Dienstag, 21. Juli 2020

Lippstadt - Juli 2020

Lippstadt - Juli 2020

Dienstag, 21.07.2020


Ein ungewöhnlicher Anreisetag. Ich habe nur zwei Tage in dieser Woche gearbeitet, weil die Termine nicht mehr hergegeben haben. Erst in den nächsten Wochen ist es wieder voller bei mir. Die Situation nutzen wir aber aus und wollen bis Sonntag los. Schon vor einiger Zeit haben wir als Ziel den Stellplatz an der Lippstädter Seeplatte gewählt. Da ja Ferienzeit ist, haben wir schon vor längerer Zeit hier einen Platz gebucht.

Ich habe noch bis etwa 15 Uhr 30 gearbeitet und meine Frau hat das Wohnmobil gepackt. Ich brauchte mich also nur noch umziehen und den Rest einladen und schon können wir los. Wir kommen auch gut durch, da sich der Verkehr in Grenzen hält. Um 18 Uhr waren wir vor Ort und haben uns in der Rezeption angemeldet. Hier am Platz wird alles zentral über eine Chipkarte geregelt. Damit kann man das Waschhaus benutzen, Wasser ziehen, Strom einspeisen und bekommt Zugang zum Platz durch die Schranke und das Tor am Ende des Platzes, mit Zugang zum See. 

Wir stellen uns auf und essen draußen zu Abend. Das Wetter ist schön, aber der Abend wird früh recht kühl, auch weil wir den hintersten Platz bekommen haben, der früh im Schatten der Bäume liegt. So gehen wir bald rein und lassen den Tag ausklingen.

Mittwoch, 22.07.2020

Heute Morgen scheint die Sonne von einem blauen Himmel. Die Nacht war recht kühl und wir haben gut geschlafen. Wir müssen die Stühle in die Sonne stellen, weil es im Schatten des Fahrzeuges noch zu kühl ist. Aber so genießen wir das Frühstück draußen. Wir lassen uns viel Zeit und später mache ich mein Paddelboard fertig.

Ich drehe meine Runde auf dem See, der ja von unserem Platz nur etwa 15 Meter entfernt ist. Der See ist nicht sehr groß und ist auch recht schnell umrundet. Das Wasser fühlt sich kühl an und ich glaube nicht, dass ich da so schnell rein gehe. Zurück am Platz essen wir zu Mittag und genießen das schöne Wetter. Der Himmel bewölkt sich etwas, läßt aber die Sonne oft genug durch.

Leider haben wir nichts zum Kaffee und so mache ich mich mit dem E-Scooter auf den Weg ins nahe Lipperode. Beim dortigen Bäcker hole ich uns den passenden Kuchen. In dem kleinen Ortsteil von Lippstadt gibt es einen Discounter, eine Eisdiele, eine Pizzeria und den besagten Bäcker. Also alles da, was man so braucht.


Zurück am Platz trinken wir also erst Kaffee, bevor es mich dann nochmal auf das Wasser zieht. Nach dem Paddeln möchte ich aber doch mal das Wasser ausprobieren. Ich bin überrascht, dass ich so schnell eintauche. Das Wasser ist herrlich und es ist wirklich toll, mal wieder in einem See ohne Chlor und Chemie zu schwimmen. Ich drehe meine Runden und gehe dann erfrischt zum Platz zurück.

Wir essen dann noch draußen zu Abend und während ich schon meine lange Hose und Strickjacke anlege, höre ich noch so manche Menschen im Wasser planschen.

Donnerstag, 23.07.2020

Heute soll es noch wärmer werden und das trifft auch ein. Schon beim frühstücken draußen wird es so warm, dass wir uns in den Schatten der Markise setzen müssen. Wir lassen uns wieder viel Zeit und ich nehme anschließend das Board und paddele eine Runde. Auf dem See ist es mit der Zeit recht langweilig, da es keine Abwechselung gibt. So bin ich bald fertig und fahre zurück.
                                                                Der Alberssee
                                      Links das Restaurant und rechts das Strandbad

Beim Mittagessen ist es schon heftig warm und unsere Markise ist Gold wert. Wir wollen heute auf Kaffee und Kuchen verzichten und lieber am Nachmittag zum See gehen, wo es einen Biergarten mit Selbstbedienungsrestaurant gibt. Der größte Teil ist mit einer Terrasse über den See gebaut und bietet einen schönen Ausblick.

                                                                   Blick über den See
                                                                  Terrasse am See

Die Speisenauswahl ist nicht nicht besonders üppig und wir wählen bei einen Flammkuchen. Der ist ganz lecker, macht mich aber nicht besonders satt. Wir trinken noch etwas und schauen uns die Tretboote an, die noch über den See fahren. Das Lokal ist gut gefüllt, obwohl der Strandbereich des Sees, der direkt daneben liegt, noch nicht geöffnet hat. Das soll erst am Wochenende geschehen.

Wir gehen langsam zurück und verbringen den Rest des Tages auf unserer Parzelle. Es bleibt mild und wir sitzen lange draußen.

Freitag, 24.07.2020

Schon wieder haben wir schönes Wetter und nach dem Frühstück zieht es mich auf das Rad. Ich möchte mir die Lippe ansehen, dort wo die Einstiegstelle für die Kanus ist. Leider ist diese Stelle zu weit von uns entfernt, dass ich sie zu Fuß mit dem Board erreichen kann. Ich schau mir die Stelle an und nehme dann den Radweg nach Hörste und durch so manch kleines Örtchen.


                                        Die Lippe an der Einstiegsstelle bei Hörste
                                                                   Der Ort Hörste

Die Radwege sind nicht sehr gut ausgeschildert und der Versuch, die Geschichte mit den Knotenpunkten, wie in den Niederlanden auszuprobieren, ist hier fehlgeschlagen. In einem weiten Bogen erreiche ich Lippstadt. In der netten Innenstadt gönne ich mir ein Eis. Meine Frau schlägt vor, dass ich etwas vom Bäcker mitbringen sollte. Das mache ich natürlich.
                                 Innenstadt und Anfang der Fußgängerzone von Lippstadt.

Dann nehme ich den Radweg zurück zum Platz. Der führt mich nun größtenteils an der Lippe entlang. Die fließt hier gemächlich und wäre zum Paddeln geeignet. Vielleicht beim nächsten Mal. Zurück am Platz ist das Wetter nicht mehr ganz so sonnig. Aber es ist etwas drückend und so gehe ich eine Runde schwimmen. Das Wasser ist angenehm.


Bis zum Abendessen bleiben wir am Platz und der Abend wird wieder sehr mild, so dass wir lange draußen bleiben können.

Samstag, 25.07.2020

Heute ist wieder ein Tag, um draußen zu frühstücken. Nachdem wir das wieder ausgiebig gemacht haben, nehmen wir die Räder und radeln nach Lippstadt. Das Wetter ist angenehm und nicht zu warm. Wir erreichen die Stadt und da es Samstag ist, gehen wir über den Markt. Hier gibt es Obst und Lebensmittel, aber keine Bekleidungsstände.

Wir schlendern durch die Fußgängerzone und ich kaufe mir eine Strickjacke, da meine für die kühlen Abende aufgebraucht ist. Nach dem Bummel kehren wir bei einer Eisdiele ein und setzen uns draußen hin. Wir lassen uns beide etwas Leckeres bringen und genießen die Zeit und schauen den Trubel uns ums herum an.

                                                    Zwei Ansichten aus der Altstadt

Zwei Bilder von der Lippe in Lippstadt. Der Fluss teilt sich hier mehrfach und fließt dann wieder zusammen.

Dann machen wir uns wieder auf den Rückweg. Das Wetter wird etwas bedeckter, aber ideal zum Radfahren. Zurück auf dem Platz machen wir es uns auf den Sitzen bequem und machen Siesta. Später tröpfelt es auch mal ganz kurz, aber nicht ergiebig. Mich zieht es nochmal ins Wasser und ich schwimme eine Runde. Wer weiß, wann man das in so tollem Wasser mal wieder kann.

Zum Abend gehen wir nochmal in das Restaurant am See. Seit heute ist ja das Strandbad wieder geöffnet und es ist noch etwas Betrieb. Wir gönnen uns eine Kleinigkeit, während die Menschen noch am Strand und im Wasser sind. Wir gehen wieder zum Platz zurück und genießen den vorläufig letzten Tag im Wohnmobil, bevor es morgen wieder heimwärts geht und drei arbeitsreiche Wochen folgen.

Sonntag, 26.07.2020

In der Nacht ist der vorhergesagte Regen über uns hinweggefegt. Es hat anfänglich kurz gestürmt und danach teils heftig, anschließend anhaltend geregnet. Da ich die Dachfenster ganz geöffnet hatte, bin ich kurz aufgestanden und sie geschlossen. Am Morgen war der Spuk schon wieder vorbei und das Wetter wieder angenehm und auch sonnig.

Wir konnten wieder draußen frühstücken. Später will ich dann nochmal Paddeln, was ich auch mache. Der Wind ist noch recht kräftig und ich paddele am geschützten Ufer entlang. Vorgestern habe ich an einem Uferabschnitt auf dem Grund Wasserpest entdeckt. Ich suche die Stelle und angele mir einige und bringe sie zum Platz. Die ist für unseren Teich und für die Kois. Die fressen mir sonst alle Wasserpflanzen auf.

Anschließend zieht es mich nochmal zum Schwimmen raus und eine Platznachbarin begleitet mich. Ich schätze sie so auf etwa 70 Jahre und sie geht regelmäßig morgens und mittags schwimmen. Ich wage mich aber alleine nicht auf den See, sondern bewege mich nur am Ufer entlang. Sie überredet mich aber für ihre große Runde um eine kleine Insel mitten im See. Ich schätze die Strecke auf etwa 500 Meter. Sie würde mich retten, falls mir etwas passieren sollte. Wir schaffen die Strecke mühelos und können uns noch dabei unterhalten. Die DLRG war ja auch vor Ort!
                                Den habe ich am Platz entdeckt. Sieht man auch nicht alle Tage.

Wir essen noch zu Mittag und so um 13 Uhr packen wir langsam ein. Wir entsorgen dann noch und melden uns an der Rezeption ab. Leider gab es dort einen großen Andrang und wir haben eine knappe halbe Stunde warten müssen. Gegen 15 Uhr 30 sind wir dann unterwegs und kommen ohne Probleme durch. Kurz nach 17 Uhr sind wir wieder Zuhause. Es waren schöne und sonnige Tage.

Donnerstag, 16. Juli 2020

Remagen - Juli 2020

Remagen - Juli 2020

Donnerstag, 16.07.2020


Nach drei Wochenenden Zuhause wollen wir mal wieder los. Schon letztes Wochenende wollten wir nach Remagen fahren. Jetzt ist es soweit. Da ich Freitags in der Regel frei habe, können wir schon am Donnerstag weg. Gesagt - Getan. Auto gepackt und bei schlechtem Wetter los. Auf den Straßen ist nicht sehr viel los. Nur hinter Köln gibt es an deiner Baustelle etwa 10 Minuten Verzögerung. Das geht aber recht fix und wir sind bald am Ziel.

Den Stellplatz am Camping "Goldene Meile" haben wir nun schon öfters bereist und es zieht uns wieder an. Wie schon vermutet ist der Platz schon gut gefüllt. Wir bekommen aber noch einen schönen Platz und ergattern einen der letzten Stromanschlüsse. Es gibt leider nicht für alle Plätze Strom. Wir stellen uns auf und machen die Markise raus. Es nieselt leicht, aber die Temperatur erlaubt es draußen zu sitzen. So hocken wir geschützt und essen erstmal zu Mittag. Der Regen macht die ein oder andere Pause und wir machen es uns auf den Stühlen gemütlich.
                                Unser Stellplatz in Remagen an der "Goldenen Meile"

Später trinken wir Kaffee und essen den leckeren, selbst gebackenen Kuchen. Wir sind recht faul und ich mache nur einen kurzen Abstecher zum Rhein. Leider ist der Platz nicht parallel zum Wasser ausgerichtet. Nur die ersten ein zwei Reihen haben Blick auf das Wasser. Der Platz liegt recht ruhig, fern von Straßen. Der Bahnverkehr ist natürlich zu hören, aber den schaltet man bald im Kopf aus und er stört nicht weiter. Das Wetter soll ab morgen wieder trockener und wärmer werden.

Freitag, 17.07.2020

Der Tag beginnt, wie der letzte aufgehört hat. Es regnet, als ich mit Schirm bewaffnet zum Bäcker laufe. Auf dem Rückweg brauche ich ihn aber nicht mehr. Leider müssen wir im Wohnmobil frühstücken, da es draußen noch zu feucht und kühl ist. Aber während des Frühstücks lockert es auf und sogar die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich. Wir können wieder draußen sitzen und es wird langsam schwül.

Nach einer Pause machen wir uns auf den Weg zum nahen Edeka, wo ich auch unsere Brötchen geholt habe. Ein paar Lebensmittel kaufen wir ein. Zum Mittag wollen wir grillen und so holen wir beim dortigen Metzger ein paar leckere Stücke. Der Metzger ist gut sortiert und man findet so einiges zum Grillen. Wir gehen zurück und kommen an der Stadthalle vorbei, die auf halbem Weg zwischen Stellplatz und Edeka liegt. Hier gibt es eine Sonderausstellung zur Brücke von Remagen, die zum Ende des zweiten Weltkrieges hart umkämpft war. Das Friedensmuseum in dem Brückenkopf ist wohl zur Zeit wegen Brandschutzmängeln gesperrt.

Das Wetter wird immer sonniger und wärmer und zum Mittag grillen wir dann. Es schmeckt gut. Danach ist Siesta angesagt. Wir legen uns auf die Stühle und genießen den Tag. Später zieht es mich raus und ich schnappe mir meinen E-Roller und fahre am Rhein entlang in die Stadt. Auf der Rheinpromenade gönne ich mir ein Eis und hocke mich auf eine bequeme Bank am Wasser. Danach fahre ich noch in die Altstadt und laufe einmal rauf und runter. Die Innenstadt ist recht nett mit einigen schönen Geschäften, Cafès und Restaurants. Dann fahre ich wieder am Rhein zurück.
                                                               Eispause am Rhein
                                               Teil der Fußgängerzone in der Altstadt
                                                                       Rathausplatz

Den Rest des Tages verbringen wir wieder vor unserem Wohnmobil. Das Wetter könnte schöner nicht sein und wir können lange draußen sitzen. Zum Sonnenuntergang gehe ich runter an den Rhein und erwische die Sonne, die gerade den Horizont erreicht.



Samstag, 18.07.2020

Die Sonne weckt uns schon früh und wir können draußen frühstücken. So gefällt uns das. Es ist schon früh sehr warm. Heute möchte ich das schöne Wetter nutzen und mit dem Rad los. Ich war zwar schon öfters in Bonn, aber alleine die Radstrecke am Rhein entlang ist sehr nett und an jeder Ecke sieht man was anderes. Natürlich mache ich das obligatorische Foto vom Drachenfels bei Königswinter.
                     Drachenfels und Drachenburg bei Königswinter auf der anderen Rheinseite.
                              Bonner Rheinufer. Die Ausflugsschiffe fahren auch wieder.
                                    Marktplatz in Bonn und das Rathaus im Hintergrund.

Ich Bad Godesberg biege ich in die Stadt ab und fahre nach Haribo. Im dortigen Fabrikverkauf decke ich mich mit allerlei Süßigkeiten ein. Dann geht es zurück an den Rhein und ich fahre weiter nach Bonn. In der City ist es sehr voll und sehr warm. Als erstes gönne ich mir ein Eis und später auf dem Markt eine Tüte Churros. Aber irgendwie ist es mir in der noch immer währenden Pandemie hier zu voll.

Ich fahre daher wieder zurück an den Rhein und mache mich auf den Heimweg. Wir bekommen nachher noch Besuch vom Cousin meiner Frau. Da möchte ich wieder zurück sein. Auf dem Rückweg merke ich, dass ich nicht mehr richtig in Form bin. Ich spüre meine Beine und speziell meine Knie. Ein zwei Pausen lege ich ein und hocke mich kurz auf eine Bank. Nach knapp 54 km bin ich wieder zurück.

Mit dem Besuch sitzen wir den Nachmittag am Wohnmobil und die Sonne meint es gut mit uns. Auch heute können wir wieder lange draußen sitzen bleiben. Den Sonnenuntergang verpasse ich heute, aber ich gehe anschießend noch runter an den Fluss und machen ein Paar Aufnahmen in der Dämmerung. Meine Frau kommt auch noch dazu und wir genießen die Abendstimmung am Fluss.



Sonntag, 19.07.2020

Heute wird ein heißer Tag und wir frühstücken draußen. Wir müssen uns früh vor der Sonne verstecken und ich habe keine Lust mehr, mit dem Rad zu fahren. Wir verbringen die restliche Zeit auf dem Platz und machen einige Planungen für die nächste Zeit.

Gegen 13 Uhr ist unsere Zeit sowieso abgelaufen, also machen wir uns für die Abreise fertig. Wir entsorgen noch und füllen Frischwasser nach. Dann geht es auf den Heimweg. Es ist schwülwarm und ich schalte die Klimaanlage ein. Aber nichts passiert, sie springt nicht an und die Beleuchtung am Schalter ist aus. Nicht schon wieder etwas defekt. Ich mache mir schon wegen der Reparatur Gedanken und und schalte wenigstens die Lüftung ein. Ich stelle fest, dass die auf der Stellung null ist. Als ich sie hochschalte springt auch sofort die Klimaanlage an. Irgendwie logisch, das die nicht ohne Lüftung funktioniert. Da haben wir nochmal Glück gehabt.

Die Rückfahrt entpuppt sich als problemlos und wir kommen gut durch. Unser nächster Ausflug ist schon in Kürze. Da freuen wir uns schon jetzt drauf. Dazu aber später mehr.