Dienstag, 29. Mai 2018

Remagen - Mai/Juni 2018

Dienstag, 29.05.2018


Heute haben wir uns auf den Weg gemacht nach Remagen am Rhein. Unweit der historischen Brückenköpfe gibt es den Stellplatz am Campingplatz "Goldene Meile". Hier waren wir auch schon öfters. Habe mir beruflich den Mittwoch Frei gemacht. Der Freitag war ohnehin schon als Brückentag eingeplant. So können wir bis Sonntag hier stehen bleiben. Wir stehen hier auf einer festen Wiese und die Fahrspur ist geschottert. Der Platz liegt ruhig im Außenbereich der Stadt, die jedoch fußläufig gut zu erreichen ist. Wir zahlen 12,-- Euro für den Tag. Der Strom kostet 0,50 Euro pro kw. Die Wohnmobile stehen hier in zwei Doppelreihen quer zum Rhein, sodass nur die ersten Plätze einen freien Blick auf das Wasser haben. Es ist hier sehr ruhig, wenn man die Geräusche der Schiffe und natürlich der Bahnlinie ausblenden kann.

Wir kommen hier bei trockenem Wetter an, während in weiten Landesteilen die Gewitter toben. Wir stellen uns auf und genießen erstmal Kaffee und Kuchen. Da es sich zusehend bewölkt, fahre ich die Markise aus und prompt beginnt es zu regnen. Das hält uns aber nicht davon ab, draußen sitzen zu bleiben. In der Ferne hört man leichten Donner. Später reißt der Himmel wieder auf und die Abendsonne scheint auf den Platz. Es wird langsam kühl und wir verziehen uns nach dem Abendessen um etwa 21 Uhr 30 ins Wohnmobil. Das Wetter soll trocken bleiben und Morgen wieder sehr warm werden.

Mittwoch, 30.05.2018

Wir werden von der Sonne geweckt und es ist am frühen Morgen schon recht warm. Ich gehe mit dem Hund Gassi und danach nehme ich das Rad und kaufe frische Brötchen. Im nahen Edekamarkt gibt es einen guten Bäcker, der auch Sonn- und Feiertags geöffnet hat. Ich habe die Markise draußen gelassen und die brauchen wir schon jetzt. Wie immer lassen wir uns viel Zeit mit dem Frühstück. Anschließend mache ich mich auf den Weg in Richtung Bonn. Ich möchte heute mal zum Fabrikverkauf von Haribo in den Ortsteil Bad Godesberg. Da wollte ich schon immer mal hin.
     Das Bild ist aus 2017, da ich diesmal kein Foto vom Platz gemacht habe.
     Die Promenade von Remagen
    Etwas für Naschkatzen. Der Haribo-Werksverkauf in Bonn Bad Godesberg

 Ich nehme den Rheinradweg und der Fahrtwind ist noch angenehm. Richtung Bonn geht es des Öfteren unter großen Bäumen, die schönen Schatten spenden. Vorbei an Königswinter und dem Drachenfels (andere Rheinseite) gelange ich ans Ziel. Der Weg führt mich noch durch das Villenviertel der Stadt. Das ist schon sehr beeindruckend. Der Laden haut einen um. Haribo wohin man schaut. Ich habe einen Einkaufswagen und schlendere durch die Reihen. Es gibt auch eine Doppelreihe mit Fächern, wo man sich mit kleinen Schaufeln die Tüten vollpacken kann. Das mache ich und muss mich beherrschen. Es war am Ende doch weniger, als ich gedacht habe. Ich packe alles in meinen Rucksack und mache mich auf den Rückweg. Ich fahre noch etwas durch den Ort und gelange dann wieder an den Rhein.

Auf dem Rückweg muss ich mich kurz unterstellen, da es leicht zu regnen beginnt. Es dauert aber nur ein paar Minuten und ich komme dann trocken zurück nach Remagen. Die Fahrstrecke betrug etwa 40 Kilometer. Zurück am Platz gibt es erst mal Mittagessen und dann ab unter die Markise. Es ist sehr warm und in der Sonne ist es kaum auszuhalten. Gegen Nachmittag gehen wir zur Rheinpromenade und gönnen uns ein leckeres Eis mit Blick auf den Rhein. Auch hier suchen wir den Schatten. Ich fahre dann noch zum Einkaufsmarkt und hole noch ein paar Dinge.

Nach dem Abendessen bleiben wir noch lange draußen sitzen und sind froh, dass es sich langsam abkühlt. Auch heute sind uns hier die Gewitter erspart geblieben.

Donnerstag, 31.05.2018

Heute ist Feiertagswetter. Soll heißen: Es ist sonnig und warm. Der Bäcker bei Edeka hat auch heute geöffnet und so bekommen wir wieder frische Brötchen und Kuchen zum Nachmittag. Die Markise leistet wieder gute Dienste und wir genießen das lange Frühstück.

Heute möchte ich endlich mal auf den Aussichtspunkt auf der anderen Rheinseite. Da schau ich schon so lange drauf und heute soll es klappen. Ich habe mir im Internet den Wanderweg gesucht und fahre mit dem Rad bis dorthin. Ich nehme die Fähre von Kripp nach Linz und fahre Rheinabwärts bis etwa zum Stellplatz zurück. Hier finde ich den Einstieg in den Wanderweg. Das Rad schließe ich unten im Ort ab und laufe los. Die ersten Höhenmeter sind beschwerlich steil. Weiter oben wird es dann flacher und es geht durch dichten Wald. Das ist auch gut so, denn es ist wieder sehr warm. Oben angekommen steht ein Ausflugslokal mit großen Parkplatz. Na toll, da geht auch eine Straße rauf. Ich gehe zum Aussichtspunkt und genieße die weite Sicht über das Rheintal bis in die Eifel. Hier halte ich mich eine Zeit auf und blicke runter auf den Stellplatz. Mit dem Fernglas kann ich meine Frau am Wohnmobil erkennen.
    Der Aussichtspunkt Erpeler Ley gegenüber von Remagen
    Die Aussicht auf den Rhein und gegenüber der Stell- und Campingplatz "Goldene Meile"

Ich schau mir noch die Gegend hier oben an und mache mich dann wieder auf den Rückweg. Für heute Mittag sind wieder Gewitter angedroht. Das war aber schon für Gestern der fall. Zurück am Rad fahre ich wieder nach Linz. Hier mache ich halt und gehe kurz in die Stadt. Die kenne ich schon von früheren Besuchen. Ein Eis gönne ich mir und schaue mir in der Burg einen Laden an, der Waren aus eigener Glasbläserei anbietet. Hier gibt es auch eine Weihnachtsausstellung das ganze Jahr. Ich kann mich aber beherrschen und nehme die Fähre zurück über den Rhein. Für Hin- und Rückfahrt mit dem Rad zahle ich 3,-- Euro. Bald erreiche ich wieder den Stellplatz und suche schnell den Schatten. Heute bleibt die Küche kalt und es gibt nur Salat. Bei der Hitze haben wir auch nicht viel Appetit.
     Der Marktplatz in Linz
     Teil der Ausstellung in der Glasbläserei der alten Burg in Linz

Den Nachmittag bleiben wir am Wohnmobil und ich putze mein Rad, dass es mal nötig hat. Langsam verschwindet die Sonne hinter den Bäumen und es wird erträglich. Auch heute sind wir bis jetzt von Gewittern verschont geblieben, wobei es woanders heftig geschüttet hat.

Freitag, 01.06.2018

Der Tag beginnt um vier Uhr!!! Wir werden von einem heftigen Gewitter geweckt und unser Hund dreht das Wohnmobil auf links. Das kennen wir und daher stehen wir auf und ich nehme ihn auf den Schoß. Er zittert wie Espenlaub. Das Gewitter dauert etwa eine Stunde. Als es sich wieder beruhigt, gehen wir wieder ins Bett und schlafen noch bis etwa neun Uhr. Draußen ist es stark bewölkt. Ich gehe Brötchen holen und wir frühstücken trotz kühler Temperaturen draußen. Derweil beginnt es zu regnen, mal weniger mal mehr. Das hält etwa den ganzen Tag bis zum späten Nachmittag an.

Den Tag verbringen wir unter der Markise und schauen beim Lesen dem Regen zu. Erst gegen 17 Uhr wird es trocken und ich gehe mit dem Hund eine Runde am Rhein entlang. Es lockert zum Abend auf und wir haben einen tollen Sonnenuntergang über dem Wasser. Lange bleiben wir heute nicht draußen, denn es wird empfindlich kühl. Wir lesen noch bis spät in den Abend.

    Abendstimmung am Rhein. Hinter mir der Stellplatz und gegenüber die Erpeler Ley
     Tollen Sonnenuntergang Richtung Remagen

Samstag, 02.06.2018

Der Tag beginnt stark bewölkt mit einigen Lücken. Es ist aber nicht mehr so kalt wie gestern und die Sonne bahnt sich ihren Weg. Das Frühstück können wir wieder in Sommersachen genießen. Heute möchte ich wieder etwas radeln. Als Ziel habe ich mir Bonn gewählt. Da war ich zwar schon am Mittwoch, aber heute möchte ich bis ins Zentrum. Bei schönem Fahrradwetter fahre ich den Rhein entlang bis zum Schiffsanleger der Stadt. Dann biege ich den kurzen Weg ab in Richtung Einkaufszone. Die Stadt ist voll und es gibt einige Marktstände. Es ist einiges los hier und man kann gut shoppen. Ich schaue mir einiges an und stelle fest, dass man doch einiges mehr an Zeit braucht, um alles zu entdecken.

Ich fahre dann zurück zum Rheinufer und frage am Ticketschalter nach dem Preis für eine Schifffahrt zurück nach Remagen. Leider fehlen mir zum Seniorentarif einige Tage. Ich zahle mit Rad 15,50 Euro mit der Rheinprinzessin. Um 14 Uhr legt das Schiffe ab. Es ist ein schönes, nobles Schiff mit einem großen Sonnendeck. Es ist nicht viel los und ich setze mich vorne in die erste Reihe. Man sitzt auf Stühlen, die sich auch in eine Liegeposition bringen lassen, mit einem Hocker für die Füße. Das Wetter spielt mit und ich mache es mir gemütlich. Rund zwei Stunden dauert die Fahrt über den Mittelrhein.
     Innenstadt von Bonn
    Blick auf Königswinter mit dem Drachenfels im Hintergrund
     Die Rheinprinzessin fährt im Linienverkehr von Bonn nach Linz und zurück.
Zurück am Platz habe ich zusammen etwa 52 km zurückgelegt, davon den größten Teil mit dem Rad und zu Fuß. Kaffee und Kuchen erwarten mich am Wohnmobil und wir lassen den Tag gemütlich ausklingen. Morgen geht es ja leider wieder heim. Das Wetter soll aber wieder wärmer werden.

Sonntag, 03.06.2018

Wie versprochen ist das Wetter wieder sonnig und warm und wir können draußen frühstücken. Wir lassen uns viel Zeit und beschließen, gegen 14 Uhr den Platz zu verlassen. Bis dahin nehme ich mir die Zeit und fahre noch eine kleine Runde mit dem Rad. Ich nehme den Radweg Richtung Bad Breisig. Hinter der Fähre nach Linz kommt gleich die Mündung der Ahr in den Rhein. Weitere sechs Kilometer weiter liegt der Ort Bad Breisig. Ein kleines Städtchen mit hübscher Promenade. Ich halte mich aber nicht lange auf, gönne mir ein Eis und fahre gemütlich wieder zurück.
     Die Ahr kurz vor der Mündung ist hier Naturschutzgebiet und hat gerade Hochwasser.
     Die Promenade in Bad Breisig mit hübschen Restaurants.

Am Platz ruhen wir noch etwas aus und packen dann langsam zusammen. Nach dem Entsorgen machen wir uns auf den Heimweg. Der stellt sich als problemlos heraus und wir kommen gut durch. Nun haben wir 14 Tage Pause, bevor es in den Urlaub geht.

Freitag, 18. Mai 2018

Pfingsten in Brüggen

Freitag, 18.05.2018

Nach längerer Pause sind wir heute mal wieder auf Achse. Das Pfingstwochenende naht und das wollen wir ausnutzen. Als Ziel haben wir uns den Wohnmobilstellplatz Brachter Wald in Brüggen ausgesucht. Hier sind wir schon mehrfach gewesen und wir wussten, dass man reservieren kann. Wir haben noch einen der 14 Plätze ergattert. Der Platz liegt etwa zwei Kilometer außerhalb der Stadt am Rande eines ehemaligen Stützpunktes der britischen Armee. Jetzt ist das große Areal unter Anderem ein Naturschutzgebiet mit viel Waldflächen. Wir melden uns an der Rezeption an und zahlen 9,-- Euro pro Tag plus 2,50 Euro pauschal für den Strom. Ver- und Entsorgung sowie Wasser inklusive. Es gibt kein WLAN, dafür ist der Empfang hier ganz gut.

Der Platz bietet 14 Stellflächen, die mit Rasengitter befestigt sind. Sonst stehen hier noch feste Wochenendhäuser und Dauercampingplätze. Für das Sanitärgebäude bekommen wir einen Schlüssel und für die Duschen Münzen für einen Euro pro Stück.

Wir sind gegen 15 Uhr hier und stellen uns auf. Das Wetter ist sonnig und angenehm. Schnell sind Tisch und Stühle aufgestellt und später gibt es natürlich Kaffee und Kuchen. Zum Abend grillen wir noch und es wird langsam kühl. Ich drehe noch eine kleine Runde mit unserem Hund und dann packen wir auch ein, weil es doch zu frisch wird. Den Abend verbringen wir gemütlich in unseren Sitzen.



Samstag, 19.05.2018

Heute beginnt der Tag stark bewölkt aber trocken. Der Bestellservice mit den Brötchen klappt gut und wir frühstücken im Wohnmobil. Ich möchte heute einen Ausflug mit dem Rad nach Roermond machen. Zum Radeln ist das Wetter ideal. Ich fahre zuerst nach Brüggen und schiebe das Rad durch den Ort, der wegen eines Stadtfestes, Handwerkermarktes und einer kleinen Kirmes gefüllt ist. Ich suche mir dann einen Weg durch das Naturschutzgebiet Richtung Swalmen in Holland. Die Wegweiser in Deutschland sind oft nicht sehr hilfreich. Ab der niederländischen Grenze richtet man sich optimal nach den Knotenpunkten für Radfahrer. Da braucht man keine Karte und man wird ideal geführt. Frage mich, warum man das bei uns nicht schon lange eingeführt hat.

So komme ich ohne Umwege nach Roermond und mache mein Rad beim Outletcenter fest. Ich nehme dann den Weg in die Stadt, wo Samstags immer Markt ist. Das Wetter wird langsam sonniger und die Stadt ist voll. Ich schaue mir das Treiben an und gönne mir natürlich eine Portion Pommes mit Mayo. Ich schlendere noch an den Designerläden vorbei und wundere mich immer wieder, wie vollbepackt die Menschen da rauskommen.
                                                           Der Markt in Roermond

                                            Schöner Platz mit Restaurants und Livemusik
                                                                          Das Outletcenter

Ich bin auf der Suche nach preiswertem Kaffee nicht fündig geworden und mache mich dann wieder auf den Rückweg. Ich mache noch halt am großen Campershop. Hier bekomme ich auch nicht das, was ich gesucht habe. Nun nehme ich den direkten Weg zurück nach Swalmen. Hier frage ich einen Einheimischen nach einer Kaffeequelle. Er weist mich zurück in den Ort zu einem Supermarkt. Da gehe ich rein und finde nur hiesigen Kaffee, der genau so teuer ist, wie bei uns. Also wieder raus und zurück nach Brüggen. An einer kleinen Tankstelle vor der Grenze entdecke ich ein Kaffeeschild. Ein unbescheidener Laden hat dann alles, was ich suche. Hier decke ich mich ein und fahre weiter. Jetzt finde ich auch den richtigen Radweg an den verschiedenen Seen vorbei.
                                                                    Der Schwalmbruch
                                                               Der Venekotensee

Zurück in Brüggen kaufe ich noch eine Portion Churros, die ich mit einer Hand balancierend auf dem Rad zum Stellplatz bringe. Hier essen wir zusammen bei jetzt wieder sonnigem Wetter. Abends gibt es noch ein Süppchen und ich bleibe noch lange in der untergehenden Sonne sitzen. Dann wird es schnell kühl und ich verziehe mich ins Wohnmobil. Dann gibt es Pokalfinale im Fernsehen mit überraschendem Ausgang.

Sonntag, 20.05.2018

Der Tag bringt wieder herrlichen Sonnenschein und der lädt ein, um draußen zu Frühstücken. Das machen wir ausgiebig. Gegen Mittag mache ich mich auf den Weg in den Ort. Heute möchte ich mir das bunte Treiben ansehen. Auch heute ist es wieder sehr voll und eine schöne Auswahl an Ständen und Buden säumt die Altstadt. Ich gönne mir ein Eis und später frisches Popkorn. An der Burg gibt es eine netten Kunsthandwerkermarkt mit interessanten Angeboten. Eine Frau bot Schmuck aus alten Kaffeekapseln an. Total toll! Ich gehe zurück zu meinem Rad und fahre wieder zum Stellplatz. Hier wird sich ausgeruht und ich schreibe diese Zeilen. Jetzt fehlen nur noch die entsprechenden Bilder zum Text. Mit der Übertragung hapert es aber. Mal sehen, ob ich das noch schaffe.
                                              Kunsthandwerkermarkt an der Burg Brüggen

Montag, 21.05.2018

Heute geht es leider schon wieder heimwärts. Aber das Wetter spielt weiter mit und wir frühstücken erst mal ausgiebig. Ich möchte noch eine Runde mit dem Rad drehen und fahre durch das ehemalige Militärgelände, dass heute weitgehend ein Naturschutzgebiet ist. Auf holländischer Seite umfahre ich dann das Gelände und komme in Swalmen beim Keramikmarkt aus. Den lasse ich aber links liegen und fahre durch den Schwalmbruch zurück. Es ist recht warm und zurück in Brüggen kaufe ich noch frische Erdbeeren für später ein. Wir machen uns dann aber auch bald fertig für die Rückfahrt. Wir haben es ja nicht sehr weit. Rückblickend auf den Stellplatz muss man sagen, dass es recht angenehm war. Die Straße, die am Stellplatz vorbei führt, hört man leider etwas. An den Wochenendhäusern wird am Wochenende natürlich in den Gärten viel gearbeitet. Es laufen so manche Rasenmäher und Heckenscheren. Das stört doch ab und an. Sonst ist der Platz ganz nett und der Preis stimmt auch.