Auf in den Süden - Österreich und Italien
Tag 1 - Mittwoch, 19.04.2023
Heute startet unsere nächste, längere Reise in den Süden. Gestern haben wir noch bis in den späten Abend an unserem neuen Anhänger gewerkelt. Die Befestigung für den Roller und die Fahrräder waren uns noch zu spärlich. Ich habe daher beim hiesigen Händler noch zwei Bodenanker besorgt und dann im Obi die passenden Schrauben.
Erst gegen 22 Uhr waren wir mit dem Ergebnis zufrieden. Dann war es Zeit für Feierabend. Wir haben danach gut geschlafen, weil der Tag noch sehr ereignisreich war. Morgens weckt uns Ellie, aber das war uns dann doch zu früh und wir bleiben noch etwas liegen. Danach machen wir uns aber für die Abfahrt fertig. Wir zurren noch die Räder fest und dann geht es los. Den Anhänger befestigen und noch zur Entsorgung.
So verlassen wir unseren HeimathafenDa es auch nach Österreich gehen soll, möchte ich gerne wissen, wie schwer jetzt unser Wohnmobil ist, damit wir dort nicht in Schwierigkeiten kommen, wegen der Überladung. Wir fahren also vorher noch zu unserem Raiffeisenmarkt auf die Waage und hängen den Anhänger ab. Da Ergebnis ist nicht sehr beruhigend.
Es sind 5.480 kg!!! Da wir beide nicht im Fahrzeug saßen, wären wir somit etwas überladen. Unser Wohnmobil ist nur bis 5.000 kg zugelassen.
Wir haben allerdings etwa 60 % Frischwasser im Tank, was in etwa 140 Liter entsprechen. Wenn wir das ablassen würden, könnte es so gerade passen. Allerdings haben wir auch einiges an Vorräten dabei und ich überlege noch, mein SUP in den Anhänger zu legen, welches in der Heckgarage liegt. Mit den Gedanken fahren wir auf die Autobahn.
Die Strecke ist etwa 195 Kilometer
Unser erster Stopp soll der Stellplatz am Kränchen in Lahnstein sein. Da haben wir vor etwa zwei Monaten schon einmal gestanden, allerdings war es da noch kälter. Wir kommen sehr gut durch und wundern uns über den geringen Verkehr. Wir kommen so gut an unser Ziel und da kommt gleich die nächste Überraschung. Der Platz ist gut gefüllt, obwohl es mitten in der Woche ist.
Die Mündung der Lahn in den Rhein
Der Platz ist gut gefüllt
Die Parzellen sind groß genug, damit der Anhänger auch Platz hat
Wir finden aber noch in der ersten Reihe einen schönen Platz und wir können auch unseren Anhänger daneben stellen, da die Parzellen sehr breit sind. Wir stellen uns auf und ich bezahle für vier Tage 44,-- Euro. Strom kostet 0,50 Euro pro kWh. Wir können die Stühle rausstellen, weil das Wetter es zuläßt. Wir essen aber zuerst zu Mittag und genießen danach die wärmenden Sonne.
Ich brauche zu ersten Mal Sonnencreme
Zwischendurch gehe ich ein paar Mal mit Ellie Gassi und später kommt sogar ein Eiswagen über den Platz gefahren. Das lassen wir uns nicht entgehen und so kommen wir zu unserem ersten Eis der Saison. Noch bis etwa 18 Uhr 30 können wir in der Sonne sitzen. Wir gehen dann ins Wohnmobil uns lassen den Tag ausklingen.
Tag 2 - Donnerstag, 20.04.2023
Wir haben in der Nacht leider nicht gut geschlafen, da wir von Musik wach gehalten werden. Irgendwo ist die Bassbox zu hören und Menschen unterhalten sich. Meine Frau hält mich davon ab, die Polizei anzurufen. Erst gegen Morgen hört es auf und wir schlafen wieder ein. Gegen acht Uhr stehen wir auf. Das Wetter ist leider schlechter geworden und es regnet ab und an leicht.
Ich gehe mit Ellie raus und es tröpfelt. Wir frühstücken lange und warten das schlechte Wetter ab. Dann wird es langsam besser und wir gehen zum nahen Globus-Einkaufsmarkt. Da waren wir schon bei früheren Besuchen und gehen dort gerne einkaufen. Die Auswahl ist hier riesig. Wir kaufen einige Lebensmittel ein und gehen zurück zum Wohnmobil.
Die Saison scheint eröffnet. Die Flusskreutzfahrtschiffe kommen hier häufig vorbei.
Das Wetter wird aber nicht besser und wir bleiben im Wohnmobil. Wir haben uns Kuchen mitgebracht, den wir am Nachmittag genießen. Dann wird das Wetter langsam besser und ich gehe mit Ellie eine lange Runde am Rhein entlang. Die Sonne wärmt und ich setze mich ein wenig auf eine Bank. Wir gehen bis zur Maximilians Brauwiesen, einem schönen Restaurant mit Biergarten.
Schönes Restaurant am Rhein
Das Wetter schwächelt wieder und es tröpfelt wieder. Jetzt beeile ich mich mit dem Rückweg und ich jogge einige Male. Meine Kondition bremst mich aber schnell aus. Aber es regnet kaum. Langsam neigt sich der Tag dem Ende entgegen. Vor unserem Wohnmobilfenster, auf dem breiten Fußgängerweg, hält ein Polizeifahrzeug. Ich gehe raus und frage den Fahrer, ob es für gestern Nacht eine Erklärung für den Lärm gibt. Er verneint und meine aber, dass ich im Wiederholungsfall ruhig anrufen dürfte. Morgen soll das Wetter wieder besser werden.
Tag 3 - Freitag, 21.04.2023
Heute Nacht haben wir sehr gut geschlafen. Die Lokführer streiken und es ist wesentlich ruhiger auf den Bahnlinien. Um acht Uhr stehen wir auf und frühstücken. Das Wetter ist etwas nebelig, aber bald kommt die Sonne raus und es wird schön. Ich möchte heute eine erste runde mit dem Roller machen und so packen wir alles aus und holen den Roller vom Hänger.
Ursprünglich wollte ich nach Koblenz, aber da war ich schon öfter und so nehme ich die andere Richtung auf dieser Rheinseite. Ich nehme den Weg nach Braubach, denn da gibt es auch einen Stellplatz direkt am Rhein. Den möchte ich mir ansehen. In Braubach angekommen sehe ich ein Schild Richtung Marksburg. Die liegt sehr schön oberhalb vom Ort.
Da zieht es mich hin und es geht recht steil bergauf. Mit dem Roller ist das ein Kinderspiel und ich bin bald oben. Fürs Parken muss ich zwei Euro berappen und nehme die Stufen rauf zur Burg. Oben gibt es einen tollen Ausblick auf das Rheintal in Richtung Lahnstein. Leider kann man die Burg und den Burghof nur mit einer kostenpflichtigen Führung besichtigen. Das möchte ich aber nicht machen, auch weil es in den dicken Klamotten nicht gut zu laufen ist.
Die Aussicht ist schon toll
Die Marksburg
Das Bild ist von Rhein aus gemacht
So schaue ich mich etwas um und gehe zurück zum Roller. Danach fahre ich runter in den Ort. Hier finde ich eine Abzweigung nach Bad Ems. Auf Google Maps finde ich dazu eine schöne Landstraße durch die Wälder und Höhenzüge. Aber zuerst schaue ich mir den Stellplatz am Wasser an. Mit der Frontscheibe steht man hier in der ersten Reihe direkt am Rhein. Die Plätze sind aber recht kurz. Weiter hinten sind die Plätze länger und dort könnte man auch mit unserem Wohnmobil stehen. Aber da gibt es dann auch keinen direkten Blick aus das Wasser.
Der Stellplatz in Braubach
Dann mache ich mich weiter auf den Weg zurück durch die Stadt, zur Abzweigung nach Bad Ems. Es geht gut bergan mit einigen Kehren. Genau das Richtige für motorisierte Zweiräder. Es ist nicht viel los und so genieße ich die Fahrt bis Bad Ems. Das sind genau zehn Kilometer. Ich mache nur einen kurzer Fotostopp, denn den Ort kenne ich von früheren Besuchen. Dann geht es zurück an der Lahn entlang nach Lahnstein.
Das Wetter ist schön geblieben und wir können draußen sitzen. Nach dem Mittagessen lassen wir die Sonne auf uns wirken. Die tut ihr Bestes und die Sonnencreme ist wichtig. Zum frühen Abend machen wir zusammen mit Ellie einen Spaziergang am Rhein entlang. Die Sonne ist immer noch mit dabei. Auf dem Regenradar wird um 20 Uhr vor einem Gewitter gewarnt. Das warten wir dann mal ab.
Auch Ellie hat ihren Spaß
Tag 4 - Samstag, 22.04.2023
Das angekündigte Gewitter von gestern ist ausgeblieben. Dafür gab es einen kurzen und heftigen Schauer. Viel war es aber nicht. Heute ist das Wetter wieder viel besser und die Sonne ist auch wieder dabei. Die Temperaturen sind auch recht angenehm und im laufe des Tages steigen sie auf etwa 20 Grad. Wir genießen den Tag und der wird nur ab und an durch einige Gassirunden unterbrochen.
Aussicht am Morgen
Später am Tag gehe ich mit Ellie auf die große Wiese am Fluss und lasse sie rennen. Wir spielen mit einem Stöckchen, dass sie immer wieder holt. Abgeben tut sie es aber freiwillig nicht. So macht sie aber einige Meter und ist anschließend fertig. Ich hole auch eine Liege aus der Heckgarage und mache es mir gemütlich. Das geht aber nicht lange gut, da Ellie auch Ansprüche anmeldet.
Burg Lahnstein
Am Nachmittag gehe ich nochmal mit Ellie zu einem längeren Spaziergang an der Lahn entlang. Das Wetter verschlechtert sich, bleibt aber trocken. Morgen wollen wir wieder weiter.
Tag 5 - Sonntag, 23.04.2023
Die Nacht war ruhig und trocken, und am Morgen ist es schon recht mild. Nach dem Frühstück machen wir uns für die Weiterfahrt fertig, lassen uns aber viel Zeit. Unser heutiges Ziel ist der Caravanpark in Speyer, direkt neben dem Technikmuseum. So gegen 11 Uhr fahren wir los und tanken noch im Ort, für schlappe 1,52 Euro je Liter Diesel. Schon lange nicht mehr so günstig getankt.
Das Wetter spielt mit und auf der Autobahn A61 ist nicht viel los. Etwa 30 Kilometer vor dem Ziel erwischt uns doch ein längerer Stau vor einer Baustelle. Hier wird die Bahn auf einen Fahrstreifen begrenzt. Aber das war dann auch schon alles. Wir erreichen unser Ziel ohne Probleme nach etwa 164 Kilometern. Das Wetter ist immer noch gut und wir melden uns am neben stehenden Hotel an. Wir zahlen für die Übernachtung 24,-- Euro. Enthalten ist auch der Strom, das Wasser und die sanitären Einrichtungen. Nur die Toilettenentsorgung per Camperkleen kostet 2,-- Euro extra.
Der Stellplatz liegt verkehrsgünstig nahe der A62, direkt neben dem Technikmuseum. Er bietet Platz für 117 Mobile. Auch die Altstadt mit Dom ist nur gut einen Kilometer entfernt. Für einige ist es vielleicht störend, das neben dem Platz die Landebahn des hiesigen Flugplatzes ist. Hier starten und landen überwiegend nur kleinere Motorflugzeuge. Ich denke, dass es in der Nacht ruhig bleiben wird.
Wir können angehängt stehen bleiben
Direkt hinterm Zaun vom Stellplatz ist die Landebahn vom Flughafen
Wir werden zwei Nächte hier bleiben, um uns morgen die Stadt anzusehen. Wenn ich mich auch für das Museum entscheide, hängen wir noch einen Tag dran. Wir können Tisch und Stühle rausstellen und es ist richtig warm. Wir bekommen auch gleich etwas geboten, denn über uns springen 10 Fallschirmspringer ab, die am Flughaben landen. Das wiederholt sich später nochmal und einige fliegen in Formation.
Nach dem Mittagessen gehe ich um das Museum herum und entdecke ein Riesenrad. Ich dachte erst, dass es auf dem Museumsgelände steht. Aber gleich dahinter ist eine Kirmes aufgebaut und ich ärgere mich, dass ich kein Geld mitgenommen habe. Ich gehe einmal über das Gelände und entdecke einige Leckereien. Danach gehe ich zurück zum Platz.
Der Mann hat einen Vogel
Gegen 18 Uhr erreicht uns ein kleines Gewitter mit einem kräftigen, kurzen Schauer. Das hält aber nicht lange an und so gehen wir anschließend gemeinsam über die Kirmes. Hier ist noch viel los und als Höhepunkt wird uns noch eine Hochseilakrobatik mit Motorrädern geboten. Ich esse leckeren Langos und meine Frau Pommes-Majo. Wir drehen gemütlich eine Runde und ich gönne mir zum Schluss noch eine Tüte Popcorn.
Hochseilartisten
Lecker Langes und Pommes
Wir gehen zum Platz zurück und lassen den Tag ausklingen.
So klingt hier der Tag aus
Tag 6 - Montag, 24.04.2023
Die Nacht war recht ruhig, nur gegen 7 Uhr weckt uns der einzige Flieger für den Vormittag, der hier landet. Wir bleiben noch etwas liegen und stehen dann auf. Wir frühstücken und nach einem kleinen Schauer mache ich mich auf den Weg zum Technik-Museum. Ich besorge mir eine Eintrittskarte für 19,-- Euro (2,-- Euro Rabatt für den Aufenthalt auf dem Stellplatz) und gehe durch die erste, große Halle. Hier stehen dicht gedrängt Fahrzeuge jeglicher Bauart und die meisten davon sehr alt.




Dazwischen immer wieder kuriose Dinge, wie dampfgetriebene Jahrmarktorgeln. An der Decke hängen zahlreiche Fluggeräte. Auch sind einige alte Dampfloks und Elektroloks zu bestaunen, die teilweise noch fahrtüchtig sind. Die Orgeln spielen Musikstücke, wenn man sie mit einem Euro füttert. Ich wechsele dann in die Freiflächen, wo hauptsächlich Flugzeuge ausgestellt sind. Auch einige Schiffe und U-Boote. In eines kann man einsteigen und einmal durchlaufen. Selbst in dem jetzigen Zustand bekommt man Platzangst und Beklemmungen. Das könnte ich mir nicht vorstellen.
Alles sehr eng und bedrückend
Ich wechsele zu einer großen Antonov, die man auch von Innen bestaunen kann. Die scheint aus einem Haufen Metall zusammen geschustert zu sein. Kaum zu glauben, daß so ein Schrott geflogen ist. Einige ältere Kampfjets stehen hier und verschiedene Hubschrauber und sonstiges Fluggerät. Der Hingucker schlechthin ist die alte Boing 747 der Lufthansa mit Nahmen "Schleswig-Holstein". Die steht auf einem hohen Gerüst und man muss dutzende Stufen hinauf, um den Flieger von Innen zu sehen.
Das ist schon ein riesiger Flieger, der von innen aber teilweise der Bestuhlung beraubt wurde. Der Blick ins Cockpit zeigt einem aber schon eine veraltete Technik. Was man bei heutigen, modernen Flugzeugen sehen kann, ist doch mehr und mehr Computer und Bildschirme. Aber schon erstaunlich, dass so ein Riesenvogel fliegen kann. Außen kann man auf einer Tragfläche entlanglaufen. Es herrscht ein frischer Wind und so bewegt sich der Flieger ganz leicht.
Ladefläche der Antonov
Erste Klasse im Jumbo
Cockpit vom Jumbo
Begehbare Tragfläche
Fahrwerk
Ich schaue mir auf der Freifläche noch einige andere Flieger und Loks an. Danach wechsele ich in die moderne Halle, in der die Geschichte der Raumfahrt dargestellt wird. Das ist schon sehr beeindruckend. Hier steht auch das Raumschiff "Buran" aus Russland, dass so ähnlich mit das amerikanische Spaceshuttle aussieht. Auch hier gibt es Gelegenheiten, den Flieger von innen zu bestaunen. Ein Blick in den Antriebsbereich zeigt einen Haufen Kabel, Schläuche und Ventile. Aber irgendwie sieht alles sehr bedenklich aus. Kein Wunder, dass so manchen Teil von den Dinger abgestürzt sind.
Es gibt auch eine Landekapsel der Amerikaner von der Mondmission zu sehen und ein Stück echtes Mondgestein. Sehr viel Anschauungsmaterial rund um die Raumfahrt, von den Anfängen bis zur Neuzeit, mit einigen Teilen der ISS. Rund um die Halle werden auch dutzende Motorräder aus allen Epochen gezeigt. Dann gehe ich langsam zurück durch die erste Halle und merke, dass mir nach etwa vier Stunden auf den Beinen die Füße schmerzen.
Die Buran aus Russland
Die Landefähre auf dem Mond
Tolle Motorräder
Ich gehe zurück zum Platz und lege meine Füße hoch. Nach dem Mittagessen gehe ich unseren Aufenthalt noch bis Morgen verlängern. Dann noch eine Pause. Gegen 15 Uhr möchte ich dann doch noch in die Stadt. Soweit die Füße tragen!!! Ich gehe durch einen kleinen Park und stehe zuerst vor dem imposanten Dom zu Speyer. Den schaue ich mir auch von innen an und hier beeindruckt die schiere Größe. Von 1030 - 1124 wurde der Dom erbaut und gilt als die größte romanische Kirche der Welt.
Der Dom zu Speyer
Die Umgebung des Doms
Die Maximilianstraße mit dem Dom im Hintergrund
Teile der Altstadt von Speyer
Moderne Gebäude am Jachthafen
Dann zieht es mich noch durch die lange Prachtstraße, die vom Dom in die Stadt führt. Hier gibt es schöne Gebäude mit hübschen Cafés und Geschäften. Anschließend mache ich noch einen Abstecher in die Altstadtsiedlung und zu modernen Hafen mit einheitlichen Gebäuden, die sicher sehr hochpreisig sind. Bei einem kurzen Schauer kehre ich zum Platz zurück. Jetzt ist aber Schluss mit Laufen. Nach 18.400 Schritten streiken meine Füße.
Tag 7 - Dienstag, 25.04.2023
Zwei frühe Flieger wecken uns schon um etwa 6 Uhr 30. Das war doof, aber da macht man nix. Gegen acht Uhr stehen wir schließlich auf und frühstücken gemütlich. Anschließend machen wir uns für die Weiterfahrt fertig. Leider ist das Wetter nicht so toll und es regnet leicht. Wir machen uns dann um etwa 10 Uhr 30 auf den Weg.
Wir fahren über die A6 Richtung Heilbronn und dann auf die A81 nach Stuttgart. Auf dem Weg dorthin beginnt es zu regnen, der sich im weiteren Verlauf verstärkt. Unser heutiges Ziel ist der Stellplatz am Donaubad in Neu-Ulm. Auf dem Weg über die A8 hinauf auf die Alb geht es gut bergauf und die LKW`s haben es schwer. Leider dürfen wir ja nicht überholen und so zieht es sich dahin. Zu allem Überfluss mischen sich unter den Regen dicke Schneeflocken. Und ich dacht, wir sind auf dem Weg in den Sommer!
Die Strecke beträgt etwa 192 km
Das bleibt aber eine kurze Episode und danach regnet es nur noch. Bei strömenden Regen treffen wir in Ulm ein und finden einen XL-Platz, wo auch unser Anhänger stehen kann. Die kleineren Plätze kosten 12,-- Euro und die XL-Version 15,-- Euro. Der Strom kostet einen Euro pro kWh. Nicht ganz billig!! Wir stellen uns auf und ich gehe mit Ellie Gassi. Sie wird ganz schön nass dabei. Wir trinken Kaffee und anschließend wird das Wetter besser und die Sonne kommt raus.
Ich gehe daher mit Ellie noch eine größere Runde runter zur Donau. Ich nehme den Weg entlang des Wassers und stelle erst beim Rückweg fest, das ich mich am Ufer der Iller befinde. Ich kehre um und erst danach sehe ich den Zufluss von Donau und Iller. Die Iller führt sehr viel Wasser, deutlich mehr als die Donau. Ich gehe wieder zurück zum Platz und wir beide sind ziemlich verdreckt. Der Weg war nach dem Regen aufgeweicht.
Der Stellplatz am Donaubad. Im Hintergrund hier die Eissporthalle
Der Platz liegt eigentlich ganz ruhig und ist von Wiesen und Schrebergärten umgeben
Während des Spaziergangs habe ich einen schönen Blick auf das Ulmer Münster
Die Donau und das Münster direkt neben dem Donaubad
Mein Spaziergang erstreckt sich auf etwa 6 km
Später gehe ich rüber zum Donaubad und bestelle Brötchen für morgen. Der Abend bleibt wohl trocken und die Sonne scheint zwischendurch auch mal.
Tag 8 - Mittwoch, 26.04.2023
Der Tag beginnt trocken, aber sehr kalt. Nach dem Frühstück wollen wir ein paar Lebensmittel einkaufen. Bei Google-Maps finden wir den nächsten Discounter erst in gut zwei Kilometer. Wir machen uns auf den Weg und die Strecke zieht sich, ist aber ruhig gelegen. Wir erreichen den Kaufland und kaufen aber nur die nötigsten Dinge ein.
Am Ende ist die Tasche aber so schwer, dass ich meine Frau nicht alleine zum Platz gehen lasse. Ich hatte eigentlich vor, von hier aus in die Stadt zu laufen, damit der Fußweg nicht zu weit wird. Jetzt aber gehe ich mit zurück und wir teilen uns die Last auf zwei Schultern. Am Ende sind es dann doch gute fünf Kilometer und die Füße sind schon platt.
Ich überlege noch, ob ich später in die Stadt gehe. Wir machen dann zuerst Mittagessen und während dessen erhalten wir Nachricht von unseren Bekannten, dass sie auf dem Weg zu uns sind. Deren Route hat sich kurzfristig geändert, weil sie einen Werkstatttermin einschieben mussten. So mußten sie einen anderen Weg wählen, der auch hier nach Ulm führt.
Wir essen dann zu Mittag und gegen 14 Uhr trudeln sie dann ein. Wir haben dann natürlich viel zu erzählen und so geht der Nachmittag schnell vorbei. Das Wetter ist ganz gut geworden und die Sonne scheint häufig. Ich kann sogar eine Weile draußen sitzen. Später gehe ich dann mit Ellie nochmal eine Runde an der Donau entlang. Wir werden wohl morgen weiterfahren, damit wir hoffentlich noch einen Platz in Bernau am Chiemsee bekommen. Es ist ja durch den Feiertag am Montag (1. Mai) wohl überall voll und so wollen wir nicht bis Freitag warten.
Das ist der Illerkanal. Der wird von der Iller abgeleitet und dient als Kanuslalom-Strecke
Die Donau führt reichlich viel Wasser
Tag 9 - Donnerstag, 27.04.2023
Die Nacht war ruhig und wir haben gut geschlafen. Das Wetter ist gut und wir wollen nach dem Frühstück gemeinsam mit unseren Bekannten weiterfahren. Wir machen uns daher fertig und sind kurz nach 10 Uhr auf der A8 Richtung München. Der Verkehr ist ruhig und wir kommen bis zum Münchener Ring gut durch. Wir fahren an einem Schwertransporter vorbei und kurze Zeit später passieren wir eine Schilderbrücke auf der steht "Höhenkontrolle". Kurze Zeit später wird der Verkehr bis auf null abgebremst und kommt zu Stillstand.
Die Strecke beträgt etwa 236 Kilometer
100 Meter vor uns ist eine Schranke vor einer Schilderbrücke geschlossen. Wir stehen und wissen nicht, was los ist. Nach etwa 20 Minuten ruft meine Frau bei der Polizei an und erfährt, dass wohl der Schwertransporter die Höhenkontrolle ausgelöst hat. Es besteht wohl die Gefahr, dass er nicht unter die Schilderbrücke passt. Die Kollegen von der Polizei schicken einen Einsatzwagen, um das Problem zu lösen. Die tauchen dann auch auf und die Schranke öffnet wieder. Wir können weiter.
Dann geht es ruhig weiter bis zum Irschenberg. Hier staut sich der LKW-Verkehr und wir stehen wieder. Jetzt wird es zäh und wir kommen kaum voran. Wir verlieren mehr als eine Stunde und dann entscheiden wir uns, den rechten Fahrstreifen zu verlassen und an der Kolonne vorbei zu fahren. Das zieht sich auch, aber wir kommen etwas voran. Vor dem Inntaldreieck erkennen wir den Grund für den Stau. Die Abfahrt Richtung Insbruck ist wohl dicht.
Jetzt geht es wieder besser und der Stau löst sich auf. Die letzten Kilometer sind problemlos und wir erreichen den Stellplatz am Tenniscenter in Bernau. Wir finden zwei passende Plätze und können auch den Anhänger abstellen. Wir stellen und auf und melden uns an. Da wir den Platz von früheren Besuchen schon kennen, ist uns hier alles bekannt. Wir zahlen für den Platz 20,- Euro pro Tag, 1,50 Euro Kurbeitrag und der Strom kostet 0,70 Euro pro kWh. Wasser und Abwasser ist kostenlos. Die Möglichkeit zum Waschen haben wir hier auch.
Der Stellplatz in Bernau
Ich gehe anschließend zum nahen Penne-Markt. Dort gibt es auch einen Bäcker, wo ich uns etwas zum Kaffee kaufe, da es für Mittagessen schon viel zu spät ist. Für die Fahrt haben wir statt 2 3/4 Stunde etwa fünf Stunden gebraucht. Nach dem Kaffee gehe ich mit Ellie noch eine größere Runde durch die nahen Felder. Ich genieße die schöne Aussicht auf die Berge, die im oberen Drittel noch verschneit sind. Die Wiesen sind mit gelben Blüten übersäht und die Sonne scheint jetzt kräftig.
Wunderschönes Alpenvorland
Hinter dem Rapsfeld erkennt man das Tenniscenter mit dem Stellplatz
Im Hintergrund der Hochfelln, der oben herum noch viel Schnee hat
Zurück am Platz stelle ich noch einen Stuhl raus und setze mich in die wärmende Sonne. Meine Füße schmerzen und ich glaube, ich habe in den letzten Tagen zuviel auf Asphalt verbracht. Leider soll der morgige Tag verregnet sein. Wir haben erst einmal bis kommenden Dienstag gebucht, da ja am Montag Feiertag ist.
Tag 10 - Freitag, 28.04.2023
Das schöne Wetter von gestern hat sich verabschiedet und der Tag beginnt zwar trocken, aber der Regen ist nicht mehr weit. Nach dem Frühstück gehe ich mit Ellie eine kleine Runde und während dessen tröpfelt es bereits. Wir möchten das schlecht Wetter für einen Waschtag nutzen. Wir haben uns entsprechende Waschmünzen an der Rezeption geholt. Wir bekommen dazu auch jeweils einen Waschtab. Sehr freundlich!!
Morgens kurz vor dem Regen
Wir nutzen die Tatsache, dass wir hier waschen können. Wir schaffen das über Tag und jetzt haben wir wieder Luft für die nächste Zeit. Das Wetter wird immer schlimmer und ich nehme mir etwas Zeit, um mich mit unseren Mitfahrern zu unterhalten. Wir setzen uns zusammen und ich zeige ihnen unsere nächsten Ziele und die Fahrstrecke.
Das Wetter wird heftiger und der Dauerregen steht vor der Tür
Ich nutze eine kleine Regenpause und gehe mit Ellie raus. Die dauert aber nicht lange, weil es wieder regnet. Der Tag ist zum vergessen und ich mache einen Mittagsschlaf. Das Wetter wird immer schlimmer und der Regen wird heftiger. Hier steht mittlerweile alles unter Wasser und der Wetterbericht warnt vor ergiebigem Dauerregen am Alpenrand. Bis zum späten Abend regnet es heftig. Morgen soll es besser werden.
Tag 11 - Samstag, 29.04.2023
Der heftige Dauerregen hat gegen Mitternacht aufgehört und am Morgen ist es trocken. Im laufe des Morgens kommt auch mal die Sonne raus und es ist sehr warm. Aber bald schon verdunkelt sich der Himmel wieder und es regnet heftig wie im April. Bei einigen Schauern donnert es auch mal kurzfristig. Zwischen durch reicht es auch mal für eine Weile, um draußen in der Sonne zu sitzen.
Am Morgen ist der gestrige Spuk vorbei und ab und zu scheint die Sonne
Am späten Vormittag gehe ich zum nahen Penny, denn es hat sich einiges an Leergut angesammelt, das möchte ich dort loswerden. Nur ein paar Lebensmittel nehme ich noch mit und in Bäckerei daneben besorge ich noch etwas zum Kaffee. Aber immer wieder schiele ich zum Himmel, denn es bleibt nicht lange trocken.
Dicke Regenschauer ziehen über das Land und es donnert zeitweise
Gegen 16 Uhr beruhigt sich das Wetter und die letzten Schauer sind abgezogen. Ich beschließe kurzfristig mit dem Roller nach Rosenheim zu fahren. Dort habe ich einen Händler ausfindig gemacht der Zubehör für Motorräder und Roller anbietet. Ich möchte gerne ein Topcase für meinen Roller haben, damit man bei einem Ausflug die Helme oder sonstiges verstauen kann.
Der einfache Fahrstrecke beträgt 27 Kilometer und sollte in knapp 30 Minuten zu schaffen sein. So in etwa war es dann auch und ich finde den Händler relativ schnell, da ich ja auf dem Roller kein Navi habe. Ich suche mir ein passendes Topcase aus und bekomme auch Werkzeug zur Verfügung, damit ich das draußen gleich anbringen kann. Das klappt auch und ich mache mich wieder auf den Rückweg. Vorher möchte ich noch tanken, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich noch bis zum Stellplatz komme.
Topcase gekauft und gleich montiert
Als ich an der Tankstelle anhalte, stelle ich fest, dass ich das Topcase hinten etwas über den Sitz montiert habe. Leider bekomme ich somit nicht die Sitzbank geöffnet, unter dem sich der Tankdeckel befindet. So muss ich ohne Nachtanken zurück. Das klappt aber dann doch ohne Probleme. Der Roller verbraucht nicht so viel. Zurück am Platz geht es schon auf 19 Uhr zu und ich schnappe mir Ellie und gehe mit ihr eine größere Runde, weil sie heute noch nicht viel gelaufen ist.
Tag 12 - Sonntag, 30.04.2023
Heute ist der Tag trocken, aber die Sonne zeigt sich erst ab der Mittagszeit. Ich möchte das trockene Wetter nutzen, um unsere Freunde in Österreich zu besuchen. Ich telefoniere vorab, um zu erfahren, ob sie Zuhause sind. Dem ist so und ich setzte mich nach dem Frühstück auf meinen Roller und fahre die etwa 25 Kilometer ins nahe Nachbarland. Neben einigen Radfahrern sind nicht viele Fahrzeuge unterwegs.
Ich Fahre über Aschau Richtung Kufstein und fahre vor Sachrang über die Grenze, die als Solche nur noch durch ein Schild zu erkennen ist. Zwischendurch habe ich einen tollen Blick auf das Inntal. Ich erreiche unsere Freunde und werde zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Wir haben uns natürlich viel zu erzählen und so vergeht die Zeit wie im Fluge.
Von der Terrasse unserer Freunde. Blick auf den verhüllten Zahmen Kaiser.
Dann breche ich wieder auf und fahre nach Walchsee. Dort schaue ich mich auf dem Terrassencamping am See um. Dort haben wir vor Jahren schon einmal gestanden, allerdings mit unserem kleinen Wohnmobil. Ich erkundige mich darüber, auf welchen Stellen die ACSI-Card gültig ist, die hier geduldet wird. Der Platz würde 23,-- Euro kosten. Dazu kommt noch die Kurabgabe und eine Gebühr für den Müll. Der Platz kostet somit 30,50 Euro.
Blick über den Terrassencamping am Walchsee
Das Ufer des Walchsees mit dem Blick rüber zum Ort Walchsee
Die Stellflächen sind aber für große Wohnmobile nicht einfach zu befahren. Ich denke, dass wird für unsere Wohnmobile nicht einfach. Ich mache noch ein paar Fotos und mache mich auf den Rückweg. Zurück am Platz, gehe ich gleich eine große Runde mit Ellie. Das Wetter ist recht sonnig und ich setze mich anschließend noch vor das Wohnmobil. Zum Abendessen gönnen wir uns Schnitzel mit Pommes, die ich aus dem platzeigenen Restaurant abhole.
Blick über den See Richtung Kassen

Blick vom Niederndorfer Berg Richtung Kufstein und Inntal
Tag 13 - Montag, 01.05.2023
Nach ruhiger Nacht scheint heute mal zur Abwechslung die Sonne und es ist recht mild. Wir lassen uns mit Allem viel Zeit und nach dem Frühstück stellen wir Stühle raus und genießen das Wetter. Wir vertrödeln die Zeit bis zum Mittagessen. Danach machen wir uns auf den Weg in den Ort und gehen zur Bank. Ich gönne mir ein Eis vom Italiener. Preis für eine große Kugel - 1,90 Euro.
Die Kois im Teich auf dem Stellplatz sind riesig
Wir gehen zurück zum Platz und ich gehe mit Ellie die große Runde. Das Wetter verschlechtert sich und der Himmel zieht sich zu. Als ich zurück bin packen wir den Roller wieder auf den Anhänger. Das klappt gerade noch rechtzeitig, denn ab etwa 17 Uhr beginnt es zu regnen. Morgen soll das Wetter wieder schlechter werden und am Mittwoch soll es weiter nach Reit im Winkel gehen.
Der Löwenzahn wächst bei der Witterung ideal
Tag 14 - Dienstag, 02.05.2023
Heute ist der Tag stark bewölkt, aber trocken. Es ist eine komische Luft. In meiner Winterjacke wird mir langsam warm und man hat das Gefühl, dass es auf ein Gewitter zu geht. Wir sind auf dem Weg ins Dorf und wollen dort etwas einkaufen. Wir gehen durch das Wohngebiet und einen Park. Hier hängen lustige Vogelhäuschen. Wir gehen in den nahen Edeka und finden die gesuchten Lebensmittel.
Anschließend möchten wir im Elektrofachgeschäft eine Mehrfachsteckdose kaufen, weil wir in der Küche nur eine Steckdose haben. Wir werden aber nicht fündig, da es nur Exemplare gibt, mit einer zu langen Schnur. Wir verschieben das auf unser nächstes Ziel. Gegenüber gibt es eine Bäckerei und dort werden wir auf für eine Leckerei fündig.
Lustige Vogelhäuschen im Park
Gasthof "Zum Alten Wirt"
Ferienwohnungen Bonnschlössl
Wir gehen dann wieder zurück zum Platz und essen zu Mittag. Wir machen eine Pause, denn das Wetter wird wieder schlechter, regnen will es aber auch nicht so richtig. Ich gehe mit Ellie eine kleine Runde und wir setzen unser Nichtstun fort. So richtig können wir uns nicht aufraffen, bei dem Wetter noch etwas zu unternehmen. Beim Kaffee wird es kurz mal windig, aber auch jetzt gibt es nicht den erwarteten Regen.
So plätschert der Tag dahin und wir machen uns noch Gedanken, wie wir die nächste Zeit verbringen. Morgen wollen wir für ein paar Tage nach Reit im Winkl. Unser Ziel ist ja Italien und dazu wollen wir über den Brenner einreisen. Hier haben wir aber erfahren, dass es auf der österreichischen Seite eine Brückenbaustelle gibt, die in der Woche zu einer Engstelle führt, da die Autobahn dort nur Einspurig ist. Wir wollen daher erst am Sonntag weiterfahren, da am Wochenende keine LKW unterwegs sind und die Fahrbahn wieder auf zwei Spuren erweitert wird.
Bevor es morgen weiter geht, noch ein paar Sätze zu Bernau. Der Ort ist eine Gemeinde im oberbayrischen Landkreis Rosenheim mit etwa 7.100 Einwohnern und liegt auf einer Höhe von 544 Metern. Bernau liegt im Chiemgau am Südwestufer des Chiemsees. Zu Römerzeiten war Bernau wegen der praktischen und gesunden Lage ein beliebter Erholungsort für Soldaten. Der Ort ist heute von landwirtschaftlichen Flächen umgeben und ist bei Touristen beliebt.
Tag 15 - Mittwoch, 03.05.2023
Die Wolken hängen tief, als ich heute Morgen zur Bäckerei gehe, um Brötchen zu holen. Es soll heute noch sonnig werden und das kann man sich bei dem Wetter nicht vorstellen. Heute wollen wir ja weiter und so machen wir uns nach dem Frühstück für die Abfahrt fertig. Wir wollen heute zum Wohnmobilstellplatz am Waldbahnhof in Reit im Winkl. Die Strecke ist nur etwa 27 Kilometer.
Kaum zu glauben, dass es heute noch sonnig werden soll
Der Stellplatz in Reit im Winkl
Wir bezahlen unseren Aufenthalt und fahren danach los. Wir fahren nicht lange und kommen problemlos nach Reit im Winkl. Auf dem Stellplatz ist nicht viel los und es stehen etwa nur 5 weitere Wohnmobile. Wir finden zwei schöne Plätze auf Schotterrasen und stellen uns auf. Gleich darauf essen wir zu Mittag und wir machen eine kleine Pause. Ich gehe dann mit Ellie eine größere Runde in Richtung Dorf und mache etwa auf der Hälfte kehrt.
Skisprungschanzen in Reit im Winkl
Der Unterberg in Kössen ist noch mit Schnee bedeckt
Reit im Winkl mal ohne Schnee
Das Wetter wird tatsächlich besser und die Sonne läßt sich öfter mal blicken. Es ist angenehm und zurück am Platz trinken wir Kaffee und anschließend gehe ich nochmal mit Ellie raus. Das Wetter wird richtig sonnig, aber leider geht auch der Tag zur Neige. Morgen soll es richtig warm werden.
Tag 16 - Donnerstag, 04.05.2023
Der Tag beginnt heute wolkenlos und sonnig. Die Nacht war sehr frisch und die Null-Grad war nicht sehr weit weg. Aber es wird schnell warm und nach dem Frühstück gehen wir ins Dorf. Hier ist es noch recht ruhig und so manches Geschäft und einige Café s sind noch geschlossen. Wir gehen in die Apotheke und besorgen noch ein fehlendes Medikament und dann zum nahen Edeka. Auch hier finden wir ein paar Lebensmittel, die wir aktuell benötigen.
Morgendliche Gassirunde
Unterberghorn und rechts im Hintergrund der Zahme Kaiser
Der Zahme Kaiser
Schöner Wanderweg ins Dorf
Reit im Winkl mit Pfarrkirche St. Pankratius
Draußen kann man mittlerweile die Jacke ausziehen, denn es ist richtig warm. Endlich!!! Wir machen uns langsam auf den Rückweg und ich gönne mir noch ein Eis auf die Hand. So schlendern wir zurück zum Platz und selbst auf der Hauptstraße zum Ort ist wenig los und es ist richtig still. Wir stellen Tisch und Stühle raus und können vor dem Wohnmobil zu Mittag essen. Wir genießen die Zeit in der Sonne.
Endlich warm genug für die kurze Hose
Nach dem Kaffee gehe ich mit Ellie eine große Runde rauf zum "Gut Steinbach", vorbei an den Sprungschanzen und weiter nach Blindau, dem hübschen Ortsteil oberhalb von Reit im Winkl. Zurück am Platz habe ich meine 19.000 Schritte zusammen und merke auch meine Füße. Hab ich vielleicht wieder etwas übertrieben. Wir können heute lange draußen sitzen bleiben und für morgen haben sie uns Gewitter angekündigt. Hoffentlich wird es nicht so schlimm.
Gut Steinbach mit Rotwildgehege
Die große Schanze sieht oben schon etwas ramponiert aus
Die kleinen Übungsschanzen scheinen genutzt zu werden
Tag 17 - Freitag, 05.05.2023
Auch heute ist der Tag wunderbar sonnig und in der Frühe schon sehr warm. Nach dem Frühstück gehen wir einen schönen Spazierweg entlang der Lofer Richtung Dorf. Der Weg ist angenehm zu laufen und führt anfangs durch den Wald am kleinen Fluss entlang und danach durch einen Ortsteil von Reit im Winkl. Wir gehen den Weg weiter am Sportplatz entlang, wo im Winter das Langlaufstadion ist. Es sieht schon anders aus, als im Winter, wenn alles verschneit ist und hier verschiedene Loipen gespurt sind.
Auf dem Weg ins Dorf
Zurück am Platz machen wir zunächst eine Pause, um danach zum nahen Penny zu gehen. Hier kaufen wir noch fehlende Lebensmittel ein. Die Sonne scheint so stark, dass wir zum ersten Mal in diesem Jahr die Markise brauchen. Dem Tag verbringen wir teils im Schatten und dann wieder mal in der Sonne. Wir genießen die Wärme. Für den Abend haben sie Gewitter versprochen. Aber das Wetter hält sich nicht daran und es bleibt trocken.
Jetzt soll es in den späten Abendstunden regnen. Mal sehen, ob das dabei bleibt. Ich habe im Moment Probleme, meine Fotos auf den Rechner zu laden. Ich habe das schon gestern nicht geschafft und bin etwas verzweifelt. Mal sehen, ob es mir noch gelingt.
Tag 18 - 06.05.2023
Am späten gestrigen Abend erwischt uns dann doch ein kräftiges Gewitter. Es blitzt und donnert um uns herum und regnet kräftig. Das ist nichts für Ellie, sie zittert wie Espenlaub und das geht bis gegen ein Uhr in der Nacht. Dann wird es draußen ruhiger und wir können schlafen. Am heutigen Morgen ist alles wieder vorbei und letzte, tiefhängende Wolken beherrschen den Tag. Erst im Laufe des Vormittags wird es sonniger.
Wir nutzen den Vormittag, um das Gewicht des Fahrzeuges auf den Anhänger zu verteilen. Eine Leiter und mein SUP packen wir hinten auf den Anhänger. Auch unser Vorrat von Adblue in zwei Kanister befestigen wir vorne. So hoffen wir, zusammen mit dem Frischwasser, welches wir bis auf einen Rest ablassen werden, dass unser Gesamtgewicht nicht überschritten wird.
Gegen Mittag erwischt uns noch ein längerer Schauer. Während dessen essen wir zu Mittag. Dann machen wir eine Pause, bis das Wetter sich wieder zum sonnigen wendet. Erst nach 16 Uhr mache ich mich noch einmal auf den Weg und gehe mit Ellie raus. Ich wandere rüber nach Entfelden und nehme den Weg rauf auf den Gegenhang. Ich finde den Weg zur Eckkapelle, der aber teilweise steil und unwegsam ist. Etwa 150 Meter über dem Dorf finde ich die kleine Kapelle, die seit über 50 Jahren das Ziel eines Kreuzweges ist, der vom Dorf aus bis hier herauf verläuft.
Ellie auf steilen Wegen
Die Eckkapelle als Ziel für den Kreuzweg aus dem Dorf
Schöne Ausblicke auf das Dorf und die Umgebung
Ein kleiner schwarzer Teufel hat sich im Gras versteckt
Überall blühen hübsche Wildblumen auf den Wiesen
Es bieten sich viele schöne Blicke runter ins Tal und auf die umliegenden Berge. Die Weglänge habe ich nicht aufgezeichnet, aber meine Tagesschritte belaufen sich auf etwa 15.000. Meine Füße brauchen Ruhe. Den Abend verbringen wir im Wohnmobil und Morgen geht es weiter Richtung Italien. Unser nächstes Ziel ist der Stellplatz in Sterzing. Das ist nur ein Zwischenziel auf der weiteren Reise zu schöneren Zielen des Landes.
Der Hund ist für heute erledigt
Tag 19 - Sonntag, 07.05.2023
Heute fahren wir bei bestem Reisewetter weiter Richtung Italien. Gegen 10 Uhr 15 machen wir uns auf den Weg, vorbei an Kössen und dem Walchsee nach Niederndorf. Kurz vor der Autobahnauffahrt tanken wir für 1,49 Euro pro Liter Diesel. Das ist mal preiswert!! Dann geht es auf die Autobahn Richtung Innsbruck und Brenner. Die Sonne scheint und wir können die Gegend bewundern. Die Mautbox von Maut1 funktioniert einwandfrei.
Ein wenig Bammel haben wir mit unserem Gesamtgewicht und der Kontrollstelle auf der Autobahn. Auf halber Strecke nach Innsbruck passieren wir diese Stelle, die aber wegen einer Baustelle gesperrt ist. Wir sind erleichtert!! Weiter geht es an Innsbruck vorbei rauf auf den Brenner. Auch hier können wir die Mautstellen ohne Probleme durchfahren. Kein Warten vor den Schranken und Bezahlstellen. Vor der Grenze zu Italien wird die Autobahn von drei auf eine Spur reduziert.
Das führt natürlich zu einem längeren Stau, kontrolliert wird hier aber nicht. Auch im weiteren Verlauf der Strecke gibt es immer wieder Baustellen mit kurzen Verzögerungen. Gut, dass heute keine LKW unterwegs sind. Das wäre sehr schlecht gewesen. Wir erreichen den Stellplatz am Autohof in Sterzing. Der liegt nahe der Autobahn und bietet Platz für etwa 150 Wohnmobile. Es ist nicht viel los und wir finden einen schönen Platz. Wir können in Fahrtrichtung parken und so bleibt der Anhänger dran.
Der Stellplatz in Sterzing an der Autobahn. Nicht schön, aber praktisch.
Rechts im Hintergrund das Restaurant mit Minimarkt. Hier gibt es auch morgen frische Semmel.
Das haben wir uns verdient!!!
Schöner Blick ins Umland und auf die Stubaier Alpen
Wir bezahlen an der Kasse 20,-- Euro einschl. Strom, Wasser und Entsorgung. Der Mensch an der Kasse ist sehr freundlich und empfiehlt uns im Restaurant vom Platz die Pizza. Da es etwa 13 Uhr 30 ist, meldet sich der Hunger. Wir gehen ins Restaurant und lassen uns zwei Margarita machen, die wir mit ins Wohnmobil nehmen. Sehr lecker!!!! Danach stelle ich mir einen Stuhl raus und genieße das sehr warme Wetter und den Sonnenschein. Es sind etwa 22 Grad. Wir unterhalten uns mit unseren Mitfahrern und so lassen wir den Tag in Ruhe ausklingen.
Morgen geht es weiter nach Levico-Terme (Löweneck) auf den Stellplatz Camper Costa Valsugana vor dem gleichnamigen Campingplatz. Dort werden wir dann sicher ein Woche bleiben.
Tag 20 - Montag, 08.05.2023
In der Nacht haben wir nicht gut geschlafen. Es hat geregnet, aber das war nicht der Grund. Nebenan stehen die LKW, die ja sonntags nicht fahren dürfen. Dabei war ein Kühllaster der seine Kühlung die ganze Nacht hat laufen lassen. Das monotone Brummen hat mir den Schlaf geraubt. Sonst war der Platz, trotz Autobahnnähe ruhig. Am Morgen trocknet es ab und die Wolken geben wieder Teile der Berge frei.
Ich hole uns frische Semmel im Minimarkt nebenan und wir frühstücken. Wir sind heute früh dran und daher auch früh fertig. Wir verlassen dann den Platz so gegen 10 Uhr und fahren auf die Autobahn. Trotz LKW-Verkehr kommen wir gut durch und es gibt nur kleine Baustellen ohne Staus. Wir erreichen den Stellplatz in Levico Terme und fahren auf den Stellplatz. Es stehen kaum Wohnmobile hier und wir finden einen schönen Platz.
Der Stellplatz in Levico Terme neben dem Campingplatz Valsugana
Die Parzellen sind so lang, dass wir so gerade Platz haben. Den Anhänger können wir aber auf die Parzelle stellen. Der Platz kostet in der Vorsaison 20,-- Euro, darin ist alles enthalten. Die Stellplätze sind auf Rasen, der aber auch mal gemäht werden könnte. Die Wiese ist so hoch, dass gut eine Herde Kühe satt werden könnte. Wir stellen uns auf und essen zu Mittag. Danach gehen wir zur Rezeption und erkundigen uns nach den Möglichkeiten auf dem Campingplatz nebenan.
Hier gibt es einen Minimarkt und ein Restaurant. Beide Einrichtungen sind eigentlich für Stellplatzbewohner nicht zugänglich. In der Vorsaison wird allerdings eine Ausnahme gemacht. Wir müssen uns lediglich an der Rezeption anmelden, wenn wir den Campingplatz besuchen wollen. Nach einer Kaffeepause gehen wir ein Stück mit unseren Mitfahrern. Wir landen auch bei einem Discounter, der nur etwa 500 Meter vom Platz entfernt ist. Wir schauen uns etwas um und finden auch ein paar Lebensmittel.
Der Ort Löweneck. De werden wir wohl Morgen besuchen
Unsere zwei Mitfahrer, Dagmar und Horst
Zurück am Platz setze ich mich noch etwas raus, aber bald wird es mir zu kühl und ich gehe wieder rein. Das Wetter war aber heute garnicht so schlecht, obwohl die Sonne nur ab und an zum Vorschein kam. Morgen soll es ähnlich sein, bevor das Wetter schlechter werden soll. Wir werden hier wohl bis Sonntag bleiben, da es auch am Gardasee nicht schöner sein soll.
Tag 21 - Dienstag, 09.05.2023
Diese Nacht haben wir gut geschlafen, denn es war sehr ruhig, nur am frühen Morgen lausche ich den vielen Vögeln, die draußen zwitschern. Aber das stört eher nicht wirklich. Wir frühstücken dann in Ruhe und anschließend möchten wir die Stadt besuchen. Wir machen uns bei bedecktem Himmel auf den Weg. Einen Schirm nehmen wir für alle Fälle mit. Die Wegstrecke ist recht anstrengend, da es immer bergauf geht.
Es sind zwar nur knapp 1,8 Kilometer, aber die haben es in sich. Es ist schwül und wir brauchen oben angekommen eine Pause. Die typische italienische Altstadt hat einen gewissen Charme. Wir kommen vor den Stufen rauf zur Kirche an und sind froh, dass es jetzt eher flach daher geht. Die Fußgängerzone ist schön restauriert und passt zu den hübschen, alten Häusern. Es gibt hübsche Geschäfte, Eisdielen, kleine Bars und Restaurants.
Hübsche Einblicke in die kleine Stadt
Wir schauen uns um und gönnen uns ein leckeres Eis. In Italien ist es wohl üblich, dass das Eis mit einem kleinen Spatel auf das Hörnchen gebracht wird. Kugeln gibt es nicht. Auch wird das Eis pro Portion günstiger, je mehr man nimmt. Gar keine schlechte Idee. Jedenfalls schmeckt das Eis hier irgendwie besser. Wir setzen uns dazu auf eine schöne Bank und schonen dabei unsere Füße. Wir machen uns dann aber wieder auf den Rückweg. Vorher schaue ich mir noch die Kirche von innen an. Über eine breite Treppe gelangt man zum Portal.
Das Innere der Kirche und der separate Glockenturm
Innen ist der Kirchenraum dunkel und nur der Altar ist beleuchtet. Nur durch die Fenster gelangt etwas Licht rein. Interessant ist, dass die Orgel in den Altar eingearbeitet wurde. Sonst habe ich keine entdeckt. Unüblich ist es auch, dass der Glockenturm nicht mit der Kirche verbunden ist und separat daneben steht. Dann geht es aber zurück und der Rückweg ist natürlich angenehmer, weil es bergab geht. Am Platz angekommen essen wir zu Mittag und ich setze mich noch etwas raus. Das klappt aber nicht lange, da es immer wieder etwas tröpfelt.
Am Nachmittag gehe ich dann auf dem Platz duschen. Diese sind in kleinen Holzhütten untergebracht, sind einfach, aber sauber. Ein Bild davon liefere ich nach. Den Tag lassen wir dann gemütlich ausklingen und erwarten den Regen zur Nacht, der wohl leider die nächsten beiden Tage anhalten soll. Na dann Prost Mahlzeit.
Das schlechte Wetter kündigt sich an
Der opulente Eingang zum Campingplatz
Tag 22 - Mittwoch, 10.05.2023
Gegen Mitternacht hat es zu regnen angefangen und um etwa ein Uhr weckt uns ein ankommendes Wohnmobil. Schon dreist, mitten in der Nacht auf einen Stellplatz zu fahren. Ich kann nicht verstehen, dass man seine Ziele nicht so organisiert, dass man zu zivilen Zeiten ankommt. Wir haben daher am Morgen keine Eile, da es weiter regnet. Beim Blick auf auf die Wetterkarte können wir uns wohl darauf einstellen, dass es wenigstens bis morgen Abend weiter regnet.
Wir trödeln also durch den Tag und der wird nur durch einige kurze Gassirunden unterbrochen. Jedesmal danach können wir den Hund, trotz Regenschutz abtrocknen. Draußen werden die Pfützen immer größer und man bräuchte Gummistiefel. Hoffentlich trocknet es bis zum Wochenende ab, damit wir die Wiese ohne Probleme verlassen können. Aber leider ist das Wetter großräumig schlecht und so macht es keinen Sinn, die Örtlichkeit zu ändern.
Der Tag vergeht so wie er angefangen hat. Wir schauen uns den Regen an und machen uns ein paar Gedanken zu unseren nächsten Zielen. Aber das Wetter macht uns langsam Sorgen, da es einfach nicht viel besser werden will. Aber da können wir nicht dran ändern.
Das ist unser Blick für den heutigen Tag
Tag 23 - Donnerstag, 11.05.2023
Es regnet immer noch und alles ist draußen aufgeweicht und matschig. Es ist richtig sumpfig. Ich besorge uns heute im kleinen Markt auf dem Campingplatz frische Brötchen und werfe einen Blick auf den See, den Strand und die Plätze davor. Es ist auch hier kaum etwas los und nur vereinzelt stehen Camper am dem Platz. Der kleine Markt bietet alles, was man zum Leben braucht. Etwas teurer ist es natürlich. Direkt daneben ist das Restaurant, das zur Zeit ab 17 Uhr geöffnet ist.
Der Campingplatz mit eigenem Zugang zum See
Links der kleine Markt und rechts das Restaurant
Noch eine Menge freier Plätze
Auch heute wird das Wetter nicht viel besser und wir warten auf eine Regenlücke. Die kommt zwar nicht wirklich, aber es regnet weniger und wir gehen zum Discounter, der etwa 500 Meter entfernt liegt. Dort gehen wir einige Lebensmittel einkaufen und wir kommen halbwegs trocken wieder zurück. Auch heute vertrödeln wir den Tag und ich kümmere mich zwischendurch um eine neue Gasflasche. Es ist in Italien nicht so einfach, deutsche Gasflaschen zu tauschen.
Das ist ein Bild vom Brenner von heute Morgen. Da sind wir vor Tagen bei schönstem Wetter hergefahren
Ich hatte mich bereits am Campingplatz erkundigt und dort hatte man mir gesagt, dass es hier eine Firma gibt, die auch fremde Flaschen füllt. Davon möchte ich nun gebrauch machen, da ich gerne meine eigene Flasche zurück haben möchte. Das klappt gut und ich zahle dafür 35,-- Euro. Für den Transport der Flasche zur Füllung nimmt man mir nochmal drei Euro ab. Ist zwar sehr teuer, aber was soll man machen.
Wir wollen eigentlich noch zum öffentlichen Teil des Sees, da es mal wieder etwas trockener wird. Auf dem Weg dorthin beginnt es aber wieder zu regnen und dann bekomme ich einen Anruf, dass die Gasflasche wieder zurück ist. Wir kehren also um und ich nehme die Flasche wieder in Empfang. Es regnet weiter und wie hoffen, dass es bald wieder besser wird.
Tag 24 - Freitag, 12.05.2023
Der Tag beginnt ähnlich, wie der gestrige geendet hat. Es ist zwar ab und an mal trocken, aber der nächste Schauer ist nicht weit weg. Ich gehe wieder Brötchen holen und schaue mir die wolkenverhangenen Berge an. Die Luft ist wie eine Waschküche und so fühlt es sich auch an. Wir frühstücken lange und später gehe ich mit Ellie zum See. Jedenfalls hatte ich das vor. Wir kommen aber nicht sehr weit, denn schon wieder beginnt es zu regnen.
Der kleine Minimarkt auf dem Campingplatz
Waschküchenwetter
Wir stehen unter hohen Bäumen und da die schon Blätter haben, halten sie den meisten Regen ab. Aber wir drehen trotzdem um, denn der nächste Schauer ist schon in Sicht. Es bleibt, wie es ist. Das Wetter will einfach nicht besser werden und das Tief über Norditalien weicht nicht von der Stelle. Auch heute macht es keinen Sinn, größere Unternehmungen anzugehen.
Auch heute trödeln wir ein wenig herum und machen uns Gedanken, ob wir dem schlechten Wetter irgendwie entgehen können. Aber wir sind nicht spontan genug und wir wissen auch nicht, wo wir landen werden. Also bleiben wir bei unserem bisherigen Plan und werden am Sonntag zum Gardasee fahren.
Tag 25 - Samstag, 13.05.2023
Es ist trocken. Kaum zu glauben!! Sogar die Sonne zeigt sich mal kurz am Himmel, während wir frühstücken. Heute wollen wir nochmal rauf in die Stadt und dazu wollen wir den kleinen Zug nutzen, der am Campingplatz hält. Der hat einen festen Fahrplatz und fährt zur Zeit nur am Wochenende. Meine Frau muss leider aus gesundheitlichen Gründen passen und bleibt im Wohnmobil. So fahre ich mit unseren Mitfahrern alleine.
Jedenfalls hatten wir das vor, aber die Bimmelbahn, die auf der Straße fährt, ist nicht pünktlich. Wir warten lange und erst auf Nachfrage in der Rezeption des Campingplatzes bekommen wir die Auskunft, dass sich die Abfahrtzeiten wohl wegen einer Rallyeveranstaltung im Ort verzögert. Er kommt dann doch und wir drei sind die einzigen Fahrgäste. Wir fahren an den Teilnehmern der Rallye vorbei, die sich auf Teilen der Straßen mit ihren Zelten und mobilen Werkstätten niedergelassen haben.
Unsere Mitfahrer im Bummelzug
Wir werden einige Male aufgehalten, weil die Rennwagen heute Vorfahrt haben. Kein Wunder, dass der Zug nicht pünktlich sein kann. Wir steigen dann im Zentrum an der Kirche aus und schlendern durch die Innenstadt. Es ist heute etwas mehr los, weil auch die Veranstaltung dazu beiträgt. Wir schauen uns alles gemütlich an und gönnen uns dann auch ein Eis. Wir machen uns dann langsam auf den Rückweg und schauen uns dabei noch einige der teilnehmenden Fahrzeuge an.





Wir landen dann wieder am Wohnmobil und ich lege erstmal die Füße hoch. Später möchte ich Ellie noch ein wenig Bewegung gönnen und gehe mit ihr zum öffentlichen Strand des Levico Sees. Ich komme zwangsläufig noch an vielen tollen Fahrzeugen vorbei, die auch hier aufgestellt sind. Das Wetter ist überwiegend trocken geblieben und nur ab und an gab es einen kleinen Schauer. Am Abend schauert es dann wieder etwas mehr und morgen soll es dann für uns weiter zum Gardasee gehen. Mal sehen, wo wir da landen, da auf dem Stellplatz in Torbole nicht viel Platz für große Wohnmobile ist.
In Rot gefallen mir die Pferdchen doch besser
Der See liegt noch ruhig da
Tag 26 - Sonntag, 14.05.2023
Das Wetter scheint heute den Regen der letzten Tage vergessen machen. Es sind schon früh einige Lichtblicke zu erkennen. Man kann auch einen schneebedeckten Berg erkennen, den wir seit unserer Ankunft hier noch nicht so gesehen haben. Dieser Berg hat immer noch eine frische weiße Haube. Wir frühstücken und machen uns danach für die Abfahrt fertig. Wir können unseren Aufenthalt in der Rezeption des Campingplatzes mit der Kreditkarte bezahlen.
Die Berge sind immer noch gut mit Schnee bedeckt
Wir verlassen den Platz gegen 10 Uhr 15 und fahren zurück Richtung Brenner und Trient. Inzwischen versucht meine Frau den Stellplatz in Torbole zu erreichen. Wir möchten wissen, ob für zwei große Wohnmobile Platz ist. Nach mehreren vergeblichen Anläufen erhalten wir die Auskunft, dass der Platz zur Zeit noch voll ist. Ob im laufe des Tages genügend Plätze frei werden, ist noch die Frage. Wir entscheiden uns daher, nicht nach Torbole zu fahren.
Unsere Alternative ist daher, direkt in den Süden des Gardasees zu fahren und zwar nach Peschiera del Garda. Hier waren wir auch schon mehrfach. Leider haben dort die Preise für die Campingplätze stark angezogen und so wollen wir nicht auf Camper Al Porto in der Stadt Peschiera. Der Platz bietet Flächen für 80 Wohnmobile und kostet 24,-- Euro und darin ist alles enthalten. Wir erreichen den Platz ohne große Probleme auf der Fahrt. Leider sind die Straßen hier teilweise in einem schlechten Zustand.
Der Platz in Peschiera
Die Strecke beträgt etwa 115 Kilometer
Wir erreichen den Platz und eine freundliche Mitarbeiterin weist und einen Platz, wo wir mit unseren Mitfahrern stehen können. Der Stellplatz ist komplett auf Schotter und ist sicher zu 80 % ausgelastet. Wir bekommen einen Platz im hinteren Bereich, der aber leider an einer Bahnlinie grenzt. Es gibt zwar einen gewissen Schallschutz, die vorbeifahrenden Züge hört man aber recht gut. Mal sehen wie es uns in der Nacht ergeht.
Leider spielt das Wetter mal wieder nicht mit und wir kommen hier im Regen an. Wir stellen uns auf und können auch unseren Anhänger angehängt lassen. Das ist natürlich praktisch. Nach dem Mittagessen machen wir uns auf den Weg in die Stadt, die trotz des schlechten Wetters gut gefüllt ist. Es ist halt Sonntag und die einheimische Bevölkerung überwiegt. Gegen Abend läßt der Regen nach und der morgige Tag soll sehr schön werden.
Das trifft sich auch ganz gut, da jeden Montag hier in der Stadt ein großer Wochenmarkt abgehalten wird. Den haben wir schon öfter besucht und er ist sehr interessant. Hoffentlich hält er, was er verspricht.
Tag 27 - Montag, 15.05.2023
Heute ist endlich mal ein schöner, warmer und sonniger Tag. Das passt ganz gut, da heute Markt in Peschiera ist, den wir uns natürlich anschauen wollen. Der ist weithin bekannt und immer sehr gut besucht. Wir machen uns dann nach dem Frühstück auf den Weg und schauen uns auf dem Wochenmarkt um. Meine Frau sucht natürlich nach Schuhen und nach einem schönen, kleinen Rucksack aus echtem Leder. Beides findet sie, aber die Preise sind eher abschreckend.
Markt in Peschiera
Frische Erdbeeren finden wir aber dann doch und dann gehen wir zum Hafen. Dort wissen wir von einem Stand, wo wir schon mal vor Jahren leckere Pommes gegessen haben. Die gibt es immer noch und wir genießen jeder eine kleine Portion. Dann zieht es uns in den Ort und wir gönnen uns noch jeder ein Eis. Auf dem Rückweg treffen wir dann am Hafen noch unsere Mitfahrer. Wir setzen uns auf ein Mäuerchen und schauen uns das Treiben rund um den kleinen Hafen an. Dann geht es zurück zum Platz.
Ansichten aus dem hübschen Ort
Türkisblaues Wasser. Das ist der Abfluss des Gardasees in den Fluss Mincio.
Die Sonne meint es heute wirklich gut und wir stellen unsere Stühle raus. In der Sonne ist es fast zu warm und so hocken wir uns zeitweise in den Schatten unseres Wohnmobils. Unsere Mitfahrer gesellen sich auch dazu und so bleiben wir den Nachmittag über sitzen und unterhalten uns. Später gehe ich mit Ellie noch Richtung Stadt und da auf die breite Stadtmauer. Hier ist es etwas ruhiger und auch einige Grünflächen für den Hund, die hier sehr rar sind.
Blick über den Gardasee
In der Mitte unsere Mitfahrer
Auch Gondelfahren kann mann hier
Blick von den breiten Befestigungsanlagen auf den Ort und den See
Wir können noch längere Zeit draußen sitzen bleiben und nur ein paar Tropfen stören dabei. Morgen ist es dann mit dem schönen Wetter auch wieder vorbei.
Tag 28 - Dienstag, 16.05.2023
Es regnet - schon wieder. Leider ist das schöne Wetter schon wieder vorbei. Es regnet seit der Nacht und auch am Vormittag. Wir können nicht viel unternehmen und machen daher Pläne für die nächste Zeit. Unser Blick richtet sich zur Adria und dort auf einen der Campingplätze bei Cavalino. Über den Tag wälzen wir die Bücher und quälen das Internet. Wir finden einige Plätze, die in der Nähe des Strandes liegen und auch unsere Rabattkarte akzeptieren.
Ich nutze eine Regenpause um unseren Frischwasservorrat aufzufüllen. Später am Tag wollen wir zum nahen Campingplatz gehen, auf dem wir schon mehrmals gestanden haben. Wir schauen uns die Plätze mit Seeblick an und müssen an der Rezeption feststellen, dass die beste Plätze schon reserviert sind. Das ist schade und so machen wir uns wieder auf den Rückweg zum Platz. Jetzt machen wir uns Gedanken, was wir weiter machen sollen. Ich denke, dass wir hier bald die Zelte abbrechen werden.
Das Wetter ist gut für einen Mittagsschlaf
Ein Blick über den aufgewühlten See
Peschiera del Garda ist eine italienische Gemeinde mit etwa 11.000 Einwohnern in der Provinz Verona, Region Venetien. Die Stadt liegt auf etwa 68 Meter über dem Meer und liegt am Südostufer des Gardasees an der Stelle, an der der Mincio, der einzige Abfluss des Gardasees, den See verlässt. Die Stadt umgibt eine Festung, die seit 2017 Teil der Unesco Welterbestätte ist. Die Stadt wirbt seit mehreren Jahren für sich als eine barrierefreie Stadt.
Die früheste Besiedlung geht auf die Bronzezeit zurück. Aus dieser Zeit stammen zwei Pfahlbautensiedlungen, die vor Jahren ausgegraben wurden. Peschiera ist zwar kein klassischer Touristenort und hat daher viel gewachsene Strukturen. In jüngerer Zeit ist ab er auch hier der Tourismus im Kommen. Die Stadt kommt auf etwa 2,4 Millionen Touristen pro Jahr.
Tag 29 - Mittwoch, 17.05.2023
Der Tag heute scheint zumindest trocken zu bleiben. In der Früh tröpfelt es zwar noch ein wenig, aber nach dem Frühstück ist auch das vorbei. Wir gehen zum Lidl, der etwa 1,4 Kilometer Fußweg vom Platz aus ist. Das Angebot ist ähnlich, wie in Deutschland. Natürlich angepasst an die Essgewohnheiten der hiesigen Bevölkerung. Grundsätzlich hat man hier ein Problem, wenn man z.B. Brot kaufen will, wie wir es in Deutschland gewohnt sind.
Auch morgens beim Bäcker gibt es kaum Auswahl. Alles ist irgendwie Panini oder Chiabatta. Alles mit hellem Mehl und hat kaum Geschmack. Aber da müssen wir durch!!! Ansonsten hilft einem die Übersetzung-App, wenn es mal spannend wird. Aber hier sind alles sehr freundlich und hilfsbereit. Die Taschen gut gefüllt geht es zurück zum Platz. Nach dem Mittagessen gibt es eine Pause, während draußen das Wetter besser und wärmer wird.
Hecken aus echtem Jasmin mit einem betörenden Duft
Wir stellen die Stühle raus und trinken Kaffee. Es ist recht angenehm und erst gegen 18 Uhr wird es etwas kühl und wir gehen rein. Nach dem Abendessen zieht es mich noch einmal raus und ich gehe mit Ellie eine Runde zum See. Ich setze mich auf eine Bank am Wasser und genieße die Aussicht. Ganz in der Ferne sind immer noch den schneebedeckten Alpengipfel zu erkennen. Auf der Alpennordseite ist das Wetter grauselig und kalt. Der Schnee ist teilweise bis auf 1200 Meter gefallen. Da sind wir mit unseren 20 Grad gut bedient. Morgen soll es wieder warm und sonnig werden.
Blick über den See rüber in die Alpen
Das war früher unser Weg vom Campingplatz zur Stadt. An den Steinen vom kleinen Hafen kann man erkennen, dass dem See Wasser fehlt.
Tag 30 - Donnerstag, 18.05.2023
Heute ist ein schöner Tag, der schon früh warm und sonnig beginnt. Nach dem ausgedehnten Frühstück wollen wir noch einmal in die Stadt. Meine Frau möchte in den Schuhladen, wo sie bei den letzten Besuchen immer ein Paar Exemplare gefunden hat. Auch heute gelingt es ihr und zwei Paar Sommerschuhe wechseln den Besitzer. Wir spazieren noch ein wenig durch die Stadt, die heute nicht sehr gut besucht ist.
Natürlich genießen wir bei dem schönem Wetter noch ein leckeres Eis und gehen dann zum Hafen und schauen uns noch ein wenig das bunte Treiben an. Es ist sehr warm und wir verziehen uns in den Schatten vor unserem Wohnmobil. Wir genießen das schöne Wetter und machen die Füße hoch. Zusammen mit unseren Mitfahrern vertrödeln wir den Tag und machen Pläne für die nächste Zeit. Auch das Wetter soll in der nächsten Zeit besser werden.
Schuhe...........
Morgen wollen wir weiterziehen und unser Ziel ist der Ort Cavalino an der Adria, unweit von Venedig. Wir möchten auf einen großen Campingplatz "Camping Cavalino Village". Wir hoffen, dass wir morgen dort einen schönen Platz finden.
Tag 31 - Freitag, 19.05.2023
Heute geht es wieder zu neuen Ufern. Das Wetter spielt mit und es ist trocken. Es geht Richtung Venedig an die Adria und das sind etwa 190 Kilometer. Wir fahren gegen 10 Uhr 30 los und bezahlen unseren Aufenthalt an der Kasse. Die freundliche Mitarbeiterin ist uns mit dem Automaten behilflich und überreicht uns zum Schluss noch eine Flasche Wein als Abschiedsgeschenk. Das finde ich toll!!! Dann geht es gleich zur Tankstelle gegenüber. Angepriesen wird der Diesel für 1,69 Euro. Das Schild an der Zufahrt wo draufsteht - plus 0,21 Euro - kann ich nicht beurteilen.
An der Zapfsäule erkennt man die Bedeutung jedoch sofort. Hier wir der Preis mit 1,90 Euro pro Liter angezeigt. Das ist natürlich heftig. Dafür hat man fürs Zapfen eine Bedienung. Na toll!! Dann quälen wir uns durch den verstopften Ort, bis wir auf der nahen Autobahn sind. Von hier aus geht es eigentlich ganz gut voran, da die Bahn komplett auf drei Spuren ausgebaut ist. Wir halten uns an die max. Geschwindigkeit von 80 Kmh die wir mit dem Anhänger fahren dürfen. Die Knöllchen in Italien sollen heftig sein.
Die Folge ist, dass uns sämtliche LKW überholen. Da kann man nix machen. Wir passieren Verona und Padua und fahren auch am Flughafen von Venedig vorbei. Dann geht es auf die Halbinsel vorbei an Lido di Jesolo. Dann erwischt uns kurz vor dem Ziel ein Stau an einer Baustelle. Das hält uns auch noch etwa 20 Minuten auf. Wir erreichten den Stellplatz und fahren an der falschen Einfahrt rein. Dann stehen wir vor einem verschlossenen Tor. Wir sind etwa 250 Meter zu früh abgebogen.
Das sind etwa 190 Kilometer auf gut ausgebauten Autobahnen
Jetzt gilt es mit dem Anhänger rückwärts wieder raus zu fahren. Aber das gelingt mir beim zweiten Anlauf. Jetzt erreichen wir die richtige Einfahrt und wir werden von einem Bediensteten mit einem Golfwagen über den Platz gefahren, damit wir uns einen Platz aussuchen können. Die Plätze mit unserer Rabattkarte sind sehr klein und mit unserem Fahrzeug schlecht erreichbar. Wir ändern den Plan und lassen uns einen Platz im Premiumbereich am Strand zeigen.
Unsere Plätze nahe dem Strand
Der Strand mit extra Bereich für Hunde
Ein Blick in den Innenhof vom Sanitärgebäude. Alles ist sehr sauber.
Dort finden wir einen Platz, der aber statt 30,-- Euro schlappe 63,-- Euro kostet. Wir kneifen beide Augen zu und buchen für neun Tage. Wir stellen uns auf und zu allem Übel haben wir keinen Fernsehempfang. Schlimmer noch ist die Tatsache, dass unser Fliegengitter an der Eingangstür gerissen ist. Wir packen die Tür in die Ruhestellung und erfahren bei einem Anruf beim Händler, dass wir mit Kosten von über 1.000,-- Euro rechnen müssen. Ob die Garantie greift, ist nicht sicher. Na toll!!!
Wir setzen uns raus und lassen erst mal alles sacken. Ich gehe mit Ellie an den Hundestrand und wir gehen später zum Restaurant und Minimarkt. Wir schauen uns um und gehen wieder zurück zum Wohnmobil. Es ist schon spät und wir lassen den Tag ausklingen.
Tag 32 - Samstag, 20.05.2023
Der Tag heute ist noch etwas enttäuschend, jedenfalls was das Wetter betrifft. Es ist stark bewölkt und gelegentlich fallen ein paar Tropfen. Es ist aber nicht kalt und so setzen wir uns nach dem Frühstück rau. Es ist recht angenehm und die Temperatur liegt etwa bei 19 - 20 Grad. Einige Male müssen wir die Stühle wieder einpacken, weil es etwas stärker tröpfelt. Aber später zieht es uns wieder raus.
Ich gehe mit Ellie ab und zu an den Hundestrand und dabei entdeckt sie in der Ferne einen kleinen schwarzen Drachen. Das ist für sie wie ein rotes Tuch, das kann sie überhaupt nicht ab. Sie will einfach nur weg vom Strand. Warum das so ist, keine Ahnung. Lenkdrachen, Kitesegel oder einfach nur kleine Fahnen am Wegesrand werden angekläfft. Sonst gibt es von ihr unterwegs keinen Mucks.
Nach dem Mittagessen machen wir noch einen Versuch und setzen uns raus. So vergeht der Tag, ohne das sich viel ereignet. Zum Abendessen besorge ich uns eine Pizza aus der Pizzeria, die wir dann genüsslich verspeisen. Sie hat übrigens toll geschmeckt. Wir sind schließlich in Italien!!! Morgen soll es dann hoffentlich sonnig werden und das sollte auch einige Tage andauern. Dem Wetterbericht traue ich schon lange nicht mehr, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Zugang zu den Dienstleistungsbetrieben. Links Geschäft für Badesachen usw. Danach die Pizzeria und die Eisdiele. Rechts ein nettes Restaurant und der kleine Discounter, wo man alles bekommen kann. Allerdings zu überhöhten Preisen.
Tag 33 - Sonntag, 21.05.2023
Heute ist endlich ein Tag, wie man es sich in Italien am Strand vorstellt. Wolkenloser Himmel und sehr warm. Endlich können wir draußen frühstücken und dass, obwohl wir schon Ende Mai haben. In den letzten Jahren hatten wir das schon viel früher. Frische Brötchen besorge ich und so bleiben wir lange sitzen. Die Bäume, die unseren Fernsehempfang stören, spenden jetzt Schatten. So sparen wir die Markise.
Draußen frühstücken
Heute ist am Strand schon einiges los, nur ins Wasser traut sich anfangs keiner. Es sollen etwa 17 Grad Wassertemperatur sein. Nach dem Mittagessen gehen wir mit Ellie an den Strand und testen mit den Füßen das Wasser. Es ist angenehm, aber ich würde mich jetzt auch nicht trauen, ganz rein zu gehen. Ellie ist wieder wasserscheu und geht nur mit den Pfoten rein. Es ist erfrischend und so gehen wir wieder zurück in den Schatten an unseren Platz.
Tag am Strand
Im weiteren Verlauf des Tages wäre dann die Markise doch angebracht und so werden wir morgen gleich zu Beginn die Markise ausfahren, damit sich das Wohnmobil von der Sonne nicht so aufheizt. Zum Nachmittag setze ich mit auf mein Rad und suche den Discounter, der etwa drei Kilometer von hier sein soll. Auch hier haben die Geschäfte am Sonntag geöffnet und so kann ich die fehlenden Lebensmittel einkaufen.
Nach dem Abendessen setze ich mich noch raus und langsam kühlt es sich ab. Die Mücken werden mit Antibrumm vertrieben und so hält man es aus. Die nächsten beiden Tage sollen ähnlich warm werden.
Tag 34 - Montag, 22.05.2023
Auch heute ist wieder ein sehr schöner Tag. Schon früh am Morgen ist es sehr warm und wir können draußen frühstücken. Heute wollen wir der Sonne ein Schnippchen schlagen und fahren die Markise raus und bringen auch unseren Sonnenschutz an. So läßt es sich gut aushalten. Im Verlauf des Vormittags hole ich mein Paddelboard raus und pumpe es auf.
Der Strand am Morgen
Ich gehe damit an den Strand und habe einige Beobachter mitgenommen. In bin noch nie von meinem Board gefallen und das soll auch heute so bleiben. Die Wellen sind nicht sehr hoch, kommen aber in rascher Folge und solange ich dagegen anpaddele geht es gut. Bei der Wende habe ich die Wellen von der Seite und da macht die Balance schon Probleme.
Auf dem Rückweg habe ich die Welle von hinten und auch das geht ganz gut. Aber richtig Spaß macht es nicht und so breche ich bald ab. Morgen will ich es im Sitzen versuchen. Da komme ich sicher weiter. Zurück am Strand habe ich mich an die Temperatur vom Wasser einigermaßen gewöhnt. Ich ziehe mein Tshirt aus und stürze mich in die Fluten. Das habe ich so schon lange nicht mehr gemacht. Aber so überwinde ich schnell das kalte Nass.
Ich drehe ein paar Runden und bin so schön abgekühlt. Ich schnappe das Board und gehe zum Platz zurück. Vorher dusche ich noch das Salzwasser kalt ab. So erfrischt kann man die Wärme besser ertragen. Den Nachmittag verbringen wir wieder am Platz und besuchen später noch den kleinen Einkaufsladen. Zum frühen Abend sind wir bei unseren Mitfahrern zum Grillen eingeladen. Wir essen lecker und unterhalten uns lange.
Die beiden Schwimmbäder vom Platz
Blick durch unseren Sonnenschutz
Als es langsam kühler und dunkler wird, gehen wir zu unserem Wohnmobil zurück und setzen uns noch etwas raus, bis die Mücken nervig werden. Das Wetter soll weiter so stabil bleiben und die Sonne ist auch weiter dabei.
Tag 35 - Dienstag, 23.05.2023
Schon wieder ein schöner Tag. Heute trödeln wir recht lange beim Frühstück und wir genießen einfach den schönen Tag. Es weht kaum ein Lüftchen und trotzdem ist es nicht zu warm. Morgens gehe ich mit Ellie an den noch leeren Strand und lasse sie frei laufen. Das macht ihr sichtlich Spaß und das nehme ich mir auch für den Abend vor, wenn de Strand sich wieder geleert hat.
Erst nach dem Mittagessen mache ich mich nochmal mit meinem Board auf den Weg zum Meer. Heute habe ich vor, im Sitzen zu paddeln. Dafür habe ich ein passendes Zubehör und so kann ich besser über die Wellen gleiten, ohne mein Gleichgewicht zu verlieren. Auch kommt man viel schneller voran, als in der stehenden Variante. Aber lange mache ich das auch nicht, da die Kraft aus den Armen kommen muss und dass bin ich nicht mehr gewohnt.
Eiswagen mit Handbetrieb
Ich gehe dann wieder zurück zum Platz, wo wir von unseren Mitfahrern mit Eis und frischen Erdbeeren verwöhnt werden. Vielen Dank!!!! Wir lassen den Tag an uns vorbeiziehen und machen Pläne für die nächste Woche. Unser Plan war, noch etwas an der Adria zu verbringen. Aber die meisten Plätze nutzen die Pfingstferien in Bayern und Baden Württemberg und erhöhen die Preise und wir können in dieser Zeit auch nicht unsere Rabattkarte nutzen, bzw. diese vergünstigten Plätze sind alle schon vergeben.
So müssen wir die Pläne umwerfen und machen uns wohl wieder auf den Weg Richtung Österreich . Vorher machen wir noch Halt in Gemona in Friaul. Das liegt schon in den Bergen und ist für uns Neuland. So müssen wir sehen, wo wir noch ein schönes Plätzchen finden. Gegen Nachmittag gehe ich dann mit Ellie wieder an den Strand und dort kann sie sich wieder etwas austoben. Es gibt hier auch keine Spazierwege, die ich mit dem Hund gehen könnte.
Tag 36 - Mittwoch, 24.05.2023
Auch heute verwöhnt uns die Sonne und wir genießen die Zeit bei einem gemütlichen Frühstück. Am Vormittag wollen wir zu einem Camping-Markt, der etwa 3 Kilometer von uns entfernt liegt. Dort möchten wir nach zwei Dingen Ausschau halten. Zum einen brauchen wir einen größeren Teppich, den wir vor das Wohnmobil legen. Unser altes Schätzchen ist zu klein und passte nur zu unserem alten Wohnmobil.
Zum anderen suchen wir nach einem Vorhang für die Aufbautür, da unser Fliegengitter ja den Geist aufgegeben hat. Wir sind mit dem Händler in Verbindung, der einen Kulanzantrag beim Hersteller stellen wird. Bis dahin müssen wir uns mit einem Vorhang behelfen. Falls der Antrag nicht genehmigt wird, werden wir eine Erneuerung der Fliegengittertür nicht aus eigener Tasche bezahlen. Unsere beiden Mitfahrer schließen sich uns an und wir fahren mit den Rädern los.
Der Laden ist sehr gut ausgestattet und ist bei den Campern auf den vielen Plätzen der Region beliebt. Wir werden freundlich bedient und finden alles, was wir brauchen. Wir packen alles ein und machen uns auf den Rückweg. Am Platz zurück packen wir aus und legen den Teppich aus und hängen den Vorhang auf. Uns gefällt es und wir genießen den Tag weiter.
Wir gehen zum Nachmittag in den kleinen Laden und kaufen ein paar Lebensmittel ein. Wir möchten heute Abend grillen und finden auch etwas Passendes. Leckeres Eis nehmen wir auch mit, was wir auch gleich essen. Zum Abend hin grillen wir dann und lassen danach den Tag ausklingen. Wir gehen dann nur noch mit Ellie an den Strand, der schon sehr leer geworden ist. Hier tobt sie sich wieder aus.
Tag 37 - Donnerstag, 25.05.2023
Der angekündigte leichte Regen in der Nacht hat nicht stattgefunden. Am Morgen ist es, wie an den vorherigen Tagen, sehr schön und warm. Wir genießen es, draußen zu frühstücken. Ellie gönnt sich eine Runde Toben am Strand, denn es ist noch sehr früh und kaum einer am Wasser. Wieder lassen wir es gemütlich anlaufen und so richtig haben wir zu nix Lust.
Erst nach dem Mittagessen raffe ich mich auf und möchte mit dem Rad die Gegend erkunden. Ich möchte zum Ende der Halbinsel fahren. Dort sollen die Boote nach Venedig ablegen. Ich nehme eine Strecke, die mich abseits der Hauptstraße führt. Manchmal komme ich mir vor, wie in Holland. Hier gibt es viele Kanäle, die sich quer durch die Halbinsel ziehen. Die Landwirtschaft ist hier Kleinräumig angelegt. Bei uns würde man so kleine Getreide- oder Maisfelder nicht anlegen.
Ich komme an einem Museum vorbei, dass in einer alten Batterie aus dem ersten Weltkrieg angelegt wurde. Im Internet wird es als interessant beschrieben. Ich halte mich aber nicht auf und fahre weiter. Dann erreiche ich mein Ziel und hier ist schwer was los. Große Parkplätze mit Bussen und PKW, die Touristen zu hunderten entladen. Das Ziel sind die vielen Wassertaxis, die über die Lagune nach Venedig fahren. Im Minutentakt legen die Schiffe ab, oder kommen zurück.
Museum zum ersten Weltkrieg nach Cavalino
Boote nach Venedig
Weg zum Leuchtturm
Leuchtturm
Das Schauspiel sehe ich mir eine Zeit lang an und fahre dann entlang der Küste bis zum Ende der Landzunge. Hier kann man zu einem Leuchtturm laufen, der etwa 300 Meter im Meer steht und den Schiffen den Weg weist. Ich schaue ihn mir an, bin aber etwas enttäuscht von der Aussicht und gehe zurück. Jetzt fahre ich wieder zum Hafen und nehme die Hauptstraße zurück zum Campingplatz. Auf dem Weg halte ich noch an einem Discounter an und kaufe ein paar Lebensmittel.
Zurück am Platz ruhe ich mich etwas aus und gehe danach noch eine Runde im Meer schwimmen. Nach einer kurzen Abkühlung bin ich wieder zurück und wir bereiten uns aufs Grillen vor. Nach dem Abendessen gehe ich noch duschen und dann lassen wir den Tag ausklingen. Wir bleiben noch bis etwa 22 Uhr draußen sitzen und dann gehen wir rein. Für Morgen überlege ich mir, auch die Fahrt nach Venedig zu wagen. Mal sehen!!
Tag 38 - Freitag, 26.05.2023
Kaum zu glauben, aber das Wetter ist immer noch sehr schön. Ich habe mir überlegt, heute nach Venedig zu fahren. Das bedeutet für mich, mit dem Fahrrad etwa 9 Kilometer bis zur Anlegestelle für die Schiffe zu fahren. Das ist kein Problem, zumal es einen schönen Radweg gibt. Ich fahre so gegen 10 Uhr los und erreiche die Küste. Ich stelle mein Rad ab und gehe zum nächsten Ticketschalter und kaufe eine Fahrkarte für die Hin- und Rückfahrt zum Preis von 15,-- Euro.
Die Abfahrt des Schiffes erfolgt in etwa 15 Minuten und es warten schon viele Touristen, die alle mit an Bord wollen. Pünktlich fahren wir ab und ich denke, dass etwa 150 Menschen mitfahren. Die Fahrt dauert etwa 35 Minuten und führt durch die Lagune, vorbei an den bewohnten Inseln von Lido-Pellestrina, Sant Erasmo und Le Vignole. Je näher wir der Anlegestelle in der Nähe des Markusplatzes kommen, nehmen die kleineren und größeren Schiffe und Boote zu. Es ist ein wahres Gewusel und ein hektisches Treiben auf dem Wasser.
Anfahrt auf Venedig
Wir legen an und gleich wird man von Menschen und Eindrücken erschlagen. Voll habe ich es mir schon vorgestellt, aber das ist unvergleichlich. Ich bahne mir den Weg am Ufer entlang zum Markusplatz. Hier tobt der Mopp. Ein Gewimmel von Menschen, Gruppen und Stimmen aus aller Herren Länder. Vor den Zugängen zu den Gebäuden bilden sich wahnsinnig lange Schlangen. Falls ich mich dafür entscheiden sollte, bräuchte ich sicher Tage.
Ich folge den meisten Menschen durch ein Gewirr von Gassen und Kanälen und erreiche den Kanal Grande und die Rialto-Brücke. Auf diesem breiten Kanal herrscht ein Treiben - unglaublich. Hier fahren Wassertaxis, Gondeln und Boot, die alles Mögliche transportieren. Erst jetzt stelle ich fest, dass natürlich keine Autos unterwegs sind, weil es ja nur Wasserstraßen gibt!! Auch hier sind Menschenmassen unterwegs. Ich bahne mir einen Weg und habe kaum Zeit, mir die unzähligen Geschäfte anzusehen. Ich laufe mir die Füße platt und entdecke aber auch ruhigere Plätze.












Ein Eis gönne ich mir auch und bin verwundert, dass ich für zwei Bällchen nur 3,-- Euro bezahlen muss. In einem weiten Bogen lande ich wieder am Markusplatz und laufe zurück zur Anlegestelle. Ich habe noch etwas Zeit und schaue mir noch das Treiben am Hafen an. Ich erwische noch das richtige Boot, was garnicht so einfach war. Die Rückfahrt dauert natürlich etwa genau so lang und ich erreiche wieder mein Fahrrad. Jetzt noch aufs Rad und zurück zum Platz. Meine Füße brauchen dringend eine längere Pause.
Am Abend wird noch einmal gegrillt und anschließend sind wir noch bei unseren Mitfahrern zu einem Gläschen eingeladen.
Tag 39 - Samstag, 27.05.2023
In der Nacht hat uns ein nicht angekündigtes Gewitter erwischt. Gegen 12 Uhr 30 hat es geblitzt, gedonnert und geregnet. Der Wind hat dabei stark aufgefrischt und wir haben Angst um unsere Markise gehabt. So sind wir schnell raus und haben die Markise eingefahren. Dabei sind wir schon ein wenig nass geworden. Wir sind aber vor dem richtigen Schauer fertig geworden. War ganz schön doof, aber wenn die Markise Schaden nimmt, dann wird es richtig teuer.
Danach haben wir noch lange bei unserem Hund gesessen, der ja bei dem Wetter schiss hat und zittert wie Espenlaub. Dann sind wir wieder in die Falle und haben noch gut geschlafen. Am Morgen ist es wieder ok und wir packen alles wieder aus. De Tag wird wieder wunderschön. Nach dem Frühstück möchte ich noch einmal mit meinem Board raus aufs Meer. Die Wellen sind zwar etwas höher als sonst und so hocke ich mich auf das Brett und paddele los.
Anschließend schwimme ich eine kleine Runde, denn das Wasser soll angeblich schon 21 Grad haben. Es ist jedenfalls schön erfrischend. Zurück am Platz machen wir erstmal Pause mit einem leckeren Eis. Den Tag lassen wir ruhig angehen und bereiten uns schon auf den morgigen Tag vor. Da wollen wir jedenfalls wieder weiter. Am Nachmittag packen wir schon einiges ein, damit wir Morgen Früh etwas mehr Zeit haben. Zwischen 10 und 10 Uhr 30 müssen wir den Platz verlassen.
Abends am Strand mit schönem Sonnenuntergang
Später versuchen wir uns an unserem neuen Pizzastein, den wir im Gasgrill vorheizen. Ich habe mich zwar vorab informiert, aber so richtig klappt das nicht. Die Pizza gelingt zwar ganz gut, aber das Mehl, das ich vorab auf den Heißen Stein verteilen sollte, ist an der Pizza angebrannt. Geschmacklich war es ganz gut, wenn man von dem schwarzen Belag an der Unterseite absieht. Leider hat auch der Pizzastein Schaden genommen, denn er ist leicht gerissen. War wohl doch nicht so ganz optimal.
Wir gehen zum Abend noch an den Strand und anschließend sitzen wir noch etwas draußen.
Tag 40 - Sonntag, 28.05.2023
Heute sind wir früh aufgestanden, weil die Abreise ansteht. Normal sollte man um 10 Uhr den Platz verlassen, daher frühstücken wir zwar in Ruhe, aber anschließend sind wir dann auch früh fertig. Wir verlassen dann den Platz bei wieder schönstem Wetter und machen uns auf den Weg zur Autobahn. Es geht zuerst in Richtung Triest und dann an Udine vorbei. Am Horizont tauchen die ersten Berge auf. Unser heutiges Ziel ist der Wohnmobilstellplatz "Hotel Willy" in Gemona. Der Ort liegt in Friaul, nicht weit von der Grenze zu Österreich.
Wir erreichen den Platz ohne Probleme, da ja heute auch keine LKW fahren dürfen. Viel Verkehr ist auf der Gegenfahrbahn, da es wohl alle ans Meer zieht. Der Platz ist gut besucht, aber wir finden einen schönen Platz auf einer Rasenfläche, teilweise unter Bäumen. Der Platz ist parkähnlich angelegt und sehr gut gepflegt. Die Kosten betragen 15,-- Euro einschließlich Strom, Wasser und der sanitären Einrichtungen, die im nahen Hotel untergebracht sind. Wir melden uns in der Rezeption des Hotels an und erhalten einen Schlüssel für die sanitären Anlagen. Wir werden sehr freundlich begrüßt und die Anmeldung ist sehr unkompliziert.
Die Flächen um das Hotel sind sehr schön begrünt, mit tollem Baumbestand, Blumen und einigen großen Palmen. Ich finde bei einer Gassirunde auch einen schönen Teich mit vielen Fischen, einen Spielplatz und vor dem Hotel stehen zwei alte Lokomotiven. In der Nähe verläuft zwar eine Bahnstrecke, die aber nicht sehr viel befahren wird und laut Bemerkungen von anderen Mobilisten auch in der Nacht sehr ruhig sein. Wir können bei schönstem Wetter Tisch und Stühle rausstellen und genießen den Schatten der Bäume.
Der Stellplatz in einer parkähnlichen Landschaft
Die Berge vor der Haustür
Zwei alte Lokomotiven vor dem Hotel
Ein Modell der nahen Burganlage
Wirklich schön gepflegte Anlage
Zum Abend zieht sich der Himmel zu und ein leichtes Gewitter mit einigem Regen stört etwas. So gehen wir rein und essen zu Abend. Wir wollen hier wohl ein paar Tage bleiben und werden uns mal die Gegend und das Städtchen ansehen. Das Wetter soll jedenfalls sommerlich bleiben.
Tag 41 - Montag, 29.05.2023
In der Nacht hat es sich etwas abgekühlt und wir haben daher gut geschlafen. Morgens scheint die Sonne wieder und ich versuche im Hotel Brötchen zu bekommen. Das hatte man uns gestern angeboten. Leider wurde daraus nichts, da angeblich schon alles ausverkauft war. So mussten wir uns mit Toastbrot zufrieden geben. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum nahen Einkaufsladen.
Der ist nicht sehr groß, aber wir bekommen fast alles, was wir haben wollten. Ausgelassen haben wir Getränke, die ich später mit dem Rad besorgen will. Zurück am Platz ist es schon wieder sehr warm und ich stelle Tisch und Stühle raus in den Schatten der Bäume. Dann essen wir zu Mittag und machen ein Pause. Später möchte ich mit dem Rad in die Stadt. Leider hat sich der Akku vom E-Bike meiner Frau verabschiedet und so kann sie nicht mitfahren.
Auch für mich wird die Fahrt schwer, da es mächtig bergauf geht. Ein paar Abschnitte muss ich schieben, da mein Rad keinen Antrieb hat. Ich erreiche den Dom, der am Ende der Stadt liegt und schaue ihn mir natürlich an. Mein erstes Ziel ist der Dom Santa Maria Assunta aus dem 14. Jahrhundert. Die Kirche und viele Gebäude wurden am 06. Mai 1976 bei einem schweren Erdbeben in dieser Region stark zerstört. In der Kirche und an vielen Stellen in der Stadt werden Erinnerungen an diesen schrecklichen Tag wach gehalten.
Die Front des Doms
Seitenaltar
Wie so oft in Italien steht der Turm neben der Kirche
Ein Bild nach dem Erdbeben
Man sieht viele Bilder in der Stadt verteilt, die die Zerstörung der Stadt darstellen. Heute kann man davon nicht mehr viel erkennen und die Stadt wurde liebevoll wieder aufgebaut. Auch die Burg wurde und wird wieder teilweise hergestellt. Von da oben hat man einen tollen Ausblick auf die Umgebung bis weithin ins Flachland und auf die Berge. An der Burg erwischt mich ein kräftiger Schauer und ich muss mich unterstellen. Anschließend fahre ich runter zu einem größeren Diskounter, wo ich die noch fehlenden Getränke einkaufe.
Ein Bild von heute
Ein Bild nach dem Erdbeben
So muss sie wohl mal ausgesehen haben. Modell im Burghof
Schöne Ausblicke von oben
Die Burg von untern
Während meines Einkaufs dort, regnet es wieder, was ich aber nicht mitbekomme. Es tröpfelt noch weiter, als ich zurück zum Platz radele. Es trocknet aber schnell ab und ich kann mich noch bis in den Abend vor das Wohnmobil setzen. Morgen soll es wieder so schön werden.
Tag 42 - Dienstag, 30.05.2023
Der Wetterbericht hat Recht behalten und es ist wieder schön. Wir sind froh, dass die Nächte sich abkühlen, sodass man gut schlafen kann. Nach dem Frühstück sitzen wir vor dem Wohnmobil und ich möchte noch eine Runde mit dem Rad fahren. Als Ziel habe ich mir den Lago di Cavazzo ausgesucht. Dort gibt es einen kleinen Campingplatz. Dort haben wir vor Tagen angefragt, ob wir eine Möglichkeit haben, mit zwei großen Wohnmobilen stehen zu können. Das konnte man uns nicht anbieten, da es keine freien Plätze hatte.
Die Strecke führt mich u. a. an einem Flussbett vorbei, dass zu 90 % trocken liegt. Ic denke, dass der Fluss im Frühjahr die Schneeschmelze aus den Bergen auffangen muss. In dem Zuge bringt er viel Geröll mit, dass sich dann hier ablagert. Ich denke, dass dieses Material für bestimmt Zwecke ausgebaggert wird. Weiter geht mein Weg, teilweise entlang der Autobahn durch Ales zum See. Der schimmert bläulich in der Sonne und es ergibt sich ein tolles Bild mit den Bergen im Hintergrund.
Das Flussbett hat eine riesige Ausdehnung
Der Lago di Cavazzo
Ich schaue mir auch den Campingplatz an, der zwar schön liegt, aber etwas unaufgeräumt aussieht. Da stehen wir hier wesentlich schöner, aber halt ohne See. Ich teste kurz das Wasser mit der Hand und stelle fest, dass ich da sicher nicht reingehen würde. Ich schätze mal auf etwa 16 Grad. Dann radele ich zurück und wir genießen am Platz ein leckeres Eis. Mittagessen fällt aus, da wir heute Abend essen gehen wollen. So sitzen wir in der Sonne, bzw. im Schatten und genießen den Tag.
Sieht aus wie in einer Waschstraße
Hagelkörner
Später am Nachmittag grummelt es schon wieder und es zieht sich zu. Wie aus dem Nichts fängt es zu regnen an und wir packen schnell zusammen. Dann geht es erst richtig los. Es schüttet wie aus Eimern und in der Folge hagelt es auch. Die Körner sind allerdings nicht so groß, dass wir uns Sorgen machen müssen. Ellie hat wieder mal Angst zittert und hechelt vor sich hin. Wir wollen um 18 Uhr ins Restaurant und vorher hört es auf zu regnen. So können wir den Hund beruhigt alleine lassen.
Das Restaurant ist leer, als wir hinein gehen. Das ändert sich aber später und es wir voller. Ich bestelle mir eine Pizza, die sehr lecker schmeckt. Wir sind zusammen mit unseren Mitfahrern beim Essen und unterhalten uns angeregt. Vollgegessen machen wir uns auf den kurzen Heimweg. Morgen geht es für uns weiter nach Kärnten. Wir machen Halt in Villach bei einem Fiat-Händler. Dort wollen wir ein kleines Problem lösen, was wir mit dem Ölstand haben.
Tag 43 - Mittwoch, 31.05.2023
Heute geht es weiter nach Kärnten und deshalb bezahlen wir nach dem Frühstück unseren Aufenthalt. Tatsächlich zahlen wir pro Tag nur 15,-- Euro, einschl. Allem. Das ist mal ein Platz, den man gut weiterempfehlen kann. Wir machen uns danach fertig und fahren ab. Wir nehmen die Autobahn, die nicht sehr voll ist. Wir kommen gut durch und durchfahren mind. 15 Tunnel.
Als erstes wollen wir nach Villach, zu einem Fiat Autohändler. Wir haben ja das Problem mit der Anzeige für den Ölstand. Die ist auch nach dem Weg von der Adria bis hierhin nicht mehr erloschen. Wir erhoffen uns dort Hilfe bei diesem Problem. Als wir vom Platz fahren, stelle ich fest, das die Anzeige verschwunden ist. Aber wir wollen trotzdem zum Händler. Wir kommen dort um 12 Uhr 30 an und müssen noch warten, da bis 13 Uhr Mittagspause ist.
Wir teilen unser Problem dann mit und müssen noch etwa eine halbe Stunde warten. Ein freundlicher, junger Mechaniker nimmt sich dem Problem an und befragt dafür das Diagnosegerät und eine App auf seinem Handy. Es dauert etwas, weil die Vorgehensweise zur Feststellung des Ölstandes einige Zeit in Anspruch nimmt. Es kommt zu dem Schluss, dass etwa ein halber Liter Öl fehlt. Jetzt wissen wir auch, wie wir im Bordcomputer die entsprechende Anzeige aufrufen können.
Wir erwerben noch einen Liter Öl, für den Fall der Fälle. Wir fahren dann noch die letzten etwa 12 Kilometer zum Terrassencamping am Ossiacher See. Wir melden uns an und fahren zu den reservierten Plätzen, mit Blick auf den See. Wir stellen uns auf und trinken Kaffee, weil es für ein Mittagessen schon zu spät ist. Später kommt die Sonne wieder raus und wir stellen unsere Stühle raus. Ich gehe mit Ellie noch eine kleine Runde und später gehe ich kurz mal in den kleinen Laden, der zum Platz gehört.
Besuch beim Händler, Probleme gelöst.
Der Platz mit Blick auf den See
Ellie ist von der Fahrt geschafft
Wir können noch etwas draußen sitzen, bis die Sonne hinter den Bergen verschwindet.
Tag 44 - Donnerstag, 01.05.2023
Der Tag verspricht sehr schön zu werden und daher pumpe ich mein Board nach dem Frühstück auf. Es ist windstill und der See liegt da, glatt wie ein Spiegel. Ich paddele gemütlich Richtung Ossiach und mache ein paar Fotos vom Wasser aus. Es ist angenehm warm, obwohl die Sonne nicht immer scheint. Ich fahre a der Stiftskirche Ossiach vorbei und kehre dann nach etwa zwei Kilometer um.
Frühstück am See
Kath. Stiftskirche Ossiach
Pause beim Paddeln
Der Platz vom Wasser aus. Unser Wohnmobil links in der Mitte
Es ist schön entspannend auf dem Wasser. Es sind kaum Boote unterwegs, da auch kein Wind weht sind nur zwei Segler zu sehen. Die dümpeln aber eher dahin. Ich fahre zurück und mache vom Wasser aus noch ein Foto vom Campingplatz. Ich gehe zum Wohnmobil zurück und wir machen es uns vor dem Fahrzeug gemütlich. Wir schauen uns das Treiben auf dem Platz und dem See an und genießen die Zeit.
Außer ein paar Gassirunden mit Ellie und duschen im Satitärgebäude machen wir heute nichts mehr. Das Wetter bleibt schön und wir können bis etwa 20 Uhr 30 draußen sitzen bleiben. Das versprochene Gewitter für den Abend findet nicht statt.
Tag 45 - Freitag, 02.06.2023
Wieder ein schöner Tag und heute packe ich meinen Roller vom Anhänger. Ich möchte mal eine größere Runde drehen, damit ich was von der Gegend sehe. Gerne würde ich auf die Alpe Gerlitzen fahren. Die liegt oberhalb des Sees auf der anderen Seite. Es geht natürlich auf eine Gondel und ein Sessellift hinauf. Aber die kostet pro Person 32,50 Euro. Ich muss dafür auf die andere Seite des Berges. Von dort geht ein Mautpflichtigen Bergstraße rauf.
Burg Landskron mit Adlerwarte und Affenfelsen
Leider verpasse ich die Abzweigung und kehre um. Eine Straße führt hinauf in ein Dorf und dann geht es eine schmale Straße rauf. Vom See bis auf den Gipfel sind es etwa 1.500 Meter Höhenunterschied. Eine Serpentine nach der anderen. Tolle Ausblicke auf dem Weg hinauf. Oben ist eine Menge los und es stehen einige Hütten sowie auch größere Hotels und Restaurants. Hier ist im Winter viel los, denn der Gipfel liegt auf 1.911 Meter.
Blick auf den Ossiacher See
Schnee gibt es auch noch
Schnee bedeckte Gipfel ringsherum
In der Ferne liegt der Wörthersee
Von hier gehen in alle Himmelsrichtungen Abfahrten hinunter und auch einige Sessellifte, die die Skifahrer wieder raufbringen. Die Aussicht ist enorm und ich mache einige tolle Fotos. Der Gipfel ist zur Zeit ein tolles Fluggebiet für Gleitschirmflieger. Aber es gibt auch zwei Startplätze für Modellsegelflieger. Da ich dem Wetter nicht so ganz traue, mache ich mich auf den Rückweg. Jetzt geht es die tolle Strecke bergab.
Auf dem Rückweg gehe ich noch einige Lebensmittel einkaufen, bevor ich wieder auf dem Platz lande. Der Himmel zieht sich wieder zu und um den Berg herum scheint es schon zu regnen. Wir können noch draußen Kaffee trinken und bleiben noch etwas sitzen. Das Abendessen nehmen wir drinnen ein, da uns doch ein kleiner Schauer einholt. Danach setze ich mich nochmal raus und unter am Strand gibt es Livemusik von einer Saxophonspielerin.
Nach dem Regen zwei Regenbögen
Tag 46 - Samstag, 03.06.2023
Der Tag beginnt heute stark bewölkt und die Berge haben sich verhüllt. Das sind noch die Reste des abendlichen Gewitters von gestern. Es hat stark geregnet und gewittert. Wir frühstücken lange und können heute mal nicht draußen genießen. Es ist uns zu frisch. Uns zieht es später zu einem Spazierganz nach Ossiach. Eigentlich wollte ich mit Ellie rauf auf den Berg, aber das Wetter soll nicht so richtig mitspielen. So gehen wir los und auf der Hälfte der Strecke macht eine Wade meiner Frau schlapp und sie kehrt vorsichtshalber um.
So mache ich mich alleine auf den Weg und erreiche die Stiftskirche. An diesem Wochenende findet dort eine Veranstaltung statt unter dem Titel "Fete Baroque". Heute spielt dort eine wenig barocke einheimische Musikgruppe, dafür gibt es einige alte Spielstände mit verkleideten Menschen. Ich sehe auch eine Führung, die von Frauen geleitet wird, die in edlen Gewändern gekleidet sind. Ich interessiere mich aber für die Kirche. Ein Foto im Internet hat mich darauf gebracht.
Leider beginnt just in diesem Moment eine Trauung, so kann ich leider nicht hinein. Das verschiebe ich auf einen anderen Tag. Ich schaue mir das Treiben noch eine Weile an und mache mich so langsam auf den Rückweg. Ich komme noch an einer Konditorei vorbei und schaue auch nach dem Angebot. Etwas zum Kaffee wäre ja nicht schlecht. Die Torten sehen nicht schlecht aus, aber der Preis von 5,20 Euro für ein Stück ist mir zu viel. Man muss es ja nicht mit Gewalt ausgeben.
Die Stiftskirche mit Hochzeitsgästen
Eine besondere Führung
Ausflugsschiff
Park am See in Ossiach
So laufe ich zurück zum Platz und wir essen zu Mittag. Das Wetter bessert sich und die angekündigten Schauer und Gewitter verspäten sich. Nach dem Mittag mache ich mich nochmal mit dem Roller auf den Weg für einen Einkauf. Ich habe gestern schon zwei Läden besucht, auf der Suche nach Götterspeise. Die brauchen wir für einen Kuchen. Nun fahre ich zum Aldi (Heist hier Hofer) und zum Sparmarkt. Ich bekomme alles, nur keine Götterspeise. Die gibt es wohl in Österreich nicht.
Zurück am Platz sitzen wir noch einige Zeit vor dem Wohnmobil, denn ich habe im Sparmarkt leckeren Kuchen gefunden, zu einem passenden Preis. Der Regen ist auf den späten Abend verschoben. Mal sehen, ob es überhaupt was wird.
Tag 47 - Sonntag, 04.06.2023
Der Tag ist heute von falschen Wetterberichten geprägt. Eigentlich sollte es häufig regnen und wir kaum das Wohnmobil gelassen können. Dafür beginnt der Tag trocken und recht mild. Also beginnen wir mit Frühstück draußen. Dann verdichtet sich der Himmel um wir packen alles wieder rein, nachdem wir aber noch ausgiebig gefrühstückt haben. Dann beginnt der große Regen, mit ein paar Tropfen. Dann werden es mehr und später regnet es leicht.
Kurz darauf hört es aber schon wieder auf, obwohl das Regenradar noch Schauer meldet. Wir schrammen kurz daran vorbei. Dann heißt es wieder Stühle raus. Die Sonne ist zwar nicht mit dabei, aber es ist mild und windstill. Zum Mittag wird wieder vor Regen gewarnt und sogar ein Gewitter soll dabei sein. Eine Tour mit Ellie auf den Berg schließe ich deshalb aus. Aber auch weiterhin hält sich das Wetter. Das Mittagessen halten wir wieder innen ab und gehen dann aber wieder raus.
Zur Kaffeezeit scheint sogar wieder etwas die Sonne und die kurze Hose kommt zum Einsatz. Einige Paddler tummeln sich auf dem See und so mache ich mich auch auf den Weg. Der Wind hat jetzt etwas zugelegt und macht das Paddeln anstrengend. Daher drehe ich eine kleine Runde und kehre um. Zurück am Platz setze ich mich wieder vor das Wohnmobil und gehe anschließend mit Ellie Gassi. Später ist der See wieder spiegelglatt und der Wind hat nachgelassen.
Der Regen läßt auf sich warten und kommt dann doch nicht
Später scheint dann auch noch die Sonne
Gegen 19 Uhr gehe ich aber dann doch rein, da es langsam frisch wird. Morgen ist dann wohl endgültig schlechtes Wetter angesagt. Mal sehen wie's wird.
Tag 48 - Montag, 05.06.2023
Seit der letzten Nacht regnet es in einer Tour und es hört nicht auf. So habe ich mir meinen Geburtstag nicht vorgestellt. Bei schönem Wetter draußen Kaffee trinken, dass wäre es doch gewesen. Aber man kann sich das Wetter nicht basteln und das Tief über Norditalien und die Adria ist aktiv wie schon seit langem. So bleibt uns nichts anderes übrig und wir bleiben im Wohnmobil. Nass werde ich mit Ellie nur bei einigen Gassirunden.
Zur Kaffeezeit genießen wir den Kuchen, den mir meine Frau gemacht hat. Obstboden mit viel Sahne. Das Highlight für heute!! So geht der Tag zu Ende und es regnet weiter. Morgen wird es etwas besser, aber nass soll es auch werden. Zwei Regenbilder füge ich noch an.
Regen am Morgen
Regen am Nachmittag
Tag 49 - Dienstag, 06.06.2023
Nach dem Wachwerden höre ich gleich das tröpfeln auf dem Wohnmobildach. Es regnet immer noch und die Berge sind verhüllt. Das Wetter will einfach nicht auf Sommer umschalten. Auch in der nächsten Zeit soll es nicht besser werden. So sitzen wir beim Frühstück und auch danach über unsere Campingbücher und suchen einen Ausweg aus unserer Lage. Wir finden zwar einige schöne Plätze, aber die sind in der Regel ausgebucht, da in Bayern und Baden-Würtemberg noch Pfingstferien sind.
Wir kommen also nicht so recht weiter und schauen uns das Wetter draußen an. Im laufe der Tages hört es langsam, schön wird es aber nicht wirklich. Wir sprechen uns mit unseren Mitfahrern ab und kommen zu dem Schluss, dass wir an unserem Plan festhalten. So werden wir morgen den Platz verlassen und zum Sonnencamp am Gösselsdorfer See fahren. Sonnencamp, na das wollen wir dann doch hoffen.
So vergeht auch der heutige Tag, in dem wir hoffen, dass das Wetter bald besser werden möge. Wir bereiten also die Weiterfahrt morgen vor und packen alles ein und packen den Roller wieder auf den Anhänger. Abends gönnen wir uns noch eine Pizza aus dem Restaurant. Schmeckt gut.
Tag 50 - Mittwoch, 07.06.2023
Endlich scheint die Sonne wieder und wir fahren heute weiter. Wir packen nach dem Frühstück zusammen und verlassen den Platz. Aber das ist nicht so einfach, wie gedacht. Wir können auf dem Platz nicht wenden und so fahre ich rückwärts raus und dann runter zum See. Dort habe ich die Möglichkeit zu wenden. Jetzt kann ich vorwärts rauffahren und auf dem Weg machen wir noch den Anhänger dran.
Endlich wieder Sonne
Unser Ziel ist der Campingplatz "Sonnencamp Gösseldorfer See". Wir brauchen dazu nur gut eine Stunde und knapp 70 Kilometer. Ohne Probleme erreichen wir den Platz und werden gleich freundlich empfangen. Der Betreiber zeigt uns zwei schöne Plätze, die für unsere Fahrzeuge und unseren Anhänger groß genug sind. Der Platz ist super gepflegt und der Rasen gleicht einer Golffläche.
Ankunft am Campingplatz
Sehr schöner Platz mit tollem Rasen
Lecker Pommes und kaltes Radler
Einen kleinen Badeteich gibt es auch
Wir richten uns ein und freuen uns über das schöne Wetter. Später gehen wir zur Rezeption und bestellen für den morgigen Tag frische Brötchen. Dann schauen wir uns die Speisekarte an uns finden Pommes mit Mayo. Da unsere Küche heute kalt bleibt, bestellen wir gleich zwei Portionen und lassen es uns schmecken. Anschließend machen wir es uns auf unseren Stühlen bequem und genießen den Tag. Es bleibt bis zum Abend trocken und erst ganz spät treiben uns ein paar Tropfen rein, aber regnen tut es nicht.
Tag 51 - Donnerstag, 08.06.2023
In der Nacht sind wir kurz durch heftigen Regen geweckt worden. Haben dann aber wieder gut geschlafen. Morgens war davon nicht mehr viel zu sehen, außer ein paar Pfützen. Es ist wohl noch stark bewölkt und frisch, sodass wir drinnen frühstücken. Aber schnell wird es sonnig und warm. Wir wollen heute in den nächsten Ort, um etwas einzukaufen. Wir schnappen unsere Räder und fahren los. Es sind nur etwa drei Kilometer bis zum nächsten Discounter.
Wir finden etwas mehr und dann haben wir Probleme, die Einkäufe auf die Räder zu packen. Wir haben es dann aber doch geschafft. Wir setzen uns dann raus und pausieren in der Sonne und dann aber auch im Schatten, da es wieder sehr warm wird. Auch weht kaum ein Lüftchen. Nach dem Mittagessen möchte ich noch eine kleine Runde mit dem Rad zum Gösselsdorfer See. Es ist nicht sehr weit und ich bin schnell vor Ort. Es ist eine Kommunale Badestelle, die bis zum 12.06. zugänglich ist. Dann beginnt offiziell die Badesaison und der Zugang ist nur mit Eintrittsgeld gestattet.
Unser Badeteich
Der Gösselsdorfersee
Es sind etwa 20 Gäste da, die sich hier sonnen und schwimmen. Das Wasser fühlt sich angenehm warm und ich denke, dass ich da mal mit der Badehose aufschlagen werde. Ich fahre dann wieder zurück und wir genießen noch den schönen Tag. Das Abendessen können wir auch draußen einnehmen. So geht der Tag ohne Regen zu Ende. Sicher ist das aber nicht.
Tag 52 - Freitag, 09.06.2023
Heute ist es wieder schön und auch in der Nacht haben wir gut geschlafen, da es trocken geblieben ist. Es ist schon schön warm und wir können draußen frühstücken. Wir lassen uns viel Zeit damit, bis es in der Sonne zu warm wird. Wir wechseln in den Schatten und später möchte ich mit dem Roller los. Ohne E-bike ist man hier aufgeschmissen, wenn man in die Gegend will. Ich möchte mir den einen oder anderen See in der Nähe ansehen.
Ich fahre über kaum befahrene Straßen durch eine tolle Landschaft. Mit dem Rad hätte ich das nicht geschafft. Zuerst erreiche ich den Turnersee, der wunderbar zwischen Wiesen und Wäldern in einer Hügellandschaft eingebettet ist. Im Hintergrund erheben sich hohe Berge, die noch mit Schnee bedeckt sind und schon zu Slowenien zählen. Ich mache ein paar Fotos und fahre weiter. Für längere Aufenthalte bin ich zu dick angezogen.
Tolle Landschaft und mitten drin der Turnersee
Nach kurzer Wegstrecke erreiche ich den Klopeinersee. Das ist eine ganz andere Welt. Hier stehen Hotels am Ufer mit Privatstränden. Ich stelle den Roller ab und gehe ein Stück an der Seepromenade entlang. Auch hier reihen sich privat Badestellen aneinander. Das wäre nichts für mich. Ich gehe zum Roller zurück, mache ein paar Fotos und fahre zurück. Im Ort nahe dem Campingplatz gehe ich noch zum Hofer (Aldi) und kaufe einen Eierkocher, den sich meine Frau gewünscht hat.
Private Badestellen am Klopeinersee
Und das sind die exklusiveren Varianten
Promenade am See
Nach meiner Rückkehr packe ich den Grill aus und wir legen einige leckere Sachen drauf. Am Nachmittag gehen wir zu einem kleinen Bauernmarkt und finden Nudeln und leckeren Wein, den wir probieren konnten. Hier ist aber sonst nicht viel los und es ist wohl eher ein Treffpunkt für Einheimische, die hier eine nette Zeit verbringen und etwas essen und trinken. Am Abend streift uns dann doch ein kleines Gewitter mit leichtem Regen.
Tag 53 - Samstag, 10.06.2023
Der Tag beginnt wieder recht freundlich, wenn auch nicht so schön und so warm, wie an den Vortagen. Daher frühstücken wir im Wohnmobil. Aber das Wetter reizt mich zu einem Ausflug mit dem Roller. Ich bin froh, dass ich jetzt meine Kreise etwas weiter ziehen kann und mir die Umgebung besser anzusehen. Ich mache mich daher am Vormittag auf den Weg in die Stadt, um bei einer Bank vorbei zu schauen und anschließend bei Hofer (Aldi) etwas einzukaufen.
Danach fahre ich in Richtung Berge und slowenische Grenze. Ich habe den freundlichen Betreiber unseres Campingplatzes befragt, ob die Strecke gut für den Roller ist. Es sagte mir, dass dort immer viele Motorräder unterwegs sind und das möchte ich mir ansehen. Die Straße führt bis rauf zu einem Sattel, der auf etwa 1.280 Meter Höhe liegt. Da wir hier auf etwa 460 Meter liegen, verspricht das einen Höhenunterschied von etwa 860 Metern.
Auf Maps habe ich mir die Strecke angesehen und die ist am Ende mit etlichen Serpentinen gespickt. Ich fahre also los und nach einiger Zeit wir das Tal immer enger und später geht es spürbar bergauf. Dann folgt Kurve auf Kurve und ich werde von vielen Motorrädern überholt, die natürlich schneller unterwegs sind. Ich lasse es ruhig angehen und bin froh, dass der Roller mich mühelos nach hoch bringt. Oben auf dem Sattel angekommen ist gleich die Zollstation. Dort halte ich an und schaue mich kurz um.
Keine schöne Aussicht ins Tal
Willkommen in Kärnten
Grenze nach Slowenien
Sieht garnicht so schlimm aus
Aber wenn man näher ran geht, wird es schon heftiger.
Leider gibt es hier nicht viel zu sehen und auch gibt es keine schöne Aussicht auf die Berge und das Tal, weil auch die Wolken sehr tief hängen. Ich halte mich nicht länger auf, weil auch das Wetter eher schlechter werden will. Also die gleiche Strecke zurück, jetzt aber mit einem anderen Blickwinkel. Ich erhasche einige Blicke ins Tal, aber an diesen Stellen kann man nicht anhalten. Aber alleine das Fahren macht mir Spaß. Kurz vor dem Campingplatz tröpfelt es leicht, bleibt aber dann trocken.
Der Nachmittag bleibt erst trocken und wir können draußen sitzen. Zum Nachmittag wird es etwas ungemütlicher und es regnet leicht. Das Abendessen nehmen wir zunächst draußen ein und dann holt uns aber wieder ein Schauer ein und wir müssen ins Wohnmobil wechseln.
Tag 54 - Sonntag, 11.06.2023
Das Wetter ist schön und wir können wieder draußen Frühstücken. Es ist zwar recht stark bewölkt, aber sehr angenehm. Wir lassen uns viel Zeit und trödeln in den Tag. Da wir morgen weiterfahren wollen, machen wir uns schon jetzt Gedanken und packen schon mal vor. Wir unterhalten uns viel mit unseren Mitfahrern und tauschen uns über unsere nächsten Ziele aus.
Nach dem Mittagessen gehe ich mit Ellie eine Runde zum Gösselsdorfer See. Unser Hund kommt in der letzten Zeit etwas zu kurz, da es hier nicht so viele schöne Wanderwege gibt. Eigentlich für die Gegend ungewöhnlich, aber ausgeschilderte Wanderwege sind selten. Für Fahrräder ist die Situation besser und es gibt einige schöne Radwege oder Straßen, die nicht viel befahren sind.
Dann holt uns ein kleiner Schauer ein und wir verschwinden kurz ins Wohnmobil. Das hält aber nicht lange an und es wird wieder trocken. Die Sonne scheint wieder und ich möchte nochmal mit dem Roller los. Der Betreiber hat mir eine schöne Strecke gezeigt, die will ich jetzt abfahren. Es wird eine große Runde, die mich auch noch zum Klopeinersee bringt. Ich komme an einer kleinen Kirche vorbei, die auf einer Anhöhe steht.
Ich erhoffe mir eine schöne Aussicht und halte an. Von hier unten führt ein steiler Weg rauf, der auch ein Kreuzweg ist. Die einzelnen Stationen sind sehr modern gestaltet und manchmal nicht wirklich schlüssig. Oben angekommen gibt es wirklich einen schönen Blick auf die Landschaft. Die Kirche würde ich mir gerne anschauen, aber an der Tür hängt eine Schild, wo auf eine Alarmanlage hingewiesen wird. Ich lasse es lieber und genieße etwas die Aussicht.
Kleine Kirche in Stein im Lavanttal mit schönem Ausblick
Zurück fahre ich am Klopeinersee und am Turnersee vorbei zum Platz. Das Wetter hält und wir können noch etwas draußen sitzen. Dann packen wir die Räder und den Roller zurück auf den Anhänger. Morgen geht es dann weiter und sind schon gespannt auf die andere Landschaft. Es wird flacher und wir fahren in ein Weinanbaugebiet, das auch mehrere Thermalbäder zu bieten hat.
Tag 55 - Montag, 12.06.2023
Heute geht es für uns weiter und wir packen bei schönem Wetter nach dem Frühstück ein. Wir können bei unserem neuen Ziel erst nach 14 Uhr 30 ankommen und so lassen wir uns Zeit. Wir haben 173 Kilometer vor uns und brauchen dazu etwa zwei Stunden. Nach dem Verlassen des Platzes fahren wir zuerst zur Tankstelle und machen den Tank voll. Der Diesel kostet hier 1,49 Euro. Anschließend fahren wir die kurze Strecke zur Autobahn und dann geht es in Richtung Graz und Wien.
Bis kurz vor dem Ziel fahren wir ausschließlich über die Autobahn. Vor Graz geht es stark bergauf und die Strecke führt bis auf etwa 1.000 Meter. Es gibt schöne Ausblicke auf Berge und in Täler. Dann geht es genauso wieder runter und unser Ziel liegt auf etwa 300 Meter. Es sind nur noch knapp 4 Kilometer bis zum Thermenland Camping Bad Waltersdorf. Hier haben wir uns angemeldet und bekommen zwei Plätze, wo wir auch unser Rabattkarte nutzen können.
Schöner Ausblick auf einen Weinberg
Warten vor der Anmeldung
Wir melden uns an und fahren auf die Parzellen. Die Plätze sind etwa 8 x 10 Meter die sind für uns groß genug. Den Anhänger können wir aber noch separat abstellen. Wir richten uns ein und essen etwas zu Mittag, da es schon auf drei Uhr zugeht. Der Campingplatz liegt etwas außerhalb des kleinen Ortes umgeben von Feldern und auch Weinanbaugebieten. Die Gegend ist bekannt für ihre schönen Thermalbäder.
Der Tag geht mit schönem Wetter zu Ende und auch in den nächsten Tagen soll es schön und trocken bleiben.
Tag 56 - Dienstag, 13.06.2023
Heute sind wir gespannt, was der Bäckerwagen so bringt. Der soll morgens gegen 8 Uhr vorne am Eingang stehen. Vorher gehe ich mit Ellie eine Gassirunde. Der Bäcker kommt tatsächlich recht pünktlich und ich stehe mit einigen Kunden an. Es gibt eine gewisse Auswahl an Brötchen und Broten, sowie Plundergebäck. Ich versorge mich mit frischen Backwaren und wir können bei schönem Wetter draußen frühstücken.
Der Himmel ist den ganzen Tag über leicht bewölkt und die Temperaturen bewegen sich etwa zwischen 21 und 24 Grad. In der Sonne ist es uns dann doch zu warm und wir fahren die Markise raus. Da es nicht windig ist und auch so bleiben soll, lassen wir die Markise draußen. Ich fahre später zum nahen Sparmarkt und kaufe ein paar Lebensmittel ein. Vor der Rückfahrt stelle ich fest, dass mein Vorderreifen vom Fahrrad kaum noch Luft hat. Ich pumpe ihn auf und beeile mich.
Nach einiger Zeit am Wohnmobil ist die Luft komplett raus. Ich schaue mir den Mantel genau an und finde tatsächlich einen kleinen Splitter, den ich rausziehen kann. Nach dem Mittagessen machen wir eine Pause, bis mich unser Hund nervt. Ich schnappe mir die Leine und gehe spazieren. Mich zieht es rauf zum Thermalbad, was auf einer kleinen Anhöhe liegt. Man hat von der Straße einen guten Einblick auf die Außenbereiche, die sehr ansprechend aussehen.
Außenbecken des Thermalbades
Ausblick auf Bad Waltersdorf
Da unten liegt der Campingplatz
Da hat jemand etwas schönen erschaffen
Dann nehme ich einen Weg oberhalb des Campingplatzes, der mich an einem Weinhandel und einem Buschenschank vorbeiführt. So heißen hier wohl die Lokale, die man an der Mosel wohl Straußenwirtschaften nennt. Vorbei an Weinbergen und Obstplantagen gehe ich zurück zum Platz. Jetzt locken Kaffee und Kuchen.
Danach kümmere ich mich um meinen Reifen. Ich bin schon mal froh, dass es das Vorderrad ist. Das bekomme ich ausgebaut und finde auch das kleine Loch. Flickzeug habe ich dabei und bald ist der Reifen wieder dicht. Mal sehen, ob die Luft bis morgen früh noch drin ist. Abendessen gibt es noch draußen und dann wird es kurz nach 20 Uhr kühl und wir verschwinden ins Wohnmobil. Die Nächte sind sehr angenehm, damit wir auch vernünftig schlafen können.
Tag 57 - Mittwoch, 14.06.2023
Heute ist ein Tag, an dem das Wetter sich nicht richtig entscheiden kann. Wird es schön oder nicht. Wir frühstücken jedenfalls draußen, mit frischen Brötchen vom Bäckerwagen. Das ist zwar eine schöne Einrichtung, aber man muss auch spätestens um 8 Uhr aufstehen und schnell hin. Länger als 15 Minuten hält er sich nicht auf. So kann man nicht mal etwas länger liegen bleiben.
Während des Frühstücks beginnt es leicht zu regnen. Da wir die Markise draußen haben, können wir sitzen bleiben. Es ist zwar recht frisch, aber man kann sich ja danach anziehen. Wir trödeln so vor uns hin, da es immer wieder mal regnet. Nach dem Mittagessen gehen wir zusammen zum nahen Sparmarkt und kaufen einige Lebensmittel ein. Auch hier in Österreich merkt man, dass viele Sachen sehr teuer geworden sind. Wir gehen wieder zurück, setzen uns raus und trinken Kaffee. Dann tröpfelt es wieder einige Zeit, bis es dann wieder sonnig wird.
Manchmal hat Ellie schon komische Ideen. Heute springt sie mal kurz auf meinen Schoss.
Später setze ich mich noch einmal aus das Rad, das ich gestern flicken musste. Die Luft ist aber drinnen geblieben und ich fahre ins Dorf. Das ist nicht sehr groß, aber liebevoll mit vielen Blumen geschmückt. Im kleinen Zentrum entdecke ich eine Konditorei, die auch leckeres Eis anbietet. Da kann ich nicht widerstehen. Auf einer Bank vor der Kirche genieße ich das Eis und fahre dann aus dem Ort raus auf den sogenannten Sommerberg.
Das ist der kleine Fluss, der durch den Ort fließt und direkt bei um am Platz vorbei kommt.
Blick auf schöne Blumendekorationen im Dorf. Es ist bekannt für seinen Blumenschmuck.
Der Ortsteil auf einer Anhöhe oberhalb von Bad Waltersdorf, beherbergt einige tolle Pensionen und Hotels. Die liegen sicher im gehobenen Preissegment. Ich komme auch an einem Thermal Biodorf vorbei mit schönen Außenbecken. Daneben ein Bio Thermenhotel wohl unter der gleichen Leitung wie das Dorf. Alles sieht sehr nobel aus. Man hat von hier oben auch schöne Ausblicke auf das Tal. Jedenfalls musste ich mein Rad zeitweise schieben, weil es für mich zu steil war.
Das Bio Thermenhotel auf dem Sommerberg
Zurück am Platz gehe ich mit Ellie eine größere Gassirunde durch die nahen Felder. Auf einer abgemähten Wiese stolziert ein Storch auf der Suche nach Essbarem. Anschließend essen wir draußen zu Abend und verschwinden danach ins Wohnmobil, weil es schnell kühl wird.
Der sucht noch sein Abendessen
Tag 58 - Donnerstag, 15.06.2023
Heute haben wir im Laufe des Vormittags lange an unserer Reiseplanung für die nächste Zeit gesessen. Nicht ganz leicht, passende Plätze zu finden, auf denen man mit einem großen Wohnmobil mit Anhänger stehen kann. So hat es gedauert, bis wir etwas gefunden haben. Nun müssen wir nur noch anfragen, ob ein Aufenthalt möglich ist. So geht der Vormittag dabei drauf, den wir bei schönem Wetter vor dem Wohnmobil verbringen. Danach mach ich mich auf den Weg zum Sparmarkt und besorge etwas zum Mittagessen.
Später möchte ich mit dem Roller noch einmal los. Mich zieht es in die nahe Umgebung und führt mich zuerst an einer Mariengrotte vorbei, die vor langer Zeit in den Wald gebaut wurde. Es ist ein schöner und ruhiger Ort zum verweilen. Danach geht es zu einem Thermalbad in der Nähe von Bad Blumau. Es ist im letzten Jahr zum beliebtesten Thermalbad Österreichs gewählt worden und wurde von Friedensreich Hundertwasser einzigartig gestaltet. Leider kann man von außen nichts davon sehen.
Mariengrotte nahe Bad Waltersdorf
Hübsche Gartenidee am Eingang zum Thermalbad bei Blumau
Thermalbad sehr schön in die Landschaft eingebettet
Ansicht von Blumau
Schöne Anlage im Ortskern von Burgau
Innenhof vom Wasserschloss in Burgau
Teilansicht vom Thermalbad in Blumau
Anschließend fahre ich in den Ort Blumau, der sehr hübsch anzuschauen ist, aber nicht viel zu bieten hat. Mein Weg führt mich weiter nach Burgau, einem Nachbarort. Dort gibt es ein Wasserschloss, nahe einem schönen kleinen See, in Verbindung mit einem Freibad. Sehr schön angelegt. Ich mache ein paar Fotos und kehre durch ein großes Waldgebiet nach Bad Waltersdorf zurück. Dort erwartet mich Kaffee und Kuchen.
Das Wetter bleibt den ganzen Tag sehr schön und nicht zu warm. So können wir den Rest des Tages draußen verbringen und ich gehe erst gegen 20 Uhr 30 rein.
Tag 59 - Freitag,16.06.2023
Wollte nur kurz erwähnen, dass heute wieder ein schöner Tag ist. Ich will nochmal mit dem Roller los und mein Ziel ist eine etwas größere Stadt in der Nähe. Ich habe gestern bei Maps nachgeschaut, ob es in der Nähe eine Stadt gibt, die über größere Geschäfte verfügt. Ich suche schon länger nach vernünftigen Sandalen. Meine Alten habe ich wegen Altersschwäche weggeworfen und vor Beginn der Reise vergessen, mir Neue zuzulegen.
Bei bestem Wetter draußen frühstücken
Ich bin dann auf Hartberg gestoßen. Der Ort liegt etwa 20 Kilometer von uns entfernt und hat ein großes Einkaufszentrum. Das möchte ich mir ansehen und fahre am Vormittag los. Ich erreiche den Ort und machen mich auf die Suche nach dem Einkaufszentrum. Das ist immer mal wieder beschildert, aber mit einer sehr verwirrenden Straßenführung. Die Geschäfte sind wohl erst vor kurzem erreichtet worden und die Zufahrt wird teilweise gerade erneuert.
Sehr interessant, es gibt wieder Holzräder!!!
Schönes Einkaufszentrum
Ich stelle meinen Roller ab und entdecke ein Schuhgeschäft, indem ich gleich fündig werde. Die packe ich gleich in mein Topcase und schaue mich noch etwas weiter um. Es ist eine nette Auswahl an Geschäften in einem normalen Preisniveau. Auch in der unmittelbaren Umgebung sind verschiedene Geschäfte entstanden. Ich mache mich wieder auf den Rückweg und nehme eher zufällig einen anderen Rückweg. Das erscheint mir im erstem Moment richtig, weil ich nicht mehr in die Stadt muss.
Dann aber habe ich Probleme mit der Wegführung, da ich zwar auf mein Navi schaue, aber die Straßen keine Namensschilder haben. So verfahre ich mich und komme mit Umwegen wieder zurück. Am Platz essen wir gleich zu Mittag und dann verbringen wir den Tag vor dem Wohnmobil. Am späten Nachmittag gehe ich mit Ellie noch eine größere Runde, damit sie auch noch zu ihrem Recht kommt.
Tag 60 - Samstag, 17.06.2023
Die Tage werden langsam wärmer und schon zur Frühstückszeit sind es etwa 22 Grad. Es ist zwar etwas bewölkt, aber es ist immer wieder schön, draußen zu sein. Auch heute lassen wir uns viel Zeit und genießen die Wärme. Nach dem Frühstück fahre ich mit dem Rad kurz etwas einkaufen. Die Sonne meint es dabei ganz gut und der Schatten vor dem Wohnmobil ist angenehm.
Es ist erstaunlich was der kleine Ort zu bieten hat. Ein Fußballstadion, da wäre so mache großen Stadt neidisch.
Es kommt etwas Wind auf und läßt die Markise flattern. Das ist nicht schlimm, aber die entstehenden Geräusche sind nichts für unseren Hund. Der hat Schiss und läuft herum, wie ein abgestochenes Huhn. Sämtliche Versuche ihn zu beruhigen schlagen fehl. Vor dem Mittagessen gehe ich mit ihr eine Runde spazieren. Wir entgehen der Sonne und nehmen einen Waldweg. Hier ist es schön kühl und es läßt sich gut laufen.
Blick zum Campingplatz
Meine Frau meldet sich telefonisch, dass uns möglicherweise ein kleines Gewitter erreichen könnte und so kehren wir um. Der Wind hat etwas zugelegt und das macht es für unseren Hund nicht einfacher. Da es sich aber bewölkt, fahren wir die Markise rein. Wir möchten vermeiden, dass sie noch nass wird und da wir morgen weiterfahren wollen, würde sie dann nicht mehr trocknen. Somit entfallen auch die Geräusche für den Hund und er beruhigt sich gleich.
Am Nachmittag erreicht uns dann der Regen, der aber nur noch zwei Minuten für uns übrig hat. Nur ganz kurz verschwinden wir im Wohnmobil und können danach gleich wieder raus. Es bleibt bis zum Abend angenehm und ich schreibe diesen Text erstmalig draußen. Um 19 Uhr 30 sind es noch 23 Grad. Morgen wollen wir dann weiter und unser Ziel ist St. Pölten, die Landeshauptstadt von Niederösterreich. Das sind etwa 195 Kilometer, die wir größtenteils über die Autobahn fahren.
Tag 61 - Sonntag, 18.06.2023
Heute wollen wir wieder weiter und das bei schönstem Wetter. Unser Ziel ist der Camping am See in St Pölten. Das ist eine Strecke von 195 Kilometern, für die wir etwa zwei Stunden benötigen. Wir sind recht früh fertig und bezahlen noch unseren Aufenthalt. Dann den Anhänger dran und los gehts. Nach nur drei Kilometern sind wir auf der Autobahn Richtung Wien. Es ist Sonntag und es ist nicht viel los auf der Bahn.
Mit den 80 Kmh zieht es sich zwar etwas in die Länge, aber dafür hält sich der Spritverbrauch in Grenzen. Wir kommen knapp an Wien vorbei und können einen Teil der Skyline erkennen. Ich wäre ja gerne noch in die Stadt gefahren, aber es gibt keine guten Stellplätze für unser Wohnmobil. Das müssen wir dann vielleicht mal auf Später verschieben. Wir haben uns für 15 Uhr nach der Mittagspause angemeldet und merken während der Fahrt, dass wir schon früher am Ziel sein werden. Die Pause beginnt um 13 Uhr und das schaffen wir auch. Ankunft etwa 12 Uhr 35.
Wir melden uns an und schauen uns auf die Schnelle die freien Plätze an. Wir finden welche und checken ein. Dann fahren wir auf den Platz und nehmen die Plätze ein. wir stehen auf einem schönen Rasenplatz, der ausreichend Platz auch für unseren Anhänger bietet. Die Sonne gibt alles und so müssen wir gleich die Markise ausfahren. Ich gehe dann mit Ellie vom Platz runter. wir bekommen einen Schlüssel für das Tor zum See, der direkt hinter dem Stellplatz liegt.
Ein schöner Platz
Schöne Liegewiese am See
Dem Hund ist es zu warm und er verschwindet unterm Wohnmobil
Es ist Sonntag und bei dem Wetter sind die Liegewiesen sehr gut besucht. Das Wasser scheint angenehm zu sein, da auch viele sich im Wasser tummeln. Ich entdecke bei der Gelegenheit einen Imbiss nahe dem Platz. Hier gibt es u. a. Pommes, Würstchen und Grillhähnchen. Da ist das Mittagessen gesichert!! Ich gehe zum Platz zurück und dann gehe ich mit meiner Frau zum Imbiss. Zurück am Platz essen wir die Leckereien am Wohnmobil.
Dann gibt es eine lange Pause an deren Ende ich zum See gehe. Mit Badehose bewaffnet geht es ins Wasser. Es ist sehr angenehm und nicht zu kalt. Ich schwimme eine Runde und bin schön abgekühlt. Das hält natürlich nicht lange an, aber das werde ich sicherlich in den nächsten Tagen wiederholen, da es noch wärmer werden soll. Den restlichen Tag verbringen wir vor dem Wohnmobil.
Tag 62 - Montag, 19.06.2023
Heute ist es noch wärmer als gestern und wir nähern uns der 30 Grad Marke. Da es in den nächsten Tagen noch wärmer werden soll, möchte ich heute mit dem Rad in die Stadt. Schon nach den ersten Metern bin ich erstaunt, wie toll und großzügig hier die Radwege angelegt sind. Mein Ziel ist die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten. Mein Navi sagt mir etwa 5 Kilometer. Ich lasse mich vom Navi leiten und so führt es mich auf schönen Nebenstrecken in die Stadt. Kompliment für diese tollen Radwege.
An einem schönen Platz halte ich an und stelle mein Rad ab. Da ich in der Nähe zum Dom bin, schaue ich mich da zuerst um. Von außen ist er recht unscheinbar, aber von innen bin ich doch sehr erstaunt. Ich glaube, dass die Bilder die Realität nicht richtig abbilden. Ich schlendere danach durch die wirklich schöne Altstadt mit tollen Geschäften und Cafés. Auch gefällt mir die barocke Architektur. Der Rathausplatz ist wohl neu gestaltet worden, denn auf dem Bild bei Maps ist es ein schlichter Parkplatz. Jetzt kann man hier gut sitzen und etwas essen.
Stadion des Zweitligisten
Der Dom von außen sehr schlicht
Von Innen erschlägt einen der Prunk
Und eine tolle Orgel
Und eine tolle Innenstadt und schön zum Shoppen
Natürlich finde ich dort auch ein leckeres Eis. Angrenzend an den Platz liegt auch ein Kloster mit einer schönen und alten Kirche. Ich setze mich eine Zeit in eine Bank, denn es ist angenehm kühl und die Geräusche der Stadt sind hier nicht zu hören. Ich gehe noch durch so manche Fußgängerzone und wundere mich darüber, dass eine Stadt mit weiter als 60.000 Einwohner, soviel zu bieten hat. Auf dem Rückweg zum Platz kaufe ich noch etwas ein und bin dann auch froh, wieder zurück zu sein.
Essen macht heute keinen Spaß, dafür genieße ich eine Runde im See. Die Abkühlung tut gut, hält aber nicht lange an. Heute ist auch Waschtag, der sich bis in den späten Abend hinzieht, da die Waschmaschine ausgebucht ist. Bis in den späten Abend sitzen wir noch draußen.
Tag 63 - Dienstag, 20.06.2023
So langsam wird es unangenehm draußen. Wir nähern uns der 30 Grad und es ist nahezu windstill. Schon in der Früh ist es sehr warm und in der Nacht hat es sich nicht abgekühlt. Trotzdem möchte ich heute nochmal mit dem Rad los. Ich habe ein Intersport Geschäft entdeckt. Dort möchte ich mir eine Handyhalterung für den Arm besorgen. Das habe ich mir als Lösung für meine Rollertouren ausgedacht. Da ich keine vernünftige Halterung an meinen Roller anbringen kann, um das Handy als Navi zu benutzen.
Ich denke mir, das ich das Handy damit an meinen Unterarm befestigen kann. So habe ich jederzeit einen Blick auf das Navi. Auf dem Rad ist es in der Hitze auszuhalten. Man darf halt nicht anhalten. Die Entfernung zu dem Geschäft beträgt etwa 7,5 Kilometer und führt zum großen Teil an dem Fluß Traisen vorbei. Der Fluß ist zwar recht breit, aber teilweise nur Knöcheltief und fließt gemütlich dahin. Ist leider nichts fürs Paddeln, da ständig kleine Sperren eingebaut sind.
Mein Weg führt mich auch am neuen Landtag des Bundeslandes Niederösterreich vorbei. Ein sehr imposanter Gebäudekomplex. Es ist immer wieder erstaunlich, was diese doch recht kleine Stadt zu bieten hat. St. Pölten ist auch erst seit 1986 Landeshauptstadt und zu diesem Zweck wurden diese Gebäude aus dem Boden gestampft. Erstaunlich ist auch das Gewerbegebiet, in welchem der Intersportladen liegt. Es sieht auch hier alles sehr neu und modern aus. Hier gibt es so ziemlich alles, was der Mensch so braucht.
Der Fluß Traisen
Der Landtag
Möbelhaus
Ich finde meine Halterung und fahre noch kurz in einen nahen Billa-Markt. Wir benötigen noch Kartoffeln denn wir wollen Reibeplätzchen machen. Das gehen wir auch nach meiner Ankunft an, wobei ich vorab einen Sprung in den See mache, um mich abzukühlen. Das ist auch nötig. Das mit der Hitze ist schon wieder zuviel. Wir haben zwar lange auf wärmeres Wetter gewartet, aber das muss es nun wirklich nicht sein.
Abkühlung für Ellie
Interessanten Schmetterling gesichtet
Bis zum Abend zieht es mich noch zwei Mal in den See, denn nur so ist es auszuhalten. Unser Hund verkriecht sich wieder unters Wohnmobil und kühlendes, nasses Handtuch bringt ihm etwas Linderung. Morgen legt die Temperatur noch einen drauf. Da werde ich wohl garnicht mehr aus dem Wasser kommen.
Tag 64 - Mittwoch, 21.06.2023
Heute bin ich mit dem Schreiben schnell fertig. Der Tag läßt sich kurz beschreiben: zu heiß!!!
Es ist wohl der heißeste Tag des Jahres und so fällt uns auch nicht viel ein. Ich pendele öfter zwischen See und Schatten im Wohnmobil. Gerade wieder aus dem Wasser ist man schon wieder verschwitzt. Auch geht heute wieder kein Lüftchen und es ist regelrecht tropisch.
Ich raffe mich am Vormittag aber nochmal auf und fahre zum nahen Einkaufsladen. Wir müssen unseren Getränkevorrat auffüllen und das Eis ist ausgegangen. Aber auf dem Rad ist es auszuhalten und so bin ich schnell wieder zurück. Ich habe uns Quark und Erdbeeren gekauft, die ich zu Mittag esse. Das ist leicht und viel kann man bei der Hitze eh nicht essen.
Ich bin dann mal wieder zum Schwimmen im See und setze mich noch etwas in den Schatten der Bäume, die zur Genüge auf der Liegewiese stehen. So kann man es am besten aushalten. Zum Nachmittag wird es kurzzeitig Windig und wir fahren unsere Markise ein, weil wir morgen je weiter wollen. Sollte es doch noch ein Gewitter geben, brauchen wir sie nicht nass einfahren.
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Abendstimmung
Wir können wieder lange draußen sitzen, weil es im Wohnmobil noch zu warm ist. Die Klimaanlage machen wir erst später kurz an, bevor wir schlafen gehen. So schreibe ich diese Zeilen noch spät und werde von Mücken aufgefressen. Da hilft nur Antibrumm!!! Morgen geht es an die Donau auf einen Campingplatz gegenüber von Stift Melk. Da freue ich mich schon drauf, weil ich darüber schon einiges im Fernsehen gesehen habe.
Tag 65 - Donnerstag, 22.06.2023
Heute ist wieder ein heißer Tag und wir machen und für die Abfahrt fertig. Wir bezahlen unseren Aufenthalt und verlassen den Platz. Die Fahrt zum Donaucamping in Emmersdorf dauert nicht lang, da es nur 38 Kilometer sind. Wir nehmen die Autobahn bis kurz vor dem Ziel. In Melk nehmen wir die Donaubrücke und kurz dahinter sind wir schon am Ziel. Wir fahren auf den Platz und treffen dort auf den Betreiber, der uns gleich einen Platz im hinteren Bereich zeigt. Die Plätze sind groß genug, um unseren Anhänger abzustellen.
Stift Melk vom Campingplatz aus
Hier wimmelt es von Kreuzfahrtschiffen
Wir stellen uns dann auf und packen unsere Stühle aus. Leider haben wir noch keinen Schatten und verschwinden ins Wohnmobil. Ein großer Baum spendet dann nach etwa zwei Stunden den gewünschten Schatten. Dann wandern wir mit dem Schatten über die Wiese. Es ist viel zu warm und wir machen nichts mehr. Leider ist der Platz dann doch nicht mehr so toll, wie anfangs gedacht. Es gibt einen Zuweg vom nahen Parkplatz und so kommt es, dass Bewohner des Platzes über unsere Parzelle latschen. Dazu haben wir aber keine Lust.
Morgen wollen wir das ändern und schauen uns nach einer anderen Möglichkeit um. Abends sitzen wir noch lange draußen, weil es nicht kühler werden will. Noch spät am Abend lassen wir die Klimaanlage laufen, damit wir schlafen können. In der Nacht weckt uns ein auffrischender Wind, der unser Dachfenster aufschlagen läßt. Dabei stellen wir fest, dass unser Hund schon wieder am Rad dreht und meine Frau setzt sich dazu und bleibt lange bei ihm, bis er sich beruhigt.
Tag 66 - Freitag, 23.06.2023
Als wir aufstehen ist es draußen zwar sehr schön, aber der Wind bläst kräftig. Wir frühstücken trotzdem draußen. Anschließend spricht meine Frau ein Ehepaar von gegenüber an, will gleich den Platz verlassen und wir wollen dann diesen Platz einnehmen. Der liegt direkt an der Donau und wir haben einen freien Blick. Auch ist es hier ruhiger, da es weiter von der naheliegenden Straße entfernt ist. Also wechseln wir und stellen uns auf den neuen Platz.
Trotz des kräftigen Windes möchte ich mit dem Rad zum Stift Melk. Das packe ich dann an und fahre in Richtung des Donaukraftwerk Melk. Hier ist eine Staustufe mit Schleuse. Da kann man als Fußgänger und Radfahrer die Donau überqueren. Auf der anderen Seite fahre ich dann nach Melk. Dort stelle ich mein Rad in der hübschen Altstadt ab und gehe rauf zum Stift. Es ist eine große Anlage, die zum Unesco-Welterbe zählt. Und das zu recht.
Das ergeben auch viele Besucher in der Stadt
In der Info nehme ich ein Ticket für 13,-- Euro, damit ich mir die Einrichtungen des Stiftes ansehen kann. Ich laufe über die Kaiserstiege zum Stifsmuseum und in den Marmorsaal. Danach über eine Außenanlage, von der man einen tollen Blick über die Stadt, die Donau und das Umland. Anschließend gehe ich durch die Stiftsbibliothek, die sehr sehenswert ist. Leider darf man dort nicht fotografieren, genauso wie in der Stiftskirche. Wie viele Andere auch, kann ich aber nicht widerstehen und mache unauffällig einige Aufnahmen.
Die hübsche Altstadt von Melk
Innenhöfe von Stift Melk
Die Kirche ist ein gewaltiger Traum. Die Fotos geben kaum den Eindruck wieder, den sich dem Besucher zeigt. Die Malerei und Ausgestaltung ist überwältigend und erschlägt einen förmlich. Ich nehme mir die Zeit, um mir alles anzusehen. Danach verlasse ich den Bereich, der nur per Eintrittskarte zu besichtigen ist. Außerhalb der Anlage schließt sich der Stiftspark mit dem Gartenpavillon an. Dazu benötigt man auch die Eintrittskarte. Der Park ist sehr hübsch angelegt und auch der Pavillon ist auch sehr schön ausgestaltet.
Museum im Stift
Marmorsaal
Außenanlage und Ausblick von dort
Stiftsbibliothek
Ein paar Bilder der Kirche heimlich fotografiert, daher etwas verwackelt
Stiftspark und Gartenpavillon
Innenaufnahme
Blick Richtung Emmersdorf
Dann wird es Zeit, da der Himmel sich stark eintrübt und Regen droht. Ich suche noch einen Hofer (Aldi) auf und kaufe ein paar Lebensmittel ein. Mit ein paar Tropfen von oben mache ich mich auf den Rückweg. Ich bleibe trocken und erreiche wieder den Platz. Später beginnt es stärker zu regnen und ich gehe schnell noch mit Ellie raus. Der Regen hält sich bis zum Abend.
Tag 67 - Samstag, 24.06.2023
Der Tag ist heute zum weinen. Es ist nieselig, trüb und kühl. Ein Tag, da schickt man keinen Hund vor die Tür. Außer mit Ellie!! Klar gehe ich morgens gleich eine Gassirunde, aber Spaß macht das nicht. Dann frühstücken wir halt lange. Wir beobachten, das heute extrem viele Kreuzfahrtschiffe unterwegs sind. Selbst bei uns haben zwei davon geankert und die Passagiere gehen teilweise in den Ort, oder spazieren am Ufer entlang.
Erst nach dem Mittagessen scheint es etwas nachzulassen und ich gehe mit Ellie raus. Ich komme aber nicht sehr weit, da ich mich unterstelle muss, weil es wieder fester regnet. Ich warte eine Weile und kehre wieder um, da wir schon nach kurzer Zeit recht nass geworden sind. Wir warten also ab, aber es dauert bis nach dem Kaffeetrinken. Dann wird es trockener und ich versuche es erneut. Ich möchte durch das Dorf und rauf auf einen Hügel. Es soll dort einen Turm geben und ich erhoffe mir einen Ausblick.
Es geht ganz gut aufwärts und ich komme durch einen kleinen Ort, wo ich ein Hinweisschild zum Turm finde. Ein ganzes Stück vor dem Turm steht ein Schild am Wegesrand auf dem steht, dass man den Schlüssel für den Turm in Haus Nummer 5 im Ort bekommt. Na toll. Ich gehe trotzdem weiter bis zum Turm. Mitten im dichten Wald steht er da mit einer Kette davor. Auf einem Schild steht, dass der Turm zur Zeit nicht begehbar ist. Na toll, da wäre ich mit dem Schlüssel auch nicht besser dran gewesen. Und eine Aussicht gibt es auch nicht.
So kehre ich um und finde einen anderen Weg Richtung Tal und Donau. Den hat wohl in der letzten Zeit niemand mehr genutzt. Er ist total zugewachsen und stellenweise sind entwurzelte Bäume kreuz und quer über den Weg verteilt. Dieser Weg sollte eigentlich gesperrt werden. Ich erreiche dann nach insgesamt etwa acht Kilometern wieder den Platz. Heute soll es im Ort noch eine Sonnwendfeier geben und auch ein Feuerwerk.
Altstadt von Emmersdorf
Viadukt im Ort. Darüber fährt die Wachaubahn
Pfarrkirche von Emmersdorf
Diesen Blick hat man natürlich von vielen Stellen rund um den Ort
Der Turm, den man nicht besteigen kann
Halb umgestürzte Bäume hängen über dem Weg. Das halte ich für sehr gefährlich
Zum Nachmittag gehe ich kurz mal in den Ort und nicht weit von uns sind auf einem Platz viele Tische aufgestellt. Einige Buden sind aufgestellt, wo es Getränke gibt. Ein großer Bereich ist für das leibliche Wohl vorgesehen. Hier werden einige Speisen vorbereitet, die von vielen fleißigen Helfern verteilt werden. Und eine Musikkapelle spielt traditionelle Musik. Ein Fest wohl eher für die Einheimischen, da es kaum Werbung dafür gab. Kein einziger Hinweis im Netz, nur ein einzelnes Plakat irgendwo im Ort.
Sonnwendfeier in Emmersdorf
Tag 68 - Sonntag, 25.06.2023
Heute ist der Tag wieder wunderschön und so schnappe ich mir den Roller nach dem Frühstück und fahre los. Mich zieht es in die Wachau in Richtung Krems. Auf dem Weg entlang der Donau komme ich an vielen Marillenbäumen vorbei. Die Wachau ist, soweit ich informiert bin, das Hauptanbaugebiet der Marillen. Ich kann aber nicht erkennen, ob schon geerntet wurde. Da die Frucht ins orange geht, denke ich, dass es noch nicht soweit ist.
Vieles erinnert an die Mosel
Weiter geht es und ich passiere ein Schild auf dem steht: Weinanbaugebiet Wachau. Sogleich ändert sich die Landschaft und die Reben übernehmen das Bild. Bald erinnert es mich stark an die Mosel. Auch hier gedeihen die Reben teilweise an sehr steilen Hängen. Auch im Flachen wird der Weis kultiviert. Ich komme an vielen hübschen, kleinen Orten vorbei mit schönen Gasthäusern und Weingütern. Dann erreiche ich mein erstes Ziel, den kleinen Ort Dürnstein.
Der Ort ist sehr bekannt durch seine tolle Kirche, die außen in blau und weißen Farben angestrichen ist. Etwas ungewöhnlich, aber sehr schön. Ich parke meinen Roller außerhalb und gehe in die wirklich hübsche Altstadt. Man wird gleich ins Mittelalter zurück versetzt. Oben auf dem Berg thront eine Burgruine und die Altstadt besticht durch ihre gut erhaltenen Häuser. Es ist recht eng gebaut und das Schloss am anderen Ende der kleinen Stadt ist kaum in Gänze zu erkennen.
Vor den Toren von Dürnstein. Ober die Burgruine von Dürnstein. Mitte des 12. Jahrhunderts war hier der englische König Richard Löwenherz gefangen, der erst durch Zahlung eines enormen Lösegeldes freigelassen wurde.
Die Gassen von Dürnstein
Mich interessiert aber natürlich die Kirche und steuere darauf zu. Die Hinweisschilder lassen erahnen, dass es auch hier nicht ohne Eintritt geht. Aber ich zahle die 7,50 Euro gerne und gehe durch verschieden Räumlichkeiten der alten Abtei. Glanzstück von Allem ist natürlich die Kirche. Sie ist nicht so übermäßig verziert und bemalt, wie so mache Kirche, die ich besichtigt habe. Aber auch hier besticht das gesamte Erscheinungsbild. Wie immer geben auch hier die Bilder nicht wieder, was das Auge wahrnimmt.
Hier stand ein großer Spiegel für Selvies
Legonachbildung
Das Innere der Kirche
Aber ich möchte ja noch weiter und laufe durch die Stadt an vielen Geschäften vorbei, die hauptsächlich Produkte aus Wein und Marillen anbieten. Die Preise sind im oberen Niveau, weil auch hier die Kreuzfahrtschiffe anlegen und gut betuchte Passagiere abladen, die aus aller Herren Länder kommen. Anders als gewohnt, sind hier aber kaum Menschen aus Asien dabei. Vielleicht liegt es ja noch an der Pandemie, dass die Menschen noch nicht so reisefreudig sind.
Aufgänge zur Altstadt
Altes Rathaus mit Standesamt
Ich fahre dann weiter Richtung Krems und finde am Wegesrand einen kleinen Anbieter von Marillen-Produkten. Hier halte ich an und komme ein wenig ins Gespräch mit dem netten, älteren Herrn am Verkaufsstand. Er erzählt mir, dass es etwa 800 Marillenbäume besitzt und er bestätigt auch das, was ich im Frühjahr gelesen habe. Speziell in der Wachau hat ein später Frost den Blüten zugesetzt. Etwa 80 % der Blüten wäre erfroren. Auf der gegenüber liegenden Donauseite, wo die Sonne nicht so früh im Jahr scheint, sind es teilweise sogar 100 % Verlust. Das ist natürlich sehr bitter.
Aber ich erfahre nun, dass die Haupterntezeit erst Mitte Juli ist. Hier erwerbe ich eine Flasche Likör und ein Glas Marmelade. Auch nicht ganz billig, aber auch hier muss schließlich gewirtschaftet werden. Aber der freundliche Herr gibt mir noch einen tollen Tipp. Ich möge doch sofort die Donauseite wechseln und drüben den Schildern zum Stift Göttweig folgen. Von dort hätte man eine schöne Aussicht auf die Gegend. Ich bedanke mich dafür und folge dem Ratschlag.
Das Stift Göttwig liegt toll auf dem Berg
Ich werde nicht enttäuscht. Das Stift liegt malerisch auf einem Berg. Ich fahre hoch und stelle meinen Roller ab. Ich folge den Hinweisen und erreiche den Innenhof. Ich begebe mich gleich zur Kirche und bin erstaunt, dass niemand die Hand aufhält. Auch hier ist die Kirche mehr als beeindruckend. Decken und Wände sind in einem zarten Blau und Rosa gehalten und der Innenraum besticht durch den glanzvollen Hochaltar und die tolle Orgel. Die hier lebenden Benediktinermönche halten die Gebäude sehr gut in Schuss.
Mächtige Türme der Kirche
Sehr schöner Innenraum mit Hochaltar und Orgel
Wunderschöne Aussicht auf Krems und das Umland
Auch hier ist eine Schule Bestandteil der Räumlichkeiten und ich werde auch durch Teile der Klosterräumlichkeiten geführt. Ich erreicht die Pforte und davor gibt es ein tolles Restaurant und eine schöne Terrasse, von der man den versprochenen Ausblick hat. Ich bin beeindruckt und genieße die Aussicht auf Krems und die Donau. Dann mache ich mich aber auf den Rückweg und komme wieder durch teilweise sehr alte Orte. Zurück am Platz gibt es ein verspätetes Mittagessen und dann genießen wir noch die Sonne. Morgen geht es für uns weiter.
Tag 69 - Montag, 26.06.2023
Ein heißer Tag bricht an und wir wollen heute weiter. Unser Ziel ist der Stadtcamping in Linz. Es sind bis da knapp 90 Kilometer, die wir komplett. über die Autobahn fahren. Es ist reichlich LKW-Verkehr, der uns aber nicht aufhält, da die schneller fahren wie wir und die Bahn hat drei Spuren. Also werden wir regelmäßig überholt. Wir kommen problemlos an unser Ziel und wir erhalten vernünftige Parzellen. Der Platz liegt weit außerhalb der Stadt am schönen Pichlinger See und der ist auch gut besucht.
Es sind über 30 Grad und ohne Markise ist das nicht auszuhalten. Leider ist der Platz recht unruhig und die nahe Autobahn ist gut zu hören. Für unseren Hund ist es hier nicht so schön, da wir nicht mit ihm an den See dürfen und ich über Parkplätze mit ihm laufen muss. Wir beschließen daher, schon übermorgen weiter zu fahren, da der Platz auch sehr teuer ist. Es sind halt schon Ferien.
Tag 70 - Dienstag, 27.06.2023
Heute ist es draußen angenehm und längst nicht mehr so heiß. Wir haben vor, schon morgen weiter zu fahren, da es uns hier nicht sonderlich gut gefällt. Die Geräuschkulisse der nahen Autobahn stört sehr und auf dem Platz laufen Gestalten rum, das ist uns nicht geheuer. Nach dem Frühstück schnappe ich mir mein Rad und fahre zum nächsten Discounter. Ein paar Lebensmittel fehlen uns noch.
Ich möchte heute die Gelegenheit nutzen und mir den Stift St. Florian ansehen. Der gleichnamige Ort liegt etwa 6 Kilometer von hier entfernt und ist leicht mit dem Rad zu erreichen. Da wir heute Abend zum Grillen eingeladen sind, entfällt mein Mittagessen und ich will mir unterwegs etwas beim Bäcker holen. Ich fahre also los und nehme eine schöne Strecke über Land. Ich erreiche den Ort und finde den Bäcker geschlossen. Eine schöne Konditorei hat heute Ruhetag. Na bravo!!
Historischer Marktplatz mit schöner Konditorei
Ich gehe dann zum Stift und stelle mein Rad ab. Ich habe vor, mir ein kleines Orgelkonzert anzuhören, welches hier täglich angeboten wird. Da ich bis dahin noch Zeit habe, schaue ich mir die Kirche vorab an. Wie ich schon erwartet habe, ist auch diese Kirche fantastisch ausgestattet. Besonders beeindruckend ist hier die Deckenmalerei. Ein Highlight ist die alte Brucknerorgel, auf die der Komponist Anton Bruckner selber gespielt hat. Nach seinem Tod wurde er unter seiner Orgel in der Krypta beigesetzt.
Das Stift St. Florian, der hier um etwa 400 nach Christus den Märtyrertod starb und an der Stelle der Kirche beigesetzt wurde.

Unter seiner Orgel wurde Anton Bruckner beigesetzt
Ich gehe danach zum Ticketshop und möchte mir eine Eintrittskarte für das kleine Konzert besorgen. Die nette Dame hinter dem Tresen sagt mir, dass das Konzert täglich stattfindet, außer Dienstags und Samstags. Na bravo!!! Na wenigstens habe ich mir die Kirche angesehen. Ich fahre dann zurück und mache einen kleinen Umweg. Ich besorge uns etwas zum Kaffee und fahre zurück zum Platz. Wir trinken dann Kaffee und essen eine kleine Leckerei.
Sehr lecker
Am Abend sind wir dann bei unseren Mitfahrern zum Grillen eingeladen. Wir essen und plaudern über die letzten Wochen und was wir alles erlebt haben. Morgen geht es für uns zurück nach Deutschland. Damit schließt sich der Kreis und wir wollen noch ein paar Tage in Bernau am Chiemsee verbringen.
Tag 71 - Mittwoch, 28.06.2023
Heute ist wieder Aufbruchstimmung bei uns und wir verlassen den Platz so gegen 10 Uhr. Nach dem Tanken fahren wir auf die Autobahn Richtung Salzburg. Die heutige Strecke beträgt etwa 195 Kilometer in gut zwei Stunden. Unser Ziel ist der Stellplatz in Bernau, der schon auf unserer Hinreise Etappenziel war. Wir wollen hier noch ein paar Tage bleiben und uns dann von unseren Mitfahrern verabschieden, die von dort aus ihre Heimreise antreten.
Wir kommen gut durch und erreichen den Platz, der schon zur frühen Tageszeit gefüllt ist. Wir bekommen so gerade noch zwei Plätze für unsere großen Wohnmobile. Nach kurzer Zeit ist der Platz ausgebucht und es kommen noch einige Wohnmobile an, die aber leider weiterfahren müssen. Wir richten uns ein und da die Mittagszeit schon vorbei ist, besorge ich uns etwas Leckeres vom Bäcker. Das Wetter ist sonnig und warm und so können wir uns gut draußen aufhalten.
Da hat der kleine Mähroboter aber viel zu tun
Hier können wir auch angehängt stehen bleiben
Ich gehe dann mit Ellie eine große Runde und ich bin erstaunt, dass sie alles so schnell wieder erkennt. Sogar ihre Trinkstelle im Bach findet sie sofort. Das ist auch für sie hier viel besser, als auf unseren letzten Plätzen, wo wir nicht so gut mit dem Hund laufen konnten. Am Nachmittag gehen wir zum nahen Penny und kaufen einige Lebensmittel für die nächsten Tage ein. Das Abendbrot nehmen wir noch draußen ein und erst um kurz nach 21 Uhr gehe ich auch rein, da es kühl wird. Die Nacht wird recht frisch und so können wir gut schlafen.
Tag 72 - Donnerstag, 29.06.2023
Heute ist es nochmal sehr warm und wir packen unsere Markise schon zum Frühstück raus. So läßt es sich aushalten. Es ist Markttag im Ort und wir wollen uns da mal umschauen. Wir spazieren gemütlich hin und finden tatsächlich sechs Markstände vor. Sehr hübsch, aber nichts für uns dabei. In der Apotheke bestellen wir ein Medikament und gehen weiter zum Edeka. Ich habe ja in der Wachau einen Marillenlikör gekauft, aber Schnapspinchen haben wir keine. Im Edeka finden wir welche und noch ein paar Kleinigkeiten. Auch ein Päckchen Götterspeise nehmen wir mit, was es in ganz Österreich nicht zu kaufen gibt.
Spaziergang durch die Felder und Wiesen bei Bernau
Wir gehen danach gemütlich durch den Kurpark zurück und ich drehe mit Ellie eine große Runde durch die angrenzenden Felder. Es ist zwar sehr warm, aber ein kühlender Wind weht und so ist es gut auszuhalten. Nach dem Mittagessen will ich mit dem Roller los. Im Nachbarort gibt es einen Fressnapf, wo ich ein paar Leckereien für den Hund kaufe. Dann mache ich mich auf den schönen Weg Richtung Kössen (Österreich). Ich wähle eine Strecke, die ich bisher noch nicht gefahren bin. Sie ist landschaftlich sehr schön und vor allem nicht überlaufen.
Am Walchsee vorbei geht es Richtung Niederndorf. Vorher biege ich aber ab und es geht hinauf auf den Niederndorfer Berg. Ich möchte zu dem Bauernhof, wo ich schon vor über 60 Jahren mit meinen Eltern Urlaub gemacht habe. Mit einem Teil der Familie pflegen wir immer noch engen Kontakt und wenn wir mal in der Nähe sind, besuchen wir uns. Mit den Kindern, die jetzt noch dort wohnen, habe ich früher viel gespielt. Der älteste Sohn betreibt nun den Bauernhof und ich treffe ihn und seine Frau an.
Lange unterhalte ich mich mit den Beiden. Ihn kenne ich schon von Kindesbeinen an.
Ausblick über das Inntag bis zu den Zillertaler Alpen
Sie haben gerade etwas Zeit und ich werde zu einem Kaffee eingeladen. Wir tauschen Erinnerungen aus und sprechen auch viel über die jetzige Zeit, die gerade viel zu schnell vorbei geht. Ich verabschiede mich von Ihnen und mache noch ein Foto vom schönen Inntal. vor hier oben hat man einen tollen Ausblick, bis weit zu den Zillertaler Alpen, die heute leider im Dunst des heißen Tages liegen. Dann mache ich mich auf den Rückweg über Aschau zurück nach Bernau.
Schloss Hohenaschau
Den Tag lassen wir bei einem Abendessen ausklingen und ich gehe noch eine Runde mit Ellie. Das Wetter soll morgen schlechter werden und so packen wir alles in die Heckgarage.
Ausblick auf den Hochgern. Vor zwei Monaten war der oben herum noch mit Schnee bedeckt.
Tag 73 - Freitag, 30.06.2023
Das Wetter heute soll unbeständig werden. Erste Anzeichen sind auf dem Regenradar zu sehen. Es ist aber noch eher trocken und nur ab und an fallen ein paar wenige Tropfen. Wir frühstücken im Wohnmobil und gehen anschließend in den Ort. Regenjacke und Schirm sind dabei, werden aber nicht gebraucht. Es sieht zwar immer so aus, es regnet aber nicht. Eine längere Gassirunde breche ich ab, da es wieder zur regnen beginnt. Aber auch da regnet es nicht wirklich, die Runde hätte ich gut gehen können.
Nach dem Mittagessen machen wir eine Pause und ich nutze das unbeständige Wetter für ein Mittagsschläfchen. Das tut auch mal ganz gut. Ich gehe später noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und löse endlich mal die gesammelten Pfandflaschen ein, die wir schon seit Wochen mitschleppen. In Italien gibt es kein Pfandsystem und in Österreich nicht auf Plastikflaschen. Deutsche Pfandflaschen kann man daher nicht im Ausland einlösen.
Der Tag plätschert so dahin und wir machen mal eher nix. Morgen soll es später besser werden und bis dahin warten wir es einfach ab.
Tag 74 - Samstag, 01.07.2023
In der Nacht hat es angefangen heftig zu regnen und auch am Morgen, als ich Brötchen holen gehe, schüttet es heftig. Noch vor unserem Frühstück verlassen uns unsere Mitfahrer und treten die Heimreise an. 9 1/2 Wochen sind wir zusammen unterwegs gewesen und haben fast immer nebeneinander gestanden. Bei dem Regen fällt die Verabschiedung kurz aus und die zwei fahren los. Wir hingegen frühstücken lange, denn was soll man schon draußen machen.
Gegen 11 Uhr hört der Regen auf und ich gehe mit Ellie eine größere Runde und bin sehr überrascht, wie voll der kleine Bach geworden ist. Gestern noch hatte er gerade einmal 10 cm Wasserstand und heute geht es in Richtung einen Meter und die Strömung ist heftig. Anschließend gehe ich in den Ort zum Edeka und kaufe einen Tortenboden. Darauf kommen Erdbeeren für mich und Blaubeeren für meine Frau. Beides aus biologischem Anbau und schweineteuer. Etwas anderes war leider nicht im Angebot, aber man gönnt sich ja sonst nichts.
Der kleine Bach ist um ein vielfaches angewachsen
Ab Mittag ist es wieder sonnig und warm und die Natur hat sich auf den Regen gefreut
Zurück am Platz gibt es, nach einer kleinen Pause Mittagessen und danach eine längere Pause. Zur Kaffeezeit gönnen wir uns dann den Leckeren Boden mit viel Sahne. Da lange ich doch mal so richtig zu und vernasche drei Stücke. Da verzichte ich lieber auf ein Abendbrot!!! Anschließend stelle ich Stühle raus, denn es ist sonnig und warm geworden. Ich gehe dann mit Ellie nochmal eine große Runde und erst gegen 20 Uhr 30 gehen wir rein. Morgen geht es für uns weiter.
Tag 75 - Sonntag, 02.07.2023
Heute geht es für uns weiter und wir machen uns fertig. Das Wetter ist sehr bedeckt und die Berge sind verhüllt. Nach dem Frühstück gehe ich unseren Aufenthalt bezahlen und für die vier Nächte muss ich 104,-- Euro berappen. Das sind dann 26,-- Euro pro Tag mit Allem. Wir sind dann auch startklar und nach der Entsorgung fahren wir los. Unser heutiges Ziel ist der Wallberg Campingplatz am Tegernsee. Für die knapp 70 Kilometer brauchen wir gut eine Stunde und wir kommen problemlos ans Ziel. Am See ist der Teufel los. Ein Triathlon-Wettbewerb hält den Verkehr stark auf. Das betrifft aber nur den Gegenverkehr.

Eigentlich wollten wir keine Campingplätze mehr anfahren, da es jetzt in der Hauptsaison doch sehr teuer geworden ist. Aber ich habe einen Wunsch und den möchte ich mir morgen erfüllen. Wir haben daher nur für zwei Nächte gebucht und müssen wohl über 40,--Euro pro Tag bezahlen. Wir bekommen aber einen ruhigen Wiesenplatz im hinteren Bereich an eine Weide und an einen Wald angrenzend. Wir stellen uns auf und ich stelle Tisch und Stühle auf. Da es schon nach 14 Uhr ist, lassen wir das Mittagessen sausen und essen anstelle leckeren Obstboden mit Sahne von gestern.
Unser Stellplatz für die nächsten zwei Tage
Der Wallberg ist der Hausberg am Tegernsee
Zum Nachmittag gehe ich mit Ellie eine größere Gassirunde zum See. Dort finden wir einen Hundestrand und schauen uns etwas um. Leider ist der weitere Zugang zum See nicht für Hunde zugelassen. Das angrenzende Wohngebiet bietet noble Villen mit teuren Autos davor. In dem Bereich ist der Zugang zum See grundsätzlich nicht möglich. Die Herrschaften wollen unter sich bleiben. Ich gehe daher den gleichen Weg wieder zurück und bin nach etwa 3,7 Kilometern wieder am Platz. Das Wetter hat sich langsam gebessert und die Sonne gewinnt die Oberhand.
Der Tegernsee
Blick Richtung Ort Tegernsee
Schloss Ringberg, praktisch über unseren Köpfen am Campingplatz
Für Morgen habe ich um 10 Uhr 30 einen Termin im Segelzentrum von Bad Wiessee. Hier möchte ich mir ein aufblasbares Segelboot ansehen, für das ich mich schon lange interessiere. Da ich meine Gleitschirmfliegerei aufgeben möchte, suche ich nach einer Alternative, die auch mit Wind und Natur zu tun hat. Ich bin schon sehr gespannt. Wir sitzen noch etwas vor dem Wohnmobil, bis es uns zu kühl wird und wir wechseln nach Innen.
Tag 76 - Montag, 03.07.2023
Der Tag beginnt bedeckt, aber trocken. Ich habe heute einen Termin im Segelzentrum Bad Wiessee und deshalb mache ich mich nach dem Frühstück auf den Weg. Ich bin pünktlich und treffe meinen Ansprechpartner. Ich werde freundlich empfangen und aufgeklärt. Danach geht er mit mir zum See und zeigt mir das Segelboot. Es liegt bereits aufgebaut auf der Wiese. Er zeigt mir die Besonderheiten bei diesem Boot und bietet mir einen kostenlosen Test an. Gerade ist nicht viel los und ob das Boot hier steht oder schwimmt, wäre ihm egal.
Ich überlege kurz und entscheide mich dafür. Ich habe passende Kleidung von meinem Paddelboard dabei und ziehe mich um. Man hilft mir, das Boot ins Wasser zu lassen. Ein kurze Einweisung genügt und es geht los. Da ich vor vielen Jahren einen Surfschein gemacht habe, bin ich nicht ganz unerfahren. Ich komme schnell zurecht und es macht viel Spaß. Etwas weiter auf dem See ist es etwas windiger und hier komme ich wirklich schnell voran. Es ist eigentlich genauso, wie ich es auf vielen Filmen gesehen habe.
Nach einer knappen Stunde steuere ich das Boot zurück in den Hafen und bin begeistert. Ich bedanke mich für die freundliche Beratung und das Testangebot. Ich verabschiede mich und ich denke, dass ich eine gute Alternative zum Gleitschirmfliegen gefunden habe. Nun muss ich sparen, damit ich mir den Luxus leisten kann, denn das Boot soll etwa 6.000,-- Euro kosten. Es ist aufblasbar und passt in zwei Taschen, die etwa je 26 Kilo wiegen.
Ich fahre zurück und gehe anschließend einkaufen. Nach dem Mittagessen machen wir eine Pause und ich schaue mir die Gleitschirmflieger an, die vom nahen Wallberg fliegen. Ein wenig neidisch bin ich schon, aber ich muss mich halt entscheiden. Später fahre ich noch etwas mit dem Roller und ich lande in Tegernsee. Hier schaue ich mich etwas um und gehe ein Stück am See entlang. Man merkt schon, dass die Urlaubssaison begonnen hat. Es ist überall gut besucht. Dann fahre ich wieder zurück und wir packen alles wieder ein, da es morgen für uns schon wieder weiter geht.
Blick über den See
Pfarrkirche St. Quirinus Tegernsee mit Kloster
Tag 77 - Dienstag, 04.07.2023
Das Wetter gestaltet sich heute wenig spektakulär. Es ist bedeckt, aber die Sonne schaut auch mal vorbei. Wir wollen wieder weiter und daher machen wir uns startklar. Ich gehe zur Anmeldung und zahle unseren Aufenthalt. Der Tag kostet 35,-- Euro plus etwa 4,-- Euro Strom. Wir sind dann auch schnell fertig und verlassen den Platz. Wir fahren am See vorbei und später in Richtung Bad Tölz. Unser heutiges Ziel ist der Stellplatz an der Alpspitzbahn in Nesselwang. Den kennen wir schon von vielen früheren Besuchen und den steuern wir immer wieder gerne an.

Es sind etwa 119 km die wir problemlos über Landstraße abspulen. Wir können von unterwegs über eine Webcam den Stellplatz einsehen. So sehen wir immer, wie der Stellplatz belegt ist. Wir erreichen unser Ziel und finden einen schönen Platz mit dem Heck zu einer Rasenfläche. Hier können wir unseren Anhänger abstellen. Die Parzellen sind nicht sehr breit, bieten aber genug Raum, um Tisch und Stühle zu stellen. Da wir rückwärts eingeparkt haben, bietet unser Wohnmobil Schatten.
Der Stellplatz in Nesselwang ist nicht sehr voll
Ein schönes Plätzchen im Grünen
Erste Gassirunde mit Ellie
Wir essen dann zu Mittag und gehen anschließend in den Ort, um in der Touristeninfo unseren Aufenthalt zu bezahlen und unsere Gästekarten aufzuladen. Wir wollen eine Woche bleiben, damit wir mal wieder etwas länger an Ort und Stelle bleiben. Danach gehen wir noch in die nahe Bäckerei und besorgen uns leckeren Kuchen, den wir dann zum Kaffee essen. Ich setze mich raus und unser Hund nimmt Kontakt mit unseren Nachbarn auf. Daraus ergibt sich eine lange Unterhaltung, die schließlich erst gegen 20 Uhr endet, weil es langsam kühl wird. Wir gehen dann rein und lassen den Tag ausklingen. Das angedrohte Gewitter ist abgesagt.
Tag 78 - Mittwoch, 05.07.2023
Wir haben heute Hochzeitstag und das Wetter ist eigentlich ganz gut. Wir frühstücken lange und später gehe ich in die Stadt. Nebenbei laufe ich noch zu einer Gärtnerei und besorge Blumen für meine Frau. Ich muss mich aber ein wenig beeilen, denn es wird windig und eine Regenfront kündigt sich an. Viel länger hätte ich nicht warten dürfen, denn kurz nach meiner Ankunft am Wohnmobil beginnt es zu regnen. Es wird kurzzeitig recht heftig und unsere Ellie hat schon wieder schiss.
Blick Richtung Füssen und die Zugspitze
Der nächste Regen ist nicht mehr weit
In einer Regenpause besorge ich uns in der nahegelegenen Pizzeria eine leckere Pizza. Wir wollen nicht viel essen, da wir heute Abend essen gehen wollen. So teilen wir uns eine und das reicht uns. Nachdem es wieder trocken geworden ist, gehe ich mit Ellie zum Wasserfall, der etwas oberhalb unseres Platzes im Wald liegt. Die einfache Strecke ist etwa 1,2 Kilometer und das schafft man gemütlich, ohne sich groß anzustrengen. Ellie hat Spaß und obwohl sie wasserscheu ist, geht sie kurz zum trinken in den Bach. Ich glaube sie hat sich einfach kurz vertan.
Die Treppen sind nichts für Hunde
Schöner Wasserfall
Beim Trinken stand sie auf einmal im Wasser!!
Am Wasserfall kehre ich um, da der Weg nun über eine sehr steile Treppe führt, die ich mit dem Hund nicht gehen kann. Die Stufen bestehen aus Metallrosten, über den kaum ein Hund gehen möchte. Aber weiter wollen wir auch nicht und gehen den gleichen Weg wieder zurück. Kurz darauf beginnt es wieder zu regnen und wir müssen feststellen, dass wir für ein opulentes Abendessen keinen Hunger haben. Wir verschieben das auf einen anderen Tag.
Sieht fast wie im Urwald aus
Am Abend erfreut uns noch ein Regenbogen
Nach dem nächsten Regenschauer gehe ich nochmal in den Ort zum Aldi und hole etwas zum Abendessen. Aber irgendwie will bei mir kein Hunger aufkommen und lasse das Abendessen aus. Ab Morgen soll es trocken werden und die nächsten Tage auch wieder sonnig uns sehr warm.
Tag 79 - Donnerstag, 06.07.2023
Der Tag heute wird wieder etwas besser. Es soll trocken bleiben und die Temperaturen sollen sich bei 21 - 22 Grad bewegen. Das ist eigentlich gut zum Wandern. So möchte ich nach dem Frühstück mit Ellie auf den Berg. Ich gehe also los und nehme den Kreuzweg, der rauf bis zur Kapelle Maria Trost führt. Der Weg ist interessant und nicht so langweilig, wie der Fahrweg. Aber dafür geht es über Stock und Stein steil nach oben. Für Ellie gibt es genügend Stellen, wo sie aus einem Bach trinken kann.
Der steile Kreuzweg
Die Kapelle Maria Trost
Zwischendurch habe ich schöne Aussichten
An der Kapelle auf 1.122 Metern machen wir eine kleine Pause und gehen dann weiter in Richtung Alpspitze. Es geht ein Stück den langweiligen Fahrweg entlang, bis ich auf eine Abkürzung treffe. Der Weg wird als Wurzelpfad bezeichnet und der hat es auch in sich. Es geht wirklich teilweise komplett über Wurzelwerk. Er ist anstrengend und ab und an müssen wir eine Pause einlegen. Aber so kommen wir direkt oben im Bereich der Bergstation der Alpspitzbahn an. Von hier geht es nochmal recht steil hoch zur Alpsitze. Das will ich mir aber nicht mehr antun.
Der Wurzelpfad hat seinen Namen zurecht
Und wieder eine schöne Aussicht
Stützpunkt von Alpspitzkick
Blick zur Alpspitze
Die Bergstation liegt auf etwa 1.400 Meter und der Höhenunterschied liegt bei etwa 550 Meter. Unterwegs haben wir die Menschen gesehen, die mit dem Alpspitzkick ins Tal rasen. Ganz schön verrückt. Wir machen uns dann wieder auf den Rückweg. Wir wählen dann die kürzere Variante in Richtung Mittelstation. Wir kommen auch an dem Wegpunkt vorbei, wo über uns die Gondeln der Alpspitzbahn schweben. Ellie hat das wohl noch nie gesehen und ist entsprechend aufgeregt. Ängstlich könnte ich da eher sagen.
Mittelstation der Alpspitzbahn
Kühe im Weg
Blick ins Tal
Wir erreichen dann die Mittelstation und stehen vor einer Absperrung, hinter der etwa 50 Jungkühe auf uns warten. Da kann ich mit Ellie nicht durch. Wir suchen uns einen Weg und müssen unter einen Elektrozaun kriechen. Dann stellen wir fest, das der weitere Rückweg wieder durch die Kühe gehen soll. Das geht ja garnicht. Ich finde eine andere Variante für den Rückweg und der landet, wie könnte es anders sein, auf einer Kuhweide. Wir laufen dann querfeldein und müssen noch einen Zaun überwinden. Dann landen wir endlich wieder bei unserem Wohnmobil.
Nach dem Mittagessen setzen wir uns raus in den Schatten unseres Wohnmobils. Dort trinken wir auch Kaffee und genießen die Zeit auf unseren Stühlen. Am späten Nachmittag gesellen sich auch unsere Nachbarn dazu und wir quatschen bis in den Abend. Erst um 21 Uhr 30 gehen wir rein, auch weil es uns zu kühl wird.
Tag 80 - Freitag, 07.07.2023
Heute wird es sehr warm und den Vormittag verbringen wir erstmal am Wohnmobil und ich fülle den Wassertank auf. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Pause mache ich mit dem Roller eine Tour durch die Landschaft des Allgäus. Ich fahre zuerst nach Pfronten und schaue mir den dortigen Stellplatz an, auf dem wir im Winter gestanden haben. Der ist voll und dort hätten wir wohl keine Möglichkeit gehabt. Weiter geht mein Weg zur Pfrontener Käsealp, wo wir schon öfter leckeren Bergkäse gekauft haben.
Ich halte dort an und kaufe uns ein Stück "Almsünde", eine Sorte, die uns in den letzten Jahren immer sehr gut geschmeckt haben. Danach fahre ich in Richtung Tannheimer Tal. In Tannheim mache in einen Stop und schaue mir kurz den Gleitschirm-Landeplatz an, auf dem ich schon öfters gelandet bin. Aber ich reiße mich schnell los und fahre weiter nach Oberjoch. Hier fahre ich bis zum Aussichtspunkt am Oberjochpass und schaue mich um. Es gibt hier einen tollen Ausblick in Richtung Bad Hindelang.
Blick auf Pfronten Ried und den Breitenberg
Aggenstein Richtung Tannheimer Tal
Neunerköpfle in Tannheim. Von da oben bin ich schon oft geflogen
Blick auf den Oberjochpass und nach Bad Hindelang
Blick Richtung Nebelhorn
Nesselwang
Dann bringt mich meine Tour über die Enklave Jungholz wieder zurück nach Nesselwang, wo ich uns jeweils ein Stück Kuchen besorge. Das lassen wir uns danach schmecken. Den Tag lassen wir bei bestem Wetter ausklingen.
Bis zum Abend blauer Himmel
Tag 81 - Samstag, 08.07.2023
Der Tag beginnt bedeckt, aber sehr warm und ich besorge noch ein paar Kannen Frischwasser. Anschließend gehen wir in den nahen Aldi und kaufen einige Lebensmittel ein. Nach einer Pause essen wir zu Mittag und ich möchte mit dem Roller zum Attlesee, der etwa fünf Kilometer vom Platz entfernt ist. Der See liegt zwischen kleinen Hügeln eingebettet im Alpenvorland. Es ist ein Moorsee, der schon zum Ende der letzten Eiszeit entstanden ist.
Ich parke den Roller oben auf einem Parkplatz, der auch zu einem Golfplatz gehört und laufe ca. 500 Meter runter zum See. Das Gewässer wird nicht bewirtschaftet und kostet somit keinen Eintritt. Im Bereich des Sees halten sich etwa 30 Badegäste auf und die Liegewiese bietet noch genügend Platz. Ich gehe gleich ins Wasser, das erfrischend aber nicht kalt ist. Durch den moorigen Untergrund ist das Wasser seidenweich und sehr angenehm. Ich schwimme ein paar Runden, lege mich dann auf mein Handtuch und schaue mir das Panorama der Berge im Hintergrund an.
Der Attlesee liegt wunderschön vor den Bergen und hat ein tolles Wasser
Ich gehe dann nochmal ins Wasser und versuche anschließend trocken zu werden. Das klappt nicht und ich muss doch das kleine Badehaus aufsuchen, wo man sich umziehen kann. Es gibt nur einen Raum für Männlein und Weiblein, aber es reicht für den Zweck. Dann gehe ich zum Roller zurück und fahre in den Ort. Ich steuere nochmal den Aldi an und hole ein paar Getränke, die wir morgens nicht schleppen wollten. Mit dem Roller ist das kein Problem.
Zurück am Platz gibt es Kaffee und Kuchen und wir setzen uns in den Schatten. Nach dem Abendessen gehe ich mit Ellie nochmal zum Wasserfall und anschließend toben wir noch etwas auf einer großen, abgemähten Wiese. Dann gehen wir zurück und Ellie ist Müde.
Der Wasserfall ist etwa 90 Meter hoch und führt zur Zeit nicht viel Wasser
Tag 82 - Sonntag, 09.07.2023
Heute soll ein sehr heißer Tag werden und so fühlt es sich am Morgen auch schon an. Nach dem Frühstück ist es schon zu warm und am späten Vormittag setze ich mich auf den Roller und fahre zum Weißensee. Da habe ich vor einigen Jahren schon einmal gebadet. Die Badestelle dort ist auch ohne einen Eintritt zu benutzen und hat auch einen Kiosk mit leckeren Sachen. Ich lasse die kurze Hose an, was eigentlich nicht richtig ist und fahre vorsichtig und nicht zu schnell.
Schon von Weitem erkennt man, dass es heute am Sonntag voll zu werden scheint. Und so ist es auch!! Die große Liegewiese ist schon sehr voll, nur im Wasser ist noch Platz. Ich suche mir ein Plätzchen und gehe gleich ins Wasser, welches um einige Grade kälter ist, als gestern der Attlesee. Das liegt wohl daran, dass der Weißensee deutlich größer und wohl auch tiefer ist. Im Süden wird er von einem kleinen Berg begrenzt, der sicher auch Schatten wirft. Auch gibt es hier einige kleinere Zuläufe, die frisches und kalten Wasser mitführen.
Badestelle am Weißensee
Der Weißensee und der Säuling bei Füssen im Hintergrund
Aber für eine Abkühlung ist es gerade richtig. Ich brauche zwar etwas länger, um rein zu gehen, dann ist es aber sehr erfrischend. Ich bleibe nicht lange drin und hocke mich danach auf mein Handtuch. Nachdem ich einige Zeit dem Treiben zugeschaut habe, suche ich eine Umkleidemöglichkeit. Die finde ich nicht, aber es gibt eine öffentliche Toilette. Da klappt es mit dem Umziehen auch. Ich fahre dann wieder zurück und wollte eigentlich noch zum Attlesee. Aber es ist Mittagszeit und ich fahre zum Platz zurück. Nach dem Essen setze ich ich mich in den Schatten vor das Wohnmobil, kühl ist es aber nicht.
Später wechsele ich, wie auch schon einige Andere unter einen Baum auf der Wiese hinter unserem Wohnmobil. Hier geht der Wind und Schatten ist ja auch. Dort kann man es besser aushalten. Später gibt es noch ein Eis und wir schalten im Wohnmobil seit langem mal wieder die Klimaanlage ein. Wir sitzen dann bis etwa 20 Uhr draußen und ich gehe danach mit Ellie nochmal zum Wasserfall. Im Wald ist es schon recht kühl und da kann man es gut aushalten. Anschließend packen wir alles ein, denn wir wollen morgen weiter.
Füße ausstrecken im Schatten
Abendstimmung mit Blick auf die Zugspitze
Tag 83 - Montag, 10.07.2023
Der Tag beginnt stark bewölkt und nach unserem Frühstück beginnt es tatsächlich zu tröpfeln. Zu mehr langt es aber nicht und wir können trocken einpacken. Uns zieht es heute weiter und wir wollen nach Blaichach auf den Mobil-Camping Alpen-Rundblick. Den kennen wir schon von einem Besuch im letzten Winter. Für uns ist es wichtig, mal wieder zu waschen. Das geht dort ganz gut. Wir sind so gegen 10 Uhr fertig und fahren die recht kurze Strecke von etwa 30 Kilometer.
Um kurz vor 11 sind wir schon am Ziel und stellen uns auf. Platz für den Anhänger haben wir auch. Wir melden uns an und zahlen etwa 20,-- Euro pro Tag. Wasser und Strom sind darin nicht enthalten. Der Strom kostet 0,70 Euro pro KWh. Das Wetter wird deutlich besser und es ist bald wolkenlos und sehr heiß. Wir können bei dem guten Wetter auf unsere eigene Stromerzeugung setzen. Das Wohnmobil bringt uns den Schatten, doch die Hitze macht uns trotzdem zu schaffen.
Der kleine Ort Blaichach unterhalb der Mittagspitze
Unser Platz auf dem Mobil-Camping
Nach einem bescheidenen Mittagessen mache ich mich mit dem Roller auf den Weg zum nächsten Supermarkt. Viel kaufe ich nicht ein, aber Eis ist auch dabei. Das genießen wir anschließend. Neben uns steht auch ein Ehepaar aus der Carthago-Fan-Gruppe, mit denen wir uns angeregt unterhalten. Erst spät am Abend wird es langsam angenehmer und wir gehen erst gegen 21 Uhr 30 rein. Morgen soll es noch wärmer werden!!!!
Tag 84 - Dienstag, 11.07.2023
Heute ist es draußen wie drinnen kaum auszuhalten. Das Thermometer zeigt mehr als 30 Grad. Es geht ein leichter Wind, der es allerdings auch nicht erträglicher macht. Trotz der Hitze will ich heute mit dem Roller los. Mit dem dicken Klamotten darf man nicht stehen bleiben. Besser ist, man fährt zügig, dann geht es. Ich möchte über den Riedbergpass nach Grasgehren und nach Balderschwang. Hinter Obermaiselstein geht es den Pass hoch. Es sind stellenweise 16 % Steigung und eine Kurve nach der anderen.
Ich erreiche die Passhöhe von über 1.400 Meter und biege kurz ab zum Skigebiet Grasgehren. Hier ist natürlich nicht viel los. Im Winter jedoch ist es ein Schneeloch und es gibt schon früh im Jahr Schnee, der auch lange bis ins Frühjahr liegen bleibt. Ich fahre dann runter nach Balderschwang. Ich schaue mir die Hochschelpenbahn an und den kleinen Ort, der im Sommer aber wie ausgestorben scheint. Im Winter allerdings steppt hier der Bär. Mit 1.044 Meter Seehöhe ist es die Gemeinde mit dem am höchsten gelegenen Ortskern Deutschlands und die zweitkleinste Gemeinde Bayerns.
Das Balderschwanger Tal
Die Berge Richtung Oberstdorf
Ich schaue mir auch noch den Wohnmobilstellplatz am Schwabenhof an. Der ist nicht sehr ansehnlich, mit schiefen Parzellen, die wohl nur von kleineren Wohnmobilen anzufahren sind. Da passen wir mit unserem Mobil sicher nicht hin. Eigentlich schade, weil es ein schönes Hochtal ist und man im Winter sehr gut Langlaufen kann, da der Ort sehr schneesicher ist. Ich nehme dann wieder den Rückweg über den Pass in Angriff, der bei Bikern sehr gefragt ist. Unten in Obermaiselstein schaue ich mir noch den dortigen Stellplatz an, auf dem wir vor vielen Jahren schon mal gestanden haben. Schön ist auch der nicht.
Stellplatz in Balderschwang
Auf dem Rückweg nach Blaichach fahre ich über Bolsterlang und Oferschwang entlang und schaue mir die dortigen Skigebiete an. Es sind schöne Nebenstrecken, auf denen das Rollerfahren Spaß macht. Zurück am Platz gibt es Mittagessen und danach eine Pause. Nach der Pause fahre ich nochmal los. Ich möchte ins nahe Gunzesrieder Tal, oberhalb von Blaichach. Es ist ein schönes Tal mit einer bekannten Sennerei. Hier möchte ich für uns noch Bergkäse kaufen. Die Strecke ist mit dem Roller gut zu fahren und ich erreiche den kleinen Ort.
Ofterschwang mit dem Grünten im Hintergrund
Das Gunzesrieder Tal
Blick Richtung Oberstdorf
Das Tal der Iller mit Sonthofen, Burgberg im Hintergrund
Richtung Oberstdorf
Die Sennerei ist nicht zu übersehen und ich lasse mir ein großes Stück milden Käse einpacken. Es gibt hier auch allerlei Mitbringsel für Zuhause. Ich nehme dann für den Rückweg eine andere Strecke und besorge uns in Blaichach etwas Leckeres vom Bäcker. Den restlichen Tag verbringen wir schwitzend im Schatten.
Tag 85 - Mittwoch, 12.07.2023
Die Nacht war recht kurz, da wir erst gegen 0 Uhr 30 zur Ruhe gekommen sind. Es hat bis dahin stark geregnet, gedonnert und geblitzt. Sehr unangenehm war auch der stürmische Wind, bei dem das Wohnmobil ziemlich gewackelt hat. Wir sind froh, das der Sturm genau auf die Frontscheibe traf. sodass die Breitseite geschützt war. Aber es war schon heftig.
Aber die Nacht war kurz, denn kurz nach 6 Uhr weckt uns das nächste Unwetter. Wieder erwischt es uns mit Wucht und ich meine sogar, dass der Wind kurzzeitig noch stärker war, als letzte Nacht. Auch das Gewitter mit Starkregen war nicht von schlechten Eltern. Es hat uns noch während des Frühstücks begleitet, dann wurde es aber zusehends besser und bald schien auch wieder die Sonne. Das nutze ich aus und fahre mit dem Roller zum Discounter und kaufe hauptsächlich Getränke ein.
Da es nicht klar war, ob das Wetter hält, habe ich mich wieder auf den Roller gesetzt und wollte nach Oberstdorf. Ich bin dann über Nebenstraßen bis etwa fünf Kilometer vor Oberstdorf gekommen. Ich wollte auch weiterhin nicht über die Hauptstraße und orientierte mich daher auf dem Navi. Nebenbei habe ich auch den Himmel beobachtet und dabei festgestellt, dass es im Westen sehr düster wurde. Das Regenradar hat dann die Aufklärung geliefert, weil schon das nächste Gewitter im Anmarsch war.
Der Blick in den Himmel reicht mir, um gleich umzukehren
Ich wollte damit nichts zu tun haben und bin schweren Herzens umgekehrt. Ich habe dann etwa 15 Minuten vor dem Gewitter wieder den Platz erreicht und schnell noch den Roller abgedeckt. Es wurde aber dann doch nicht so schlimm und ich konnte kurz darauf noch mit Ellie eine Runde laufen. Nach dem Mittagessen machen wir eine Pause und das Wetter wurde nicht wirklich besser. Vor dem nächsten Regen haben wir den Roller wieder auf den Anhänger gepackt und befestigt.
Vor dem Kaffee gehen wir dann noch auf dem Platz duschen. Dass kostet uns jeweils 1,50 Euro und wir konnten damit unbegrenzte Zeit duschen. Das ist eigentlich sehr günstig und dafür brauchten wir nicht vorher noch Wasser auffüllen. Dann war Kaffeezeit und ich schaffe noch eine kleine Runde mit Ellie, bevor es wieder gewittert. Der Regen hält dann bis zum späten Abend an und es blitzt und donnert noch lange.
Tag 86 - Donnerstag, 13.07.2023
Der Tag beginnt regnerisch und es wird im Laufe des Frühstücks noch schlimmer. Es regnet wie aus Kübeln. Wir wollen heute weiter und packen ein. Ein paar Dinge müssen draußen erledigt werden und dabei werden wir ganz schön nass. Wir sind dann endlich fertig und müssen uns erst mal umziehen. Die Ent- und Versorgung verschieben wir auf den nächsten Stellplatz. Wir wollen heute bis Neu-Ulm fahren und da auf den Stellplatz am Donaubad.
Morgens im Regen
Die Donau
Unser Stellplatz
Dort waren wir schon auf dem Hinweg, da wir wissen, dass wir dort mit dem Anhänger stehen können. Ich habe gestern festgestellt, dass sich mein Roller der 1.000 Kilometer-Marke nähert. Das bedeutet eine kleine Inspektion und Ölwechsel, da der Roller ein Einfahröl hat. Ich finde auch in der Nähe einen Hondahändler und bekomme die Möglichkeit, ihn heute noch zu bringen, damit ich ihn Morgen wieder abholen kann.
Die Fahrt nach Ulm führt uns anfangs durch starken Regen, der aber bereits nach einigen Kilometern nachläßt. Dann wird es besser und in Ulm scheint auch gelegentlich die Sonne. Wir finden einen großen Stellplatz und stellen uns auf. Vorher fahren wir noch auf die Entsorgung, damit wir unser Abwasser loswerden. Wir stellen fest, dass sich die Preise erhöht haben. Wir haben letztens noch 15 -- Euro bezahlt und jetzt sind es 18,--. Strom kostet immer noch 1,-- Euro je KWh.
Nach dem Mittagessen bringe ich den Roller zum Händler, der knappe drei Kilometer entfernt ist. Zurück muss ich dann wohl zu Fuss. Ich finde aber noch einen Bäcker, bei dem ich etwas zum Kaffee besorge. Später gehen wir zum nahen Schwimmbad, wo man im dortigen Café Brötchen bestellen kann. Wir machen dann eine längere Pause und lassen uns den Kuchen schmecken. Am Nachmittag gehen wir mit Ellie an die Donau, für einen Spaziergang. Den Abend lassen wir am Wohnmobil ausklingen.
Relikt aus dem letzten Krieg, die Ludwigsvorfeste aus dem Jahr 1983
Ratiopharm-Arena für Veranstaltungen
Spaziergang an der Donau
Tag 87 - Freitag, 14.07.2023
Bevor es Morgen unerträglich heiß wird, möchte ich heute in die Stadt. Die kenne ich zwar von früheren Besuchen, aber es ist doch immer nett, durch die Altstadt zu bummeln und die Stadt zu besuchen. So mache ich mich am späten Vormittag auf den Fußweg in die Stadt. Die Strecke bis zum Platz vor dem Münster beträgt etwa 2,5 Kilometer. Der Weg führt mich immer an der Donau entlang und auch öfter im Schatten von Bäumen.
Für mich ist das alte Fischerviertel besonders attraktiv. Wirklich schöne alte Häuser durch die sich Bäche und Flüsschen winden. Alles sieht sehr malerisch aus. Dann gelange ich in die Stadt zum Münster. Es ist einfach ein überragendes Bauwerk, wenn man auf dem großen Platz davor steht. Natürlich gehe ich wieder rein und bestaune die innere Größe. Schon die Seitenschiffe haben Ausmaße, die schon für sich eine große Kirche ausmachen. Ganz toll sind auch die großen Fenster, die seit dem zweiten Weltkrieg nach und nach restauriert wurden.
Einblicke in das alte Fischerviertel
Ich schlendere danach noch etwas durch die Einkaufsstraßen rund um die imposante Kirche und gönne mir selbstverständlich ein Eis. Ich besorge noch eine Kleinigkeit für das Mittagessen und gehe langsam zum Platz zurück. Das Laufen auf Asphalt strengt ganz schön an und ich bin froh, meine Füße hoch zu legen. Ich muss mich noch etwas schonen, denn ich muss ja noch meinen Roller abholen. Da sind dann nochmal etwa 3,5 Kilometer Fußmarsch nötig.
Hauptportal des Münsters
Das ist nur das Seitenschiff
Das eigentliche Kirchenschiff bis zum Hauptaltar
Das Ulmer Rathaus
Wir trinken dann später noch Kaffee und ich mache mich auf den Weg zum Rollerhändler. Einen Moment muss ich noch warten und dann kann ich den Roller mitnehmen. Die Gelegenheit nutze ich danach noch, um für uns und den Hund etwas einzukaufen. Der Roller braucht auch noch etwas Stoff und so fahre ich schnell noch zur Tankstelle. Morgen sollen es etwa 35 Grad werden. Mal sehen, wie wir das bewältigen.
Tag 88 - Samstag, 15.07.2023
Heute wird wohl der bisher heißeste Tag, den wir in diesem Jahr erleben. Der Gedanke, ihn hier in Ulm zu verbringen, gefällt uns nicht. Der Platz ist schon so staubig und laut, durch die vielen Wohnmobile, die hier ein- und ausfahren. Auch sind hier einige Zeitgenossen, die ihre Kinder ohne Aufsicht spielen lassen. Selbst einen Hundehasser haben wir in der Nachbarschaft. Das sind für uns Gründe genug, schon heute den Platz zu verlassen. Erst ist schon früh am Tag ausgebucht und dennoch fahren dutzende Wohnmobile über den Platz, obwohl man Ihnen signalisiert, das alles belegt ist.

Auf dem Ausweichplatz nebenan standen heute Nacht über vierzig Wohnmobile, die natürlich noch bis spät in den Abend hinein über den Platz fahren. Und bei der Hitze ist an Schlafen nicht vor Mitternacht zu denken. Wir haben uns daher einen neuen Platz in Beuren angeschaut, der etwa 65 Kilometer entfernt ist. Er liegt am Rande der Schwäbischen Alb, unterhalb der Burg Hohenneuffen. In direkter Nachbarschaft ist die Panorama-Therme, zu dem auch der Platz gehört.
Der schön angelegte Platz in Beuren
Die Burg Hohenneuffen im Blick
Der Stellplatz bietet Parzellen für 58 Wohnmobile, wovon 16 Plätze im Format 6,50 x 10 m sind. Die anderen Flächen sind 5 - 10 Meter. Der Platz ist komplett über das Handy buchbar, oder am Kassenautomat. Er hat ein Schrankensystem, welches auch das Autokennzeichen erkennt. Am Terminal muss man alle Wünsche an den Platz vorwählen und dann kann man den gewählten Platz befahren. Im Internet kann man die Belegung jederzeit abrufen und am Platzeingang ist es auch ablesbar.
Wir sind wegen der Kürze der Strecke nicht lange unterwegs, obwohl es über Landstraßen und durch kleine Orte geht. Schon während der Fahrt läuft unsere Klimaanlage auf Hochtouren und auch am Platz angekommen geht es nicht ohne. Wir stellen uns so auf, dass das Wohnmobil uns Schatten bietet. Das nutzt uns aber nur begrenzt. Es ist kaum auszuhalten und das Thermometer zeigt zwischen 34 und 36 Grad an. Der Platz liegt schön außerhalb des Ortes im Grünen, umgeben von einen begrünten Spielplatz und Obstwiesen.
Blick über die Streuobstwiesen zur Burg
Blick über den Ort in Flachland, grobe Richtung Stuttgart
Die Panorame-Therme
Die haben wir neben der Therme in einem Becken gesehen
Ich bewege mich nur, wenn der Hund raus muss. Große Bäume sind in der Nähe, da kann man es gut aushalten. Erst nach 20 Uhr wird es draußen angenehmer und wir setzen uns nochmal raus. Am späten Abend drohen noch Blitz und Donner. Hoffentlich wird es nicht so schlimm.
Tag 89 - Sonntag, 16.07.2023
In der Nacht hat sich das Gewitter beruhigt und wir konnten noch gut und lange schlafen. Es ist hier auf dem Platz auch schön ruhig. Es hat sich auch gut abgekühlt nach dem viel zu heißen Tag gestern. Ich gehe in den Ort und besorge uns beim Bäcker frische Brötchen, die wir uns beim Frühstück schmecken lassen. Da es heute nicht so warm werden soll, Morgen aber schon wieder, möchte ich gleich heute rauf auf die Burg Hohenneuffen, die direkt über dem Stellplatz Front.
Die Altstadt von Beuren
Ich nehme Ellie mit und es geht durch die Streuobstwiesen rauf in den schönen Mischwald. Hier ist es noch schön kühl und so merkt man den steilen Aufstieg nicht so sehr. Aber anstrengend ist es trotzdem und ich komme verschwitzt oben an. Natürlich gibt es hier oben auch einen Parkplatz, aber fahren kann ja jeder. Die Burg ist in einem tollen und saubere Zustand und bietet einen tollen Rundblick über das Flachland bis Stuttgart, sowie die beeindruckende Schwäbische Alb und die umliegenden Städte.
Ich gehe noch in den Innenhof und dort in richtig was los. Es ist ein Festakt zum 50jährigen Bestehen der "Kirche im Grünen". Ich bekomme gerade noch den Abschluss mit und schlängele mich an den Besuchern vorbei zu den verschiedenen Aussichtspunkten. Eine Burgführung kann man auch buchen und im oberen Bereich gibt es wohl eine Vorführung mit Greifvögeln. Ich schaue mir alles an und dann mache ich mich wieder auf den Rückweg.
Obstbaum mit Bierbauch, oder schwanger!!!
Nürtingen, der nächste Ort Richtung Stuttgart
Schöne Wege wie ich sie gerne gehe
Hier kann gut sehen, wie Bäume mit ihren Wurzeln das Erdreich festigen
Die Burg Hohenneuffen mit Bergziege
Unten kann man gut den Stellplatz von Beeren erkennen
Beuren
Neuffen
Neuffen scheint eine schöne Altstadt zu haben
Kirche im Grünen, heute im Burghof
Zurück am Platz mache ich gleich die Füße hoch und setze mich in den Schatten vor dem Wohnmobil, da es doch wieder recht warm geworden ist. Aber es hält sich in Grenzen und die Temperatur liegt bei etwa 25 Grad. Den restlichen Tag über machen wir nichts mehr. Natürlich immer unterbrochen von einigen Gassirunden mit Ellie in die nahe Umgebung. Abends bietet sich ein toller Sonnenuntergang.
Abendliche Gassirunde
Tag 90 - Montag, 17.07.2023
Der Tag beginnt wieder mit tollem Wetter und wir können wieder draußen frühstücken. Frische Brötchen hole ich beim Bäcker im Ort. Die Temperaturen sind nicht zu hoch und so möchte ich mit dem Roller noch ein Runde durch die nähere Umgebung. Am späten Vormittag fahre ich los und mit zieht es in die Nachbarstadt nach Neuffen. Ich habe einen Einkaufszettel mitbekommen, den ich dort bei einem Rewe-Markt abarbeite. Eine Kleinigkeit besorge ich noch in einer Apotheke, bekomme aber nicht alles und muss daher am Nachmittag nochmal hin.
Ein paar Eindrücke aus Neuffen
Von dort hat man auch einen schönen Blick auf die Burg Hohenneuffen
Ich mache einen kleinen Schlenker durch den schönen Ort und finde dann ein Schild Richtung Bad Urach. Das kenne ich natürlich auch noch nicht und so fahre ich dorthin. Es sind etwa 10 Kilometer, die ich durch eine schöne Landschaft fahre. Ich erreiche den Ort und vor dem Zentrum stelle ich den Roller ab und laufe los. Ich erreiche den sehr schönen Marktplatz, der umgeben ist von tollen Fachwerkhäusern, die laut Schautafeln alle aus dem 15. Jahrhundert stammen. Eine Eisdiele finde ich natürlich auch und schaue mir noch einiges an von der schönen Altstadt.
Der Marktplatz in Bad Urach
Das wirklich schöne Rathaus der Stadt
Ich nehme für die Rückfahrt dann eine andere Strecke und erreiche dann wieder den Stellplatz. Nach dem Mittagessen gehe ich mit Ellie auf die große Wiese nebenan und dort kann sie gut ohne Leine laufen. Sie hat wieder viel Spaß mit ihren Stöckchen, die ich ihr werfen muss. Einige Male bringt sie die auch zu mir zurück. So kommt sie auch auf ihre Kilometer und legt sich anschließend müde unters Wohnmobil. Gegen Nachmittag fahre ich nochmal in den Nachbarort und hole die bestellten Medikamente ab. Nach dem Abendessen sind wir auf ein Glas Wein bei unseren Stellplatznachbarn eingeladen, die auch in der gleichen Carthagogruppe sind.
Wir tauschen unsere Erfahrungen mit dem Fahrzeug aus und bekommen so auch viele neue Anregungen über künftige Ziele. So vergeht der Abend wie im Fluge und wir verabschieden uns in unsere Fahrzeuge. Morgen geht es für uns weiter.
Tag 91 - Dienstag, 18.07.2023
Heute geht es für uns weiter und unser Ziel ist der Stell- und Campingplatz Cimbria in Neckarzimmern. Der kleine Ort liegt etwa zwischen Heidelberg und Heilbronn, natürlich am Neckar. Der Platz ist etwa zur Hälfte aufgeteilt in einen Stell- und Campingplatz. Es gibt u. a. einen schönen Pool, eine Sauna und ein nettes Restaurant. Wir fahren etwa gegen 11 Uhr los und verabschieden uns schnell noch von den netten Bekannten, die auch in der Gruppe der Carthago-Fans sind.

Wir brauchen für die Strecke von 126 Kilometern knapp zwei Stunden. Es gab nur kleinere Störungen, aber keine Staus. Wir erreichen den Platz nach 13 Uhr und können uns einen schönen, großen Platz aussuchen. Die Preise für die Platze sind gleich, bis auf die erste Reihe direkt am Fluss. Für den Platz bezahlen wir 15,-- Euro, 2,50 für den Hund und 4,50 pauschal für den Strom. Die Benutzung der sanitären Anlagen kosten 2,50 Euro pro Tag und Person und für den Pool zahlt man auch 2,50 Euro. Beides haben wir erstmal nicht in Anspruch genommen.
Der Stellplatz in Neckarzimmern
Das Restaurant mit Außenterrasse
Die Ver- und Entsorgung ist im Preis inbegriffen. Wir stellen uns auf und ich gehe zur Anmeldung. Hier bekomme ich alle Infos von einem freundlichen Mitarbeiter. Er stellt mir auch kurz das Restaurant vor, welches eine kleine Mittagskarte und eine etwas umfangreichere Abendkarte hat. Alles hört sich sehr gut an. Ein besonderes Highlight sollen die Popcor-Pommes sein. Die kauft man in den typischen Pappbechern, die man auch aus dem Kino kennt. Zum Mittagessen probieren wir das gleich aus und ich nehme einen Liter-Becher mit. Die Pommes sehen aus, wie dicke Chips und schmecken richtig lecker.
Ein Blick zum Neckar mit der Möglichkeit kleinere Boote zu Wasser zu lassen
Da es heute wieder Richtung 30 Grad geht, nutzen wir den Schatten unseres Wohnmobils. Erst am Abend gehe ich mit Ellie eine längere Runde durch die Felder am Neckar entlang. Es kühlt langsam ab, ist aber immer noch sehr warm. Morgen Abend soll es wieder gewittern. Hoffentlich wird es nicht zu heftig.
Auch heute gibt es ein schönes Abendrot
Tag 92 - Mittwoch, 19.07.2023
Heute wird es wieder warm und ich möchte mit dem Board auf den Neckar. Nicht weit von hier, flussaufwärts ist eine Schleuse und daher ist die Fließgeschwindigkeit des Wasser sehr gering. Von daher kann ich ohne Probleme den Fluss in beide Richtungen befahren. Nach dem Frühstück mache ich das Board startklar und gehe zum Fluss. Es gibt ja eine kleine Rampe, wo man ohne Probleme in den Fluss kommt. Im Wasser sind die Steine aber etwas glitschig und man muss schon sehr aufpassen.
Ich schaffe es aber, ohne im Wasser zu landen. So paddele ich flussabwärts bis zum Städtchen Hochhausen. Das sind etwa 2,5 Kilometer. Hört sich nicht viel an, ist aber mit dem Board ganz schön anstrengend. Außerdem muss ich ja immer wieder den Weg zurück. Aber auch einem Fluss zu fahren ist was anderes, als auf einem See. Es gibt aber ein Nachteil, denn man kann selten gut über Das Ufer hinweg sehen, da die Böschungen oft sehr hoch sind.
Nur wenige Frachtschiffe befahren den Fluss
Nach dem ersten Ausflug kehre ich zurück und wir grillen zum Mittagessen. Dann gibt es eine Pause. Später zieht es sich zu und es gibt einen kleinen Regenschauer. Das gemeldete Gewitter findet aber nicht statt. Nicht lange danach wird es wieder schön sonnig und wir gehen wieder raus. Zum Nachmittag möchte ich nochmal auf den Fluss. Da ich nicht in Richtung Schleuse fahren darf, geht es wieder in die gleich Richtung. Dann sehe ich von weitem ein Frachtschiff ankommen und ich steuere ans Ufer. Auf dem eher schmalen Fluss kann es schon mal ungemütlich werden.
Ich filme das Vorbeifahren des Schiffes und man kann deutlich sehen, wie die Antriebsschrauben zuerst das Wasser ansaugen und wenn das Schiff vorbeifährt kommt es mit Schwung zurück. Daher ist auch das Baden bei Annäherung eines Schiffes sehr gefährlich. Mich schütteln die Wellen etwas durch, aber ich bleibe sitzen. Im Stehen hätte es mich sicher umgehauen. Ich drehe dann auch um und fahre wieder zurück. Es bleibt bei der einzigen Begegnung mit einem großen Schiff.
Zum Abend bleiben wir noch längere Zeit draußen sitzen, bis es kühler wird.
Tag 93 - Donnerstag, 20.07.2023
Das Wetter ist heute auf der erträglichen Seite. Leicht bewölkt, sonnig und trocken, mit Temperaturen so um die 25 Grad. Das könnte so bleiben. Heute ist wieder Einkaufstag und so mache ich mich nach de Frühstück auf den Weg mit dem Roller. Vorher möchte ich noch in einen kleinen Ort etwa 6 Kilometer entfernt. Auf dem Stellplatz habe ich eine Werbung gesehen, die zu einem Werksverkauf von Motorradbekleidung führt. Das interessiert mich und so fahre ich zuerst dorthin.
Ich finde das Geschäft mit einer großen Auswahl. Da ich mich mit den Preisen nicht so gut auskenne, schaue ich mich erstmal um. Eine sehr freundliche Bedienung hilft mir bei der Auswahl. Ich möchte mir eine Jacke zulegen, die mich auch bei einem Sturz schützt. Bisher habe ich nur eine entsprechende Hose. Mir wird eine Jacke gezeigt, die mir eigentlich sofort gefällt. Die nette Dame hat mir die Funktionen der Jacke ausführlich erklärt und ich war davon sehr beeindruckt. Das hat man nicht mehr so oft. Ich schlage zu und lasse die Jacke gleich an.
Dann geht es weiter ins nahe Moosbauch. Jedenfalls fahre ich zu dem Einkaufszentrum vor den Toren der Stadt. Ich möchte in den dortigen Kaufland, um einige Lebensmittel einzukaufen. Es ist ein großes Zentrum, mit vielen Geschäften unter einem Dach. Ich brauche einige Zeit, um mich zurecht zu finden. Getränke gibt es in einem Laden außerhalb. Ich bin dann voll gepackt und trete die Heimreise an. Zum Mittag grillen wir nochmal und später lässt der frische Wind nach und nehme mein Paddelboard und gehe zum Fluß.
Hab mich zuerst ganz schön erschrocken, ist aber wohl nur eine Schlangenhaut
Ich drehe meine Runde und treffe auf ein komisches Objekt, dass auf dem Wasser treibt. Ich fahre näher ran und erkenne, dass es sich um eine Schlangenhaut handelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier in der heimischen Natur so große Schlangen geben kann. Etwas überrascht setzte ich meine Fahrt fort und kehre bald wieder um. Das reicht mir für heute. Zurück am Platz gehe ich mit Ellie eine große Runde durch die nahen Felder, damit sie auch zu ihrem Recht kommt.
Den kleinen Flattermann erwische ich beim Spazieren gehen. Sieht aus wie ein kleiner Kolibri. Es ist aber wohl eine Mottenart, die aus Südeuropa eingewandert ist. Die habe ich schon am Niederrhein gesehen.
Tag 94 - Freitag, 21.07.2023
Heute morgen ist es etwas frischer, aber das tut auch mal gut. Heute zieht es mich nochmal auf den Roller und ich möchte mir die Altstadt von Moosbach ansehen. Ich suche mir aber eine andere Strecke aus und nicht die über die Bundesstraße. Sie führt mich über die Höhenzüge abseits des Neckars und ich komme in der Nähe der Altstadt aus. Ich stelle meinen Roller ab und schlendere durch die wirklich sehenswerte Altstadt. Ich finde ein Bekleidungsgeschäft und schnüffele mal rein. Tatsächlich finde ich ein paar T-Shirts und nehme sie mit.
Eine wirklich schöne und malerische Altstadt von Moosbach
Ein Eis gönne ich mir auch noch und gehe noch etwas durch die Stadt und dann zurück zum Roller. Anschließend möchte ich noch etwas durch den Odenwald und suche mir ein paar schöne Strecken aus. Es geht über eine schöne Hügellandschaft und durch dichte Wälder. Eine schöne und abgelegene Gegend, die auch nicht dicht besiedelt ist. Ich komme durch kleine Orte, größere Städte sind hier nicht zu finden. Ich komme an einem Discounter mit Bäckerei vorbei und hole uns noch etwas für den Kaffee.
Ich fahre dann zum Stellplatz zurück und dann ist es für ein Mittagessen zu spät und wir gönnen uns den Kuchen und Kaffee. Am frühen Abend holen wir dann das Mittagessen nach und wir lassen den Abend langsam ausklingen.
Man sieht sie nicht, aber sie hat alles unter Kontrolle
Tag 95 - Samstag, 22.07.2023
Der Tag beginnt wieder sehr freundlich und es wird warm, aber nicht über 24 Grad, also gut auszuhalten. Nach dem Frühstück möchte ich die Gelegenheit nutzen, um nochmal auf dem Neckar zu paddeln. Morgen geht es für uns weiter Richtung Heimat. Ich packe also meine Board und gehe runter zum Fluss. Es ist recht windstill, soll aber später auffrischen. So paddele ich wieder abwärts und diesmal an dem kleinen Ort vorbei, wo ich sonst immer umgekehrt bin. Diesmal möchte ich noch etwas weiter.
Heute begegnen mir drei große Frachtschiffe und drei kleine Jachten, die mir aber keine Probleme bescheren. Nach knapp 3,5 Kilometern erreiche ich die Brücke bei Moosbach. Dort fahre ich noch drunter her und halte kurz am Ufer an. Ich habe leckere Brombeeren entdeckt, die man hier nur vom Wasser aus naschen kann. Das mache ich natürlich und die schmecken klasse. Der Wind frischt, wie angekündigt, etwas auf und so kehre ich um.
Beim Vorbeifahren wachsen die mir in den Mund
Brücke bei Moosbach
Familie Schwan
Den Wind habe ich jetzt im Rücken und da fällt das paddeln leichter. Bei einer kleinen Pause am Ufer kommt ein Schwanenpaar mit ihren Jungen vorbei. Ich halte Abstand, da ich nicht wissen kann, wie die Eltern sich verhalten. Aber sie stören sich nicht an mich und ich kann dann meine Fahrt fortsetzen. Nach insgesamt etwa sieben Kilometern bin ich wieder zurück. Das ist schon eine ganze Ecke und schätze mal, dass der Muskelkater sich morgen bemerkbar macht.
Die Pommes schmecken genial und werden aus frischen Kartoffeln gemacht
Dann gibt es Mittagessen und wir gönnen uns eine Currywurst und die leckeren Pommes aus dem Restaurant. Dann ist Mittagspause angesagt, die nur von kleinen Gassirunden unterbrochen wird. Am Nachmittag gehe ich dann wieder mit Ellie eine größere Runde. Am späten Nachmittag werden wir auf laute Musik aufmerksam. Es hört sich an, als ob eine Band einen Soundcheck macht. Ich stöbere im Veranstaltungskalender der Stadt und finde tatsächlich heute eine Freiluftveranstaltung mit einer bekannten Coverband.
Im laufe des Abends nimmt die Musik Fahrt auf und die ist garnicht mal so unangenehm, weil nach unserem Geschmack. Ich gehe dann nochmal ein Stück mit Ellie und frage am Gelände der Veranstaltung bei der Feuerwehr nach, dass es wohl eine lange Nacht werden wird. Na das soll was werden.
Tag 96 - Sonntag, 23.07.2023
Heute geht es für uns weiter und so packen wir nach dem Frühstück alles zusammen. Ich gehe zur Anmeldung, um unseren Aufenthalt zu bezahlen. Wir müssen für den Platz 17,50 Euro pro Tag bezahlen, dazu kommen 4,50 Euro pauschal für den Strom, 2,50 Euro für den Anhänger und 2,50 Euro für den Hund. Die Größe des Platzes ist egal, die Größe des Wohnmobils jedoch nicht. Bis 8,00 Meter zahlt man 15,-- Euro, bis 10,00 Meter 17,50 und darüber 20,-- Euro. Auch die erste Reihe am Wasser kostet mehr. So kommen wir zusammen auf 27,- Euro, was für einen Stellplatz nicht gerade günstig ist. Aber es hat uns hier gefallen.

Wir verlassen dann den Platz so gegen 10 Uhr 30 und fahren etwas durch den Odenwald Richtung A6. Wir kommen eigentlich gut voran und stellen wohl fest, das es in Richtung Süden deutlich voller ist. Unser Ziel ist der Stellplatz Am Kränchen in Lahnstein. Den haben wir schon auf dem Hinweg besucht und der ist groß genug für unseren Anhänger. Das wird unsere letzte Station sein, bevor es zurück in die Heimat geht.
Wir erreichen den Platz und finden noch einen Platz vorne Richtung Lahnmündung. Hier stehen zwar die Wallnussbäume und die sorgen dafür, dass wir keinen Fernsehempfang haben. Aber das ist für uns nicht so spannend. Was für uns wichtig ist, schauen wir uns im Internet auf unserem Laptop an. Wir stellen uns auf und ich besorge uns das Ticket am Automaten. Hier kostet der Platz 11,-- Euro einschl. Ver- und Entsorgung. Strom kostet 0,50 Euro pro KWh. Das Wetter ist etwas wechselhaft, aber trocken. Auch die Sonne scheint zwischendurch und es ist angenehm.
Der Stellplatz in Lahnstein
Schloss Stolzenfels auf der anderen Rheinseite
Wir bleiben voraussichtlich bis Donnerstag hier und hoffen darauf, dass das Wetter nicht allzu schlecht wird, damit wir noch etwas unternehmen können.
Tag 97 - Montag, 24.07.2023
Der Tag beginnt freundlich, aber es wird wieder recht windig. Wir gehen nach dem Frühstück in den Ort und dort zum "Globus". Der Discounter ist schon toll. Eine große Auswahl an Lebensmitteln, wie ich sie so schon lange nicht mehr gesehen habe. Immer wenn wir hier sind, gehen wie hin und decken uns mit Lebensmitteln ein. Eine volle Tasche und ein voller Rucksack sind die Ausbeute. Zurück am Platz bereitet meine Frau das Mittagessen vor und ich gehe mit Ellie eine Runde zum Fluß.
War mal ein Rasen
Sieht auch am Tag hübsch aus
Das Himmel verdüstert sich oft, regnen tut es aber nicht. Allenfalls ein paar Tropfen fallen und die kann man zählen. Ich setzte mich raus und es wechselt zwischen zu warm und windig frisch. Aber die Luft ist durch den Wind angenehm und ich befrage mein Handy nach verschiedenen Routen für unsere nächsten Ausflüge. So geht auch der Tag rum und wir trinken Kaffee und essen den sehr leckeren Kuchen aus der eigenen Bäckerei vom Globus.
Am Abend gehe ich mit Ellie noch eine längere Tour zum Rhein, damit sie auch auf ihre Kilometer kommt. Langsam wird es draußen dunkel und das Wetter hat sich beruhigt. Am anderen Ufer wird das Schloss Stolzenfels angestrahlt. Das hat es in der letzten Zeit nicht mehr gegeben. Vielleicht wegen der Energiekrise?
Tag 98 - Dienstag, 25.07.2023
Heftiger Regen weckt uns am Morgen, aber das Wetter lockt uns nicht raus. Also dauert es deswegen etwas länger. Wir lassen uns für das Frühstück viel Zeit und trödeln rum. Bei der Gassirunde wird Ellie ganz schön nass und wir haben Mühe, sie wieder zu trocken. Wir können uns heute zu nichts aufraffen und so plätschert der Tag dahin.
Das Feuerwehrschiff kommt wohl zur Kontrolle vorbei
Auch diese Sorte von Schiffen kommt hier natürlich vorbei
Da das Wetter nicht besser werden soll, haben wir entschieden, morgen abzureisen. Es sind dann noch etwa 195 Kilometer bis in unsere Heimatstadt. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Pause ist mir nach Bewegung. Ich schnappe mir die leeren Flaschen und gehe zum Globus Getränkemarkt. Hier tausche ich die Flaschen ein und kaufe nebenan im Markt noch ein paar Kleinigkeiten ein. Eine spezielle Straßenkarte finde ich leider nicht.
Ich gehe dann zurück zum Platz und wir trinken Kaffee und essen Kuchen, den wir ja noch von gestern haben. Ich gehe dann mit Ellie noch die ein oder andere Gassirunde und so geht der Tag langsam zur Neige.
Tag 99 - Mittwoch, 26.07.2023
Die Hundert gekommen wir nicht voll, wäre auch übertrieben!!! Heute geht es wieder in die Heimat. Das Wetter ist anfangs nicht besonders und es hat zeitweise heftig geregnet. Dann wird es aber besser und wir können im Trocknen einpacken. Wir fahren dann so gegen 11 Uhr los und nehmen die A61 für die Heimfahrt. Wir haben wohl eine gute Tageszeit erwischt, denn es ist nicht viel los. Wir kommen also gut durch und erreichen den Platz.
Hier stehen nicht viele Wohnmobile und wir finden einen guten Platz. Wir entdecken ein Kuriosum auf dem Platz. Hier steht ein Trecker mit einem alten Zirkuswagen. Es ist ein Paar in unserem Alter, die aus Dänemark kommen. Das ist dann wohl entschleunigtes Reisen. Wir richten uns ein und essen zu Mittag. Danach packen wir die Fahrräder vom Anhänger und ich stelle fest, dass mein Hinterrad platt ist. Ich baue das Rad aus und flicke das Loch. Dann schaffe ich dummerweise den Einbau nicht mehr.
Wer sei Fahrrad liebt, der schiebt. Ich bringe es zum nächsten Fahrradhändler, der das in fünf Minuten wieder richtet. Jetzt klappt wieder alles und ich radele zurück. Der Abend naht und so endet unsere Reise. Aber die Planungen laufen schon für den Herbst. Was zwischendurch noch so passiert, wissen wir noch nicht.
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