Mittwoch, 27. Mai 2020

Leukermeer - Mai 2020

Mittwoch, 27.05.2020

Heute bis 16 Uhr 45 gearbeitet und als ich nach Hause komme, hat meine Frau schon alles gepackt. Hab mit nur umgezogen und ein paar Reste ins Wohnmobil gebracht und dann geht es auch schon wieder los. Wir wollen bis Pfingstmontag bleiben und haben uns den Platz am Leukermeer ausgesucht. Hier waren wir im letzten Jahr schon ein paar mal und es hat uns hier immer gut gefallen. Wir sind um 17 Uhr unterwegs und fahren etwa eine Stunde. Wir haben die Befürchtung, dass schon alles voll ist.

Am Platz angekommen bekommen wir aber noch eine ruhige Stelle , nicht weit vom Wasser weg. Es ist nicht so voll wie gedacht. Ich schätze, dass gut die Hälfte der Plätze belegt sind. Das Wetter ist schön sonnig und wir stellen gleich Tisch und Stühle raus. Wir essen draußen zu Abend und setzten die Stühle später in die Sonne, da das Wohnmobil vor uns schon Schatten wirft. Der Abend wir nicht mehr lang, da ich recht müde bin.

Donnerstag, 28.05.2020

Wir haben gut geschlafen und die Sonne weckt uns. Wir stellen den Tisch in die Sonne und ich machen mich auf den Weg zum Hafenmeister, um unseren Aufenthalt zu bezahlen. Wegen der Coronakrise muss man dort bezahlen. Sonst kam die freundliche Dame Abends über den Platz. Ich zahle 15,-- Euro einschl. Strom, Ver- und Entsorgung. Danach radle ich zum Spar beim Campingplatz und hole frische Brötchen. 

Vor dem Laden stehend Himweise, wie man sich zu verhalten hat. Leider in Holländisch. Einen Einkaufswagen soll man nehmen oder 1,5 Meter Abstand halten. Ich bin der Einzige im Laden, der eine Maske aufhat. Viel ist nicht los und die Auswahl an Brötchen hält sich in Grenzen. Leckeren Kuchen wie sonst gibt es auch nicht. An der Kasse sagt man mir, dass Masken hier nicht getragen werden müssen.


Wir sind erst um 12 Uhr 30 mit Frühstücken fertig und ich baue mein Paddelboard zusammen und gehe aufs Wasser. Der Wind ist recht kräftig und ich fahre auf das Leukermeer immer gegen den Wind, dann wird der Rückweg leichter.  Zurück am Platz essen wir zu Mittag und dann genießen wir die Sonne und trinken noch Kaffee.
                                                                Paddeln auf der Maas


Ich möchte danach nochmal aufs Wasser und fahre raus auf die Maas. Der Wind ist nicht mehr ganz so doll und ich fahre ein Stück Flussabwärts. Ich kehre dann um, weil es schon recht spät ist. Für heute bin ich zufrieden und kehre zum Platz zurück. Wir essen dann zu Abend und lassen den Tag ausklingen.
                                               Sonnenuntergang über dem Vorhafen

Freitag, 29.05.2020

Das Wetter ist wieder super. Ich hole frische Brötchen und wir frühstücken draußen. Wir lassen uns wieder viel Zeit und genießen die Sonne. Später machen wir einen Spaziergang zum Sparladen und kaufen ein paar Kleinigkeiten ein. Danach machen wir einen Abstecher zum Hafen und zum dortigen Restaurant. Das hat noch geschlossen, aber es gibt einige Kleinigkeiten zum Abholen. Wir können aber nicht erkennen, wann das Restaurant geöffnet hat. Wir gehen wieder zurück zum Platz.
                                                        Der Hafen am Leukermeer
                                                Die Terrasse des Restaurants am Hafen.

Ich möchte wieder aufs Wasser und mache mich fertig. Heute fahre ich aus dem Vorhafen raus und biege auf der Maas links ab. Ich nehme das gegenüber liegende Ufer, da die überhängenden Bäume Schatten spenden. Es ist sehr warm unter dem Neoprenshirt. Ich fahre etwa drei Kilometer den Fluss rauf, bis zur Hafeneinfahrt von Wassum. Hier mache ich eine Pause und stelle das Board um und paddele im Sitzen zurück. Nach gut sechs Kilometern bin ich wieder zurück und meine Muskeln spüre ich gut.
                                                              Der Vorhafen am Abend

Für heute reicht es mir und ich ruhe mich auf unserer Parzelle aus. Wir trinken Kaffee und am späten Nachmittag gehen wir eine kleine runde am Vorhafen entlang. Die Sonne ist noch schön warm. Zurück am Platz essen wir zu Abend und genießen noch die Zeit. Dann wird es zu kühl, um noch länger draußen zu sitzen.

Samstag, 30.05.2020

Das Wetter ist schön, was für ein Zufall!!! Nach dem Frühstück draußen setze ich mich auf mein Rad und fahre eine Strecke, die ich mir vorher ausgesucht habe. Ein Radkarte der Umgebung habe ich im Hafenbüro bekommen und dort sind die Strecken mit den entsprechenden Knotenpunkten versehen. Das ist nach wie vor eine tolle Sache in den Niederlanden.


Ich fahre also los und erreiche nach kurzer Zeit den Ort Wellerloi an der Maas. Ein schönes alte Dörfchen, mit alten Gebäuden, die für diese Region bekannt sind. Ein schönes Restaurant am Fluss mit schöner Aussicht. Ich mache ein paar Fotos und weiter geht es. Ich erreiche dann die Maasdünen mit ihrer typischen Landschaft. Wie auf einem der Fotos auf der Radkarte, entdecke ich ein Herde Schafe, die durch die Heidelandschaft grasen. Ein schönes Bild.

                                 Eigenwilliges Restaurant mit schöner Aussicht auf die Maas.

              Die Biester haben bei uns schon einen komischen Namen, aber der ist noch besser.
                                                                         Maasdünen
                         Die Schafe sorgen dafür, das nicht das falsche Gewächs aufwächst.

Nach einiger Zeit erreiche ich das Reindersmeer mit dem Kanal zum Leukermeer. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zu unserem Stellplatz. Das waren gut 23 Kilometer in schöner Umgebung. Zurück am Platz ruhe ich mich erst mal aus. Mittagessen fällt aus und wir trinken lieber gleich Kaffee und essen den fürchterlich süßen Kuchen, den wir schon gestern erworben haben. Dann mache ich für einige Zeit die Augen zu.
               Das Reindersmeer inmitten der Maasdünen. Künstlich entstanden für Sand und Kies.
                                Kanal mit Brückenrestaurant. Dahinter das Reindersmeer.
        Und Hier der Blick Richtung Leukermeer. Der Kanal diente zum Abtransport Richtung Maas.

Zum Nachmittag möchte ich nochmal aufs Wasser. Ich ziehe mich um und auf gehts. Es ist voll auf dem Wasser und dementsprechend ist der Wellengang erheblich. Kein Vergleich zu der entspannten Paddelei an den Vortagen. Es bereitet erheblich Mühe, mich auf dem Board zu haten. Aber es gelingt mir. Ich fahre bis zu der Einmündung des neuen Baggersees, den ich im letzten Jahr schon entdeckt habe. Die Wasserfläche ist noch größer geworden. Wieder ein neues Meer.

Ich kehre wieder um und merke, dass ich heute schon einiges in den Knochen hatte. Die Oberarmmuskeln merke ich jetzt sehr. Ich bin froh, dass ich nach etwa 7,5 Kilometer paddeln wieder zurück bin. Bin ganz schön kaputt. Ausruhen und dann Abendessen. Noch eine Runde auf den Tablet spielen und mit dem Hund Gassi gehen. Dann ist es schon recht spät und es wird uns draußen zu kühl. Es geht schon auf zehn Uhr zu und ich schreibe noch diese Zeilen.

Sonntag, 31.05.2020

Und wieder ist das Wetter so schön, dass wir draußen frühstücken können. Man merkt, dass Pfingsten ist, denn auch der Campingplatz ist voll und am Sparladen gibt es eine lange Schlange. Die ist aber noch viel länger, als ich den Laden verlasse. Glück gehabt. Ich möchte heute nochmal mit dem Rad los, da es mir zu windig ist. Ich suche mir eine schöne Strecke aus und radele los. Wie schon gestern komme ich auch heute wieder in den Maasdünen aus.
                                                      Golfplatz in den Maasdünen
                                                                 Zerbombte Burgruine
                                                 Typische Radwege in den Maasdünen


Auch entdecke ich einen netten Golfplatz, der in Wald und zwischen Seen eingebettet ist. Ich komme auch noch an einer Wasserburgruine vorbei. Die wurde im zweiten Weltkrieg von den Engländern bombardiert und nie wieder aufgebaut. So steht sie heute noch da, wohl als Mahnmal.


Nach etwa 24 Kilometern bin ich wieder zurück am Platz. Heute ist mal nix mit Paddeln, da es mir noch immer zu windig ist. So verbringen wir den Tag am Platz und erholen uns. Es kommt sogar ein Eiswagen vorbei, da kann ich nicht nein sagen. So geht der Tag zu Ende.


Montag, 01.06.2020

Muss ich noch erwähnen, dass wir schönes Wetter haben? Wir müssen sogar im Schatten frühstücken, da uns in der Sonne schon zu warm ist. Leider geht es ja heute wieder nach Hause. Der Wind ist nicht mehr so stark wie an den Vortagen und so möchte ich noch mal paddeln. Es ist noch verhältnismäßig ruhig auf der Maas und ich paddele Flussaufwärts bis zum Ort Well. Da bin ich vorgestern noch vorbei geradelt.

Aber schlagartig wird es voll auf dem Wasser und ich habe zeitweise mühe, mich auf dem Board zu halten. Kleine schnell Boote und größere Yachten bevölkern den Fluss. Dazu gesellen sich die Jetski und Wasserskifahrer. Das gibt eine Menge Wellen. Nach etwa sieben Kilometern und einer Fahrzeit von gut zwei Stunden bin ich wieder am Stellplatz. Jetzt merke ich auch wieder meine Arme, denn ich bin die ganze Zeit im Stehen gepaddelt.


Ich kehre zum Platz zurück und es ist etwa 12 Uhr 30. Auf Mittagessen haben wir keine Lust und keinen Hunger. Ich ruhe mich noch etwas aus und dann packen wir langsam ein. Etwa um 15 Uhr fahren wir los und Ver- und Entsorgen noch im Hafen. Rund um das Leukermeer tobt der Mob. Ich ist alles sehr voll. Auf dem Stellplatz geht es eigentlich sehr gesittet zu. Nur gegen Abend treffen sich hier und da ein paar Menschen mehr zum Plausch.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Mosel - Mai 2020


Mittwoch, 20.05.2020


Heute wollen wir früh los, denn morgen ist ja Feiertag und da wird es ja wohl überall voll werden. Den Tag habe ich mir heute schon frei genommen und so kommen wir schon gegen 8 Uhr 30 weg. Es geht problemlos über die Autobahnen Richtung Mosel. Es ist wirklich nicht viel los und wir kommen etwa gegen 11 Uhr 30 an dem Platz in Lösnich an, den wir uns vorgenommen hatten. Leider haben wir schon auf der Zufahrt gesehen, dass wir keine Chance auf einen freien Platz bekommen werden. Also fahren wir weiter die Mosel rauf Richtung Trier. 


Wir kommen an vielen Stellplätzen vorbei, die alle das gleiche Bild zeigen. Es ist über super voll. Wir machen uns schon Gedanken, was wir alternativ anfahren können, falls wir an der Mosel keinen Platz finden. Auch die Alternative in Minhein bringt nicht. Auch hier sieht es nicht besser aus. Die vorerst letzte Möglichkeit ist Klüsserath. Der Platz bietet etwa 350 Wohnmobilen Stellflächen an. Das war in ähnlicher Situation schon mal unsere letzte Rettung.

Aber auch hier scheint alles voll zu sein. Der Campingplatz daneben scheint noch über genügend freie Flächen zu verfügen. Wir versuchen es zunächst auf dem Stellplatz und ich entdecke nicht weit vom Ufer eine frei Steckdose und kurz dahinter einen Platz in zweiter Reihe. Nicht viel überlegen und aufstellen. Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir hier keinen Fernsehempfang haben werden, da ein Baum die Sicht versperrt. Darum wird hier wohl auch noch keinen stehen wollen. Uns ist das erstmal egal.

Wir stellen uns auf und müssen tatsächlich die Markise ausfahren, da es sehr warm ist. Also ab in die kurzen Hosen und rausgesetzt. Ich versuche noch beim Bäcker in 900 Meter Entfernung mein Glück. Den erreiche ich zwei Minuten vor Schließung. Eine Hand voll Brötchen liegen in der Auslage, von Kuchen keine Spur. Den gibt es nur Freitags und Samstags. Bei Google finde ich noch einen kleinen Laden, den ich noch von früheren Besuchen kenne. Leider ist der wohl schon seit langem geschlossen.

Das war wohl nichts. Also zurück zum Wohnmobil und meine Frau macht uns ein flottes Süppchen zum Mittag. Dann geht es auf die Stühle und wir schauen zu, wie nach uns noch dutzende Wohnmobile den Platz ansteuern. Hier wird jetzt jede Lücke geschlossen. Schön ist das nicht mehr, aber wir haben genug Platz. Wir machen es uns gemütlich und auch ein Eiswagen fährt noch über den Platz. Da gönne ich mir natürlich eins. Wir bleiben am Platz und genießen die Zeit. Wir können lange draußen bleiben, weil es schön warm ist. Die Kassiererin kommt noch vorbei und wir zahlen 7,20 Euro pro Tag.

Donnerstag, 21.05.2020

Heut ist Vatertag. Das Wetter passt zum Feiertag und wir können erstmals draußen Frühstücken. Es ist früh schon sehr warm und wir genießen die frischen Brötchen, die ich am Bäckerwagen gekauft habe. Auch gab es einen leckeren Kuchen, den wir nachmittags essen werden. Es wir heute sehr warm und ich beschließe mit dem Rad zu fahren. Die Temperaturen sind so besser auszuhalten und ich nehme den schönen Radweg Richtung Trier. Ich fahre bis hinter Mehring und mache dort eine kleine Pause am Wasser.
                                          Blick von der Brücke Richtung Ensch
                                                          Schleuse bei Detzem

Ich schaue mir noch in Riol den Stellplatz am Triolago an. Der ist recht neu und natürlich sehr voll. Ich fahre wieder zurück und erreiche den Platz nach etwa 26 km. Jetzt in den Schatten und Mittagessen. Es ist richtig heiß und wir sitzen im Schatten unserer Markise. Wir essen etwas zu Mittag und später den erwähnten Kuchen. Wirklich sehr lecker. Später kommt noch der Eismann vorbei und ich kann wieder nicht nein sagen. Wir drehen dann noch eine Runde über den Platz und erwerben einen Sunblocker für die Markise. Der wird hier am Platz verkauft.
                                                           Stellplätze in Mehring
                                                                Camping Triolago
                                                 Wohnmobilpark Triolago bei Riol

Zum Abend fahre ich mit dem Rad rüber zum Campingplatz. Dort gibt es ein Restaurant, wo wir früher schon mal etwas Leckeres abgeholt haben. Leider ist das Restaurant geschlossen, scheinbar nicht nur vorübergehend. Schade auch!! So macht uns meine Frau etwas zum Abendessen. War sehr lecker. So geht der Tag zu Ende und ich schreibe draußen noch diese Zeilen. Es ist schon recht spät, aber noch angenehm warm.
                                 Sunblocker gekauft und gleich ausprobiert. Gefällt mir!!

Freitag, 22.05.2020

Wir werden von Hubschraubergeräuschen geweckt und können uns das zuerst nicht erklären. Als ich vor die Tür gehe, erkenne ich den Grund. Der Helikopter ist für das besprühen der Weinreben eingesetzt.

Heute ist das Wetter zwar warm, aber auch stark bewölkt. Wir können aber wieder draußen frühstücken. Da es heute nicht so heiß werden soll, möchte ich eine Wanderung durch die Weinberge machen. Ich nehme unseren Hund mit und mache mich auf den Weg. Das Wetter ist recht angenehm und ich nehme den mir bekannten Weg. Der Hund ist wie immer gut drauf, obwohl in diesem Mai schon 14 Jahre alt geworden.
                                                Platzwechsel, jetzt in der ersten Reihe.
                                                                      Unser Wecker

Mich zieht es rauf bis zum Wald und nehme daher einen Pfad, der recht steil aufwärts geht. Hier kommt unser Hund an seine Grenze. Jetzt geht es nur noch leicht bergan und der Hund beruhigt sich wieder. Wir machen eine Pause an einem schönen Aussichtspunkt. Danach geht es geradeaus und ich erreiche den Startplatz für die Gleitschirmflieger. Vorher sehe ich einen Flieger, der sich gegen den starken Wind in der Höhe kämpft. Mir wäre er zu stark und ihm scheinbar auch, denn er macht sich auf den Weg ins Tal und landet schließlich zwischen Campingplatz und Stellplatz.
                                                         Blick auf den Stellplatz
                                                    Sieht recht durcheinander aus.
          Blick von der Wetterstation auf den Ort und den Fluss und den Gleitschirmflieger darüber.
                                                                 Blick Flussabwärts


Ich unterhalte mich mit einem Flieger der das Wettergeschehen abwartet. Auch ist Startverbot, solange der Hubschrauber im Einsatz ist. Der gestartete Flieger hat sich nicht daran gehalten. Von hier aus geht es wieder bergab und am Platz erwartet mich schon das Mittagessen. Ich bin ziemlich genau acht Kilometer gelaufen und habe dabei etwa 180 Höhenmeter bewältigt. Jetzt ist ausruhen angesagt. Unser Hund liegt derweil im Wohnmobil und ist fix und fertig. Wir machen uns Sorgen und es kauert über eine Stunde, bis er einigermaßen fit ist. Das war wohl etwas zu viel für unsere Oma.

Wir lassen den Rest des Tages dahinplätschern und erwarten den angekündigten Regen. Der lässt auf sich warten. Wir essen dann noch etwas zu Abend und erst gegen 20 Uhr tröpfelt es etwas. Das wird aber nicht viel und wir gehen trotzdem rein. Wir haben heute Morgen noch vor dem Frühstück den Platz gewechselt und stehen eine Reihe weiter, direkt mit Blick auf den Fluss.

Samstag, 23.05.2020

In der Nacht hat es zu regnen angefangen und der hält auch noch am Morgen an. Es ist sehr frisch geworden und wir machen die Heizung an. Wir backen wieder unsere eigenen Brötchen, da auch der Brötchenwagen spät kommt. Wir lassen uns Zeit und am späten Vormittag lässt der Regen nach. Wir wollen eine Runde laufen und nehmen den Hund nicht mit, da er gestern geschwächelt hat. Da die Weinberge nichts für meine Frau sind, nehmen wir einen Weg entlang des kleinen Flusses Salm, der hier am Platz in die Mosel mündet.

Das Wasser ist sehr sauber und wir können viele Forellen erkennen. Wir gehen am Fluss entlang ins Salmtal. Es ist sehr ruhig hier und am Mühlenweg stehen auch einige alte Bauwerke, die als Mühle noch gut zu erkennen sind. Schade, dass eine davon langsam verfällt. Der Fluss wurde im Oberlauf abgezweigt und zu den Mühlen geleitet. Wir kommen aber nicht allzu weit, da meine Frau noch keine langen Wege gehen kann und es keinen Abzweig über den Fluss gibt, um auf der anderen Seite den Rückweg anzutreten. Wir kehren also um und gehen durch den Ort zurück.
                                  Das Salmtal. Ganz im Hintergrund eine alte Mühle.
                                   Die Sonnenseite des Tales ist wieder mit Reben bestückt.

Zurück im Wohnmobil nehmen wir uns unseren Hund vor, der hat ein verfilztes Fell und das wird jetzt bearbeitet. Er wird ordentlich bearbeitet. Wir trinken dann noch Kaffee ohne Kuchen. Um 17 Uhr Genen wir noch Richtung Ort, da steht schon seit Jahren ein Verkaufsanhänger. Dort haben wir schon des Öfteren Wein gekauft. Wir wissen auch schon, welchen Wein wir möchten. Wir erwerben vier Flaschen und gehen zurück. Zum Abend bestellen wir bei der hiesigen Pizzeria überbackene Nudeln, die auch prompt geliefert werden.

Zu den Nudeln trinken wir den frisch gekauften Wein. Der schmeckt so gut, dass wir entscheiden, noch ein paar Flaschen zu kaufen. Meine Frau geht zum Verkaufsanhänger und schleppt noch eine Kiste mit sechs Flaschen ran. Das sollte reichen. Den Abend verbringen wir wieder auf unseren Sitzen im Wohnmobil.

Sonntag, 24.05.2020

Es regnet nicht mehr und die Wolken bekommen Lücken. Leider müssen wir heute wieder nach Hause. Draußen Frühstücken geht leider nicht, da es noch viel zu kalt ist. Später kommt aber die Sonne raus und wir stellen die Stühle auf die Wiese. Es ist angenehm und ich überlege kurz, ob ich noch eine Runde laufen soll. Das verwerfe ich aber schnell und genieße mit meiner Frau die Zeit in der wärmenden Sonne.

Da wir lange gefrühstückt haben wird das mit dem Mittagessen nichts und als die Sonne uns gegen 12 öfter verlässt und es wieder kühler wird, packen wir schweren Herzens ein. Gegen 13 Uhr verlassen wir den Platz und entsorgen noch. Das Grauwasser kann man hier nur schwer entsorgen, da man dafür einen Schlauch benötigt. Den haben wir zwar, der ist aber gut im Stauraum versteckt und noch nie benutzt worden. Daher entsorge ich das Schmutzwasser über die Toilette, die dafür vier mal füllen muss.

Ein Fahrer vor uns an der Entsorgung meint wohl, dass es auch ohne Schlauch gehen müsste. Das Ende vom Lied ist, das ein Großteil des Grauwasser daneben läuft und stinkend im Boden versickert. Das ist eine Sauerei. Auch kann man die Toilette nicht mit Frischwasser nachspülen. Das habe ich dann mit unserem Grauwasser gemacht.  Ein weiterer Mobilist nimmt dafür die Trinkwasserentnahme. Er ist mir aber mit dem Auslass der Toilette viel zu nah am Wasserhahn und das finde ich wiederum nicht gut. Man sollte wirklich an solchen Stationen kein Frischwasser entnehmen, da die Bakterien leicht bis an den Wasserhahn gelangen können. Vielleicht bin ich ja auch etwas empfindlich. Aber besser ist das so.

Die Rückfahrt ist recht entspannt und wir haben an einer Baustelle bei Bad Neuenahr nur einen kleinen Stau, der aber nicht sehr lange aufhält. Wir sehen aber auf der Rückfahrt gefühlt hunderte Wohnmobile, die sich wohl alle auf der Heimfahrt befinden. Das Pfingstwochenende wollen wir aber auch wieder los. Diesmal wollen wir aber eher in der Nähe unserer Heimat verbringen.

Freitag, 15. Mai 2020

Kleve - Mai 2020

Kleve - Mai 2020

Donnerstag, 14.05.2020


Endlich!! Habe dem Wohnmobil eine Maske aufgesetzt und fahren Nachmittags los. Meine Frau hat alles vorbereitet und ich habe mich nach der Arbeit schnell umgezogen und ab ins Wohnmobil. Nach mehr als zwei Monaten können wir endlich wieder weg. Wir haben ein altbekanntes Ziel in Kleve ausgesucht. Dort sind die Parzellen großzügig angelegt, mit viel Platz zum Nachbarn. Der Platzwart hat auch ein Auge darauf, dass die Fahrzeuge alle in der gleich Richtung einparken, damit nicht zwei Wohnmobile die gleich Wiese benutzen.

Wir sind mal überrascht, wie viele Wohnmobile auf dem Platz stehen. Wir brauchen für die Fahrt nur knapp eine Stunde und fahren auf den Platz. Es stehen etwa 25 Fahrzeuge hier und wir bekommen noch ein nettes Plätzchen. Es stehen nur zwei Kollegen aus den Niederlanden hier, wo es doch sonst umgekehrt ist. In den letzten Jahren waren die gelben Nummernschilder in der Überzahl. 

Wir stellen uns also auf und da es schon 19 Uhr ist, fangen wir mit Abendessen an. Ich bin von den beiden anstrengenden Wochen nach der Zwangspause recht müde und wir schaffen danach nur einen Film im Fernsehen und gehen in unsere Hängematte.

Freitag, 15.05.2020

Da meine Frau aus dem aktiven Arbeitsleben ausgeschieden ist, also in Rente gegangen ist, werde ich nur noch von Montag bis Donnerstag arbeiten, damit wir frühzeitig auf den Stellplätzen ankommen können. Sonst sind wir erst Freitags um etwa 14 Uhr losgefahren, da waren die Plätze schon reichlich voll.

Die Sonne weckt uns, aber es sind nur drei Grad. Draußen Frühstücken geht nicht. Wir haben Brötchen mitgenommen, die wir aufbacken und wir lassen uns wie üblich viel Zeit. Nach den Frühstück gehen wir gemütlich zum nahen Kaufland und decken uns mit frischen Lebensmitteln ein. Die Form des Mittagsessen entscheidet sich beim Asiamann im Kaufland. Wir nehmen eine Portion gebratene Nudeln mit, die wir draußen bei strahlender Sonne essen. Leider schieben sich bald Wolken vor die Sonne und es wir sehr frisch. Wir verziehen uns ins Wohnmobil und ich schreibe diese Zeilen.
                                     Endlich wieder in der Sonne vor dem Wohnmobil sitzen.

Wir trinken dann noch Kaffee und legen die Füße hoch. Später zieht es mich dann nochmal raus. Ich nehme den Hund mit und gehe eine längere Runde um die Wasserburg Rindern. Nach etwa drei Kilometern sind wir wieder zurück. Wir setzen uns nochmal raus und sprechen den Betreiber an, der bei den neu eingetroffenen Wohnmobilisten kassiert. Wir erfahren, dass es vorläufig keinen Brötchenservice gibt. Aber der Bistro ist offen und ich gehe anschließend hin und besorge uns etwas Leckeres zum Abend. Sehr zu empfehlen. Den Abend verbringen wir im Wohnmobil.

Samstag, 16.05.2020

Das Wetter heute wird wieder zweigeteilt werden. Es beginnt mit blauem Himmel und später bewölkt es sich wieder. Nach dem Frühstück wollen wir das Wetter ausnutzen und mit den Rädern los. Der Wind hat zugelegt und bläst uns auf der ersten Hälfte entgegen. Wir nehmen den Radweg über Rindern zum Rhein und dann über den Deich nach Millingen in den Niederlanden. Das Wetter hält sich gut und zum Radeln ist es angenehm. Wir fahren an Millingen vorbei und entdecken noch eine kleine Herde Wildpferde, die hier am Rhein leben.
                                Storch auf dem Horst und ein Junges haben wir auch kurz gesehen.
              Das kleine Örtchen Schenkenschanz ist beinahe eine Insel, jedenfalls bei Hochwasser

Wir schauen etwas zu und kehren an der Stelle um, da wir schon mehr als 10 Kilometer geradelt sind. wir nehmen den gleichen Weg zurück und fahren aber dann weiter bis zur Schleuse am Spoykanal. Zwei besetzte Horste mit Störchen entdecken wir. Nach gut 25 Kilometern sind wir wieder zurück am Platz. Das ist für den Anfang genug und das Wetter reicht für den Platz vor dem Wohnmobil. Wir bleiben bis zum Kaffee draußen sitzen.

                                           Kleine Herde Wildpferde mit einigen Fohlen.

Danach mache ich mich nochmal auf den Weg mit dem Rad in die Stadt. Ich will mir ein paar neue Schuhe kaufen. Das Geschäft, in das ich wollte, schließt in dem Moment, in dem ich eintreffe. In direkter Nähe gibt es aber noch einen Deichmann und dort finde ich zwei Paar. Ich fahre dann durch die Innenstadt zurück und gönne mir in der Fußgängerzone noch ein Eis. Danach geht es auf dem direkten Weg zurück zum Platz. Hier höre ich draußen die letzten Minuten vom ersten Budesligaspieltag im Radio.

Danach bleibe ich noch etwas draußen sitzen, bis es durch den Wind zu kühl wird. Zum Abendessen sitzen wir wieder im Wohnmobil.

Sonntag, 17.05.2020

Das Wetter ist wieder schön und sonnig. Draußen Frühstücken ist wieder nix. Immer noch zu frisch. Aber dafür wird es später wärmer und ich setze mich nochmal auf das Rad. Ich nehme den Radweg entlang der ehemaligen Bahntrasse Richtung Kranenburg. Bis zum Draisinenbahnhof sind wir schon mal gefahren. Jetzt möchte ich mir die Stadt anschauen und fahre hin. Eigentlich nichts tollen, aber es gibt Reste einer Stadtmauer und einen alten Mühlenturm. Auch gibt es alte Gassen entlang der ehemaligen Stadtmauer.
                                         Sehr alter Mühlenturm an der alten Stadtmauer
                                                         Hübsche Gasse in Kranenburg

Das schaue ich mir an und entdecke dann eine Eisdiele. Ich gönne mir eine Eis und esse es auf dem nahen Markplatz in der Altstadt. Anschließend möchte ich mir den Wohnmobilstellplatz des Ortes ansehen und fahre die etwa 900 Meter bis dahin. Der Platz ist abgesperrt und auf einem Hinweisschild steht, dass der Platz wegen Nässe gesperrt ist. Kauf zu glauben, da man nicht dergleichen erkennen kann und es die letzte Zeit viel zu trocken war. Da verstehe einer!!
                                     Stellplatz in Kranenburg. Wegen Nässe geschlossen????
                                               Naturschutzgebiet auf dem Rückweg
                                          Diese Mühle scheint noch in Betrieb zu sein.

Ich nehme einen anderen Rückweg, der mir aber auch gut gefällt und teilweise durch Naturschutzgebiete führt. Nach etwa 24 Kilometer bin ich wieder am Platz zurück. Wir hatten ein paar schöne Tage und freuen uns auf die nächste Ausfahrt.