 12 Uhr 30 gearbeitet und danach haben wir uns auch gleich für die Abreise fertig gemacht. Letzten Montag habe ich noch die Armatur im Bad und die Wasserpumpe reparieren lassen. Beides war ja ein Frostschaden. Gegen halb zwei sind wir auf der Autobahn und haben Glück, dass wir auf dem Weg keinerlei Staus haben. Als Reiseziel haben wir uns den kleinen Ort Lösnich ausgesucht. Da waren wir schon öfter und es hat uns bisher immer gut gefallen. Unterwegs erwischt uns noch der ein oder andere Schauer, der sogar mit heftigem Graupel einher geht. 

An der Mosel angekommen ist das Wetter aber schön und die Sonne scheint. Wir stellen uns auf und als wir die Wasserversorgung in Betrieb nehmen, vernehmen wir Tropfgeräusche in der Küche. Nur das nicht schon wieder. Das Glück hat uns schon wieder verlassen. Von den Handwerkern der Fachfirma unbemerkt, ist auch die Küchenarmatur defekt. Auch die ist auf der Rückseite aufgeplatzt und das Wasser steht schon in der Besteckschublade. Ich starte noch einen Reparaturversuch, aber der bleibt erfolglos. Da müssen wir dann wieder vier Tage aus Wasserflaschen leben. Aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen. Jedenfalls werde ich die Reparatur der Armatur selber versuchen.

Wir lassen uns den Tag aber nicht vermiesen und wir trinken erstmal Kaffee und gönnen uns den mitgebrachten Kuchen. Wir können sogar noch eine Weile draußen sitzen und genießen die Sonne. Aber schnell wird es kühl und wir gehen rein. Die Kassiererin kommt vorbei und wir entrichten die Stellplatzgebühr. Die beträgt jetzt 8,-- Euro (vorher 7,-- Euro) plus 2,-- Euro Strompauschale. Darin ist auch das Frischwasser enthalten und die Entsorgung. Das ist immer noch sehr preiswert.

Freitag, 30.03.2018

Wie versprochen ist das Wetter am Morgen schön und die ersten Sonnenstrahlen fallen ins Wohnmobil. Wir lümmeln noch etwas im Bett rum und warten auf den Bäcker. Die Kassiererin von gestern Abend meinte, er müsse ab heute wieder kommen. Er kommt aber nicht. Gut, dass ich gestern noch eine kleine Runde ins Dorf gemacht habe. Der dortige Bäcker soll heute von 7 Uhr 30 bis 10 Uhr geöffnet haben. Ich versuche mein Glück und finde dort noch eine große Auswahl an Brötchensorten. Ich erfahre auch, dass der Bäcker an den nächsten Tagen geöffnet hat.

Zurück zum Wohnmobil wird erstmal ausgiebig gefrühstückt. Die Sonne lacht, aber wir lassen uns viel Zeit. Ab dem Nachmittag soll es wieder regnen. Ich beschließe somit, das schöne Wetter auszunutzen und gehe mit unserem Hund eine Runde wandern. Ein sehr schöner Weg ist der Lösnicher Themenweg. Der ist gut ausgeschildert und führt durch alle Bereiche dieser Gegend. Auf Schautafeln wird über Wald, Wind, Wetter, Wasser und Energie informiert. Auch schön für Kinder. Der Weg führt durch Lösnich und die dahinter liegenden Weinberge. Weiter rauf durch den Mischwald auf eine Hochebene. Der Weg ist sehr abwechslungsreich und bietet einige schöne Aussichten. Er hat einen Höhenunterschied von etwa 200 Metern. Es geht also stellenweise ganz schon rauf. Vom Stellplatz aus sind es etwa 8,8 km. Das schaffe ich in zwei Stunden und 15 Minuten.








Als ich wieder zurück bin, ist auch die Sonne weg. Es ist leider zu kühl, um noch draußen zu sitzen. So gibt es den Kaffee also im Wohnmobil. Ich bin ganz schön geschafft und dann gibt es nur noch Füße hoch. 

Samstag, 31.03.2018

Auch heute weckt uns die Sonne. Eigentlich kann die das gar nicht. Denn es waren schon wieder diese blöden Gänse, die hier eigentlich gar nicht heimisch sind. Die sitzen auf Dachfirste und Kamine und krächzen lautstark rum. Fürchterliche Viecher. Leichter Nebel hängt an den Weinbergen und heute kommt sogar der Bäckerwagen. Den verpassen wir aber knapp und so gehe ich wieder in den Ort. Wie immer lange frühstücken. Das Wetter ist herrlich und ich entschließe mich zu einer Wanderung zum nächsten Ort nach Zeltingen. Dort möchte ich in der Apotheke etwas besorgen. Das Wetter ist so schön, dass wir gut die Fahrräder hätten mitnehmen sollen. So gehe ich also zu Fuß durch die Weinberge. Nach halber Strecke wird mir zu warm und ich muss meine Jacke ausziehen. Ich komme an der neuen Hochmoselbrücke vorbei, die so langsam fertig wird. Ein kleines Teilstück fehlt noch. Ich stelle mich an einen der längsten Pfeiler und schaue rauf. Wahnsinn! In Zeltingen angekommen finde ich die Apotheke und bekomme, was ich möchte. 




Der Rückweg gestaltet sich ähnlich und es wird immer wärmer. Im Schatten sollen es nur 11 Grad sein, doch in der Sonne tippe ich auf 20 Grad. Zurück am Platz sitzt meine Frau schon in der Sonne. 10,7 km in 2,5 Stunden stehen auf dem Tacho. Genug für heute. Wir genießen den Tag in der Sonne und ich merke bald, dass mein Gesicht spannt. Sonnencreme haben wir zuhause vergessen. Kaffee und Kuchen gibt es erstmals in diesem Jahr draußen. Der Sonnenschein hält bis zum Abend. Zwischendurch gehen wir mit dem Hund eine kleine Runde. Wir essen früh zu Abend. Das machen wir wieder im Wohnmobil, da es sich etwas bewölkt. Anschließend scheint aber wieder die Sonne und ich gehe mit dem Hund Gassi. Das reicht dann für heute und wir machen die Füße hoch.

Sonntag, 01.04.2018

Nix ist mit Sonne heute Morgen. Es regnet ab und zu und es scheint sehr ungemütlich, weil windig. Da mag man gar nicht aufstehen. Aber dann kommt der Bäcker und ich entscheide mich dafür, mich schnell anzuziehen, Brötchen holen und wieder ins Bett. Der Wagen hält genau vor unserem Wohnmobil und so komme ich, ohne viel Palaver, an die Brötchen. Ein Stück Kuchen erwerbe ich auch noch und wieder ab ins Bett. Noch ein wenig Augenpflege und dann stehen wir aber auch auf. Während des Frühstücks nehmen die Schauer ab und die Wolkenlücken werden größer. Ich möchte wieder mit unserem Hund raus und diesmal gegenüber in die Weinberge.

So machen wir das und wir nehmen später eine Abzweigung nach Ürzig. Auf dem Weg dorthin entdecke ich einen Wanderweg hoch in den Eichenwald. Der Weg ist eher ein Pfad und die Begehung ist nur auf eigene Gefahr. Das geht ganz schön steil bergan, ist aber mit guten Schuhe begehbar. Einige Bänke laden zum verschnaufen ein. Das mache ich dann auch. Hoch geht es rauf mit vielen tollen Aussichten auf das Moseltal. Den höchsten Punkt erreiche ich bei der Burgberghütte. Es ergibt sich ein fantastischer Ausblick ins Tal und bis nach Wittlich. Hier verweile ich etwas und mache ein paar schöne Aufnahmen. Dann nehme ich den ausgeschilderten Moselhöhenweg zurück Richtung Kröv. Auch der Führt eher durch das Waldgebiet oberhalb der Rebstöcke. Auf der Höhe von Kinheim suche ich mir einen passenden Weg runter in den Ort. Hier gibt es noch eine Brücke rüber auf die andere Moselseite und dann wieder zurück zum Stellplatz. Der Tacho zeigt 10,7 km für 2 Stunden und 42 Minuten. Der Höhenunterschied betrug etwa knapp 300 Meter. Der Hund und ich sind reichlich platt und haben eine Pause verdient. Das Wetter hat sich ganz gut gehalten. Zwei kleine Schauer haben wir nur abgekriegt, die unter dem Schirm auszuhalten waren.

                                                         Einige Pfirsichbäume blühen schon
                                 Im Hintergrund ist Lösnich mit der Brücke über den Fluss
                                              Der Wanderweg rauf zur Burgberghütte
            Links liegt Ürzig und hinter der Hochmoselbrücke kann man noch Zeltingen erkennen
                              Auf der anderen Moselseite ist Lösnich mit dem Stellplatz am Ufer

Jetzt bin ich in den letzten drei Tagen über 30 km gelaufen. Das ist recht viel für mich. Gerne hätte ich doch ein Rad mitgenommen. Aber so hätte ich diese tollen Ausblicke nicht gesehen. Am Nachmittag ist ausruhen angesagt und für eine viertel Stunde setze ich mich noch in die Sonne. Aber die Wolken nehmen schnell wieder zu und es wird zu kalt. Morgen müssen wir wieder Heim und wir überlegen, wie wir den Rückweg gestalten. Schaue wir mal.

Montag, 02.04.2018

Heute präsentiert sich das Wetter wieder von seiner besseren Seite. Es ist trocken und einige sonnige Lücken sind schon zu sehen. Der Bäcker hält auch wieder vor dem Wohnmobil, wie schön. Ich mache es wie gestern und hole schnell frische Brötchen und lege mich wieder hin. Später beim Frühstück mache ich den Vorschlag, auf dem Rückweg am Merfelder Maar vorbei zu fahren. Das hatte ich schon öfter vor, aber nie geschafft. Nach ausgiebigem Frühstück machen wir uns so langsam fertig. Wir verlassen dann den Platz und machen uns, bei sonnigem Wetter, auf den Weg zu unserem Zwischenziel. Bei Manderscheid verlassen wir die Autobahn und fahren an den hübschen Burgen vorbei zum Merfelder Maar. Direkt am See stellen wir uns auf den Parkplatz und wir gehen einmal um das beinahe kreisrunde Gewässer. Die Strecke ist ca. drei Kilometer und lässt sich bequem begehen. Die Sonne scheint und es ist angenehm warm. 




Zurück am Wohnmobil fahren wir auch gleich weiter. Unser nächstes Ziel ist Adenau am  Nürburgring. Da wollen wir nochmal halten, um etwas zu essen. Der Weg führt uns quer durch die Eifel und ich bekomme Muskelkater in den Armen von der Kurverei. Aber die Gegend ist sehenswert. In Adenau tobt der Bär und wir finden keinen Platz zum Anhalten. Heute ist wieder Fahren für Jedermann auf der alten Schleife und dutzende Amateurrennfahrer sind unterwegs. Wir fahren weiter Richtung Ahrtal und finden auf dem Weg einen Imbiss, wo wir uns mit Currywurst und Pommer eindecken. Die essen wir im Wohnmobil, bevor wir den Heimweg antreten. Der gestaltet sich als problemlos, weil nicht viel los auf den Straßen. Jetzt gibt es eine Zwangspause, bis wir wieder weg kommen.

Samstag, 10. März 2018

Urmitz - März 2018

Freitag 09.03.2018

Zwei Wochen anstrengende Arbeit liegt hinter uns und wir wären schon wieder urlaubsreif. Leider ist es nur ein Wochenende, aber das nehmen wir in Anspruch. Das Wetter soll nicht schön werden, dafür aber sehr mild. Nach der bitter kalten letzten Woche ist das eine Wohltat. Wir wollen an den Rhein und haben uns für den Stellplatz in Urmitz entschieden. Vor einigen Jahren sind wir schon mal dort gewesen, haben aber wegen Überfüllung keinen Platz gefunden. Der Platz ist sehr schön angelegt und die Wohnmobile stehen in zwei Halbkreisen, die offene Seite zum Rhein. Leider ist der Platz bei schönem Wetter sehr beliebt.

Wir hatten eine teils regnerische Anreise und wurden dafür freundlich am Platz begrüßt. Ein netter Mensch hat uns kurz über das wichtigste informiert, einen Ortsplan in die Hand gedrückt und uns auf den Brötchenservice aufmerksam gemacht, den es hier das ganze Jahr über gibt. Der Platz kostet 7,-- Euro pro 24 Stunden und man zahlt an einem Automaten. Strom gibt es für einen Euro pro acht Stunden. Die Ver- und Entsorgung ist sauber und gut angelegt. Frischwasser gibt es in kleinen und großen Mengen. Die nahe Eisenbahnbrücke ist gut zu hören, was aber am Rhein überall das gleiche Problem ist. So nah am Wasser sind auch die Schiffe in Hörweite. 

Wir suchen uns einen der freien Plätze aus und schließen den Strom an. Wasser werde ich mir mit der Gießkanne holen. Wir brauchen ja nicht soviel. Der Platz verfügt über 24 Stellflächen und hat nebenan noch einen Ausweichplatz auf einem ehemaligen Tennisplatz. Leider mussten wir feststellen, dass die Waschbeckenarmatur im Bad einen Frostschaden erlitten hat. Obwohl ich das Wasser abgelassen und die Leitungen entlüftet habe. Die Armatur ist regelrecht aufgeplatzt und ausgebrochen. Nach telefonischer Rückfrage bei unserem Händler, müssten wir damit rechnen, dass nach Inbetriebnahme der Wasserpumpe aus dem defekten Teil Wasser austritt. Das möchte ich ausprobieren und hole 10 Liter Wasser und befülle den Tank. Wir betätigen die Armatur in der Küche und stellen dabei fest, dass die Wasserpumpe nicht läuft. Wir überprüfen alle Möglichkeiten, aber kommen nicht weiter. Auch die Pumpe scheint Schaden genommen zu haben. Da müssen wir wohl improvisieren und ich stelle eine volle Kanne Wasser ins Bad. Muss auch mal so gehen.

Samstag, 10.03.2018

Wir haben erstaunlich gut geschlafen. Weder Bahn noch Schiff haben gestört. Das Wetter ist trocken und die Brötchen hängen am Wohnmobil. Das ist mal ein Service. Wie immer frühstücken wir recht ausgiebig und das Wetter hält sich tapfer. Später machen wir einen Spaziergang am Rhein entlang und zurück durch den Ort. Der hat nicht viel zu bieten, aber für die Grundversorgung gibt es einen Bäcker, Fleischer und einen Discounter. Dort kaufen wir noch ein paar Dinge ein, natürlich auch was zum Kaffee. Zurück am Platz lässt sich die Sonne blicken und es wird angenehm mild. Wir stellen die Stühle raus und genießen die Sonne, die nur durch dünne Wolken scheint. Sehr angenehm nach der Winterkälte. Leider macht sich die Sonne dann rar und wir ziehen uns ins Wohnmobil zurück. Ich drehe dann noch eine größere Runde mit unserem Hund.


                                  Nah am Rhein und im Hintergrund die Eisenbahnbrücke
                                              Engers auf der anderen Rheinseite

Sonntag, 11.03.2018

Wir haben wieder gut geschlafen. Die Brötchen hängen am Wohnmobil. Alles gut. Das Wetter ist trocken aber stark bewölkt und sehr mild. Nach dem Frühstück, was wieder sehr lange dauert, machen wir uns Gedanken über unsere weiteren Ausflüge. Ein Blick auf Wetter-online zeigt eine herannahende Regenfront. Ich beschließe daher gleich noch eine Runde mit dem Hund zu drehen, bevor der Regen eintrifft. Ich gehe Rheinaufwärts nach Kaltenengers, das ist der nächste Ort. Auf dem Radweg sind viele Jogger unterwegs, mit Nummern versehen. Ich frage ein Paar, welches die Läufer anfeuert. Ich erfahre, dass heute der Urmitzer Volkslauf abgehalten wird. Hier läuft Groß und Klein, Alt und Jung. Die Strecke verläuft von Urmitz nach Kaltenengers über 2,5 Kilometer und das vier mal. Ich weiche auf einen Trampelpfad direkt am Rhein entlang, sonst flippt unser Hund bei den vielen Menschen aus.

Der Himmel verdunkelt sich zusehends, es bleibt aber trocken. Im nächsten Ort angekommen, kehre ich aber wieder um, weil ich auf einen Schirm verzichtet habe. Zurück am Platz regnet es immer noch nicht. Wir ruhen etwas aus und beschließen aber doch dann Heim zufahren. Beim Einpacken tröpfelt es leicht, bleibt dann aber wieder trocken. Wir nehmen die B9 am Rhein entlang, weil wir so etwas mehr von der Landschaft sehen. Kurz vor Remagen biegen wir aber Richtung A61 ab und fahren dann über die Autobahn zurück. Der Verkehr macht keine Probleme und wir sind zeitig zurück. Wir werden jetzt erst mal die Reparatur in Angriff nehmen und schauen, wann wir dazu einen entsprechenden Termin bekommen. Sollte das kurzfristig nicht klappen, werden wir am nächsten Wochenende wohl nochmal ohne Wasserversorgung fahren. Geht auch mal. Das Wetter soll kühler, aber wieder schöner werden.

            Die Eisenbahnbrücke hat auch eine Querungsmöglicheit für Fußgänger und Radfahrer
                                                           Volkslauf in Urmitz