Sonntag, 16. November 2025

Winterreise 2025/2026


Winterreise 2025/2026 

Tag 1 - Sonntag, 16.11.2025

Heute geht es für uns endlich wieder los, nachdem unser Wohnmobil drei Wochen in der Werkstatt gestanden hat. Der Heizkessel hatte ein Leck und musste getauscht werden. Und das vor unserer Winterreise. Aber es hat alles noch rechtzeitig geklappt. Wollen wir hoffen, dass die Heizung jetzt wieder ihren Dienst erfüllt.

So machen wir uns an diesen verregneten Sonntag auf den Weg. Wir wollen dabei zum ersten Mal unser kleines Auto mitnehmen. Leider geht das, wegen des Gewichts unseres Wohnmobils, nicht per Anhänger. So setzt sich meine Frau ans Steuer des PKW und fährt hinter mir her. So sind wir aber auf unserer Reise flexibler, da wir auch längere Zeit an einem Ort verbringen werden.

Wir fahren zunächst nach Osten durchs Ruhrgebiet und danach auf der A 44 Richtung Kassel. An der Ausfahrt Warburg fahren wir die wenigen Kilometer nach Volkmarsen. Hier besuchen wir den Stellplatz "Unter dem scharfen Stein". Den kennen wir schon von früheren Besuchen und hier ist kein Problem, unser kleines Auto abzustellen. Die Fahrt läuft ohne Probleme, sieht man mal von der schlechten Sicht wegen Nebel und Nieselregen ab, die die gesamte Strecke anhält.

Nach gut 200 km erreichen wir den Platz, der nur schwach belegt ist. Wir finden einen schönen Platz, der nur von der matschigen Wiese beeinträchtigt wird. Wir stellen uns auf und ich schließe den Strom an und bezahle die Übernachtungsgebühr von 12,-- Euro. Strom kostet 0,85 Cent pro kWh. Für 10 Cent bekommt man 8 Liter Wasser. Die Entsorgung ist wir das WLAN kostenlos. Eine Dusche gibt es auch, die in einem netten Sanitärhaus untergebracht ist.

                                                Der Stellplatz unter dem scharfen Stein

                                                        Unser Stellplatz für zwei Nächte
                    Anmeldehaus mit der Möglichkeit Getränke zu bekommen. Links das Sanitärhaus

Das Wetter bleibt bescheiden und nach dem Mittagessen mache ich eine kleine Pause und nutze danach das trockene Wetter und gehe mit Ellie eine Runde durch die nahen Felder. Hier haben wir auch einen Blick auf die Kugelsburg, die über dem Stellplatz thront. Das Wetter wird aber schnell wieder feucht und wir verschwinden wieder ins Wohnmobil. Der Stellplatz liegt etwas außerhalb von Volkmarsen, aber der kleine Ort ist über einen Fußweg schnell zu erreichen.

                                                    Die Kugelsburg über dem Stellplatz

                                             Das Flüsschen Erpe mit einem Hochwasserschutz
                                                                Unsere Strecke für heute

Volkmarsen ist eine Kleinstadt im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg mit etwa 6.500 Einwohnern und liegt auf etwa 260 Metern u. NHN. Volkmarsen wurde 1155 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kugelsburg wird um 1200 erbaut und im Siebenjährigen Krieg zerstört. 

Leider wird es ja zur Zeit früh dunkel und so endet der Tag im Wohnmobil, während es draußen schon wieder regnet. Wir wollen zwei Nächte bleiben, bevor es für uns weiter in Richtung Süden geht.

Tag 2 - Montag, 17.11.2025

Wir haben gut geschlafen und am Morgen weckt uns leichter Regen. Der Hund und ich sind nicht begeistert, aber wir gehen trotzdem auf eine Gassirunde. Danach frühstücken wir erst einmal in aller Ruhe, denn das Wetter will eigentlich nicht besser werden. Unsere Heizung macht uns immer noch ein paar Sorgen, denn der hintere Bereich des Fahrzeuges (Schlafraum) will einfach nicht warm werden. Wir haben dann nochmals die Anlage entlüftet, aber das Ergebnis ist nicht besser geworden.

Wir haben dann beim Hersteller der Heizung angerufen und der war von der Reparatur unseres Heizkessels nicht begeistert. Das anschließende Auffüllen der Anlage war nicht vorschriftsmäßig. Auch die Entlüftung war nicht korrekt, weil wir ja später noch zwei Liter Flüssigkeit nachgefüllt haben. Da wir auf unserem Weg nach Süddeutschland beim Hersteller vorbeikommen, hat der aber eine Hilfe abgelehnt, da der Betrieb ausgebucht ist. 

Wir haben dann nochmal bei unserem Händler angerufen, aber der konnte uns auf dem Wege auch nicht weiterhelfen. Wir werden dann wohl einen Abstecher zum Hersteller unseres Fahrzeuges machen, der südwestlich von Ulm ansässig ist. Das ist nicht weit aus unserer Richtung entfernt. Wir hoffen dann dort auf Hilfe.

Im späten Vormittagsbereich gehe ich dann mit Ellie auf eine kleine Wanderung auf die Kugelsburg, die oberhalb von unserem Stellplatz liegt. Der Weg ist nicht weit und es gibt nur ein paar kleine Steigungen durch den Wald. Das Restaurant an der Burg ist geschlossen, leider auch der Turm der Burg, der wegen Vandalismus nicht begehbar ist. Ich schaue mich etwas um und wir müssen uns ein paar Minuten unterstellen, weil es mal wieder regnet.

                                                        Der Stellplatz mit der Kugelsburg
                                                        Das Restaurant unterhalb der Burg
                                                            Die Reste der Burganlage
                                                           Schöner Blick auf Volkmarsen

Wir gehen dann wieder zurück und nun ist es etwas trockener. Nach dem Mittagessen tausche ich noch eine Gasflasche aus. Das Wetter wird langsam besser und ich gehe noch den Weg in den Ort, das ich ein paar Kleinigkeiten einkaufen möchte. Der dortige Edeka ist nicht besonders groß, hat aber alles was wir benötigen. Es bleibt nun trocken uns die Sonne schaut auch mal vorbei. Es wird aber zum Nachmittag schnell dunkel und sehr frisch. Die Nacht wird sehr kalt und morgen früh wird wohl die Wiese gefroren sein. Für uns geht es dann weiter.
                                                    Blick vom scharfen Stein auf den Stellplatz
                                                                Die gibt es hier auch

Tag 3 - Dienstag, 18.11.2025

Die Nacht war kalt und am Morgen sind die Wiesen frostig weiß. Wenigstens ist es trocken und das soll auch den ganzen Tag so bleiben. Da wir heute weiter wollen, machen wir uns nach dem Frühstück fertig. Vor der Abfahrt tanken wir noch Frischwasser auf und dann geht es ein kurzes Stück über die Landstraße bis zur A44. Die fahren wir bis kurz vor Kassel und biegen dann auf die A49 ab. Nach weiteren 34 km geht es wieder auf die Landstraße. 

                                                                        Kalt war es

Unser heutiges Ziel ist der Stellplatz im Urbachtal in Neukirchen. Dort sind wir vor drei Jahren schon einmal gewesen und haben ihn in guter Erinnerung. Wir haben vorsichtshalber eine große Parzelle reserviert, damit wir dort auch unseren PKW abstellen können. wir erreichen den Platz ohne Probleme und stellen uns auf. Für den Platz zahlen wir 20,50 Euro (einschl. Kurbeitrag und Umweltabgabe), Strom kostet einen Euro pro kWh.


                                        Unsere große Parzelle auf dem Stellplatz im Urbachtal
                      Im Hintergrund das Sanitärhaus links und rechts Anmeldung und Restaurant

Die Qualität der deutschen Straßen hat wohl dafür gesorgt, dass wohl auch die letzten Luftsäcke in unserer Heizung verschwunden sind. Jetzt wird es auch im hinteren Bereich des Wohnmobils warm. Wenigstens eine gute Nachricht. Wir essen zu Mittag und ich gehe auf eine kurze Gassirunde mit unserem Hund. Das Wetter wird langsam bessere und die Sonne kommt mal durch. Anschließend gehe ich in den nahen Rewe und hole uns beim dortigen Bäcker etwas Leckeres zum Kaffee.

Um 17 Uhr gehen wir zur Anmeldung und bezahlen unseren Aufenthalt bis Freitag. Für Morgen Abend reservieren wir uns einen Tisch im Restaurant, dass zum Platz gehört. Dort haben wir schon mal gegessen und waren sehr zufrieden. Dann wird es auch schon wieder dunkel und wir packen noch unsere Winterabdeckung auf die Scheiben. Es soll ja wieder kalt werden und für den Abend hat man sogar Schnee gemeldet. Mal sehen, ob das stimmt.

                                                                    Unsere heutige Tour

Tag 4 - Mittwoch, 19.11.2025

Heute werden wir mit leichtem bis mäßigem Schneefall geweckt. Draußen ist es leicht verschneit und es sieht winterlich aus. Ich gehe mit Ellie auf eine kurze Gassirunde und wir werden weiß. Während wir dann frühstücken, fällt draußen weiter der Schnee. Dann sollte es eigentlich trocken werden und ich gehe mit Ellie auf eine kleine Wanderung rauf in den Wald. Leider bleibt es nicht dabei und es schneit wieder und es weht ein unangenehmer und eisiger Wind. Im Wald ist es dann angenehmer und weiter oben hat sich auch eine kleine Schneedecke gebildet. Unser Hund hat seinen Spaß dabei. Darauf hat er wohl schon das ganze Jahr gewartet.


                                                    Ein erster winterlicher Gruß am Morgen

                                            Weiter oben ist es schon ein wenig mehr
                                                                Schöner Blick auf die Stadt
            Meine Laufstrecke für heute. Morgen soll die Sonne scheinen und dann gehe ich nochmal los.

Ich bin dann aber froh, wieder im Wohnmobil zu sein und wir essen eine Kleinigkeit zu Mittag, denn wir wollen uns den Hunger für den frühen Abend aufsparen, denn wir haben uns einen Tisch in der Schwällmer Stubb reserviert. Da freuen wir uns auf ein leckeres Abendessen. Ich gönne mir derweil ein kleines Mittagsschläfchen und danach trinken wir noch eine Tasse Kaffee. Zum Abend soll es wieder schneien.

Tag 5 - Donnerstag, 20.11.2025

Die Nacht war knackig kalt und am Morgen war alles leicht gefroren. Ich brauche zum ersten Mal meine Handschuhe, als ich mit Ellie Gassi gehe. Dann wird erst einmal gefrühstückt und ich schaue mir das Wetter an. Zum Mittag soll es sonniger werden und so mache ich mich nach dem Frühstück mit Ellie auf eine Wanderung. Eine Strecke habe ich mir schon gestern ausgesucht, es ist die Wanderung "Neff und Nopp", die einmal um Neukirchen führt. Da es aber insgesamt gut 12 km sind, habe ich mir eine Hälfte davon ausgesucht.

Es geht aus dem Ort heraus, immer am Urbach entlang. Später geht es recht steil bergauf und ich erreich einen Aussichtspunkt, der mir einen schönen Blick über das Land und die Stadt bietet. Ich bin nun etwa 130 Meter über der Stadt. Nun führt mich der Weg am Waldrand entlang und ich stelle fest, dass hier einige Wildschweine gehaust haben. Der lockere Weg ist mächtig aufgewühlt. Ich hoffe nur, daß mir die Viecher nicht begegnen. Der Wald zu meiner Rechten ist dicht und bietet mit Eichen und Buchen sicher einiges für die Wildschweine.

                                                           Schöner Blick auf Stadt und Land
                                            Hier haben die Wildschweine ganze Arbeit geleistet

Wenig später sehe ich einige Rehe durch den Wald huschen. Jetzt gehe ich wieder durch dichten Wald und ab und zu bleibe ich stehen und lausche gespannt. Es ist eine einmalige Ruhe hier und hoffe das bleibt auch so. Ich treffe keine Menschenseele und keine anderen Vierbeiner mehr. Ich lande schließlich in dem kleinen Ort Rückershausen, einem Vorort von Neukirchen. Hier geht es wieder am Bach entlang bis in den Hauptort. Den durchlaufe ich und lande nach 7,2 km wieder am Stellplatz. Die Sonne ist seit einiger Zeit wieder draußen, aber es ist sehr frisch.

                                                Der kleine Ortskern von Rückershausen
                                                            Kleiner See auf dem Weg

                                                        Ein paar Einblicke aus Neukirchen
                                                        Das Rotkäppchenhaus in Neukirchen
                                                                Unsere Laufstrecke für Heute

Nach dem Mittagessen machen wir uns nochmal auf den Weg zum nahen Rewe, um ein paar Lebensmittel zu kaufen. Zum Kaffee finden wir natürlich auch etwas. Zurück am Platz trinken wir dann Kaffee und dann wir es auch schon wieder dunkel. Schon kurz danach ist unser kleines Auto zugefroren. So geht auch dieser Tag zu Ende.

Tag 6 - Freitag, 21.11.2025

Die Nacht war sehr kalt und am Morgen ist das kleine Auto total zugefroren. Da wir heute weiter wollen, mache ich nach dem Frühstück unseren PKW zuerst fertig. Einmal komplett vom Eis befreien. Leider ist auch die Windschutzscheibe von innen gefroren, da muss ich dann auch ran. Wir machen uns dann langsam für die Weiterfahrt fertig und wir verlassen den Platz Richtung A7. Es geht zunächst durch eine mit Reif bedeckte Landschaft. Leider ist es sehr dunstig und die höheren Erhebungen sind nicht zu erkennen.

Wir fahren dann auf die A7 Richtung Würzburg. Wir kommen an Fulda vorbei und ab hier lost sich die Bewölkung auf und die Sonne scheint. Jetzt kann man auch die Schnee bedeckten Gipfel der Rhön gut sehen. Es sieht schon sehr winterlich aus. Die Autobahn ist zwar nicht stark befahren, doch hier wird nahezu jede Brücke repariert oder erneuert. Es gibt also viele Baustellen, aber keine Staus. Wir machen vor unserem nächsten Halt noch einen Abstecher bei Alde-Deutschlang, dem Hersteller unserer Heizung im Wohnmobil.

An unserem Wohnmobil wurde ja vor kurzem der Heizkessel getauscht, weil es undicht war. Das erschien uns nach etwa 3,5 Jahren viel zu früh und wir haben von unserer Werkstatt den defekten Heizkessel mitgenommen, um ihn beim Hersteller vorzustellen. Wir erreichen dann Euerbach, in der Nähe von Schweinfurt. Hier ist die Firma unserer Heizung. Ein freundlicher Mitarbeiter nimmt uns den Heizkessel ab und nach kurzer Begutachtung stellt er fest, das der Mangel nach so kurzer Lebenszeit noch nicht auftreten dürfte. Er teilt uns daher mit, das wir den Heizkessel auf Kulanz erstattet bekommen.

                                            Der Sitz von Alde-Deutschland in Euerbach

Er wird sich mit unserer Reparaturwerkstatt in Verbindung setzen und dann bekommen wir den Materialpreis ersetzt. Das ist mal eine gute Neuigkeit und unsere Geldbörse wird um etwa 1.300 Euro aufgefüllt. Mit guter Laune nehmen wir die restlichen Kilometer bis zu unserem Etappenziel in Angriff. Wir wollen mal wieder nach Dettelbach, auf den Stellplatz an der Mainlände. Den kennen wir schon und auch dort können wir unser kleines Auto gut abstellen.

Bei strahlendem Sonnenschein erreicht wir den nahezu leeren Stellplatz und finden einen schönen Platz, direkt am Ufer des Mains. Leider stellen wir erst später fest, dass wir hier keinen Fernsehempfang haben, weil die Satellitenschüssel direkt vor einem Bau steht. Vielleicht ändern wir das Morgen noch, denn wir wollen wohl bis Montag hier bleiben. Aber so richten wir uns erst einmal ein und ich bezahle unseren Aufenthalt von 10,-- Euro pro Tag. Strom kostet 50 Cent pro kWh. Das ist mal günstig. Da es mittlerweile schon 15 Uhr ist, gehe ich zum nahen Edeka, um uns eine Kleinigkeit zum Essen zu besorgen.




                                            Unser Stellplatz in Dettelbach an der Mainfähre

Vor dem Eingang zum Supermarkt steht eine Grillbude und da kann ich dann doch nicht vorbei gehen. Es gibt Currywurst mit Pommes. Die vernichten wir dann schnell im Wohnmobil und dann wird es auch bald dunkel. Die kommende Nacht wir bitterkalt mit Temperaturen bis Minus 10 Grad. Da muss unsere Heizung wieder alles geben.

Tag 7 - Samstag, 22.11.2025

Minus 10 Grad am Morgen!!! Es ist bitterkalt, aber dafür scheint die Sonne von einem blauen Himmel. Als sich mit Ellie Gassi gehe, steigen Nebelschwaden aus dem Main und es gibt eine mystische Kulisse. Es ist windstill und man könnte meinen, der Fluß kocht. Aber dann wird erstmal gefrühstückt und danach lockt doch das schöne Wetter raus und ich gehe mit Ellie ein Stück am Main entlang. Die Temperaturen kommen nicht aus dem Frostbereich raus.



                                Der sonnige und frostige Morgen zaubert schöne Bilder auf den Fluß
                                                                   Schöne Spiegelbilder
                                                                Kalte Füße inbegriffen

Ich komme an einer Gartenanlage vorbei, wo die Besitzer nette Sprüche an den Zaun gehängt haben. In der Ferne sehe ich die Weinberge, die sich jetzt im Winterschlaf befinden. Anschließend machen wir uns mit unserem kleinen Auto auf den Weg zum Supermarkt. Das ist natürlich jetzt der Vorteil, weil wir den Getränkevorrat leichter auffüllen können. Früher habe ich das immer zu Fuß erledigt.


Nach dem Mittagessen mache ich eine kleine Pause und gehe dann nochmal mit Ellie am Main entlang bis zur Schleuse Dettelbach. Die Sonne scheint noch von einem wolkenlosen Himmel, aber es wird schon wieder kälter. Dann trinken wir Kaffee und genießen die kleine Leckerei, die wir uns vom Bäcker mitgebracht haben. Ich mache dann nochmal etwas Ordnung in der Heckgarage und dann wird es auch schon wieder dunkel. Uns erwartet wieder eine frostige Nacht. Diesmal zeigt die Vorhersage Temperaturen bis Minus 11 Grad. Danach soll es aber wieder etwas milder werden. 

                                                        Weinberge im Winterschlaf
                    Schöner Blick über den Main nach Dettelbach. Die Fähre und der Stellplatz davor

Tag 8 - Sonntag, 23.11.2025

Auch heute beginnt der Tag mit strengem Frost von etwa Minus 10 Grad. Dazu ist es etwas neblig und alles sitzt voller Reif. Auch das gibt wieder tolle Bilder und man hat den Eindruck, das die Fotos aussehen wie schwarz/weiß Bilder. Es fehlt komplett die Farbe. Nach einer kalten Gassirunde und dem Frühstück verlängere ich unseren Aufenthalt nochmal bis Morgen. Da sich das Wetter am heutigen Abend stark ändert und sich Schnee und Eisregen droht, sind wir noch lange nicht sicher, ob wir nicht auch noch Morgen hier vor Ort bleiben. Glatte Straßen können wir nicht gebrauchen.

                                            So einen tollen Blick hat man wirklich selten
                                         Leichter Nebel liegt an Morgen über dem Land

Aber zunächst scheint wieder die Sonne, nachdem sich der Nebel aufgelöst hat. Ich mache mich dann mit Ellie auf den Weg in die Weinberge. Ich erhoffe mir auch von weiter oben schöne Ausblicke und tolle Fotos. Auch weiter oben liegt der Reif auf der ganzen Landschaft und die Sonne schafft es nicht, ihn aufzulösen. Ich werde nicht enttäuscht und bekomme einen tollen Blick auf die Umgebung, den Main und die Stadt. Ich bleibe des Öfteren stehen und genieße die Aussicht. Es bleibt im frostigen Bereich und ich bin froh, mich dick angezogen zu haben.

                                                Über dem ganzen Land liegt noch der Reif
                                    Ein schöner Blick auf die historische Altstadt von Dettelbach
                                                                Blick über den Main
                        Auch unser Wohnmobil mit dem roten Auto daneben kann ich gut erkennen

Dann mache ich mich wieder auf den Weg zurück zum Platz und freue mich auf das warme Wohnmobil. Zum Nachmittag kommen erste Wolken auf und verdecken die Sonne. Da es dann wieder schnell dunkel wird, kann man die Wetterveränderung nicht gut verfolgen. Aber gegen 19 Uhr soll uns der erste Eisregen erreichen. Für den späteren Abend soll es dann schneien. Mal sehen, was uns da so ereilt.

Tag 9 - Montag, 24.11.2025

Es hat am späten gestrigen Abend tatsächlich geschneit und am heutigen Morgen ist davon noch einiges liegen geblieben. Da gehe ich doch gleich mit Ellie raus, die ja den Schnee liebt. Die ist sofort begeistert und stürmt durch die weiße Pracht. Ich denke, dass etwa drei bis vier cm Schnee liegen. da sieht die Landschaft doch wieder ganz anders aus. Die Temperatur beträgt etwa null bis plus ein Grad und so ist der Schnee recht pappig. Nach einer ausgedehnten Gassirunde wird erst mal gefrühstückt.

Es bleibt trocken und bei leichten Plusgraden hält sich der Schnee noch einige Zeit. Da wird man doch zum Kind und ich bastele mir einen kleinen Schneemann. Der sieht am Ende recht dreckig aus, da ich beim Rollen den ganzen Mist mit aufsammele. Ist doch ein bisschen zu wenig Schnee gewesen. Aber was solls!! Dann gehen wir nochmal zum Edeka gegenüber und kaufen noch ein paar Lebensmittel ein. Dann essen wir zu Mittag und ich gehe nochmal mit Ellie raus. Es wird dann doch etwas zu warm und der Schnee schmilzt langsam dahin.

                                            Mein Meisterwerk aus Schnee, Dreck und Blättern.

Später schaut vereinzelt mal die Sonne raus und ich entschließe mich zu einem kleinen Stadtrundgang. Die kenne ich zwar schon von unseren früheren Besuchen, aber man findet immer wieder ein paar neue Einblicke. Ich laufe dann noch zur Wallfahrtskirche "Maria im Sand", die etwas außerhalb der Innenstadt liegt. Die Wallfahrtstradition geht auf das beginnende 16. Jahrhundert zurück und hatte zunächst einen angeblich wundertätigen Bildstock zum Ziel. Im 17. Jahrhundert wurde das die heutige Kirche errichtet und ist noch heute die bedeutendste im Bistum Würzburg.
Wallfahrtskirche "Maria im Sand"

Rundaltar
Orgelempore im Seitenschiff
Gnadenbild
Neben der Kirche erbaute man ein Kloster, das über 400 Jahre von Franziskanern betreut wurde. Das Kloster wurde erst im Jahre 2017 aufgelöst. Im Inneren der Kirche fällt einem sofort der Gnadenaltar auf mit dem wundertätigen Muttergottesbild als Mittelpunkt des Kirchenbaus. Ich mache mich dann wieder auf den Rückweg zum Stellplatz, wo eine Tasse Kaffee auf mich wartet. Nach einer kleinen Pause ist es schon wieder dunkel. Die Temperaturen sollen nicht mehr in den frostigen Bereich gehen. Daher werden wir Morgen wohl weiterziehen. 

Tag 10 - Dienstag, 25.11.2025

Heute wollen wir wieder weiterfahren und machen uns nach dem Frühstück fertig. Das Wetter ist trüb und leicht nebelig, aber wenigstens trocken. Unser heutiges Ziel ist der Wohnmobilstellplatz P2 in Rothenburg ob der Tauber. Dort ist seit einigen Tagen der Weihnachtsmarkt geöffnet und den wollen wir uns ansehen. Die historische Altstadt kennen wir schon von früheren Besuchen, aber in der Vorweihnachtszeit waren wir hier noch nie. Die heutige Strecke ist nicht besonders lang und die 64 km schaffen wir ohne Probleme.



          Unsere Parzelle auf dem Stellplatz P2 mit einer kleinen Parkbucht für unser kleines Auto

Die Straßen sind frei und es herrscht wenig Verkehr. Wir erreichen den Stellplatz, auf dem weniger los ist, als wir gedacht haben. Wir finden einen Platz und können in einer kleinen Parkbuch daneben unser Auto stellen. Für die Übernachtung zahlen wir 20,-- Euro und für den PKW 8,-- Euro. Strom kostet 80 Cent pro kWh. Da es auf die Mittagszeit zugeht, machen wir uns gleich auf den Weg in den Ort. Der Weihnachtsmarkt ist bereits seit 10 Uhr geöffnet. 

                                                                 Eingang zur Altstadt
                                                        Eines der vielen Tore der Stadt

                                                        Rathausplatz mit Weihnachtsmarkt 

                                                Das Weihnachtsdorf ist ganzjährig geöffnet

Es geht ja nur über die Hauptstraße und schon ist man da. Sofort fühlt man sich ins Mittelalter versetzt und nur die wenigen Autos erinnern daran, daß wir im hier und jetzt sind. Über das alte Kopfsteinpflaster erreichen wir den Marktplatz. Alles ist auf dem Weg auf Weihnachten geschmückt. Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus ist der Weihnachtsmarkt aufgestellt. Aber auch in den Gassen und kleinen Plätzen dahinter befinden sich immer wieder die Marktstände.

                                                                    Anwesenheitsbeweis



Glühweinstände sind in der Überzahl, aber natürlich auch viele Stände, an denen man sich mit Leckereien versorgen kann. Wir finden einen Langoschstand und da können wir nicht vorbei. Hier bedienen wir uns und lassen es uns schmecken. Der hat wirklich gut geschmeckt und macht satt. Weiter geht unser Rundgang durch den Ort und der füllt sich langsam. Auch ein Bus mit Touristen aus China ist eingetroffen und die sind nicht zu übersehen. Alle haben ein Handy in der Hand und fotografieren jede Ecke und viele haben einen Mundschutz auf.

Langsam machen wir uns wieder auf den Rückweg und ich gehe nochmal los. Nicht weit vom Stellplatz entfernt gibt es ein neues E-Center und einen Aldi direkt nebenan. Die sind wohl erst vor Kurzem eröffnet worden. Hier möchte ich noch ein paar Aufbackbrötchen und ein Brot kaufen. Zurück am Platz gönne ich mir eine Pause und anschließend eine Tasse Kaffee. Draußen wird es langsam wieder dunkel. Morgen wollen wir schon wieder weiter, denn mehr als die historische Altstadt kann man hier nicht bewundern und die kennen wir ja schließlich schon.

Tag 11 - 26.11.2025

Der Tag beginnt trüb und während wir noch frühstücken beginnt es zu regnen und dann geht es tatsächlich in Schnee über. Große Schneeflocken fallen vom Himmel und es wird sogar etwas weiß draußen. Gegen 10 Uhr sollte es eigentlich aufhören, aber das Wetter hält sich nicht daran. So machen wir uns bei dem Mistwetter für die Weiterfahrt fertig und verlassen den Platz.

                            Starker Schneeregen vor unserer Abfahrt aus Rothenburg ob der Tauber

Unser heutiges Ziel ist der Wohnmobilstellplatz am Donaubad in Neu-Ulm. Das sind etwa 134 km, die man in gut 1,5 Stunden zurücklegen könnte. Aber schon auf dem Weg zur A7 beginnt es wieder heftiger zu schneien und dass sollte auch lange Zeit so bleiben. Die Straßenverhältnisse sind zwar nicht gefährlich, aber die schlechte Sicht bleibt uns erhalten. Während der gesamten Fahrt habe ich das Problem, dass die Frontscheibe immer wieder beschlägt. Da fehlt mir dann doch meine Beifahrerin, die das besser regeln könnte.

Aber es klappt dann so leidlich und bei einem kleinen Stau bediene ich mich dem Handsauger, der mir die Feuchtigkeit von der Scheibe nimmt. Da wir uns wegen des Wetter langsamer bewegen, brauchen wir auch etwas länger für die Strecke. Abe wir erreichen unser Ziel ohne weitere Probleme und fahren auf den Platz. Der ist in diesem Jahr vergrößert worden und die Zahl der Parzellen wurde auf 95 verdoppelt. Jetzt ist er nicht sehr gut besucht uns wir finden natürlich ein schönes Plätzchen. Wir nutzen einen der XL-Plätze. Die sind sehr lang und breit und wir können unser Auto mit auf den Platz stellen.


                                                 Die große Parzelle auf dem Stellplatz
                     Der Stellplatz im Grünen nicht weit vom Donaubad und der Eishalle entfernt
                                        Die Donau mit dem Ulmer Münster im Hintergrund

Wir stellen uns auf und ich gehe eine kurze Gassirunde zur Donau. Die führt sehr viel Wasser und da das Wetter immer noch sehr feucht ist, gehe ich auch wieder gleich zurück. Wir essen dann zu Mittag und ich mache eine Pause. Ich habe auch keine große Lust auf einen längeren Spaziergang und so schauen wir uns zur Kaffeezeit das Skispringen im Fernsehen an. Das wird aus Falun in Schweden übertragen. Dort waren wir letztes Jahr im Sommer. Der dortige Campingplatz lag direkt neben dem Skistadion und ich erkenne alles wieder.

Hier in Neu- Ulm zahlen wir für den großen Platz 20,-- Euro, Strom kostet einen Euro pro kWh. Wlan ist im Preis inbegriffen und das ist auch gut so, denn ich habe schon viel von meinem Datenvolumen verbraucht. Für die kleineren Parzellen zahlt man 16,-- Euro. Man kann hier nur für einen Tag ein Ticket ziehen, da der Platz im Hochwasserbereich der Donau liegt und im Ernstfall muss der Platz innerhalb von 6 Stunden geräumt werden. Dann wäre es blöd, wenn man für mehrere Tage gebucht hätte. Aber zur Zeit ist kein Hochwasser in Sicht.

Am Nachmittag bringen wir noch unsere Winterabdeckung an, denn wir wollen hier zwei Nächte stehen bleiben und die Nachttemperaturen sollen sich um den Gefrierpunkt bewegen. Morgen soll das Wetter trocken bleiben und wir wollen uns dann den Weihnachtsmarkt ansehen. Der ist auf dem großen Platz für dem Münster aufgebaut. Den kennen wir noch nicht, da wir sonst immer zu anderen Jahreszeiten hier waren.

                                                                Unsere Strecke für heute

Tag 12 - Donnerstag, 27.11.2025

Heute ist es trocken, aber auch stark bewölkt. Aber wir freuen uns, daß es wenigstens mal nicht regnet. Wir gehen daher nach dem Frühstück in die Stadt, denn wir wollen den dortigen Weihnachtsmarkt besuchen. Der ist auf dem großen Marktplatz vor und neben der Stadtkirche aufgebaut. Wir nehmen dazu den Fußweg an der Donau entlang. Schon von weitem erkennen wir, daß die Wegstrecke gegenüber der Vergangenheit geändert wurde.

               Hier wird einem der rote Teppich ausgelegt. Die provisorische Brücke über die Donau

Die Fußgängerbrücke scheint abgerissen worden zu sein und durch eine provisorische Brücke ersetzt. Auch wird neben der großen Straßenbrücke wohl ein neues Brückenbauwerk errichtet. Hier wurde eine große Baustelle eingerichtet. Der Donaurad- und Fußweg wurde etwas verlegt und wird ab kommenden Montag auf einem Teilstück gesperrt. Wir können aber noch komplett am Fluß entlang laufen und erreichen dann das alte Fischerviertel mit seinen schönen Fachwerkhäusern, die teilweise vom Fluß "Große Blau" durchflossen wird.




                                                             Das schöne Fischereiviertel
                                                                Das "Schiefe Hotel"

Wir erreichen dann den Weihnachtsmarkt mit seinen Einheitlichen Buden. Es sollen etwa 130 davon aufgestellt sein und bieten den üblichen Mix. Auch um der Markt herum kann man gut die Sicherheitsvorkehrungen erkennen, um ein Befahren des Platzes zu verhindern. Wir lassen uns viel Zeit und bummeln durch die vielen Gassen. Wir halten Ausschau nach den Leckereien, die hier angeboten werden, weil heute die Wohnmobilküche kalt bleibt. 

                                                            Eingang zum Weihnachtsmarkt
                                                                Ein Spaß für Groß und Klein
                                                 Auch ein paar lebende Tiere vor der Krippe 
                                                     Auch ein altes Karussell dreht sich hier

Nachdem wir alle Gassen durchquert haben, entscheiden wir uns für eine leckere Bratwurst im Brötchen. Anschließend laufen wir noch ein gutes Stück durch die Einkaufsstraße der Stadt und kehren auf dem Rückweg nochmal zum Weihnachtsmarkt zurück. Hier gönnen wir uns noch eine Portion frische Churros, die wir auf dem Rückweg zum Stellplatz verzehren. Wir nehmen den gleichen Weg, den wir auch vorhin gegangen sind. Da man ja die Donau überqueren muß, gibt es nicht so viele Möglichkeiten.

                                                        Da kommen ein paar Meter zusammen

Zurück am Platz ziehen wir noch schnell ein Ticket für den Tag, da wir das vorhin glatt vergessen haben, da die 24 Stunden bereits verstrichen waren. Dann folgt eine Gassirunde mit Ellie. Ich hole noch ein paar Getränke aus unserer Außenstauklape und da stelle ich tatsächlich auf dem Boden ein Mäuseköttel fest. Es gibt auch eine angefressene Kartoffel und eine Tüte Tweets, die auch "geöffnet" wurde. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als zum nächsten Baumarkt zu fahren, um ein paar Mausefallen zu kaufen. Bei der Gelegenheit nehme ich noch eine leere Gasflasche mit, um sie dort zu tauschen.

                                                In der nahen Eishalle wird wieder fleißig trainiert

Das ist schnell erledigt, weil wir ja unser Auto mit haben. Die Gasflasche kostet knapp 27,-- Euro, hier am Platz wären 35,-- Euro fällig gewesen. Dann stelle ich zwei Fallen in die Außenklappe und locke mit Nutella. Das klappt eigentlich immer. Aber wir stellen uns natürlich die Frage, wie die Biester überhaupt ins Wohnmobil gelangt sind. Schon kurze Zeit später ist ein Übeltäter gefasst. Jetzt ist nur die Frage, war es ein Einzelgänger, oder sind da noch mehr von der Sorte. Die Falle stelle ich natürlich wieder auf und dann werden wir weiter sehen. Morgen soll es für uns endgültig in den Schnee gehen, der am Alpenrand schon reichlich gefallen ist. Selbst die ersten Loipen sind schon gespurt und das noch im November.


Tag 13 - Freitag, 28.11.2025

Heute geht es für uns weiter und in der Nacht war es leicht frostig. Unser Auto ist leicht gefroren, taut aber während unseres Frühstücks wieder auf. Beim Blick in unsere Außenklappe entdecke ich noch ein Maus in der Falle. Mal sehen, ob es noch mehr werden. Wir machen uns dann für die Weiterfahrt fertig und verlassen den Platz. Es geht dann weiter südwärts auf die A7 und die heutige Strecke beträgt etwa 105 km. Es herrscht wenig Verkehr und aus dem trüben Wetter wird langsam Sonnenschein. Etwa nach der Hälfte der Strecke haben wir blauen Himmel und die Sonne scheint durch die Frontscheibe und mir wird sehr warm.

Wir erreichen unser Ziel in Nesselwang auf dem Stellplatz an der Alpspitzbahn ohne Probleme. Zwischen Memmingen und Kempten beginnt die Landschaft weiß zu werden und schon sehr früh kann man die Alpen am Horizont sehen. In Nesselwang selbst liegen vielleicht 25 - 30 cm Schnee und auf den Pisten der Alpspitzbahn türmen sich schon die Hügel mit Kunstschnee. Wir stellen uns auf und da unser Hund am Rad dreht, ziehen wir ihm die Stulpen und ein Mäntelchen an. Ich gehe dann mit ihr raus in den Schnee. Für sie ist es ein Spaß durch den für sie tiefen Schnee zu rennen. Wir zahlen für den Platz 17,-- Euro pro Tag. Strom kostet einen Euro pro kWh.


                                            Unsere Parzelle auf dem Platz in Nesselwang
                                                Mit dieser Aussicht durch die Frontscheibe

Die Sonne scheint toll, aber es ist auch sehr frisch. Wir laufen bis zum kleinen Lift und kehren dort um. Ellie tobt durch den Schnee. Leider soll das Wetter in der Nacht umschwenken und zu regnen beginnen. Das ist natürlich für den Schnee nicht sehr schön und da es dann nicht mehr friert, wird wohl Morgen alles matschig sein. Aber heute genießen wir noch den Sonnenschein und das Wohnmobil wird ordentlich aufgeheizt. Nach dem Mittagessen gehe ich zum nahen Bäcker, denn ich will mir etwas zum Kaffee besorgen. Die Auswahl ist nicht besonders und ich finde noch ein letztes Stück Torte. Aus den letzten Jahren war mir schon bekannt, das der Bäcker recht teuer ist. Das wird wohl mein erster und letzter Besuch hier sein.

                                                    Ellie mit Stulpen und Mäntelchen

                                                            Blick über das Skigebiet
                                Auf der Hauptabfahrt liegen noch große Hügel mit Kunstschnee
                            Blick Richtung Ort und etwa in der Mitte erkennt man den Stellplatz

Nach dem Kaffee verschwindet die Sonne langsam hinter den Bergen und es wird schnell kühler im Wohnmobil. Nun muß unsere Heizung wieder ran. Da es dann langsam dunkel wird, bringen wir noch schnell unsere Winterabdeckung an. 

                                                        Blick vom Platz auf die Stadtkirche
             Das ist ein Bild von der Webcam des Platzes. Hinten links stehen wir mit dem roten Auto
                                                         Das ist unsere heutige Fahrstrecke

Tag 14 - Samstag, 29.11.2025

In der Nach hat es zeitweise geregnet und am Morgen ist es noch reichlich glatt vor dem Wohnmobil. Es bleibt dann aber den Rest des Tages trocken. Der Regen hat aber dem Schnee nicht sehr geschadet und selbst auf den Bäumen ist er noch liegen geblieben. Aber natürlich ist er jetzt sehr pappig. Das freut aber unserem Hund, denn so bleibt er nicht so an den Füßen hängen. Ich gehe nach dem Frühstück eine Runde mit ihr durch die Schnee und sie hat wieder mächtig Spaß. Ich glaube, das ist genau ihre Jahreszeit.

                                            Es liegt noch immer genug Schnee auf den Hängen

                                         Der Wasserfall von Nesselwang mit einiger Eisbildung

Am späteren Vormittag gehe ich dann mit meiner Frau in das nahe Sportgeschäft. Das ist immer eine Anlaufstelle, denn es gibt zu dieser Jahreszeit öfter gute Angebote. Auch heute gibt es auf die Wintermode 30 % Nachlass. Da ich auf eine neue Jacke spekuliere, hoffe ich auf eine gute Auswahl. Mir gefallen gleich einige Jacken und bei einer davon bleibe ich hängen. Mit dem Nachlass bin ich auch dann zufrieden und auch meine Frau findet noch etwas. Meine alte Jacke wandert sofort in den Schrank.

Nach dem Mittagessen reißt der Himmel auf und die Sonne kommt sogar durch. Nachdem wir das erste Biathlonrennen im Fernsehen angeschaut haben, zieht es mich nochmal raus. Ellie kommt natürlich mit und mir gehen gemütlich durch den Schnee zum Wasserfall. Der führt auch gut Wasser, ist aber nicht so gefroren, wie ich erhofft hatte. Aber toll sieht es aus und ist immer einen Spaziergang wert. Ich gehe dann zum Wohnmobil zurück und nach einer Tasse Kaffee fahren wir noch zum nahen Aldi und kaufen fehlende Lebensmittel ein.

Dabei sind wir wieder froh, unser Auto dabei zu haben. So können wir uns mit Vorräten eindecken und müssen nicht alles mühevoll schleppen. Aber zurück am Platz wird es schon wieder dunkel und wir wärmen uns im Wohnmobil auf. Draußen wird es leicht frostig, soll aber nicht schlimm werden.

Tag 15 - Sonntag, 30.11.2025

Die Nacht war leicht frostig und da es Sonntag ist, werden wir von den Glocken der nahen Stadtkirche geweckt. Was mich betrifft, so war ich schon vorher wach. Das Wetter ist einigermaßen schön und in der Ferne erkenne ich auch einen Heißluftballon. Während des Frühstücks ändern wir unsere Planung für die nächsten Tage. Ursprünglich hatten wir vor, bis Donnerstag hier zu bleiben. Bei der jetzigen Schneelage kann ich von hier aus nicht besonders mit dem Hund laufen, denn die Straßen rundherum sind alle mit Salz gestreut und das möchte ihm nicht antun.

Und es gibt hier eigentlich keine Winterwanderwege, die vom Stellplatz aus zu laufen wären. Wir entscheiden uns daher, noch heute nach Pfronten-Weißbach zu fahren, wo wir eigentlich erst ab 14.12. einen Platz gebucht haben. Von dort kann ich aber mit dem Hund fast in alle Richtungen besser laufen und auch eine kleine Gassirunde ist von dort aus viel einfachen. Also machen wir uns nach dem Frühstück startklar und verlassen den Platz. Wir haben es ja nicht weit und die Strecke beträgt nur sechs Kilometer. Das geht natürlich ganz schnell und wir erreichen den Platz, der nur von zwei Wohnmobilen belegt ist.


                                                                         Unsere Parzelle
       Der Stellplatz liegt zwar in einem kleinen Gewerbegebiet, Lärm haben wir aber noch nie verspürt

Wir stellen uns auch gleich auf den Platz, den wir uns reserviert hatten. So brauchen wir uns später nicht umstellen. Wir richten uns gleich ein und ich gehe auf eine erste Runde mit Ellie die bekannte Talrunde zu den Bibern, die hier seit einigen Jahren heimisch sind. Zu sehen bekommt man die um diese Jahreszeit wohl eher nicht. Aber die Spuren sind deutlich in der Landschaft zu erkennen. Ob die den Winter komplett verschlafen, weiß ich zwar nicht, aber man erkennt auf den Spazierwegen die Schleifspuren, wo die Biester die abgebissenen Äste transportieren.

                                                Hier haben die Biber den Bach aufgestaut
                        Wir gehen ein Stück auf dem Talweg und hier kann Ellie auch gut frei laufen

Das Wetter ist ganz ok und wir laufen ein ganzes Stück des Weges und erkennen, dass die Loipe hier in einem schlechten Zustand ist. Da kommt schon überall die Wiese durch und ist nicht mehr zu befahren. Aber die Loipen in Richtung Pfronten Ried und Röfleuten sollen noch gehen. Wir essen dann erst zu Mittag und bei einer Pause schauen wir Biathlon im Fernsehen. Danach zieht es mich doch noch in die Loipe und fahre dazu mit dem Auto nach Röfleuten. Dort bin ich letzten Winter auch ein paar mal gestartet und jetzt erspare ich mir den weiten Fußweg.

                                                     Hier geht es so gerade noch zu fahren
                                                        Blick Richtung Weißbach
                                        Blick auf den Breitenberg und die Tannheimer Berge
                        Blick auf die Stadtkirche von Pfronten Ried und dahinter die Burg Falkenstein

                                                        Die 1,35 km bin ich drei mal gelaufen
                                    Blick auf Röfleuten, einer der vielen Ortsteile von Pfronten

Aber auch hier ist die Loipe schon sehr schlecht. Ich fahre trotzdem drei mal die kleine Runde und lege dabei gut vier Kilometer zurück. Für den Anfang reicht mir das, obwohl ich nicht glaube, dass die Loipe die nächste Nacht überlebt, da leichter Schneeregen gemeldet ist. Das wird ihr dann wohl den Rest geben. Aber mal sehen, was Morgen im Internet vermeldet wird. Zurück am Platz trinken wir Kaffee und am frühen Abend melden wir uns bei der Chefin in der Rezeption an. Dann wird es auch schnell dunkel und es beginnt leicht zu regnen.

Tag 16 - Montag, 01.12.2025

Der Tag beginnt recht nebelig und die Sicht liegt etwa bei 100 Meter. Nach einer kurzen Gassirunde frühstücken wir erst einmal. Später drängt der Hund raus und da gehe ich doch glatt mit. Auf der Talrunde lichtet sich der Nebel langsam und die Sonne kommt raus. Sofort wird es warm und so läuft es sich doch gleich besser. Aber die Sonne verschwindet noch während des Spaziergangs wieder hinter Wolken. Ich entdecke noch ein Stück der Talloipe, die einigermaßen gut aussieht.

                                       Langsam bahnt sich die Sonne ihren Weg durch den Nebel

                                                 Bis er dann endlich ganz verschwunden ist
                                             Hier sieht die Loipe allerdings noch ganz gut aus

Ich hatte heute Morgen in der Touristeninfo in Pfronten angerufen und dort wurde mir gesagt, dass die Loipen wohl nicht mehr zu befahren sind. Im Internet sind aber noch fast alle als offen gemeldet. Die Loipe zwischen Weißbach und Rehbichel ist garnicht erst aufgeführt. Ich will das doch noch ausprobieren und schnappe mir meine Ski und laufe zum Loipeneinstieg. Hier ist die Fläche nur für die Skatingvariante präpariert, eine Loipe ist nicht zu sehen.

Was macht also ein echter Niederrheiner, er bastelt sich seine eigene Loipe. Das habe ich selbst schon in der Heimat schon gemacht, wenn denn mal ausreichend Schnee gelegen hat. So fahre ich etwa 1,6 km in eine Richtung und drehe dann aber um, als das Gelände nicht mehr zu befahren ist. So habe ich mich wenigstens wieder etwas auf den Ski bewegt, denn die nächsten Tage bleibt es trocken und mild. Vielleicht fahre ich diese Runde Morgen nochmal, da es in der Nacht frieren soll.


                                                 Nicht besonders schön, aber selbst gemacht
                                                     Diese Strecke bin ich zwei Mal gefahren

Nach der Tour gibt es Kaffee und Gebäck. anschließend nutzen wir die Gelegenheit und waschen zwei Maschinen. Das klappt ganz gut und so sind wir wieder eine gewisse Zeit bestückt. Hoffentlich hält der Wetterbericht, was er uns für Morgen verspricht. Es soll sehr sonnig werden.

Tag 17 - Dienstag, 02.12.2025

Heute wird ein schöner Tag, denn schon am frühen Morgen scheint die Sonne von einem blauen Himmel und die Nacht war sehr frostig. Alles ist gefroren und der Schnee knirscht unter den Füßen, als ich mit Ellie Gassi gehe. Nach dem Frühstück lockt uns die Sonne raus und wir gehen auf einen längeren Spaziergang, der uns zunächst durch das Tal führt. Schon hier haben wir tolle Aussichten auf die Landschaft und die Berge im Hintergrund.

                                                Schon früh am Morgen scheint die Sonne

Wir überqueren dann die Hauptstraße und gehen den Weg von Kappel Richtung Röfleuten. Auch hier haben wir ein tolles Panorama auf die Berge bis hin zur Zugspitze. Wir kommen auch an der Weide vorbei, wo schon seit ein paar Jahren zwei Alpakas wohnen. Die haben sich ein sonniges Plätzchen ausgesucht, leider etwas weit von uns entfernt. Weiter geht es am Fohlenhof vorbei. Dann überqueren wir wieder die Straße und landen schließlich wieder am Stellplatz. Ich denke, dass wir etwa fünf Kilometer gelaufen sind.



                                   Die beiden Alpakas haben sich ein sonniges Plätzchen gesucht

                                                                 Pferde beim Fohlenhof
                                                        Die Stadtkirche von Pfronten-Ried

Wir essen dann zu Mittage und nach einer kleinen Pause mache ich mich mit dem Auto auf den Weg nach Nesselwang. Ich möchte dort am V-Markt (einem Supermarkt) nachsehen, ob man hier noch Gasflaschen tauschen kann. Das scheint zu gehen und man bekommt hier auch Stahl- und Aluflaschen getauscht und das zu einem Preis von 26,99 Euro. Hier am Platz zahlen wir 32,-- Euro. Da wir spätestens jeden dritten oder vierten Tag eine neue Flasche brauchen, würden wir einiges an Kosten sparen. Da ich eine leere Aluflasche dabei habe, tausche ich die auch gleich um.

Das geht recht einfach, in dem man an der Kasse im Supermarkt die leere Flasche abgibt und den Tausch bezahlt. Man erhält einen Schlüssel und kann vor dem Markt in einem Schließfach die volle Flasche entnehmen. Den Schlüssel läßt man einfach stecken. Ich hole mir bei der Gelegenheit noch frisches Obst und mache mich wieder auf den Rückweg. Ich schaue noch schnell am Biathloscenter vorbei. Ich möchte nachschauen, ob dort noch Langlauf möglich ist. Hier ist noch eine Skatingloipe gespurt, für die klassische Variante fehlt aber auch hier die Schneeauflage. So fahre ich zum Platz zurück.

Nach einer kleinen Gassirunde gehen wir ins platzeigene Restaurant und holen uns ein leckeres Stück Kuchen. Den lassen wir uns bei einer Tasse Kaffee schmecken, während es draußen schnell dunkel wird.

Tag 18 - Mittwoch, 03.12.2025

Auch heute scheint die Sonne und der Himmel wird nur von ein paar harmlosen Wolken bedeckt. Nach dem Frühstück zieht es mich dann auch mit Ellie nach draußen und wir machen uns auf eine größere Talrunde. Die Nacht war wieder recht frostig und die Böden sind durchgefroren und gut zu begehen. Wir gehen die komplette Talrunde und landen in Rehbichl. Der kleine Ortsteil von Pfronten liegt leicht über dem Talgrund und man hat von hier aus einen schönen Überblick über die Landschaft und die übrigen Ortsteile.


                                    Die Zugspitze im Hintergrund erscheint garnicht so weit weg
                                                 Der arme Kerl bekommt sicher kalte Füße
                                                        Die kleine Kirche von Rehbichl
                            Blick Richtung Pfronten Ried, Breitenberg und die Tannheimer Berge
                                                           Blick zurück Richtung Rehbichl

Ellie kann die meiste Zeit ohne Leine laufen und das gefällt ihr und mir auch, da macht das Laufen viel mehr Spaß. Wir haben zwar nur knapp über dem Gefrierpunkt, aber die Sonne läßt es einem viel milder erscheinen. Ich kann auf Handschuhe gut verzichten. Wir erreichen dann wieder den Stellplatz und meine Frau bereitet das Mittagessen vor. Danach gibt es eine kleine Mittagspause.

Anschließend lockt mich das schöne Wetter nochmal auf die Loipe. Ich gehe dafür zum Einstieg, der zwischen dem Stellplatz und Rehbichl liegt. Die Spur, die ich mir vorgestern selber gezogen habe, ist noch vorhanden, aber auch hart gefroren. Da macht das Fahren keine große Freude und ich wechsele öfter auf die Skatingspur. Die ist aber auch so hart, dass ich mit den Langlaufski keinen guten Halt habe, da mir ja bei diesen Ski die Kanten fehlen. So wird es wohl bei dem letzten Versuch bleiben, denn in den nächsten Tagen wird sich die Situation weiter verschlechtern.

          Am Ende meiner Langlaufrunde ist die Sonne schon verschwunden und es wird schnell kalt

So mache ich mich wieder auf den Rückweg zum Platz und wir packen die Winterabdeckung auf das Wohnmobil. Wir haben uns auch eine Lichterkette mitgebracht, die wir bei der Gelegenheit draußen an der Hecke anbringen. Das sieht dann etwas hübscher aus. Aber schon wird es wieder dunkel und wir genießen eine Tasse Kaffee mit Weihnachtsgebäck. Morgen soll das Wetter nochmal sonnig werden, bevor es dann für ein paar Tage schlechter werden soll. Schaun wir mal.

                                        Ein bißchen Weihnachtsstimmung vor dem Wohnmobil

Tag 19 - Donnerstag, 04.12.2025

Heute ist nochmal ein sonniger Tag, der wieder frostig beginnt. Wir wollen das Wetter für einen Spaziergang ausnutzen und daher fahren wir nach dem Frühstück zum Hofpensee, nahe Füssen. Wir nehmen dazu unser Auto, packen den Hund auf den Rücksitz und fahren los. Es sind etwa 13 Km bis dorthin und das ist schnell geschafft. Gleich am Ortseingang finden wir einen gebührenpflichtigen Parkplatz am Freibad.

Am Morgen landen Außerirdische in Pfronten. Hat sich aber dann doch nur um eine Linsenwolke gehandelt. Die tritt bei Südföhn auf.

Meine Frau traut sich eine Umrundung des Sees zu und so nehmen wir den Weg in Angriff. Laut Ausschilderung beträgt die Streckenlänge 6,9 Km. Der Weg führt hauptsächlich nah am Ufer des Sees entlang und man hat einen fantastischen Blick auf die See, den Ort und natürlich die Bergwelt im Hintergrund. Das Wetter ist toll und wir haben eine tolle Sicht. Der Schnee ist zum großen Teil auf dem Weg geschmolzen und der feine Schotter ist recht feucht und teilweise aufgeweicht.



                                                             Blick über den Hopfensee

Schon nach kurzer Zeit sieht der Hund aus wie ein Dreckferkel. Wenn er läuft spritzt er sich die Mühe unter den Bauch und natürlich auch an die Beine. Auch unsere Schuhe und Hosenbeine werden in Mitleidenschaft gezogen. Aber dafür entschädigt die Natur. Der See ist an den Rändern zugefroren, der größere Teil aber eisfrei. Das letzte Drittel des Weges führt durch einen Wald und hier ist es, wegen der fehlenden Sonne, ganz schön kalt.

Am Wegesrand hat man abgesägte Bäume mit hübschen Schnitzereien verziert. Eine tolle Idee. Wir erreichen dann die Promenade am See und beobachten das Treiben in den Cafés und Restaurants. Geschäfte gibt es hier kaum welche und Betrieb herrscht auch nicht. Ist halt noch vor der Saison. Wir sind dann wieder an unserem Auto angekommen und ich muss erst den Hund vom groben Dreck befreien. Er muss wieder auf die Rückbank, die wir mit einer alten Decke ausgelegt haben. Mein Handy hat 6,92 km aufgezeichnet und dafür haben wir gut zwei Stunden gebraucht.



                                                         Blick über den See auf den Ort

                                                     Hübsche Schnitzereien am Wegesrand
                                        Über den Bergen kündigt sich das schlechtere Wetter an
                                                                Unsere Strecke für heute

Wir machen uns dann wieder auf den Rückweg. Zurück am Platz muss der Hund nochmal dran glauben und ich versuche den groben Dreck auszubürsten. Später müßen wir auch die Schere zu Hilfe nehmen. Das gefällt ihm garnicht. Ich mache mich dann auf den Weg nach Nesselwang und tausche nochmal eine Gasflasche um und hole mir eine Kleinigkeit vom Bäcker. Dann gibt es Kaffee dazu, den wir im Wohnmobil genießen. Anschließend gehe ich noch ins Restaurant und bestelle und einen Tisch für Samstag Nachmittag. Draußen wird es schon wieder dunkel und in der Nacht soll es leicht schneien.

Tag 20 - Freitag, 05.12.2025

Noch am späten gestrigen Abend gab es Eisregen, der in der Nacht in Regen und später in Schnee überging. Am Morgen war es dann teilweise rutschig durch Schneematsch. In den Hochlagen hat es geschneit und hier unten bei uns ist nicht viel davon übrig geblieben. Es bleibt auch den ganzen Tag über trüb und stark bewölkt. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Füssen. Dort wollen wir im Fressnapf ein paar Leckereien für unseren Hund kaufen.

                                                    Weiter oben hat es etwas geschneit
                                                          Heute ist es trüb und stark bewölkt

Im gleichen Gewerbegebiet gibt es auch einen großen V-Markt, dort machen wir auch noch einen Abstecher und kaufen ein paar fehlende Lebensmittel ein. Dann fahren wir über Vils nach Pfronten, um in der Käsealp einzukaufen. Die hat aber noch Betriebsferien und so fahren wir weiter in den Ort und kaufen dort in einem Käsefachgeschäft ein. Dann machen wir uns auf den Rückweg zum Platz und essen zu Mittag.

Anschießend gehe ich mit Ellie auf eine etwas längere Gassirunde. Dann trinken wir Kaffee und essen den mitgebrachten Kuchen. Während wir Biathlon im Fernsehen anschauen, trudeln unsere Freude ein, die hier das Wochenende verbringen wollen. Die haben etwa 190 km von ihrem Zuhause bis hierhin. Die Beiden werden auch an Weihnachten bis über Neujahr hier mit uns auf dem Stellplatz sein. Wir quatschen eine Weile miteinander und verabreden uns zum Abend.

                                                            Wir bekommen Besuch

Wir gehen dann zusammen zur Nikolausfeier, die hier im Ort am Sportztentrum abgehalten wird. Da ist schon eine Menge los und bei entsprechender Musik gibt es Glühwein, Würstchen und Waffeln. Wir suchen uns ein Plätzchen und gönnen uns ein alkoholisches Getränk. Der Platz ist voll und später trudeln einige Krampusse ein, die ihre Späße mit den Menschen und den Kindern machen. Eine Blaskapelle spielt dann weihnachtliche Musik, bis dann der Nikolaus eintrifft, mit einer Schar Engelchen im Schlepptau. Der hält dann eine Ansprache und verteilt Geschenke an die Kinder.





                                                        Der Nikolaus mit seiner Engelschar
                                                            Ein Krampus auf der Wiese

Wir machen uns dann wieder auf den Heimweg und haben noch nette Unterhaltungen auf dem Weg. Zurück am Platz verabreden wir uns für den morgigen Tag und verschwinden in unsere Fahrzeuge. Das Wetter hat sich gehalten und ist trocken geblieben.

                                                             Es war ein schöner Abend

Tag 21 - Samstag, 06.12.2025

Der Tag beginnt mit einem frostigen Morgen und es ist garnicht mal so schlecht. Ich gehe mit Ellie auf eine kurze Gassirunde und dann frühstücken wir gemütlich. Unsere Freunde nebenan sind schon früh auf den Beinen, das schaffen wir nicht. Aber trotzdem lockt mich das Wetter raus und ich schnappe mir den Hund und gehe auf eine Wanderung. Ich gehe durch Rehbichl in Richtung Schweinegg immer leicht bergauf. Dann biege ich ab und komme an ein paar Häusern vorbei mit dem hübschen Namen "Hummel".

                                                            Panoramafoto von Pfronten
                                    Blick rauf auf die Anwesen von Hummel und Oberdolden

Weiter geht es wieder etwas höher zu der kleinen Ansiedlung "Oberdolden". Von hier aus hat man einen tollen Ausblick auf das Pfrontener Tal und die Bergwelt rundherum. Das ist dann die höchste Stelle meiner Wanderung auf etwa 950 m. Danach geht es wieder stetig bergab und ich komme zum Kögelweier. Dort war ich vor etwa einem Jahr und da war der Weier leer. Jetzt ist er wieder gefüllt und komplett zugefroren. Man könnte glatt eine Runde Eislaufen, aber das wird wohl noch nicht klappen.

                                                    Immer wieder schöne Ausblicke
                                                          Hübsche Deko am Wegesrand
                                                    Der Blick reicht bis zum Zugspitzmassiv
                                                                 Wir werden beobachtet
                                                                        Der Kögelweier

Dann führt mich der Weg langsam, in einem weiten Bogen, zurück nach Rehbichl. Hier schließt sich der Kreis und ich bin bald wieder zurück am Platz. Gut neun Kilometer habe ich zurückgelegt. Mehr als die Hälfte der Strecke habe ich zwei gut gefüllt Hundekotbeutel mitgeschleppt, weil es keinen Müllkorb auf der Strecke gab. Es wird zwar auf Schildern darauf hingewiesen, das die Weiden hier zur Herstellung von Lebensmitteln dienen und man doch bitte den Hundekot mitnehmen soll. Das finde ich auch richtig, nur sollte man dann auch für entsprechende Entsorgungsmöglichkeiten sorgen.

                                                            Meine Wanderstrecke für heute

Zurück am Platz gibt es eine Kleinigkeit zu essen, denn wir wollen heute Nachmittag mit unseren Nachbarn ins Restaurant, wo ich für uns einen Tisch reserviert habe. Wir gehen gemeinsam dort hin und haben eine schöne Zeit, die wir mit leckeren Mahlzeiten und viel Gequatsche verbringen. Schön war`s. Danach verabschieden wir uns in unsere Fahrzeuge, wobei wir auf unserer Eintrittsstufe noch ein kleines Nikolausgeschenk vorfinden. Danke an den Nikolaus!!

                                                                Eine nette Runde
                                          Links das schöne und gemütliche Restaurant "Wiesele"
                                                        Der Nikolaus hat uns etwas gebracht

Tag 22 - Sonntag, 07.12.2025

Das Wetter ist wie erwartet gekippt und schlechter geworden. Es ist stark bewölkt, aber die meiste Zeit trocken. Auch sind die Temperaturen weiter gestiegen und es wird in den nächsten Tagen noch wärmer. Aber zunächst frühstücken wir gemütlich und danach animieren uns unsere Nachbarn auf einen Spaziergang. Mittlerweile tröpfelt es etwas uns wir nehmen die Schirme mit. Ich verzichte darauf, weil ich den Hund habe. Aber es bleibt bei einigen Tropfen und da macht mir das nichts aus. Die Wege sind weiter in keinem guten Zustand, teils rutschig teils matschig. 

Aber wir gehen es gemütlich an und haben uns viel zu erzählen. Zurück am Platz übergibt meine Frau unserer Bekannten ihren Wintermantel, der ihr irgendwie nicht passen will. Wohlweislich hat sie eine andere Jacke mitgenommen. Jedenfalls kommt die Jacke nun in bessere Hände, denn sie passt auf anhieb. Daraufhin werde wir zum Kaffee ins Restaurant eingeladen, was sicher nicht nötig gewesen wäre. Aber wir freuen uns und so können wir uns noch eine Zeit unterhalten.

Anschließend verabschieden wir uns von den Beiden, denn sie fahren wieder nach Hause. Aber zu Weihnachten sind sie wieder hier, zusammen mit anderen Wohnmobilisten, die sich auf dem Platz schon seit Jahren treffen. Das wird sicher wieder ganz lustig. Das Wetter verschlechtert sich jetzt immer weiter und wir nehmen vorsorglich unsere Winterabdeckung herunter, da in der Nacht ein Sturmtief vorbei rauscht. Da wollen wir kein Risiko eingehen. Zumal ist es auch recht mild, sodaß die Wirkung der Abdeckung nicht so ins Gewicht fällt.

Aber schnell wird es dunkel und der Regen verschlimmert sich. Dass soll so die ganze Nacht anhalten. Aber ab morgen früh soll es langsam wieder abtrocknen und noch milder werden. Aber die Sonne ist auch wieder mit dabei und so kann man es leichter verschmerzen, dass sich der Schnee wohl endgültig verabschiedet. Heute habe ich leider kein Bild für euch. Hab es irgendwie versäumt.

Tag 23  Montag, 08.12.2025

Der Wetterbericht hat Recht behalten und Regen und Sturm sind in der Nacht über uns hinweggezogen. Aber schon bei meiner Gassirunde am Morgen ist der Spuk schon wieder vorbei und das Wetter hat allen Schnee mitgenommen. Es ist trocken und sehr mild, aber die Landschaft hat sich komplett gewandelt. Nach dem Frühstück wollen wir nochmal nach Pfronten und Füssen, um einige Dinge einzukaufen. Dazu fahren wir in den V-Markt, wo wir einige Lebensmittel einkaufen.Danach wechseln wir zum Freßnapf, wo wir für Ellie ein neues Mäntelchen kaufen, da wir zunächst die Größe vom Hund ausmessen mußten.

                                                Am Morgen ist der ganze Schnee geschmolzen
                                                Eine Reihenhaussiedlung neben dem Stellplatz
          Ich habe ein paar Wallnüsse ausgelegt und die werden gerne angenommen, wie man sieht.

Unser Hund schafft es immer wieder, sich komplett einzudrecken, wenn sie über die Wege und durch die Wiesen läuft. Mit dem Mäntelchen ist es nicht so schlimm, aber in das alte Teil paßt sich nicht mehr so richtig rein und gestern ist auch der Reißverschluss ausgerissen. So ist sie für die nächste Zeit wieder versorgt. Dann geht es wieder zurück zum Platz und wir wollen heute nochmal waschen. Wir essen zwischendurch zu Mittag und ich tausche in Nesselwang eine Gasflasche um.

Anschließend gehe ich mit dem Hund auf eine große Runde durchs Tal nach Kappel, um dann am großen Josberg vorbei zu den beiden Alpakas zu gelangen. Danach geht es auf dem bekannten Weg zurück Richtung Platz. Das ist eine schöne Runde, mit hübschen Aussichten in alle Richtungen. Die Wege sind schon deutlich besser und auch der Hund ist nicht mehr so dreckig. Die nächsten Tage werden eher frühlingshaft und sehr sonnig. Von Schnee und Kälte ist nichts mehr zu sehen. So kann man aber wunderbar wandern und das geht ja auch ohne Schnee.

                Die Biber scheinen doch keinen Winterschlaf zu halten, denn die Spuren sind frisch.

                                                                Alles wieder grün
                                                        Weihnachtsdekoration mal in üppig
                                                                 Das war mal eine Loipe
                                                        Bis in die Hochlagen hat es getaut
                                                                Wer beobachtet hier wen

Tag 24 - Dienstag, 09.12.2025

Heute erwartet uns ein strahlender Tag mit viel Sonne und milden Temperaturen. Am frühen Morgen liegt leichter Reif auf den Wiesen und es ist noch recht frisch. Doch schon bald steigen die Werte auf über 10 Grad. Bei dem schönen Wetter wollen wir heute einen Ausflug mit dem Auto machen. Dafür haben wir das ja schließlich auch dabei. Wir fahren über Nesselwang nach Wertach und biegen dann in Richtung Oberjoch ab. Da fahren wir aber nicht sofort hin, sondern machen einen kleinen Umweg über Jungholz.

Da war ich schon mal Skifahren, denn der Ort liegt auf etwa 1.200 m Seehöhe und ist eigentlich recht schneesicher. Seit ein oder zwei Jahren gibt es aber hier Probleme mit der Liftanlage. Der Betreiber ist wohl insolvent gegangen und nun findet sich kein Investor. So stehen die Anlagen still, was ich sehr schade finde. So fahren wir nur langsam durch den kleinen Ort, der eine österreichische Exklave ist. Den Ort erreicht man nur über deutsche Staatsstraßen und ist vom sonstigen Österreich ausgeschlossen. Das ist so ähnlich, wie das Kleinwalsertal.

Wir fahren dann wieder auf die Hauptstraße nach Oberjoch und dann geht es Richtung Bad Hindelang. Bevor wir den Oberjochpaß runter fahren, machen wir kurz Halt an einem schönen Aussichtspunkt. Von hier oben hat man einen tollen Blick runter ins Hindelanger Tal, bis hin zur Hörnergruppe. Dann geht es die vielen Kurven und Serpentinen runter ins Tal. In Bad Hindelang soll es einen schönen Weihnachtsmarkt geben, für den man aber 12,-- Euro Eintritt bezahlen muß. Das ist mir zu viel und für einen Weihnachtsmarkt bezahlen - geht garnicht.

                                             Blick runter über Hindelang bis zur Hörnergruppe


                                                  Unter uns schlängelt sich der Oberjochpaß

Wir fahren dann an Sonthofen vorbei und biegen nach Oberstdorf ab. Die Strecke zieht sich hin und wir kommen an Fischen vorbei. In Oberstdorf angekommen, parken wir auf einen großen Parkplatz außerhalb der Innenstadt und gehen zu Fuß weiter. Bald erreichen wir den Ortskern, der zur Mittagszeit recht leer ist, da auch viele Geschäfte Mittagspause machen. Wir schlendern gemütlich durch den Ort und genehmigen uns jeder ein Schnitzelbrötchen. Sehr lecker!!



                                                          Die Innenstadt von Oberstdorf
             Die Skisprungschanzen von Oberstdorf sind schon für die 4-Schanzentournee vorbereitet

                            Schnell noch ein Fotostop mit einem schönen Blick über Nesselwang

Dann geht es langsam zum Auto zurück und auf dem Weg kaufen wir noch ein frisches Brot. Dann geht es wieder zurück. Nun nehmen wir aber eine andere Route und biegen vor Immenstadt ab und fahren durch Rettenberg wieder nach Wertach. Hier geht es dann wieder nach Nesselwang und zu unserem Stellplatz in Pfronten-Weißbach. Das war eine schöne Runde bei herrlichem Wetter. Da die Sonne noch so schön scheint, gehe ich mit Ellie noch auf eine kurze Talrunde. Die Sonne verschwindet aber bald hinter den Bergen und es wird frisch.

                                                    A380 von Paris nach Dubai über Pfronten
                                                Das sind mal Aussichten für die nächsten Tage

Zurück am Platz trinken wir Kaffee und der Blick auf die Wetterkarte für die nächsten Tage verspricht weiterhin sonniges und sehr mildes Wetter.

                                                    Unsere Bettelmarie will ein Lecker

Tag 25 - Mittwoch, 10.12.2025

Der Tag beginnt wieder genauso schön, wie schon gestern. Heute will ich das Wetter dazu nutzen, um in Richtung Burg Falkenstein zu laufen. Da ich nicht weiß, wie lange ich dafür brauche, fahre ich mit dem Auto zunächst bis Pfronten Meilingen, einem Ortsteil von Pfronten, der etwas über dem Tal liegt. Hier gibt es einen Wanderparkplatz, wo ich das Auto abstellen kann. Doof ist nur, dass er kostenpflichtig ist, obwohl ich doch Kurbeitrag leiste. Schlecht finde ich auch, dass ich die Zeit vorab bestimmen muss, die ich hier stehen will. Ich zahle einen Euro pro Stunde. Das Auto neben mir hat keinen Zettel im Fahrzeug.

Ich habe unseren Hund mitgenommen, der mich auf der Tour begleitet. Die Wege sind größtenteils gut begehbar, nachdem der Schnee getaut und das Wetter trocken ist. Es geht stetig bergan, zunächst über Wiesen und dann durch dichten Wald. Leider kommt hier die Sonne nicht gut durch und es ist frisch. Die Wegmarkierung verliert sich mit der Zeit und weiter oben im Wald fehlt sie teilweise ganz. Eine Orientierung ist schwierig, da auch Google sich nicht ganz sicher ist und meinen Standort nicht immer genau darstellt.

Ich möchte zunächst zur Schlossanger Alp, die auf 1.130 Meter liegt. Vom Parkplatz aus sind es etwa 240 Höhenmeter. Ich erreiche das Hotelgelände, das auf einer großen Hochfläche angelegt ist. Es sieht alles recht teuer aus. Neben dem großen Hautgebäude sehe ich einen großzügigen Wellnessbereich mit Innen- und Außenbecken und einer Sauna. Ich laufe ein wenig durch die Parkanlage mit einer Teichlandschaft, wo man wohl im Sommer schwimmen kann. Ich mache eine kleine Pause auf einer Bank in der Sonne und überlege, ob ich noch zur Burgruine Falkenstein hochsteigen soll, die hinter mir aufragt. 

                                            Schon bald habe ich schöne Ausblicke auf Pfronten


                                        Die Schlossanger Alp mit weitläufiger Parkanlage

Das wären dann nochmal 140 Höhenmeter, die man über einen steilen Pfad erreichen kann. Es gibt auch eine Fahrstraße, die aber nicht schön zu laufen ist. Der steile Pfad entpuppt sich als sehr anstrengend und schwierig zu laufen. Auch hier fehlt eine vernünftige Markierung. Ein paar mal muß ich Pausen einlegen, denn es ist schon sehr anstrengend. Wenn ich mir so den Hund ansehe, dem scheint es nicht viel auszumachen. Ich erreiche dann mein Ziel und stehe zunächst vor dem Boutique-Hotel "Blaue Burg".

                                                                    Das ist mein Ziel
                                                     Und das ist der Steile Pfad hinauf
                                                        Das Burghotel mit toller Aussicht
                                                                     König Ludwig

Auch hier sieht alles sehr nobel aus, also nicht für mich. Hier führt jetzt eine Treppe rauf zur Burgruine, von dem sich ein phantastische 360 Gradblick bietet. Die Sicht ist sehr gut und die Berggipfel bis hin zur Zugspitze sind gut zu erkennen. Auch geht der Blick weit ins Alpenvorland, mit den verschiedenen Seen. Von der Burg ist nicht mehr viel übrig und auf einer Schautafel ist die Geschichte dargestellt, die etwa bis ins 11. Jahrhundert zurückgeht.

                                                    Blick ins Vilstal von Österreich
                                                    Die Zugspitze ist zum greifen nah
                                                            Blick ins Pfrontener Tal
                                  Hopfen und Forgensee mit Blick ins Alpenvorland

Die Ruine hat auch den damaligen König Ludwig angezogen, der hier öfter gewesen ist. Er wollte hier eine neue Burg errichten, ganz im Stile einer Raubritterburg. Das Modell der Burg steht in Neuschwanstein und die Verwirklichung der Vorhabens scheiterte letztlich am Geld und am Tod des Monarchen. Ich schaue mich lange um und mache mich auf den Rückweg. Ich gehe nun auf einem anderen Weg ins Tal und auch hier vermisse ich eine gute Markierung. Es geht wieder steil durch den Wald, bis ich auf die Fahrstraße treffe.

                                                             So sollte sie mal aussehen

                                    Und so sieht ein Hund aus, der einen Flecken Schnee findet.

Die gehe ich dann entlang, bis ich wieder am Auto bin. Ich habe etwas über drei Stunden gebraucht und habe so meine Parkzeit überschritten. Aber hier wird wohl nicht kontrolliert. Es stehen auf dem großen Parkplatz auch nur drei Fahrzeuge. Dann geht es die kurze Fahrstrecke zurück zum Platz. Heute passiert nicht mehr viel. Duschen, Kaffeetrinken und Abendessen. Morgen ist ein neuer Tag.

Tag 26 - Donnerstag, 11.12.2025

In der Nacht hat es leicht geregnet, aber davon habe ich nichts mitbekommen. Morgens ist es wieder trocken, aber stark bewölkt. Daher frühstücken wir mal wieder etwas länger. Aber ein Stubenhocker war ich ja noch nie, also schnappe ich mir den Hund und gehe eine große Runde. Das Wetter wird langsam besser und auch die Sonne läßt sich wieder blicken. Die Aussichten bis Weihnachten sind nicht schlecht, denn es gibt viel Sonne, aber keinen Schnee. Da wird es wohl bis dahin auch bei uns grün bleiben.
                                        Hier liegen die letzten Rest vom letzten Wintereinbruch
                                Man hat das Gefühl, die Wiesen werden schon wieder grün.

Ich drehe gemütlich meine Runde und Ellie kann sich austoben. Die vermisst zwar jetzt schon den Schnee, aber dafür findet sie auf den Wiesen noch reichlich Mist. Da spielt sie mit, was mir zwar nicht gefällt, aber was soll man machen. Sie hat ihren Spaß daran. Zurück am Platz ist es schon wieder Zeit für Mittagessen. Anschließend mache ich mich auf den Weg und tausche eine Gasflasche um. Dazu fahre ich wieder nach Nesselwang zum V-Markt. Das ist nicht weit entfernt und gut zu erreichen.

Zurück am Platz tausche ich die leere Flasche gegen die neue aus und da es zur Zeit nicht sehr kalt ist, kommen wir wieder etwas länger damit aus. Leider wird es immer früher dunkel und ich mache mich nochmal mit Ellie auf und gehe eine kleine Runde. Heute ist sonst nicht viel passiert. Morgen soll das Wetter wieder sonniger werden und wir wollen einen Ausflug nach Füssen machen. Dort gibt es einen Weihnachtsmarkt, der nur am Wochenende statt findet.

Tag 27 - Freitag, 12.12.2025

Auch heute wird ein schöner Tag, der zwar wolkig beginnt aber schon im Vormittagsbereich lockert es auf und dann scheint die Sonne wieder von einem blauen Himmel. Nach dem Frühstück gehe ich mit Ellie auf eine größere Runde, die uns zu den Alpakas führt. Die Nacht war wieder leicht frostig und daher sind die Wege noch gut begehbar. Später in der Sonne weichen sie wieder etwas auf, sind aber nicht mehr so matschig, wie noch vor einigen Tagen.

Wir treffen ein paar Wanderer und Menschen, die hier wohl wohnen und das Wetter ausnutzen, wie auch wir. Die beiden Alpakas sind nicht weit vom Weg entfernt und beobachten uns durch den Holzzaun, bewegen sich aber nicht von der Stelle. Ohne Hund wäre ich wohl mal etwas näher gegangen, aber so bleibe ich lieber auf dem Weg. Kurz darauf finde ich eine Holzbank am Wegesrand, die schön in der Sonne steht. Hier setze ich mich eine Weile hin und genieße den Ausblick auf die Bergwelt und Pfronten. Ich komme wieder am Ponyhof vorbei und bald bin ich auch wieder zurück am Platz. 
                                Wir haben echt Glück mit dem Wetter, wenn auch der Schnee fehlt.

                                                     Wir werden wieder genau beobachtet


Wir machen uns anschließend auf den Weg nach Füssen, wo wir die Altstadt und den Adventsmarkt besuchen wollen. Die Stadt kennen wir schon von früheren Besuchen, aber in der Vorweihnachtszeit waren wir noch nie dort. Jetzt sind wir mit dem Auto aber flexibler und können mal eben los. Da wir über Vils fahren, kommen wir auf in Österreich an einer großen Tankstelle vorbei, wo wir günstig tanken können. Hier ist der Sprit etwa 10 Cent billiger, als in Deutschland. Wir parken in der Tiefgarage, direkt neben der Altstadt. Meine Frau hat sich einen Taschenladen ausgesucht, den wir zuerst ansteuern. Sie möchte sich zu Weihnachten selbst beschenken und hofft auf ein schönes Teil.
                                                  Hier kann man öffentlich Drogen kaufen



                                                             Einkaufsstraße in der Altstadt
                                                        Über der Stadt das Hohe Schloss

Wir finden den Laden sofort und dann immer der Nase nach. Da wo es nach echtem Leder riecht, will sie hin. Sie wird schnell fündig und sucht sich eine schwarze Rindsledertasche aus, die nach meiner Meinung eher dunkel Blau ist. Die Tasche unterm Arm gehen wir noch durch den Laden, aber sie findet keine schönere. So bleibt es dabei und sie packt gleich um und so wird sie gleich eingeweiht. Danach geht es durch die hübsche Altstadt.

Ab 14 Uhr öffnet der Adventsmarkt, der im Hof des Klosters St. Mang aufgebaut ist. Er ist nur am 2. und 3. Adventswochenende von Freitag bis Sonntag geöffnet. Im Hof sind einige kleine Buden aufgebaut, wo es hauptsächlich Geschenkartikel und natürlich etwas zu Essen und Trinken gibt. Viel ist es nicht, aber die Kulisse ist schön. Wir haben uns umgesehen und uns je eine Bratwurst gegönnt. Dann geht es für uns langsam wieder zurück und unterwegs haben wir noch ein frisches Brot gekauft.
                                                 Eingang zum Benediktinerkloster St. Mang



Danach geht es zum Auto zurück und wir machen uns wieder auf den Rückweg. Wir nehmen für den Rückweg wieder die Strecke am Weißensee vorbei, die Landschaftlich schöner ist. Zurück am Platz trinken wir zunächst Kaffee und ich gehe noch mit Ellie raus, weil es schon wieder langsam dunkel wird.

Tag 28 - Samstag, 13.12.2025

Auch heute wieder das gleiche Bild, frostige Nacht und sonniger Tag. Schon morgens bei der Gassirunde entdecke ich zwei Heißluftballons am Himmel, die aber bei ganz schwachem Wind kaum von der Stelle kommen. Die Wiesen sind gefroren und die Wege gut begehbar. Danach frühstücken wir zunächst und dann gönnen wir uns einen langen Spaziergang durch die Natur, bei blauem Himmel und einer tollen Fernsicht.

                                                            Ein kalter aber schöner Morgen

Wir laufen durchs Tal und danach durch Kappel und zu den Alpakas. Die haben sich im hinteren Teil ihrer Weide versteckt. Nun sieht wieder alles so aus, als ob der Frühling vor der Tür steht. Wir kommen dann an den Pferden vom Ponyhof vorbei, die sich auch von meiner Frau streicheln lassen. Ich bleibe mit Ellie etwas auf Abstand. Über Nesselwang schwebt noch ein Ballon, den Ellie natürlich entdeckt. Die mag sie garnicht und der muß gleich angebellt werden.


                                                        Schönes Wetter und schöne Gegend

                                                             Unsere Laufstrecke für heute


Zurück am Platz machen wir uns gleich auf den Weg nach Pfronten, um einige Lebensmittel einzukaufen. Das ist schnell erledigt und dann gibt es auch gleich Mittagessen. Am frühen Nachmittag kommen Bekannte von uns, die zwar in der Nachbarstadt von uns wohnen, treffen tun wir uns aber nur hier im Allgäu. Nach einer Begrüßung und einem ersten Quetschchen, gehen wir wieder ins Wohnmobil und ich tanke noch Frischwasser nach und entsorge unser Abwasser.

Bevor es dann wieder dunkel wird, gehe ich nochmal mit Ellie raus. Beim Kaffeetrinken schauen wir Wintersport im Fernsehen. Das Wetter soll eigentlich so weiter gehen und Schnee ist leider nicht in Sicht. Auch wir werden hier wohl grüne Weihnachten erleben. 

Tag 29 - Sonntag, 14.12.2025

Heute ist wieder ein wunderschöner Tag, aber wie man später an den Bildern erkennen kann, ist das neblig und trübe Wetter nicht weit weg. Nach dem Frühstück habe ich mich einem alten Fliegerkollegen, der hier in der Gegend wohnt verabredet. Wir haben vor einigen Jahren ein paar gemeinsame Flüge von den hiesigen Bergen gemacht. Ich habe Manfred Laudahn vor ein paar Tagen zufällig in einem Füssener Supermarkt getroffen. 

Heute hat er mir geschrieben, dass er gerne fliegen möchte und ich habe mich angeboten, ihn zu begleiten. Wir haben uns daher an der Kirche St. Michael in Mittelberg getroffen. Von hier aus steigen wir einen eher kleinen Hügel hinauf. Die Gegend kenne ich noch nicht, obwohl sie nicht weit von unserem Stellplatz entfernt liegt. Es ist eine tolle Gegend zum Wandern, mit herrlichen Ausblicken in alle Richtungen. Es ist ein unbewachsener Grashügel und bietet die Möglichkeit, nach mehreren Seiten abzufliegen.
                                             Unten die Kirche, wo wir uns getroffen haben.
                                                          Es gibt ganz tolle Ausblicke
                                                Unten erkennt man den Rottachspeicher
                            Im Hintergrund erkennt man gut, das wir hier auf der Sonnenseite sind.
                                Ganz link liegt die Scheune, dort wollen wir uns wieder treffen.

Wir erreichen einen Startplatz mit der Flugrichtung etwa Südwest. Von hier aus hat man einen schönen Blick und man erkennt, dass die dichte Hochnebelbewölkung im Illertal liegt, ca. in Richtung Kempten. Von hier möchte Manfred einen Flug wagen und wunschgemäß gibt es einen leichten Hauch von vorn. Das verspricht zwar eine längere Laufphase, aber besser als windstill. Wir ruhen uns eine Weile aus, wobei ich ja nicht jammern muss, denn ich brauchte ja keinen Flugsack zu tragen.

Manfred macht sich startklar und er erklärt mir noch, wie ich ihn am besten abholen kann. Das mache ich natürlich gerne, denn der Rückweg vom Landeplatz zu unseren Autos wäre schon sehr anstrengend. Der Start klappt sofort und Manfred hat einen schönen Abgleiter, der ihn weiter trägt, als zunächst gedacht. Er schafft es bis zu einer kleinen Häuseransammlung, die man auch gut mit dem Auto erreichen kann. Ich mache einige schöne Aufnahmen und warte, bis er dort sicher gelandet ist. Dann gehe ich zum Auto zurück und mache mich zu ihm auf den Weg.
                                                                    Und los gehts

                                Professioneller Blick rauf zum Schirm, ob alles ok ist.

                                                Dann beginnt die längere Startphase

                                 Aber alles geht gut und er fliegt bis zum angepeilten Landeplatz
                                                                Eine sichere Landung

Ich verfahre mich nur kurz und finde ihn schließlich an der verabredeten Stelle. Hier ist vor ein paar Minuten ein Heißluftballon gelandet und das gibt noch eine schöne Aufnahme. Wir packen den Flugsack ins Auto und fahren zu unserem ursprünglichen Treffpunkt zurück. Hier verabschieden wir uns voneinander und tauschen später ein paar Fotos aus. Manfred hat ein ähnliches Tagebuch, wie ich es hier mache und berichtet auch täglich von seinen Flügen und Unternehmungen. Man findet sein Tagebuch leicht unter "abschweb.de" im Internet. 
                                           Die Startstelle kann man im Bild link oben erahnen
                                                Den haben wir am Landeplatz noch getroffen

Ich fahre danach zum Stellplatz zurück und wir essen zu Mittag. Da das Wetter uns dann doch nochmal lockt, gehen wir mit Ellie noch bei uns spazieren. Die Sonne verabschiedet sich dann aber schnell hinter den Bergen und es wird schnell kalt.
                Auf dem Rückweg entdecke ich noch das weiße Band des Skigebietes in Nesselwang

Tag 30 - Montag, 15.12.2025

Und schon wieder ein schöner und kalter Tag. Die Sonne lockt uns nach dem Frühstück raus und ich möchte mit Frau und Hund nach Mittelberg. Dort war ich gestern mit meinem Fliegerkollegen und habe einen schönen Wanderweg entdeckt, den ich mir gestern Abend noch im Internet angeschaut habe. Wir fahren also dorthin und parken unser Auto wieder an der schönen Kirche von St. Michael.

Von dort aus folgen wir der Beschilderung zum Panoramaweg, der seinem Ruf alle Ehre macht. Man hat wirklich einen Rundblick und kann in alle Himmelsrichtungen weit ins Land schauen. Zuerst sehen wir die "Wanderbank Allgäu" auf der man sich nicht setzen kann. Die ist wirklich riesig und man kommt leider nicht rauf. Ist eher wie eine Landmarke, hat aber was. Der Panoramaweg ist als Rundweg angelegt und ist mit nur leichten Steigungen sogar mit Kinderwagen zu begehen. Die Wege sind leicht geschottert und fest.


                                    Die riesige Bank oberhalb von Mittelberg am Paoramaweg
                    Heute geht der Blick weiter als noch gestern, da war es im Hinterland sehr neblig.

Man kommt weiter an einem Hexenwald vorbei, der u.A. von der Jugend der 7. und 8. Klasse der Schule Oy liebevoll hergerichtet wurde. Es gibt einiges zu bestaunen und etwas lehrreiches aus der Natur. Ein Hexenhäuschen darf natürlich nicht fehlen. Weiter geht der Weg zu einem Aussichtspunkt, der einem zeigt, was man von hier aus alles sehen kann. Die Aussicht ist schon toll. Die höchste Erhebung liegt auf gut 1.090 m und auf dem Schild steht zu lesen, das in der letzten Eiszeit, vor etwa 20.000 Jahren hier oben noch ein etwa 190 Meter dicker Eispanzer gelegen hat. Schon eine krasse Vorstellung.


                                                                       Das Hexenwäldle
                                                Wenn es hoch geht, ist Ellie immer zuerst oben.
                                            Schöner Blick auch auf den Rottachspeicher

Wir gehen den Weg weiter und landen schließlich nach etwa 3,26 km wieder an der Kirche. Die schaue ich mir natürlich an, während meine Frau und der Hund draußen warten. Die Kirche ist im Stil der bayrischen Kirchen ausgestaltet und sehr schön. An der Seitenwand wurde eine schöne Krippe aufgestellt. Sie zeigt Maria und Josef auf dem Weg nach Betlehem. Ist ja schließlich noch nicht Weihnachten. Dann gehen wir zum Auto zurück und fahren wieder zum Stellplatz.

                                                                    Die Kirche St. Michael

                                                          Ich werde schon wieder erwartet
                                                                     Der Panoramaweg

Dort angekommen wollen wir eigentlich sofort Mittag essen, doch unsere Bekannten vom Platz halten uns auf und wir quatschen eine ganze Weile draußen. Dann wird uns allen frisch und wir verschwinden im Wohnmobil. Wir essen dann und nach einer kleinen Pause fahren wir noch gemeinsam nach Nesselwang. Dort tauschen wir noch eine Gasflasche und gehen im Aldi einkaufen. Es ist schon fast dunkel, als wir den Supermarkt verlassen. Dann gehts zurück zum Platz.  

Tag 31 - Dienstag, 16.12.2025

Heute beginnt der Tag bewölkter, als noch an den letzten Tagen. Die Sonne scheint nur ab und zu hindurch. Aber es ist ein schöner Tag, um wieder etwas zu wandern. Ich mache mich dann am späten Vormittag mit Ellie auf den Weg in Richtung Nesselwang. Ich nehme das Auto und fahre durch die kleine Ortschaft Wank. Auf halbem Weg zum Attlesee parke ich das Auto an der Rindegger Tanne. Von hier aus kann man in einem weiten Bogen um die See laufen.

Die Wege sind hier zum größten Teil asphaltiert, was ich eigentlich garnicht gerne mag. Ich finde den Untergrund auf die Dauer ermüdend. Ich laufe daher am Rad der Wiese, sofort das geht. Ich erreiche dann die Kleine Ortschaft Attlesee mit dem Alpenseehof. Hier gibt es auch eine schöne Golfanlage. Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick über den Attlesee zu den Bergen. Mittlerweile ist die Sonne rausgekommen und es ist sehr mild. Der See ist komplett zugefroren und die Sonne spiegelt sich auf dem Eis.

                                                Der Attlesee liegt wirklich wunderschön
                                                Hier haben wir ein paarmal Urlaub gemacht
                                                         Der bekommt sicher kalte Füße
                                                                    Schönes Lichtspiel

                                            Blick rüber auf die kleine Ortschaft Attlesee

Ein einiger Entfernung sehe ich den ehemaligen Bauernhof mit Ferienwohnungen, wo wir vor vielen Jahren einige schöne Urlaube verbracht haben. Von da aus sind wir auch im Sommer oft im See schwimmen gewesen. Der See ist dann sehr warm und durch den moorigen Untergrund ist das Wasser seidenweich. Es gibt dann dort eine Liegewiese mit Zugang zum Wasser, mit einem kleinen Umkleidehäuschen. Eintritt wird hier nicht verlangt, was ich toll finde.
                                            Beim Blick durch die Glaskugel steht die Welt Kopf

                                                            Meine Wanderstrecke für heute

Vergeblich versucht Ellie aus dem See zu trinken und ich mache ein kleines Loch ins Eis, damit sie trinken kann. Wir Umrunden dann den See und haben tolle Ausblicke. Da das Gelände hier nur leicht wellig ist, kann man hier gut wandern und es gibt auch ausgewiesene Radwege.  Es gibt hier auch einen Ge(h)zeitenweg, mit verschiedenen Stationen. Hier kann man innehalten und zur Ruhe kommen. Dann bin ich nach 4,93 km wieder am Auto und bin mit der Runde sehr zufrieden. Das mit dem eigenen Auto ist eine gute Sache, weil ich zu dieser Runde noch gut 10 km hinzurechnen müßte. Das wäre mir dann zu viel.

Ich fahre dann zum Stellplatz zurück, wo wir zu Mittag essen. Anschließend reinige ich die Fensterscheiben vom Wohnmobil und dem Auto, weil die doch recht schmutzig waren. Danach gönne ich mir ein Mittagsschläfchen und anschließend trinken wir Kaffee. Es wird schon wieder dunkel und das bis zum 21.12. immer früher. Erst danach werden die Tage langsam wieder länger.

Tag 32 - Mittwoch, 17.12.2025

Heute tut sich die Sonne schwer, obwohl sie eigentlich immer ganz schwach zu sehen ist. Aber es ist trocken und da kann man schließlich auch ganz gut laufen. Heute zieht es uns an den Weißensee Richtung Füssen. Dort gibt es einen Wanderweg, der unmittelbar am Ufer verläuft. Mein Fliegerkollege hat ihn mir als sehr flach empfohlen und das ist immer wichtig, wenn meine Frau mitkommt. so machen wir uns am späten Vormittag auf den Weg.

Es sind nur etwa 10 Kilometer und wir stellen uns an der Badestelle am See auf. Der Parkplatz ist bis auf ein Fahrzeug leer, aber es gibt auch einen Parkscheinautomaten. Korrekt wie wir sind wollen wir ein Parkticket ziehen und mit Karte bezahlen. Der Zahlvorgang erfolgt, ein Ticket bekommen wir nicht. Wir nehmen aber an, dass hier in der Nebensaison eh niemand kontrolliert und laufen los. Wir nehmen zuerst die Uferseite, abseits der Berge.


                                                        Der Weißensee liegt ruhig da

Hier ist der Weg sehr schön zu laufen und ist auch für Fahrräder geeignet. Es sind nur sehr wenig Menschen unterwegs und wir sind meistens allein. Wir erreichen dann das andere Ende des Sees und biegen dann in den Uferweg ein, der nun durch den Wald führt und immer dicht am Berg entlang führt. Anfangs läßt es sich gut laufen und dann wird es aber sehr schmal und im weiteren Verlauf wird er holperig, steinig und es geht über Wurzeln und schmale Grate dicht am Wasser.
                                                Das Felsentor, hier muß man sich klein machen.
                                                                         Ellie hat Spaß


                     Aber der Weg ist schon recht anspruchsvoll, obwohl mir diese Wege gefallen.

Das ist so garnichts für meine Frau, die nicht sehr trittsicher ist. Mir müßen uns teilweise gegenseitig festhalten, damit wir nicht stürzen. Das zieht sich dann etwa über 2 1/2 Kilometer und ist teilweise sehr anspruchsvoll. Wenn wir das gewusst hätten, wären wir hier nicht lang gelaufen. Umdrehen war aber auch keine Alternative. Teilweise müßen wir dicht an hoch aufragenden Felsen vorbei und zu guter Letzt noch durch ein Felsentor. Da paßt gerade ein Mensch durch, wobei der Durchgang nur etwa 1,20 Meter hoch ist.

                                                Das obere Foto habe ich als Vorlage genommen

Das ist dann auf die Dauer sehr anstrengend und wir sind froh, als wir diesen Abschnitt hinter uns lassen können. Als wir dann wieder auf normalen Wegen laufen können, wird aus der anderen Richtung darauf Aufmerksam gemacht, dass dieser Abschnitt für Radfahrer und Kinderwagen nicht geeignet ist. Auf unserer Strecke fehlte diese Beschilderung, obwohl ein Hinweis über gute Trittsicherheit gut gewesen wäre.

Nun sind es nur noch ein paar hundert Meter bis zum Auto und wir sind am Ziel angekommen 6,44 km gelaufen. Jetzt säubern wir noch unseren Hund, der sich wieder komplett eingesaut hat und fahren zum Platz zurück. Da es schon wieder recht spät ist, gibt es ein schnelles und spätes Mittagessen und danach eine Pause. Nach dem Kaffee habe ich Lust, mal wieder zu zeichnen. Ein richtiges Talent besitze ich nicht, aber es macht mir Spaß. Ich nehme ein Foto als Grundlage, was ich heute am See gemacht habe.

So geht der Tag zu Ende und in den nächsten Tagen soll die Sonne wieder voll zum Zuge kommen.

Tag 33 - Donnerstag, 18.12.2025

Heute ist der Himmel wieder blitzeblank und die Sonne scheint von einem blauen Himmel. Wir liegen mal wieder recht lange in den Federn und gegen 9 Uhr klopft es an unsere Tür. Es ist eine Mitarbeiterin vom Betreiber des Platzes und überreicht mir ein Paket. Das ist sehr freundlich und für uns ein Zeichen aufzustehen. Es ist recht mild und am späteren Vormittag gehe ich mit Ellie los. Mich zieht es nach Röfleuten, über den Wiesenweg und weiter rauf bis zur Bergstation des Schlepplifts von den Sonnenliften. Hier hat man einen schönen Überblick über die vielen Ortsteile von Pfronten und das weite Umland. Die Piste vom Schlepplift ist komplett grün und es liegt ein bisschen Schnee.


                        Von hier oben hat man schöne Aussichten über die Ortsteile von Pfronten
                                            Der Schlepplift mit seiner grünen Piste

Dafür entdecke ich weiter unten, dass auf dem Kinderlift Schnee liegt, bzw. dort hat man wohl per Schneekanone Kunstschnee aufgehäuft. Der wird nun mittels einer Pistenraupe verteilt. Man hat das Gefühl, es handelt sich in diesen Tagen um das weiße Gold der Berge. Man bemüht sich darum, wenigstens ein kleines Angebot für die Skifahrer anzubieten. Wenn man den Wetterbericht der nächsten Tage anschaut, dann werden die Tage Sonnig und die Nächte kalt.
                                            Links der Schlepplift und rechts der Kinderlift

                    Da wird jetzt der kostbare Schnee verteilt, damit die Kleinen Skifahren können.

Ein kleines Highlight versteckt sich darin, denn ausgerechnet am Heiligen Abend (so die Prognose) fällt am Vormittag etwas Schnee. Da glaube ich noch nicht dran. Drumherum bleibt es sonnig und trocken und so werde ich wohl noch so manche Wanderung machen. Schade nur für die Wintersportler, die gerade in den Weihnachtsferien auf Schnee hoffen. Aber selbst hier werden es wohl grüne Weihnachten.

Ich breche hier meine Wanderung ab, denn von hier aus geht es weiter bergauf und dazu habe ich heute keine Lust. Ich laufe daher über die grüne Piste runter nach Röfleuten, dann weiter durch den Ort und zurück zum Stellplatz. Mein Handy hat leider nicht aufgezeichnet, bzw. ist auf der Hälfte hängen geblieben. Hag wahrscheinlich mal wieder irgendwo draufgedrückt, ohne es zu bemerken. Ich tippe mal auf etwa 4,5 km mit einem Höhenunterschied von etwa 120 Metern.

                                                            Auf dem Weg durch Röfleuten

Zurück am Platz gibt es Mittagessen und danach setze ich mich etwas in die Sonne. Leider verschwindet die recht früh hinter einem Haus, welches etwas oberhalb von uns steht. Aber Morgen soll die Sonne ja wieder scheinen.

 Tag 34 - Freitag, 19.12.2025

Wir haben schon seit fast drei Wochen schönes Wetter, mit blauem Himmel und Sonnenschein. Vielleicht waren es ein oder zwei Tage dazwischen, die nicht so schön waren. Jedenfalls gab es keinen Niederschlag, bzw. auch keinen Schnee. Das hat es so hier wohl schon lange nicht mehr gegeben. In den letzten Jahren hat es zwischendurch immer mal geschneit, oder geregnet. Auch heute beginnt der Tag wieder sehr schön und die Nacht war wieder leicht frostig.

In der letzten Zeit schlafen wir recht lange und sitzen so auch länger am Frühstückstisch. Wir legen heute wieder einen Waschtag ein, bevor der Platz in den nächsten Tagen voll wird und die Maschinen sicher öfter belegt sind. Ich fahre dann am späten Vormittag nach Nesselwang und tausche eine Gasflasche um. Das ist da recht einfach. Nur heute treffe ich auf eine schnippische Dame an der Kasse, die mir nach einiger Wartezeit erklärt, dass ich mich, wie alle Anderen, in die Reihe an der Kasse anstellen soll. Bisher konnte ich mich direkt an die Kasse (von außen) stellen und wurde dazwischen genommen.

Dann gehe ich also mit der Gasflasche in der Hand durch den ganzen Supermarkt, weil ich noch ein oder zwei Lebensmittel einkaufen will. Ich treffe wieder auf die "freundliche" Mitarbeiterin und bezahle zwei Euro mehr, als noch Anfang der Woche. Ich spreche sie darauf an und bekomme wieder eine dämliche Antwort. Eigentlich wollte ich mich nicht ärgern, so ganz schaffe ich es aber nicht. Sollte ich beim nächsten Mal wieder einen anderen Gaspreis zahlen müssen, werde ich mich aber näher informieren.

So gehe ich beim Bäcker noch ein Brot kaufen und fahre zurück zum Platz. Ich gehe anschließend mit dem Hund auf eine Große Runde durchs Tal. Jetzt teilt sich das Wetter, denn im Osten ist der Himmel noch blau, während im Westen dichte Wolken hängen. Die schieben sich so langsam auch zu uns und dann verschwindet die Sonne dahinter. In der nächsten Nacht soll es aber schon wieder aufklaren.
                                                Komme wieder bei den Bibern vorbei
                                                 Schöner blauer Himmel Richtung Osten
                                    Die gleiche Stelle nach Westen sieht nicht mehr so schön aus
                                                                  Meine Runde für heute

Zurück am Platz kümmern wir uns um die inzwischen saubere Wäsche und danach essen wir spät zu Mittag. Ich gönne mir ein kleines Schläfchen und bin überrascht, dass es schon dunkel ist, als ich aufstehe. Das wird aber auch immer früher dunkel. Aber das ändert sich ja bekanntlich übermorgen. Beim Winteranfang gibt es ja die längste Nacht und den kürzesten Tag. Danach geht es ganz langsam wieder in die andere Richtung.

Tag 35 - Samstag, 20.12.2025

Heute ist es wieder ein sehr schöner Tag und wir sind heute Morgen nach Pfronten unterwegs, denn wir wollen ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Wir vermissen ein paar Tassen mit weihnachtlichen Motiven. Die haben wir Zuhause gelassen. Im Werkmarkt Linder in Pfronten bekommen wir, was wir suchen. Ich besorge uns noch ein Silikonspray, weil ich unsere Gummidichtungen bearbeiten möchte. Danach machen wir noch einen Besuch in der Käsealm und holen uns da noch ein großes Stück Bergkäse.

                                Morgens bei der Gassirunde entdecke ich die Pferde auf ihrer Weide

Dann geht es wieder zurück zum Platz und ich nutze das schöne Wetter und gehe mit Ellie auf eine große Runde. Wir besuchen dabei auch wieder die beiden Alpakas. Wir gehen dazu einen etwas anderen Weg, um die Beiden auf ihrer Weide zu treffen. Genau dort treffen wir sie auch an und wir stehen uns keine zwei Meter gegenüber. Eine der beiden Alpakas ist sehr neugierig und schaut über den Zaun. Da ich den Hund dabei habe, traue ich mich nicht näher ran. 
                                                 Zwei mit unterschiedlicher Geschwindigkeit
                                                                Die Mädels vom Ponyhof

                                                                    Gar nicht neugierig
                                                        Eine Sonnenbank und das kostenlos
                                                                        Mit der Aussicht
                                                                Meine Strecke für heute

Aber auf dem Zaun steht ein Schild mit der Aufschrift "Bitte nicht anfassen und nicht füttern". Daran halte ich mich natürlich und wir gehen weiter. Die Sonne scheint so warm, dass ich für eine Weile meine Jacke ausziehe. Immer noch keine Spur von Winter, so kurz vor Weihnachten. Ich gehe dann Richtung Ponyhof und biege dann aber ab und möchte kurz auf den kleinen Josberg. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf das Umland. Eine Bank steht schön in der Sonne und dort setze ich mich eine Weile hin. Dann geht es aber wieder zurück zum Wohnmobil.

Wir essen dann zu Mittag und ich stelle mir dann noch einen Stuhl in die Sonne. Es ist aber wirklich sehr mild heute und das soll sich aber in den nächsten Tagen ändern. Fast schon kitschig ist der Blick auf die Wetterkarte, die für Heiligabend Schnee meldet. Das soll aber auch der einzige Tag in der nächsten Zeit sein. Dafür soll es aber sehr kalt werden, aber ohne Niederschlag.

Nachdem die Sonne wieder hinter den Häusern verschwunden ist, gehe ich auch wieder rein und den Nachmittag verbringen wir mit Wintersport im Fernsehen.

Tag 36 - Sonntag, 21.12.2025

Und schon wieder scheint die Sonne. Eine so lange Schönwetterphase hatten wir schon lange nicht mehr. Im letzten Jahr hatten wir zur gleichen Zeit alle paar Tage Schnee und Regen im Wechsel mit schönem Wetter und des öfteren hat uns der Betreiber morgens geweckt, weil wieder Schnee geräumt werden mußte. Aber es wird wohl nur über Heiligabend und dem ersten Weihnachtstag etwas Niederschlag geben. Danach soll es aber wohl wieder trocken, sonnig und sehr kalt werden.

Aber heute zieht es uns nach dem Frühstück wieder raus in das mittlerweile wieder milde Wetter. Wir gehen zusammen die gleiche Runde, die ich schon gestern mit Ellie gegangen bin. Meine Frau wollte auch mal eine Begegnung mit den Alpakas haben, weil die beiden Tiere bei unseren früheren Besuchen immer am anderen Ende ihrer Weide waren. Gestern habe ich sie dann dort besucht und prompt kamen sie ganz nah an den Zaun.

Heute gehen wir also den gleichen Weg und kommen auch an der Spitze der Weide vorbei, wo ich gestern gewesen bin. Leider waren heute die beiden Alpakas wieder etwas weiter Richtung Mitte der Weide unterwegs und grasten in der Sonne. Wir wollten schon weiter, als die beiden doch noch neugierig wurden und zu uns rüber kamen. Jetzt hatte meine Frau auch ihren Moment. Sie hält die Hand an den Rand des Zauns und eins der beiden Tiere schnupperte daran. 
                                                        Zuerst waren die Zwei zu weit weg


                                  Dann waren sie aber sehr zutraulich und sind näher gekommen

Ich habe natürlich mit Ellie Abstand gehalten und ein paar Aufnahmen gemacht. Dann sind wir weiter und hatten noch neugierige Augenpaare im Rücken. Kurz vor dem Ponyhof haben wir uns dann noch auf eine Bank in die Sonne gesetzt und Sonne und Aussicht genossen. Danach sind wir dann wieder zurück zum Platz. Wir haben uns vorgenommen, heute Essen aus dem Restaurant zu holen. Wir haben dann dort zwei Mal Ente mit Klößen und Blaukraut bestellt, denn das Gericht gibt es nur an Sonntagen.
                                                                    Wieder Kaiserwetter
                                                                       Pause in der Sonne

                                                                Die Pferde am Ponyhof
                                                                        Lecker gegessen

Eine Viertelstunde später können wir es abholen und genießen es im Wohnmobil. Da die Portionen immer recht groß sind, war die Idee, dass wir auch Morgen noch davon essen können. Leider ist der Plan nicht aufgegangen, denn wir haben jeder unsere Mahlzeit aufgegessen, welche aber sehr lecker war. Macht auch nichts. Da es noch recht früh ist und die Sonne noch schön scheint, stelle ich mir noch einen Stuhl raus. Als es mir zu frisch wird, gehe ich noch zu den Nachbarn rüber und quatsche eine Weile. Dann wird es mir aber endgültig zu kalt und wechsele ins Wohnmobil.

So geht der Tag zu Ende, der die längste Nacht geboten hat. Jetzt geht es ganz langsam wieder aufwärts.

Tag 37 - Montag, 22.12.2025

Heute macht das Wetter den Eindruck, als würde es sich grundlegend ändern wollen. Die Sonne ist zwar irgendwie auch noch da, aber es ist auch bewölkt. Die Nacht war aber wieder sehr frostig. Heute machen wir uns auf den Weg nach Füssen. Wir wollen noch vor den Feiertagen einen größeren Einkauf erledigen. Ob das eine gute Idee wird? Die Suche nach einem Parkplatz ist dann die erste Antwort auf die Frage. Einen Einkaufswagen gekommen wir dann noch und ab ins Gewühl.

Der Supermarkt ist voll, als ob es Morgen nichts mehr gibt. Die Schlange später an der Kasse ist auch heftig. Aber wir bekommen alles, was auf dem Einkaufszettel stand. Danach noch einen Abstecher zum Fressnapf, damit unser Hund auch etwas Leckeres bekommt. Das reicht uns dann aber auch und wir fahren zum Platz zurück. Wir essen dann zu Mittag und ich nutze das Wetter und gehe mit Ellie auf eine große Runde.
                                                                Die leisten ganze Arbeit 
                                                       Das Wetter scheint sich zu ändern

Das Wetter ist noch trocken, obwohl es so aussieht, als ob es bald schneien könnte. Aber das ist wohl nur Wunschdenken, denn die Sonne scheint immer noch durch die dünnen Wolken. Wir kommen wieder bei den Bibern vorbei und entdecken immer neue Äste und ganze Bäume, die sicher bald umfallen, so wie die angefressen sind. Wir nehmen dann die große Runde über Rehbichl, die etwa 5,5 km lang ist. Das reicht uns dann auch und ich freue mich auf eine Tasse Kaffee. Die nächsten Tage werden auf jeden Fall kälter und an Heiligabend soll es leicht schneien und stürmisch werden.
Das Bild wurde gerade bei Facebook veröffentlicht und die Betreiber der Alpspitzbahn werden in der Luft zerrissen. Warum man zu dieser Zeit so eine Kunstschneepiste anbieten kann. Das wäre doch eine Energieverschwendung. Ich habe dann das folgende Bild hinzugefügt:
Momentaufnahme über Deutschland und Teile Europas. Da fliegen die Menschen lieber im Winter in den Süden und regen sich über ein paar Schneekanonen auf. 

Tag 38 - Dienstag, 23.12.2025

Heute bietet sich mir ein ganz anderes Bild, als ich morgens mit Ellie raus gehe. Es ist sehr nebelig und frostig. Beides zusammen ergibt eine tolle Landschaft, die komplett mit Raureif belegt ist. Man muss mal ganz nah an die Dinge heran gehen und man erkennt die filigranen Konstrukte, die die Natur daraus entstehen läßt. Ich jedenfalls mache ein paar Fotos und bekomme dabei kalte Finger. Es sind etwa Minus 5 Grad.

                                                Die Natur schafft schon sehr skurrile Dinge

Nach dem Frühstück Tausche ich eine Gasflasche, denn mittlerweile hält eine 11 kg Flasche nur etwa 3,5 Tage. Sollte es tatsächlich noch kälter werden und auch über Tag unter Null bleiben, dann wird es auch mit drei Tagen knapp. Also fahre ich nach Nesselwang und tausche dort eine Gasflasche um. Ich erlebe dabei einen ärgerlichen Moment, denn im Fach für die neue Flasche steht tatsächlich eine Leere abgestellt. Aber das klärt sich schnell und man entschuldigt sich für das Missverständnis.

Danach fahre ich noch nach Aldi und fülle noch unseren Mineralwasservorrat auf. Leider vergreife ich mich dabei und hole Wasser mit Kohlensäure, statt Stilles Wasser für meine Frau. Das bemerke ich aber erst wieder am Platz. So fahre ich noch schnell nach Pfronten und hole dort die fehlenden Flaschen. Ich bin froh, dass es überall nicht so sehr voll ist.

Zurück am Platz gehe ich noch mit Ellie auf eine große Runde und bewundere noch die skurrile Landschaft. Wir kommen auch noch bei den beiden Alpakas vorbei, denen die kalte Witterung nicht auszumachen scheint. Die Wolle schützt wohl vor den Temperaturen. Ich müßte es eigentlich wissen, denn auf meinem Kopf trage ich eine Mütze aus Alpakawolle. Die ist zwar recht dünn, wärmt aber sehr gut. Ich bin dann aber froh, wieder am Platz zu sein.
                                                        Neue Winterbekleidung für Ellie

                Von wegen Winterschlaf! Heute liegt der Baum im Gras, wo er gestern noch stand.

                                                            Wie immer sehr neugierig

Dann gibt es Mittagessen und eine Pause, bei der ich mich etwas ausstrecke...... und einschlafe. Passend zur Kaffeezeit stehe ich auf und nutze die frühe Dunkelheit und setze mich vor meinen Zeichenblock. Ich versuche mich mal wieder an einem Motiv, zufrieden bin ich aber nicht so ganz. Draußen ist es immer noch sehr nebelig und morgen soll es tatsächlich etwas schneien. Richtig kitschig so an Heiligabend.

Tag 39 - Mittwoch, 24.12.2025

Es ist tatsächlich so gekommen, wie vorhergesagt. Wir wachen morgens auf und es hat leicht geschneit. Es liegen etwa zwei Zentimeter Neuschnee und die Optik sieht schon wieder etwas winterlicher aus. Ich gehe dann mit Ellie Gassi und muss mich warm anziehen, denn es ist bitterkalt. Der frische Ostwind läßt die Temperaturen sicher noch viel niedriger erscheinen. Aber der Hund hat schon wieder Spaß, denn auf Schnee mußte er schon wieder lange warten.

Wir frühstücken aber lange und dann zieht es mich aber raus. Immer wieder fallen ein paar Flocken, viel ist es aber nicht. Dafür weht jetzt ein schneidiger Ostwind. Ich gehe mit Ellie den Talweg, bis wir die kleine Straße nach Rehbichl erreichen. Die ist leider schon wieder gesalzen und die möchte ich mit Ellie nicht laufen. Salz auf Hundepfoten ist nicht gut. Also drehe ich um und wir laufen den gleichen Weg wieder zurück. Hier knirscht der Neuschnee so schön und dem Hund gefällt es auch viel besser. Ständig verschwindet die Nase im Schnee und ab und an findet er darunter noch etwas.

                                                    Alles ist leicht angezuckert

Jetzt laufen wir aber gen Osten und dem Wind entgegen. Ich ziehe meine Kapuze über die Mütze, um mich vor der Kälte zu schützen. Aber es ist trotzdem schön zu laufen. Ich begegne keinem Menschen und der Hund kann die ganze Strecke ohne Leine laufen. Nach etwa 5 km bin ich dann aber froh, wieder im warmen Wohnmobil zu sein.

Leider habe ich mich dann daran erinnert, dass wir noch Frischwasser brauchen und packe die Gießkanne aus und fülle schnell 50 Liter nach. Das reicht wieder für eine Weile. Jetzt habe ich aber wirklich klamme Finger und gehe rein. Wir essen dann zu Mittag und machen eine Pause. Wir sind froh, dass der angekündigte stürmische Wind ausbleibt. Außer einer kleinen Gassirunde treibt mich nichts mehr nach Draußen.

Allen eine schöne Weihnachtszeit

Tag 40 - Donnerstag, 25.12.25

Heute am 1. Weihnachtstag startet der Tag neblig und kalt. Eigentlich mag man bei dem Wetter nicht vor die Tür. Aber zuerst frühstücken wir sehr lange und während dessen lichtet sich der Himmel ganz zaghaft, um kurz darauf wieder ganz zu bedecken. Es ist eine Hochnebeldecke und man kann auf den Webcams der Umgebung erkennen, dass es weiter oben sonnig ist.

Am späten Vormittag gehe ich dann aber wieder mit Ellie raus. Es ist längst nicht mehr so windig, wie am gestrigen Tag. So ist die Kälte auch besser zu ertragen und wir gehen durchs Tal, wie wir es schon Gestern gemacht haben und drehen an der Straße nach Rehbichl um. Nur wenige Menschen sind unterwegs, denn der Nebel liegt dicht über der Landschaft und die Luft ist feucht und kalt. Aber Bewegung ist wichtig und man kann auch wieder gut laufen, da die Wege mit Schnee bedeckt sind und so bleibt der Hund auch sauber.
                                                     Der Hochnebel hängt tief über dem Tal
                                                                 Das ist sicher gemütlich

                Meine Strecke für heute, wobei ich den gleichen Weg wieder zurück gegangen bin.

Leider sammelt er bei den niedrigen Temperaturen wieder einige Schneeknubbel an den Füßen. Die hindern sie ab und zu beim Laufen und so knabbert sie die Dinger zwischendurch ab. Wieder am Wohnmobil angekommen, muss ich die Bürste zur Hilfe nehmen, um die vielen Knnubbel abzubürsten. Das gefällt ihr zwar nicht, muss aber sein. Wir essen dann auch erst zu Mittag. Wir hätten gerne etwas aus dem Restaurant genommen, aber das macht erst am Nachmittag auf.

Später tausche ich noch eine Gasflasche aus, die im Moment nur noch für 2,5 Tage hält. Bei einem Gaspreis von etwa 27,-- Euro pro Flasche sind das immerhin etwa 300,-- Euro im Monat für Heizung und Kochen. Da es durch das schlechte Wetter auch sehr früh dunkel wird, kommt einem der restliche Tag sehr lang vor, weil man schon früh im Wohnmobil hockt. Ich stürze mich dann wieder auf meinen Zeichenblock, denn dafür ist jetzt Gelegenheit. Am Nachmittag trudeln weitere Bekannte ein, die wir schon aus vergangenen Jahren kennen.
                                                                   Mein heutiger Versuch

Morgen verspricht der Wetterbericht wieder Sonnenschein.

Tag 41 - Freitag, 26.12.2025

Heute am 2. Weihnachtstag sollte die Sonne wieder scheinen. Der Hochnebel wird aber weiterhin an die Berge gedrückt und daher ist es schon wieder neblig, bzw. die Nebeldecke liegt geschätzt 50 Meter über dem Tal. Im Laufe des Frühstücks lichtet sich der Nebel und die Sonne scheint hindurch. Das ergibt sofort ein tolles Bild, mit Reif bedeckten Bäumen vor blauem Himmel. Wir entscheiden uns daher, hier im Tal eine Runde zu drehen.

Ansonsten wären wir wohl mal ins Tannheimer Tal gefahren, denn dort zeigen die Webcams Sonnenschein. Das Tal liegt aber auch gut 100 Meter höher als Pfronten und der Hochnebel wird von den vorgelagerten Bergen abgehalten. Aber nun gehen wir mit Ellie auf eine große Talrunde. Leider schafft es die Sonne nicht, den Nebel zu vertreiben. Schon nach den ersten 100 Metern schließt sich das Fenster wieder und die Sicht nach oben ist wieder weg.

Aber das hält uns nicht davon ab und wir gehen unseren Weg. An den letzten Tagen bin ich etwa auf der Hälfte des Weges wieder umgekehrt, weil ich mit Ellie nicht über die Asphaltstraße laufen wollte, die gesalzen wurde. Jetzt schaut sie aber abgetrocknet aus und Salzreste sind nicht zu erkennen. So gehen wir den kompletten Weg über Rehbichl und drehen im Tal noch einen kleinen Schlenker. So kommen wir auf eine Wegstrecke von etwa 5,8 km. Wir treffen eine nette Dame, die mit einem großen Pudel auch hier unterwegs ist. Sie wohnt schon seit 30 Jahren in Rehbichl und kommt aber ursprünglich aus Dortmund.

                                                     Noch gibt es kleine Lücken im Nebel

                                                                Unsere Strecke für heute

Wir sind dann aber auch wieder froh, im warmen Wohnmobil zu sein und unsere Wangen glühen. Da es schon auf halb zwei zugeht und meine Frau verständlicherweise keine Lust mehr auf Kochen hat, gehe ich ins Restaurant nebenan und bestelle uns Schnitzel mit Pommes und Salat. Da wir die großen Mengen kennen, die ich aufgetischt werden, ordere ich nur eine Portion. Die ist schon nach 10 Minuten fertig und ich hole sie ab. Das ist tatsächlich so viel, dass wir beide locker davon satt werden.

Das Restaurant ist auch so voll, dass wir dem Trubel lieber entgehen und gemütlich im Wohnmobil essen. Gesättigt machen wir eine längere Pause und dann legt sich auch wieder die frühe Dunkelheit über das Land. 


Tag 42 - Samstag, 27.12.2025

Heute scheint endlich wieder die Sonne, nach einer weiteren eisigen Nacht. Auch heute Morgen ist alles wieder mit Reif bedeckt. Wir frühstücken lange und als ich kurz mit Ellie Gassi gehe, trudeln unsere Freunde ein. Wir begrüßen uns und verabreden uns für später. Ich fahre dann schnell zum V-Markt nach Nesselwang, um eine Gasflasche zu tauschen. Hier ist der Bär los und eigentlich geht man an so einem Tag nicht einkaufen.



                                    Die Natur zaubert wieder tolle Bilder in die Landschaft

Ich stelle mich in die wartende Schlange vor der Kasse an und stehe dabei etwa mitten im Supermarkt. Es dauert eine Ewigkeit und ich habe schon Bedenken, ob ich wohl noch eine Gasflasche bekomme. Als ich an der Reihe bin, bekomme ich aber den Schlüssel für ein Gasfach und stelle die Leere Flasche neben die Kasse, wo sicher schon über 10 leere Gasflaschen stehen. An den Gasfächern angekommen, sehe ich, dass fast alle Fächer leer sind. Glück gehabt.

Jetzt aber ab zurück zum Platz. Das ist aber gar nicht so einfach, da ich kaum links auf die Hautstraße komme, weil ein hohes Verkehrsaufkommen herrscht. Erst am Abend entdecke ich im Internet eine Meldung, dass die nahe A7 Richtung Grenze nach Österreich von einem langen Stau betroffen ist. Demnächst sollen bei vergleichbaren Staus, die letzte Abfahrten vor der Grenze gesperrt werden, um die kleinen Ortschaften vor dem Durchgangsverkehr zu schützen. Davon ist heute Nesselwang und Pfronten stark betroffen.

                                                        Schöne Wanderung durch das Tal
                                Wir treffen wieder die nette Dame mit Pudel, die in Rehbichl wohnt.

Zurück am Platz fülle ich noch etwas Frischwasser auf. Etwas später lockt die Sonne zu einer kleinen Wanderung raus und unsere Freunde gehen mit. Wir laufen die übliche Talrunde über Rehbichl und genießen das tolle und jetzt milde Wetter in der Sonne. Wir haben viel zu quatschen und treffen auf wieder ein paar Hunde. Zurück am Wohnmobil essen wir spät zu Mittag und danach machen wir eine Pause. Leider verschwindet die Sonne immer noch sehr früh hinter den Bergen und so gehen wir nicht mehr raus.

Tag 43 - Sonntag, 28.12.2025

Nach frostiger Nacht ist es auch heute wieder sehr sonnig. Nach dem Frühstück holen uns die beiden Freunde ab und wir gehen zusammen gemütlich die große Runde zu den Alpakas. Die Sonne scheint von einem blauen Himmel und wir haben wieder viel zu erzählen. So vergeht die Zeit sehr schnell bis wir bei den beiden Alpakas ankommen, die sich aber vom Fressen nicht ablenken lassen und nur neugierig zu uns rüber schauen.

                                                Habe meine Männchen mal in Position gebracht
                                                           Er treibt ein gefährliches Spiel
                                                      Er hat sich in Annes Tannenbaum gesetzt

So gehen wir unseren Weg weiter am Ponyhof vorbei und zurück zum Stellplatz. Hier verabreden wir uns um 14 Uhr zum Kaffeetrinken und Stollen essen, den Anne mitgebracht hat. Da die Sonne noch schön scheint, treffen wir uns bei unseren Freunden vor dem Wohnmobil und genießen die Zeit. Kurze Zeit später gesellen sich noch die beiden Nachbarn der Beiden zu uns, die auch schon viele Jahre hierher kommen. Am Ende bin ich der Einzige, der Kaffee trinkt.

                                Schöner Spaziergang in toller Landschaft und in guter Gesellschaft


                                                Eine lockere und gemütliche Gesellschaft

Die Anderen füllen ihre Tassen mit Glühwein und meine Frau hat noch ihren selber gemachten Eierlikör mitgebracht. Die Stimmung ist ausgelassen und wir haben viel Spaß zusammen. Später gesellt sich noch kurz der Betreiber zu uns und danach noch seine Frau. Beide stoßen noch mit uns an. Erst als die Sonne hinter den Bergen verschwindet, wird uns dann doch zu frisch und wir verziehen uns ins Wohnmobil. Wir machen dann noch eine Pause und schauen Wintersport im Fernsehen.

Da wir das Mittagessen haben ausfallen lassen, besorge ich für uns im Restaurant ein Schnitzel mit Pommes, was wir uns teilen. So haben wir noch ein leckeres Essen und gehen satt in den Abend.

Tag 44 - Montag, 29.12.2025

Heute gibt es wohl den letzten, schönen Tag des Jahres. Na gut, es gibt ja auch nicht mehr so viele davon. Also ist es heute wieder sonnig und bitterkalt. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Pfronten. Wir wollen das schöne Wetter genießen und laufen durchs Tal. Es geht vorbei am Naturschutzgebiet, wo es schon seit langem Biber gibt. Es gibt hier auch einen Moorpfad, wobei  zur Zeit alles gefroren ist.


                                                            Auf dem Weg nach Pfronten
                            Das Naturschutzgebiet und dahinter die Stadtkirche von Pfronten-Ried

Wir gehen dann über einen erhöhten Holzbohlenpfad und erreichen dann das Zentrum von Pfronten. Hier wollen wir in der Apotheke ein Medikament bestellen und uns in der Volksbank mit etwas Bargeld versorgen. Im Rossmann kaufe ich mir ein Pulver, dass man mit heißem Wasser zu einem gesunden Getränk für kalte Tage zubereiten kann. Dann gehen wir auf einem etwas anderen Weg zurück zum Stellplatz. Nach 7,58 km sind wir wieder am Wohnmobil und essen noch schnell etwas zu Mittag.

Um 14 Uhr 30 treffen wir uns wieder bei Anne und Manfred vor dem Wohnmobil und wiederholen das gesellige Treffen von Gestern. Anne spendiert wieder ihren Thüringer Stollen und Glühwein und wir steuern leckeren Bergkäse und Eierlikör bei. Auch die Bekannten vom Platz kommen dazu und es gibt wieder eine lustige Runde. Nachdem die Sonne verschwunden ist und wir kalte Füße bekommen, verschwinden wir in unsere Wohnmobile.


                                                                Eine lustige Runde

Nur langsam erwärmen sich unsere Füße und die legen wir dann auch hoch. Mit Wintersport im Fernsehen  lassen wir den Tag langsam ausklingen. Morgen soll sich das Wetter verschlechtern und es gibt vielleicht ein paar Flocken.

Tag 45 - Dienstag, 30.12.2025

In der Nacht hat es leicht geschneit, aber nicht der Rede wert. Es sieht so aus, als ob jemand etwas Puderzucker verteilt hätte. Dafür ist es wieder sehr kalt. Die Sonne hat heute keine Chance und der Himmel bleibt den ganzen Tag stark bewölkt. Heute muss ich eine Gasflasche tauschen und die gleiche Idee hatte unser Nachbar auch. So fahren wir beide nach dem Frühstück nach Nesselwang und tauschen die Flaschen um. Das war aber nicht ganz so einfach, weil es wohl keine neuen Flaschen gab.

Wir wollten schon wieder wegfahren, als uns die Kassiererin rief und mitteilte, dass der Lieferant gerade neue Gasflaschen anliefert. Wir haben dann etwa 20 Minuten gewartet und haben neue Flaschen bekommen. Anschließend bin ich mit Ellie kurz Gassi gegangen und dann bin ich mit meiner Frau nach Pfronten gefahren und haben in der Apotheke die bestellten Medikamente abgeholt. Dann sind wir in den nahen Edeka und haben eingekauft.

                                            Bewölkter Himmel und ein Hauch von Neuschnee

Zurück am Platz bin ich mit Ellie auf eine große Runde durch das Tal bis Rehbichl gelaufen, während meine Frau das Mittagessen zubereitet hat. Wir haben dann eine Pause eingelegt und sind um 16 Uhr ins Restaurant gegangen, weil wir uns dort mit unseren Freunden zum Kaffee treffen wollten. Leider ist Anne krank und kann nicht mitkommen. Manfred ist dann alleine mit uns gegangen und wir haben uns jeder leckeren Apfelstrudel bestellt.

Zu uns hat sich dann noch ein weiteres Ehepaar dazu gesellt, die auch wie wir, schon seit Jahren hier auf dem Stellplatz sind. Schon hatten wir wieder eine lustige Runde. Wir haben uns dann voneinander verabschiedet und beim Wirt für Morgen Abend einen Tisch bestellt. Dort wollen wir dann mit acht Personen zu Abend essen und den letzten Tag des Jahres begehen.

Tag 46 - Mittwoch, 31.12.2025

Heute ist der letzte Tag des Jahres und es war die bisher kälteste Nacht. Mit 10 Grad Minus war es am Morgen bitter kalt. Obwohl schon früh die Sonne schien, konnte sie die Luft nicht erwärmen. Minus 4 Grad war dann am Ende die wärmste Tagestemperatur. Wir haben lange gefrühstückt und dann haben unsere Freunde zu einer Wanderung gerufen. Ich bin dann mit Ellie mitgegangen und das Wetter war super. 


                                            Eine gemütliche Wanderung durch die schöne Natur
                                                                 Unsere Runde für heute

Dick eingepackt konnte man die Sonne gut genießen und wir sind die Runde über Rehbichl gelaufen. Sie bietet auch immer wieder schöne Ausblicke auf die Umgebung. Zurück am Platz kümmere ich mich zunächst um unser Abwasser, was sich im Wohnmobil angesammelt hat und anschließend fülle ich noch etwas Frischwasser auf. Dann lockt das warme Wohnmobil und ein leckeres Mittagessen. Bis auf eine kurze Gassirunde zieht es uns nicht mehr raus.

Wir schonen uns für den Silvesterabend, wo wir im Restaurant einen Tisch für 8 Personen reserviert haben. In den letzten Jahren hat der Betreiber immer ein Feuer vor dem Restaurant entfacht, ob er das auch in diesem Jahr macht, ist noch nicht sicher. Aber die sehr eisigen Temperaturen würden auch durch das Feuer nicht gemildert und wir sind froh, noch einen Tisch im warmen Restaurant bekommen zu haben. Ich denke, dass wir wieder eine lustige Zeit haben werden.

Ich wünsche allen meinen Lesern ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr 2026!!

Tag 47 - Donnerstag, 01.01.2026

Das neue Jahr präsentiert sich fast schon gewohnt mit blauem Himmel und Sonnenschein. Die Nacht war wieder sehr kalt mit Temperaturen um Minus 8 Grad. Der gestrige Abend war sehr schön und wir haben viel Spaß gehabt. Das Restaurant war sehr voll und wir haben mit 8 Personen am Tisch gesessen und lecker gegessen. Das Essen hat sich auch recht lange hingezogen und getrunken wurde natürlich auch. Draußen war wieder ein Feuer in einer Schale, aber kaum mal hat sich jemand dazu gesetzt, weil es sehr kalt war.
                                                                    Eine lustige Truppe
                                                                Gemütlich war es
                                                    Eine Lichtershow mit vielen Fackeln

Wir hatten eine gemütliche Runde und auch das Betreiberehepaar hat sich auch mal zu uns gesellt. Wir konnten bis nach Mitternacht im Restaurant verbleiben und es wurde wieder sehr lustig. Zum Jahreswechsel haben sich alle, die im Restaurant verblieben waren beglückwünscht. Wir haben uns dann draußen die Lichter angeschaut, die Bewohner von Rehbichl auf den Berg gezaubert haben. Dargestellt wurde eine große 2026 mit einem Motiv darunter, was man aber nicht genau entziffern konnte.

Wir haben dann noch unsere Schulden bezahlt und einen kleinen Absacker getrunken. Gegen ein Uhr sind wir dann ins Bett. Der Hund hat gut durchgehalten und war nicht sehr verängstigt, auch weil hier in der Nähe kaum geknallt wurde. Es war jedenfalls ein toller Abend mit netten Menschen.

Am heutigen ersten Tag des Jahres sind wir dann mit unseren Bekannten, die auch gestern mit in der Runde gesessen haben, auf eine Wanderung durchs Tal gegangen. Das Wetter war wieder super und wir haben uns gut unterhalten. Das Wetter war nahezu windstill, sollte sich aber zum Abend hin verändern. Zurück am Platz haben wir zu Mittag gegessen und dann haben sich unsere Freunde von uns verabschiedet. Die Beiden mußten leider, wegen einer Erkrankung in der Familie, vorzeitig abreisen. Das war sehr schade!! Aber wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen.


                                                                    Schöner Spaziergang

Den Rest des Tages haben wir im Wohnmobil verbracht und hoffen, dass der auffrischende Wind nicht zu stark bläst. In der Nacht sind einzelne Sturmböen angesagt und da haben wir etwas Angst um unsere Winterabdeckung. Die ist uns im letzten Jahr schon einmal weggeflogen. Der Sturm soll auch Morgen über Tag noch anhalten und ab Mittag soll es dann auch schneien.

Tag 48 - Freitag, 02.02.2026

Die Nacht war sehr stürmisch, aber es ist trocken geblieben. Wir haben gestern am späten Abend noch die Seitenteile der Winterabdeckung abgenommen, weil wir Bedenken hatten, dass die wegfliegen. Die Frontabdeckung blieb dran und da ist auch nichts passiert, da wir sie zusätzlich mit Gummis gesichert haben. Am Morgen bin ich dann mit Ellie Gassi gegangen und die Bewölkung hat stark zugenommen. So gegen 10 Uhr hat es dann angefangen leicht zu schneien.

                                                            Es sieht nach Schnee aus

Ich bin dann mit Ellie auf eine größere Runde raus ins Tal gegangen. Der immer noch stürmische Wind hat mir dann von vorn ins Gesicht geblasen und der zunehmende Schneefall war unangenehm. Ich habe mir die Kapuze dann zusätzlich aufgesetzt, damit wirklich nur das Gesicht frei geblieben ist. So konnte man es dann aushalten. Ich bin dann auch nicht die ganze Runde gelaufen und bin etwa auf der Hälfte umgekehrt. Mit dem Wind im Rücken war es dann angenehmer.


                                                                 Langsam wird es weiß
                                                                    Hund mit Schneebart

Der Hund hat wieder allerhand Schnee aufgenommen und der Bart war schließlich vereist. Recht durchgefroren waren wir wieder am Wohnmobil. Der Schneefall wurde immer intensiver und hörte erst gegen 16 Uhr auf. Ich denke, dass so etwa 5 - 6 cm Neuschnee gefallen sind. Jetzt sieht alles wieder richtig winterlich aus. Nach Mittagessen und einer Pause, bin ich dann mit Ellie kurz raus und habe anschließend den Schnee um das Wohnmobil geräumt. Dann habe ich noch den Schnee vom Dach gefegt, sofern da ran gekommen bin. Abrutschender Schnee macht komische Geräusche, die unseren Hund erschrecken. Das kannten wir schon aus den letzten Wintern.

                                                Das sieht dann schon wieder ganz anders aus

Am späten Nachmittag ist dann noch der Schneeräumer gekommen und ich habe noch etwas in die Stromsäule geworfen, damit wir wieder über die Zeit kommen. Am späten Abend soll noch ein Schwung Schnee kommen und Morgen ist es dann wieder eher sonnig. Schaun wir mal!

Tag 49 - Samstag, 03.01.2026

Am gestrigen Abend hat noch einmal starker Schneefall eingesetzt und das Ergebnis haben wir dann am Morgen bewundern können. Es sind noch einmal gut 15 cm Neuschnee hinzu gekommen und schon früh fuhr der Schneeräumer über den Platz. Ich bin dann mit Ellie Gassi gegangen und bin aber nicht sehr weit gekommen, da auch der Wanderweg vom Platz aus, der auch gleichzeitig meine Gassirunde ist, noch nicht geräumt war. Dementsprechend sah dann auch der Hund aus, der durch den tiefen Schnee stapfen musste.
                                                Da mussten wir morgens noch durchstapfen
                                         Auch der weitere Wanderweg war noch zugeweht

Nach dem Frühstück habe ich mir dann eine Schaufel geschnappt und den Schnee rund um das Wohnmobil weggeschoben. Das war ganz schön viel und ergab einen großen Haufen an der Hecke. Ich hoffe mal, dass der scharfe Wind nicht so viel Schnee auf dem Dach des Wohnmobils abgelegt hat, weil den muss ich dann vor der Weiterfahrt noch wegfegen. Ich habe dann noch die Gasflasche getauscht und die Toilette entleert. Dann musste ich mich aber erst aufwärmen, weil die Temperaturen sehr niedrig waren.

Ich habe dann im Internet nachgeschaut, ob es im Ort schon gespurte Loipen gibt und es scheinen schon einige geöffnet zu sein. Selbst die Talloipe, die nicht weit vom Stellplatz entfernt verläuft, soll präpariert sein. Das möchte ich mir aber bei einer kurzen Runde mit Ellie ansehen. Wir wursteln uns durch den tiefen Schnee, bis wir über die Gleise gelaufen sind. Von dort aus ist der Wanderweg schon geräumt und es läßt sich gut laufen.

Wie ich schon fast befürchtet habe, hat sich an der Loipe nichts getan. Keine Spur von einer Präparierung. Ich habe dann gleich in der Touristeninfo angerufen. Dort hatte man auch nur die gleiche Info, wie im Internet, weil für die Pflege ausschließlich die Loipenfahrer zuständig sind, die die Loipen zu pflegen haben. So kehre ich zum Platz zurück, wo wir zunächst zu Mittag essen. Später gehe ich dann mit Ellie auf die große Talrunde um zu schauen, ob vielleicht im weiteren Verlauf eine Loipe zu sehen ist.

                                                                Geräumter Wanderweg

                                                            Tolle Bilder vom frischen Schnee
                                                                    So war es angekündigt
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                                Und wie sie sehen, sehen sie nichts. Keine Loipe!

Aber auch Richtung Kappl ist davon nichts zu sehen. Beim Laufen ist uns auch der eisige Wind wieder entgegen gekommen, zwar nicht so heftig, wie am gestrigen Tag, aber es war schon unangenehm. Wir sind dann auch die komplette Runde über Rehbichl gelaufen und haben dabei einen einsamen Langläufer getroffen, der sich auf der eigentlichen Loipe selber eine Spur gebastelt hat. Die asphaltierte Straße nach Rehbichl war zwar geräumt, aber wurde Stellenweise vom scharfen Wind wieder zugeweht. 

Wir erreichen dann wieder den Stellplatz und hier wurde inzwischen auch das erste Stück des Weges geräumt. Jetzt haben wir beide aber genug vom Laufen gehabt und haben uns ausgeruht. Bei Kaffee und Kuchen haben wir die helle Zeit des Tages ausklingen lassen. Auf dem Platz gab es ständig ein Kommen und Gehen von Wohnmobilen. Aber zum Ende der Woche enden auch die meisten Winterferien und so sollten sich der Platz bald wieder etwas leeren.
                                                                    Das wird frostig!!!

Tag 50 - Sonntag, 04.01.2026

In der ersten Nachthälfte gab es noch ein paar Schneeschauer und am heutigen Morgen lagen etwa 3 bis 4 cm Neuschnee. Die Temperatur betrug Minus 12 Grad und es fühlte sich auch eisig an, als ich vor dem Frühstück mit Ellie Gassi gegangen bin. Wir haben dann gemütlich gefrühstückt und die Sonne schien schon früh von einem blauen Himmel. Genau die Sonne hat mich dann auch nach draußen gelockt und ich bin mit Ellie auf eine größere Runde.
                                                        Endlich scheint die Sonne wieder
                                                                Wir frieren langsam ein

Zunächst ging es durch das Tal und dann sind wir Richtung Alpakas abgebogen. Die Zwei haben uns wieder nah am Zaun begrüßt und waren sehr zutraulich. Ich bin dann natürlich mit dem Hund nicht nah ran und habe ein paar Fotos gemacht. Heute waren viele Spaziergänger unterwegs. Kein Wunder, es ist ja Sonntag und ein Traumwetter. Hier zwischen Weißbach und Röfleuten hat man wohl gestern die Loipen gespurt, die aber heute wegen des Neuschnees wieder etwas zugeschneit waren.
                                                                    Ellie voraus
                                    Sogar ein wenig Nebel über dem kleinen Bach im Tal
                                        Die zwei neugierigen Nasen sind auch wieder da

Aber auch hier hat man nur den Schnee platt gefahren und eine Klassikloipe war nirgends zu sehen. Auch für die Skatingfahrer war es nicht besonders toll. Das kann ich einfach nicht verstehen. Da hat man schon mal ausreichend Schnee und dann bietet man den Menschen sowas an. Auch die Loipe bei uns im Tal war wieder nicht gespurt, obwohl das im Internet immer noch so vermerkt ist. So bin ich mit Ellie bis zum Parkplatz vor Röfleuten gelaufen, der auch übervoll war.
                                                     Ein ziemliches Gewühle auf der Loipe

Von hier aus sind wir dann wieder zurück zum Platz gelaufen. Die Strecke habe ich nicht aufgezeichnet, aber ich schätze auf knapp 6 Kilometer. Zurück am Platz habe ich mich dann zunächst etwas aufgewärmt und bin schließlich ins Restaurant gegangen um uns jeweils eine Portion Schweinebraten mit Klößen und Blaukraut zu bestellen. Die haben wir uns eine Viertelstunde später abgeholt. Die Portion reicht uns für zwei Tage, weil wir beide keine guten Esser sind. So haben wir auch für Morgen unser Mittagessen gesichert.

Da es noch früh am Tag ist, gehen wir dann noch auf eine kleine Runde ins Tal. Obwohl die Sonne noch am Himmel steht, kommen die Temperaturen nicht über Minus 6 Grad hinaus. Mir reicht es dann auch für heute und wir wärmen uns im Wohnmobil auf. Bei Wintersport im Fernsehen und Kaffee mit Plätzchen lassen wir den Tag langsam ausklingen. Die nächste Nacht soll noch kälter werden und die Heizung muß alles geben.
                                                                     Ein tolles Licht

                                                                    Kleiner Spaziergang

Tag 51 - Montag, 05.01.2025

Heute sollte eigentlich die Sonne schon früh scheinen, aber der Hochnebel hat es wieder einmal bis zu uns geschafft und hängt jetzt vor den Bergen fest. Dafür war es wieder sehr kalt und es gab zweistellige Minusgrade. Aus dem Schornstein der Heizung, der bei uns an der Seitenwand austritt, tropft Kondenswasser auf den Boden und es bildet sich eine Eissäule, die jetzt schon bis ans Wohnmobil reicht. So ähnlich sieht es wohl in einer Tropfsteinhöhle aus.
                                                                 Sieht schon eigenartig aus

Wir wollen den Tag noch zum Waschen nutzen und so bin ich ganz früh an der Maschine, damit wir auch zum Zuge kommen. Zweimal Waschen und Trocknen ist heute angesagt und dann klappt das wieder für die nächste Zeit. Ich gehe dann noch mit Ellie auf eine Gassirunde, die wird aber nicht so lang, da ich ja noch die Wäsche bedienen muss. Am späten Vormittag bin ich dann noch nach Nesselwang gefahren, um einige Dinge einzukaufen, weil wir evtl. Übermorgen weiterfahren wollen und Morgen hier Feiertag ist. Aber die Abfahrt verzögerte sich etwas, weil die Scheibenwischer vorne eingefroren waren.
                                                Dieser Bach hat schon eine Eisdecke
                                    Leider war Vormittags noch der Hochnebel überm Tal
                                            Und selbst die kleine Quelle war zugefroren
 
Mit etwas Eisfrei hat es dann aber geklappt und ich konnte los. Im Aldi war es aber auch recht voll und so habe ich auch dort lange gebraucht. Zurück am Platz haben wir dann alles verstaut und zu Mittag gegessen. Während dessen hat sich doch noch die Sonne durchgesetzt und deshalb bin ich dann mit Ellie auf eine große Talrunde aufgebrochen. Die Temperaturen sind heute nicht über Minus 6 Grad hoch gegangen und daher sind selbst die kleinen Fließgewässer zugefroren. Das habe ich hier bisher noch nicht erlebt.

                                        Der Hochnebel ist auch später nicht ganz verschwunden


Wir haben dann die frische Wäsche zusammengelegt, Kaffee getrunken und den Tag beendet. Morgen soll es nochmal schön werden und wir hoffen, dass das auch klappt. Es sollte ja heute schon sonnig sein, aber der Hochnebel war schneller.

Tag 52 - Dienstag, 06.01.2025

Heute wird wohl unser letzter Tag hier in Pfronten, denn Morgen soll es für uns weiter gehen. Wir sind jetzt 38 Tage hier am Platz und jetzt wird es dann auch Zeit. Dafür war das Wetter heute wieder sehr schön, wenn auch die Nacht mit Minus 16 oder 17 Grad sehr eisig. Das sind Temperaturen, die schon sehr extrem sind. Wir sind froh, dass unser Wohnmobil bis jetzt alles gut überstanden hat. Nach einem langen Frühstück gehe ich kurz mit Ellie raus. Dann verlassen uns auch die letzten Bekannten und machen sich auf den Heimweg.

                                                             Ein weiterer eisiger Morgen

Erst danach gehe ich mit Ellie auf eine größere Runde durch das Tal. Die niedrigen Temperaturen lassen sich in der Natur gut ablesen. Immer mehr Gewässer frieren zu und selbst ein größerer Bach hat eine geschlossene Eisdecke. Auch unser Hund kommt an seine Grenzen, weil sich immer öfter kleine Eisknubbel zwischen seinen Pfoten bilden. Die versucht sie sich zwischendurch herauszuknabbern. Die nächste Nacht wird wohl aber die vorerst letzte Nacht mit Temperaturen unter Minus 10 Grad werden.

                                                        Wieder ein wunderschöner Wintertag
                                                  Auch dieser Bach hat jetzt eine Eisdecke
                                        Zum Abend gab es dann doch wieder ein paar Wolken

Nach dem Mittagessen nutze ich den Sonnenschein und lasse noch das Schmutzwasser ab, tanke etwas Frischwasser nach und besorge mir vom Betreiber eine Leiter. Dann habe ich versucht, den Schnee vom Dach zu entfernen. Das war nicht so einfach, da sich unter dem lockeren Schnee eine Eisschicht gebildet hat. Die ließ sich nicht entfernen. Dafür war es auch am Tag zu kalt. Auch am Wohnmobil haben sich viele Eiszapfen gebildet, die sich nicht entfernen ließen. Die Gefahr war zu groß, die aus Kunststoff bestehenden Anbauteile zu beschädigen. Das versuchen wir dann Morgen mit kaltem Wasser zu lösen.

Bei Kaffee und Kuchen schauen wir dann noch etwas Wintersport und zum Abend gehe ich unseren Aufenthalt bezahlen. Morgen früh werden wir dann noch eine Gasflasche tauschen, damit wir wieder einen Vorrat für etwa 6 bis 7 Tage haben.  

Tag 53 - Mittwoch, 07.01.2025

Vor den ersten Sonnenstrahlen gab es heute Morgen wohl einen kleinen Schneeschauer, den kein Wetterbericht auf dem Schirm hatte. Es sind aber nur etwa ein cm zusammen gekommen. Dafür hatten wir dann bei unserer Gassirunde einen schönen Sonnenaufgang. Es blieb dann wohl noch etwas bewölkt, dass änderte sich dann im Laufe des Vormittags und die Sonne kam mehr und mehr raus. Wir wollten uns heute auf den Weg machen, zu unserem neuen Ziel.
                                                                           Sonnenaufgang
                                       Unsere Eisstatue wächt weiter und ist schon 60 cm hoch!

Planänderung
Leider ging es meiner Frau heute Morgen nicht so gut, wobei sie schon in den letzten Tagen gesundheitlich etwas angeschlagen war. Da wir ja mit zwei Fahrzeugen unterwegs sind, sah sie sich nicht in der Lage, unseren PKW zu steuern. Also haben wir alles über den Haufen geschmissen und bleiben noch ein paar Tage hier. Wir sind ja nicht auf der Flucht! Da aber das Wetter ab Morgen recht fies werden soll, könnte daraus auch schnell noch eine Woche hier auf dem Platz werden. Aber das sollte kein Problem sein.

Nach dem Frühstück gehe ich noch kurz mit dem Hund raus und fahre dann nach Pfronten, um für meine Frau ein paar Medikamente zu besorgen. Eines muss bestellt werden und dafür muss ich am Nachmittag nochmal hin. Anschließend fahre ich noch nach Füssen in den Fressnapf. Da uns die Hundeleckerchen ausgegangen sind und wir sie eigentlich auf dem Weg zu unserem neuen Ziel auffüllen wollten. So mache ich mich also auf den Weg und fahre mit der Sonne im Gepäck durch eine schöne Winterlandschaft. Ich komme auch am Weißensee vorbei, den wir vor einiger Zeit umrundet haben. Jetzt ist er komplett zugefroren und mit Schnee bedeckt.
                                                                   Der Weißensee

                                    Der Hopfensee ist vom übrigen Land kaum zu unterscheiden

In Füssen halte ich mich aber nicht sehr lange auf und erledige nur den Einkauf im Fressnapf. Dann mache ich mich wieder auf den Rückweg. Ich mache dann noch einen kleinen Umweg und schaue mir den Hopfensee an, der ebenso zugefroren ist und in der Landschaft kaum auffällt, weil er auch mit Schnee bedeckt ist. Ich mache aber nur ein paar Fotos und fahre zum Platz zurück. Da es für ein Mittagessen noch zu früh ist, gehe ich mit Ellie nochmal die große Talrunde. 
                                Die Bilder ähneln sich zwar immer wieder, aber schön sind sie doch.

Nach dem Mittagessen und einer kleinen Pause fahre ich nochmal nach Pfronten und hole das fehlende Medikament ab. Die Gelegenheit nutze ich noch und kaufe ein paar Lebensmittel ein. Im dortigen Werkmarkt hole ich noch einen kleinen Milchtopf für unseren Gasherd, da wir mit unseren Töpfen schlecht Milch heiß machen können. Dann geht es aber sofort wieder zurück zum Platz, weil es schon langsam dunkel wird.

Schon über Nacht erreicht uns Tief "Ellie" (also nicht unser Hund) und bring neuen Schnee, der dann später für eine Weile in Regen übergehen soll, bevor es dann wieder schneit. Also ist das Wetter in den nächsten Tagen ohnehin nicht zum Fahren geeignet. So kann meine Frau sich hier vor Ort besser erholen.

Tag 54 - Donnerstag, 08.01.2026

Der Morgen begann mit leichtem Schneefall. Aber in der Nacht muß es wohl fester geschneit haben, denn es liegen etwa 5 cm Neuschnee. Der Schneeräumer war schon früh unterwegs und hat auch den Platz geräumt. Ich stapfe dann mit Ellie durch den Schnee bei unserer Gassirunde. Es ist nicht mehr ganz so kalt, wie an den vorherigen Tagen. Nach dem Frühstück habe ich den Schnee um das Wohnmobil geräumt, weil es über Tag Nachschub geben soll.
                                                               Stapfen durch frischen Schnee

Anschließend bin ich mit Ellie auf eine größere Runde bis nach Röfleuten gelaufen. Alles sieht wieder sehr verschneit aus, aber die Loipen sind kaum noch zu erkennen und nicht gepflegt. Das begreife ich nicht, wo doch in Bayern noch Ferien sind. Im Internet sind die Loipen als geöffnet und gepflegt hinterlegt. Das kann ich noch weniger verstehen. Da lockt man die Menschen nach Pfronten und nichts ist präpariert.
                                    Der nächste Schneefall läßt nicht lange auf sich warten

                                            Unser Hund und Schnee, was soll er nur ohne machen.
                                                                Meine Strecke für heute

Es ging dann noch an den Alpakas vorbei, aber die haben sich heute nicht aus ihrem Stall getraut. Auch hatte der Schneefall wieder eingesetzt, der noch bis etwa 17 Uhr anhalten sollte. Ich bin dann wieder zurück zum Stellplatz und dann gab es Mittagessen. Draußen nahm der Schneefall wieder zu. Unsere Nachbarn hatten Pech mit ihrem Wohnmobil und wurden am Nachmittag vom ADAC abgeholt. Das ist sicher keine tolle Sache.

Ich habe dann nochmal den Schneeschieber geholt, weil zum Abend der Schnee in Regen übergehen soll. Ich wollte dann nicht so viel Matsch vor der Tür haben. Der Wetterbericht hat noch Schnee im Angebot, aber schon früher begann es zu regnen. So haben sich auch schnell die ganzen Eiszapfen vom Auto gelöst. In der nächsten Nacht soll auch noch Sturm dazu kommen und wir hoffen, dass es nicht so schlimm wird. Den Nachmittag habe ich wieder mit Zeichnen verbracht.
                                Soll das Wirtshaus Wiesele hier bei uns am Platz darstellen

Tag 55 - Freitag, 09.01.2026

Sturm und Regen haben über Nacht zugeschlagen. Es war eine unruhige Nacht und am Morgen hat man dann das ganze Elend gesehen. Schneematsch und Wasser wohin man geschaut hat. Ein erster Bewohner des Platzes ist auch gestürzt, passiert ist ihm aber wohl nichts. Nach dem Frühstück habe ich versucht, die Mischung aus Matsch und Eis vor dem Wohnmobil zu entfernen. Das hat im ersten Anlauf nicht geklappt. Ich habe es dann zunächst aufgegeben.
                                                 Eine gefährliche Mischung auf dem Platz
                                                        Ein erster Badetag nach langer Zeit
                                                        Die Wege sind kaum zu begehen

Der Regen hat dann zwar aufgehört und die Sonne kam zeitweise durch, aber die Wege waren nahezu unpassierbar. Der Frost im Boden hat dafür gesorgt, das der Matsch gefroren ist und man hätte Eislaufen können. Nach dem Mittagessen hat dann der Betreiber mit Salz versucht, dem Eis Herr zu werden. Das ist auch teilweise geglückt und ich konnte danach eine kleine Schneise ins Eis schlagen, damit wir vernünftig die Straße erreichen.

Ich habe dann eine Pause eingelegt und dabei hat es wieder zu regnen begonnen. Später haben sich dann immer mehr Flocken darunter gemischt, bis es dann nur noch geschneit hat. Danach hat es wieder aufgeklart und ich habe das Wetter dann genutzt und bin doch noch mit Ellie raus. Ich bin dann die ganze Talrunde gelaufen und habe mich immer am Rand des Weges gehalten, wo noch Schneereste lagen. Durch den Frost, der noch immer im Boden war, ist dieser Schneematsch angezogen und so ließ es sich ganz gut laufen.

Der teilweise stürmische Wind war aber schon sehr unangenehm. Ich war dann auch froh, wieder im Wohnmobil zu sein. Ich habe dann noch eine Gasflasche getauscht und mir eine Tasse Kaffee gegönnt. Die Winterabdeckung haben wir dann doch noch abgenommen, weil sie durch eine Böe beinahe herunter gerissen wurde. Da der Sturm noch bis Morgen Abend anhalten soll, haben wir sie schnell in die Heckgarage gepackt. Es ist ja im Moment nicht mehr so kalt und Morgen können wir sie dann wieder anbringen.
                                            Der Regen hat so einiges vom Schnee geschluckt
                                                Am Rand des Weges konnte man recht gut laufen
                                                  Meine Skulptur schmilzt so langsam dahin

              So langsam kommt die Wiese wieder durch, während es im Hochgebirge viel geschneit hat.

Tag 56 - Samstag, 10.01.2026

Was für eine krasse Wetterwendung!! Noch am gestrigen späten Abend setzte Schneefall ein, der auch am Morgen noch andauerte. Der Blick nach draußen bot uns heute Morgen ein Bild von viel Neuschnee mit Schneesturm. Ich bin dann mit Ellie kurz raus und durch tiefen Schnee gestapft. Ich habe dann auf etwa 10 - 12 cm getippt. Die Räumfahrzeuge des Betreibers waren schon früh im Einsatz. Wir haben dann beim Frühstück zugesehen, wie die Schneedecke weiter anwächst.
                                              Gestern Abend war hier noch der Asphalt zu sehen

Wir haben dann das schlechte Wetter dazu genutzt, um nochmal Wäsche zu waschen. Ich habe mir dann einen Schneeschaufel besorgt und das Wohnmobil frei geräumt. Während dessen hat der Betreiber den Schnee vom Platz beseitigt. Der Schneefall hat aber weiterhin keine Pause eingelegt. Ich bin dann mit Ellie ein Stück Richtung Talwanderweg gelaufen, bin aber nicht sehr weit gekommen. Die Wege sind zwar geräumt worden, aber das milde gestrige Wetter hat dafür gesorgt, dass sich unter dem neuen Schnee eine eisige Schicht gebildet hat.
                                                 Heftiger Schneefall fast den ganzen Tag
                                        Hier auf dem Weg haben gestern noch die Spatzen gebadet

Über Tag haben wir dann die Wasche bearbeitet und nach dem Mittagessen haben wir Wintersport im Fernsehen geschaut. Nach dem Kaffee bin ich nochmal mit Ellie raus, weil der Schneefall zwar langsam weniger wurde, aber bis dahin hat man von der Räumaktion nicht mehr viel gesehen. Inzwischen hat es sicher nochmal etwa 8 - 10 cm geschneit. So habe ich nochmal zur Schaufel gegriffen und den Schnee entfernt. Ich habe auch den Schnee etwas vom Dach entfernt, damit er nicht später runterrutscht. Denn dieses Geräusch kann unser Hund nicht vertragen und es bereitet ihm Angst.

Auch der Betreiber packt nochmal seinen Trecker raus und fährt über den Platz. Es dämmert schon etwas, als ich nochmal mit Ellie Gassi gehe. Es schneit nicht mehr so viel, soll aber noch bis Morgen früh anhalten.

Tag 57 - Sonntag, 11.01.2026

Heute Morgen sind wir mit letzten Schneeflocken wach geworden. Dabei hat es wohl die ganze Nacht ergiebig geschneit und so sah es auch vor der Wohnmobiltür aus. Ich habe die Menge direkt auf etwa 15 cm geschätzt. Die Nachbarn waren schon früh draußen und haben die Wohnmobile freigeschaufelt. Etwas später kam dann auch der Betreiber mit seinem Traktor und hat die Wege geräumt. Es bildeten sich schnell große Schneehaufen. Die Gassirunde endete dann wieder mit einem Hund, der durch den tiefen Neuschnee gestapft ist. Aber das macht ihm überhaupt nichts aus.
                                                             Wieder soviel Neuschnee
                                                              Unser kleines Schneemobil

Wir haben uns dann mit dem Frühstück lange Zeit gelassen und während dessen lichtete sich der Himmel und ließ die Sonne zaghaft durchscheinen. Dabei wurde es recht mild und ich bin dann auch raus und habe mir eine Schaufel geschnappt. Auch ich habe mich durch den Schnee gekämpft und um unser Wohnmobil bildeten sich stattliche Haufen. Ich bin dann mit dem Hund auf eine etwas größere Runde gelaufen, weil unser Chef auch den Wanderweg vom Platz aus geräumt hat.

                                                             Frisch geräumte Wanderwege

                                                                        Ein tolles Licht

Ich bin dann aber nur bis zum Wanderparkplatz mit Ellie gelaufen und habe festgestellt, dass tatsächlich eine Loipe gespurt wurde. Das war für mich dann Anlass zurück zum Platz zu gehen, denn die Gelegenheit wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Ich hab mich dann gleich umgezogen und bin mit meinen Langlaufski zur Loipe gegangen. Es waren schon einige Aktive unterwegs und ich habe mich dann in die frischen Spuren begeben.

Mit der Sonne, die sich nun immer häufiger gezeigt hat, machte das alles viel Spaß. Ich bin allerdings auch sehr gemütlich gelaufen, weil man das so besser genießen kann. Ich bin ja schließlich kein Sportler, sondern ein Genußfahrer. Ich bin etwa bis Kappel durchs Tal gefahren und dort umgedreht. Am Ausgangspunkt angekommen, bin ich dann über die Straße und habe die Loipe Richtung Kreutzeck genommen. Die war aber nicht so toll, da es stellenweise an Schnee gefehlt hat und ein paar Flächen auch vereist waren. So bin ich wieder umgekehrt und am Ausgangspunkt meiner Tour habe ich dann abgeschnallt und bin zum Stellplatz zurück. Die 6 km haben mir für Heute gereicht.

                                                                      Frisch gespurte Loipen

                                          Meine Langlaufstrecke, die ich zweimal gefahren bin.

Es ist aber fraglich, ob es Morgen noch geht, da es nach eisiger Nacht mild werden soll und es soll sogar etwas Eisregen drohen. Aber das werden wir dann ja sehen. Da es meiner Frau vorsichtig besser geht, wollen wir vielleicht am Mittwoch unsere Reise fortsetzen. Wir haben dann zu Mittag gegessen und ich bin später nochmal mit Ellie raus. Zum Kaffee habe ich uns dann im Restaurant jeweils einen Apfelstrudel mit Eis und Sahne geholt.




                                            Da sind wohl einige durch den Tiefschnee gefahren

Zum Abend habe ich die Teller wieder zurück gebracht und habe das Bild vom Wirtshaus mitgenommen, dass ich Tage zuvor gezeichnet habe. Ich Restaurant habe ich die Frau vom Betreiber getroffen und mich für den tollen Aufenthalt und die nette Bedienung und Hilfe bedankt. Ich habe ihr das Bild geschenkt und sie hat sich sehr gefreut. Vielleicht findet es hier einen schönen Platz. 

Tag 58 - Montag, 12.01.2026

Der Tag hat heute mit leichtem Schneefall begonnen, obwohl der Wetterbericht schon Regen gemeldet hat. Nach einer Gassirunde frühstücken wir zunächst lange und ich bin dann mit Ellie auf eine größere Runde ins Tal gegangen, weil sich jetzt schlechteres Wetter angekündigt hat. Wir gehen dann die halbe Runde und kehren um. Ich hatte noch die leise Hoffnung, heute nochmal in die Loipe zu kommen. Auf den letzten Metern bis zum Stellplatz hat es dann zu regnen begonnen.
           Als ob er es ahnen würde, dass der Schnee bald wieder verschwindet. Nochmal eintauchen.
                                           Noch ist es trocken und die Wege sind gut zu begehen.

Ich habe dann versucht, die festgefrorenen Schmutzmatten aus dem Eis zu befreien, was mir aber nicht gelungen ist. Bis zum Mittagessen haben wir ein wenig getrödelt und das Wetter beobachtet. Es tröpfelte die ganze Zeit immer wieder und dem Schnee ging es dabei nicht gut. Nach dem Mittagessen habe ich mich etwas hingelegt und bin dann vom Regen geweckt worden, der dann stärker auf das Dach prasselte. Der einzige Vorteil bei dem Wetter war, dass ich das Wohnmobildach nicht vom Schnee befreien muss. Da hat der Regen ganze Arbeit geleistet.

Nach einer Tasse Kaffee habe ich dann schnell die Gasflasche getauscht und bin mit dem Hund kurz raus, weil es gerade mal eine Regenpause gab. Die hat aber nicht lange angehalten und es wurde bald stärker. Auf den Wegen gibt es jetzt eine Mischung aus Wasser, Matsch und Eis. Eine ekelige Angelegenheit. Es gab zwischendurch starke Windböen und wir haben die Winterabdeckung abgenommen. Bis zum späten Abend soll der Regen noch anhalten und ab Morgen soll es trocken und recht mild werden. Meiner Frau geht es langsam wieder besser und ich habe leise Befürchtungen, dass ich mich angesteckt haben könnte. Wäre auch kein Wunder.

Tag 59 - Dienstag, 13.01.2026

Noch am gestrigen Abend hat es sich bewahrheitet. Ich habe mich tatsächlich angesteckt und gleich ein paar Medikamente eingeworfen. Über Nacht ist es mir nicht gut bekommen und ich habe schlecht bis gar nicht geschlafen. Dem entsprechend geht es mir auch am Morgen nicht gut. Ich bin dann mit Ellie raus und danach habe wir lange gefrühstückt. Anschließend habe ich mich nochmal hingelegt und bin auch eingeschlafen. Am späten Vormittag sind wir dann nach Pfronten gefahren, um unsere Medikamente aufzufüllen. Mir ist es inzwischen etwas besser gegangen.
                                    Der Schnee ist auf dem Rückzug und die Wege sind sehr eisig

Im nahen Edeka haben wir noch ein paar Lebensmittel eingekauft und wollten dann noch in den Werkmarkt, um eine neue Steckdosenleiste zu kaufen. Leider ist uns bei unserer alten Leiste ein Missgeschick passiert, denn wir haben etwas Wasser darüber gekippt und da ist natürlich die Sicherung rausgefallen. Die Leiste wollten wir danach nicht mehr benutzen. Leider hatte der Werkmarkt Mittagspause und so sind wir wieder zum Stellplatz zurück.
                                                     Der Stellplatz mal aus einer anderen Sicht

Ich bin dann mit Ellie auf eine kleine Gassirunde, denn für eine größere Strecke fühle ich mich nicht fit. Außerdem sind die Wanderwege so vereist, dass das Begehen sehr gefährlich ist. Wir haben dann zu Mittag gegessen und ich habe mich wieder hingelegt. Danach bin ich dann nochmal nach Pfronten und habe uns eine neue Steckerleiste gekauft. Zurück am Platz gab es dann Kaffee und Kuchen. Mir war dann zwar wieder nach einer Pause im Bett, das habe ich dann aber nicht gemacht, damit ich zum Abend Müde genug bin, um zu schlafen.

Das Wetter war in der Nach frostfrei, aber der Frost sitzt noch im Boden und hat die angetauten Flächen spiegelglatt gemacht. Hingegen sind die Straßen gut befahrbar. Morgen wollen wir dann tatsächlich weiter, sofern es mir nicht schlechter geht. 

Tag 60 - Mittwoch, 14.01.2026

Obwohl die Nacht frostfrei war, hat es genug Stellen gegeben, die eisig waren. Es ist wohl tatsächlich so, dass immer noch der Frost im Boden steckt, der die Feuchtigkeit über Nacht frieren läßt. Auch die Streudienste sind wieder unterwegs gewesen. Jedenfalls war das Wetter am Morgen bedeckt, aber trocken. Die Krankheit steckt uns beiden noch in den Gliedern, aber wir wollen trotzdem heute weiter. Da es bis zu unserem neuen Ziel nicht sehr weit ist, lassen wir uns am Morgen viel Zeit.

Nach dem Frühstück haben wir uns langsam auf die Weiterfahrt vorbereitet. Ich habe noch versucht, die zweite Fußmatte vom Eis zu befreien. Das ist mir dann auch, unter Mithilfe von etwas heißem Wasser gelungen. Wir sind dann so gegen 12 Uhr vom Platz gefahren und unser erster Stop war die Tankstelle, die sich auf österreichischem Gebiet befindet. Dazu haben wir einen kleinen Umweg über das Vilstal gemacht. Der Diesel kostete hier 10 Cent weniger, als in Deutschland. Der kleine Umweg bescherte uns eine etwas andere Route, die uns ohnehin besser gefiel.

Unser heutiges Ziel war der Campingplatz Demmelhof kurz vor Bad Tölz. Da sind wir schon so oft vorbeigefahren, als wir von Pfronten nach Reit im Winkl gefahren sind. Er liegt am Stallauer Weiher und wird vom Stallaubach gespeist. Es ist ein künstlicher See der an der Westseite aufgestaut wird. Der See ist etwa einen km lang und etwa 250 Meter breit. Der See wird im Sommer als Badesee genutzt, hat eine gute Wasserqualität und hat einen guten Fischbestand. Wir hatten zuvor am Platz angerufen und erfahren, dass zu dieser Zeit keine Reservierung erforderlich wäre.

Wir sind fast zwei Stunden unterwegs, weil wir ja noch einen Tankstop eingelegt haben. An der Rezeption angekommen haben wir telefoniert und kurz darauf kam die Frau des Betreibers und hat uns angemeldet. Der Platz wird hauptsächlich von Dauercampern belegt, hat aber auch einige Touristenplätze und spezielle Parzellen für Wohnmobile. Wir bekommen eine große Parzelle direkt am See, auf dem auch unser PKW Platz hat. Da es ja ein Campingplatz ist, kommen wir auf etwa 50,-- Euro pro Tag einschl. Zusatzkosten für das Auto und den Hund.
                                                   Unsere große Parzelle und links ist der See
                             Hier ist die Rezeption untergebracht, sowie die sanitären Räumlichkeiten
                                                Diese Wohnfässer kann man hier auch mieten



                                                    Der See, der natürlich noch zugefroren ist.
                                                                      Die Strecke für heute

Wir stellen uns auf und ich gehe ein Stück mit dem Hund. Danach gibt es Mittagessen und für mich ein Mittagsschläfchen, was mir ganz gut getan hat, da ich ja zum Fahren nicht ganz fit war. Morgen haben wir einen Termin bei einem Menschen, der am Tegernsee eine Segelschule mit Verkauf betreibt.

Tag 61 - Donnerstag, 15.01.2026

Die Krankheit hat mich immer noch voll im Griff und in der letzten Nacht habe ich auch wieder nicht gut geschlafen. Entsprechend gerädert war ich am Morgen. Ich habe mich mit dem Hund hinaus gequält und dann haben wir gefrühstückt. Wir hatten heute einen Termin in der Nähe vom Tegernsee vereinbart und der sollte um 10 Uhr stattfinden. Daher hatten wir uns einen Wecker gestellt, weil die Fahrzeit etwa 40 Minuten dauert.

Wir sind dann auch um kurz nach 9 Uhr losgefahren, sind an Bad Tölz vorbei und dann zum Tegernsee. Wir sind am Westufer entlang gefahren und in Rottach-Egern in Richtung Kreuth. Wir haben uns mit dem Betreiber eines Sailingcenters, der im Winter auch Skikurse bei den Hirschbergliften anbietet. Hier möchte ich mir einen kleinen Traum erfüllen und eine kleine Segeljolle bestellen, die ich vor etwa drei Jahren hier ausprobieren durfte. 

Getroffen haben wir uns dann in der Schischule und sind dann rüber gegangen in ein Restaurant und haben uns dort zusammengesetzt. Wir erhalten jeweils ein Heißgetränk (Danke dafür!) und besprechen die Bestellung. Es geht um eine aufblasbare Segeljolle, die wir gut in unserem Wohnmobil transportieren können. Das war mein lang gehegter Wunsch, den ich mir jetzt erfüllen möchte. Wir einigen uns noch über die notwendigen Zubehörteile und sprechen die Formalitäten ab. 

Im Anschluss wird dann das Boot bestellt und wir möchten es in etwa 14 Tagen abholen. Treffen würden wir uns dann aber direkt am Tegernsee im Sailingcenter. Wir hatten ein nettes Gespräch und wir bedanken uns für den freundlichen Empfang. Wir haben uns dann voneinander verabschiedet und machten uns auf den Heimweg zum Campingplatz. Wir haben dann für den Rückweg die Ostseite des Sees genutzt, um einen anderen Blick auf das Wasser zu bekommen.

                             Zwei Ausblicke auf den winterlichen Tegernsee vom Ostufer aus

Zurück am Platz bin ich dann froh, wieder zurück zu sein, denn die Infektion hat mich doch sehr geschwächt. Der Hund hat schon auf uns gewartet und will dann auch gleich raus. Das schaffe ich so gerade noch und hab mich dann auch gleich hingelegt. Später gab es dann noch Mittagessen und für weitere Aktivitäten hatte ich weder Lust noch Kraft. So haben wir etwas Wintersport geschaut und den Tag ausklingen lassen.

                                         Die habe ich direkt neben dem Campingplatz getroffen
                                                            Der See bei schönstem Wetter
                                                            So wird das gute Stück aussehen

Tag 62 - Freitag, 16.01.2026

Die Gesundheit macht uns weiter zu schaffen. Es geht uns immer noch nicht gut und wir verspüren kaum Lust auf irgendwelche Aktivitäten. Daher frühstücken wir lange und lassen uns viel Zeit. Erst am späten Vormittag fahren wir mit dem Auto los, denn wir wollen uns in der Nähe ein Cabrio ansehen, was wir im Internet gefunden haben. Bis zum Autohändler sind es etwa 25 km und wir fahren dafür Richtung Bad Tölz und dann an der Isar entlang.

Beim Händler angekommen erfahren wir, dass das Auto vor einer Stunde verkauft wurde. Das war natürlich großes Pech, da es uns wirklich gut gefallen hat und wir wahrscheinlich zugeschlagen hätten. So fahren wir wieder zurück und machen bei einem Baumarkt in Bad Tölz Halt und tauschen eine Gasflasche. Dann geht es zurück zum Platz. Die Fahrerei schlaucht mich schon und ich muss mich wieder etwas hinlegen. Nach dem Mittagessen gehe ich mit Ellie auf einen Spaziergang am See entlang bis zur Staumauer.
                                            Solange es noch Schnee gibt ist unser Hund zufrieden

                                                Der See bleibt wohl noch lange zugefroren

Es gibt hier aber keine klassische Mauer, sondern es ist ein Erdwall, weil der See nicht sehr tief ist und das Gelände hinter dem Wall nicht abfällt. Die Wege sind nicht gut zu laufen, weil sie teilweise noch vom Schnee bedeckt bzw. matschig sind. Es ist aber auch nicht besonders weit und da es mir nicht besonders gut geht, laufen wir auch gleich wieder zurück. Zurück am Platz schauen wir uns noch etwas Biathlon im Fernsehen an und ich lege mich danach noch etwas hin.

Morgen werden wir auf jeden Fall noch hier verbringen und am Sonntag wollen wir dann wieder etwas weiter fahren. Mal sehen, was die Gesundheit so zulässt.

Tag 63 - Samstag, 17.01.2026

Heute ist wieder ein sehr schöner Tag, der sehr sonnig und frostig begonnen hat. Aber auch die gesundheitlichen Einschränkungen bei uns beiden hat sich tapfer gehalten. Daher wollen wir heute mal nichts machen und außer ein paar kurzen Gassirunden mit Ellie bin ich nicht draußen gewesen. Kopf und Hals wollen einfach nicht besser werden. 

Wir schonen uns also beide, weil wir Morgen auf jeden Fall weiter wollen. Der Platz hat für uns hier auch nichts zu bieten und dafür ist er viel zu teuer. Natürlich behindert die Gesundheit uns schon sehr und Unternehmungen in die nähere Umgebung können nicht stattfinden. Also wird der Bericht heute sehr kurz und Bilder habe ich auch keine für euch. Wir hoffen auf einen kleinen Schritt der Besserung für Morgen.
            Das Foto habe ich dann doch noch gemacht. Ellie ist total fit und wartet auf unsere Besserung.

Tag 64 - Sonntag, 18.01.2026

Heute begann der Tag mit dichtem Nebel und die Sonne hatte es schwer, die Überhand zu gewinnen. Mal war der Himmel blau, dann wieder zog es sich zu. Kalt war es auch, ich denke so um die Minus drei Grad. Die Gesundheit ist immer noch nicht gut, aber wir hatten uns am Morgen entschieden weiter zu fahren. So haben wir uns nach dem Frühstück für die Fahrt fertig gemacht und sind dann zur Rezeption gegangen. Wir haben beim Betreiber abgerechnet und für die vier Tage haben wir schließlich knapp 200,-- Euro bezahlt. Das fanden wir am Ende viel zu viel.

Der Platz mag für den Sommer ganz angenehm sein, weil man den See zum Baden nutzen kann. Aber alles, was da so angepriesen wird, ist im Winter nicht möglich bzw. ist geschlossen. Dazu zählt das Restaurant, der Kiosk und wo man wohl Brötchen bekommen kann. Der Platz liegt recht abgelegen und bis zum nächsten Ort braucht man mindestens ein gutes Fahrrad. Die wenigen Wanderwege, die von hier abgehen sind im Winter kaum begehbar, weil kaum jemand die Wege benutzt und sie wegen Schnee und Eis teilweise unpassierbar sind.
                                                Bei dickem Nebel verlassen wir den Platz

Die Betreiber sind sehr nett, aber den Platz werden wir wohl nicht mehr anfahren. Unser heutiges Ziel ist Bernau am Chiemsee. Den Platz an der Tennishalle haben wir schon oft besucht und hier ist die Stadt fußläufig erreichbar. Wir wollen ein paar Tage bleiben und bei besserer Gesundheit noch nach Reit im Winkl fahren. Die Fahrstrecke heute war mit etwa 75 km nicht sehr weit und davon sind wir etwa 36 km auf der A8 Richtung Salzburg gefahren. Leider war es die Fahrt über sehr nebelig und von der Landschaft war somit nichts zu sehen. Stellenweise war die Sicht weniger als 100 Meter.

Wir sind daher gemütlich gefahren und haben ohne Probleme unser Ziel erreicht. Auf dem Platz stand nur ein weiteres Wohnmobil und somit haben wir uns eine große Parzelle ausgesucht, wo auch unser Auto Platz hat. Wir haben uns dann aufgestellt und ich bin zur Anmeldung gegangen. Das ging schnell, da unsere Daten schon bekannt waren. Der Aufenthalt kostet hier 22,-- Euro und darin ist die Ver- und Entsorgung enthalten, sowie Dusche, WC und WLAN. Strom kostet 70 Cent je KW und wird am Ende abgerechnet.

                                                               Der Stellplatz in Bernau
                                        Am späten Nachmittag löst sich der Nebel langsam auf

Ich bin dann mit Ellie auf eine kleine Runde gegangen, während meine Frau das Mittagessen zubereitet hat. Da wir beide recht Müde waren, haben wir nicht weiter unternommen und nur die Füße ausgestreckt. 

Tag 65 - Montag, 19.01.2026

Der Tag begann heute wieder freundlich und sehr sonnig. Es war gut gefroren und auf alles Pfützen von gestern war heute Eis. Nach der Gassirunde bin ich zum nahen Bäcker gegangen, um frische Brötchen zu holen. Unsere Vorräte an Aufbackbrötchen waren zur Neige gegangen. Nach einem ausgiebigen Frühstück bin zur Rezeption und habe um Tausch einer Gasflasche gebeten. Das wurde dann auch gleich in Angriff genommen und der sehr freundliche Betreiber hat sie mir mit  einer Sackkarre bis ans Wohnmobil gefahren. Von ihm habe ich dann auch eine Adresse zu einer KFZ-Werkstatt bekommen, weil wir ja noch immer eine Birne vom Hauptscheinwerfer unseres kleinen Autos defekt hatten.
                                            Nach kalter Nacht scheint uns wieder die Sonne

Ich bin dann mit Ellie auf eine größere Runde losgegangen und habe dabei bemerkt, dass aus Süden sehr viele Ballone über die Berge gefahren kamen. Da man sie gegen die Sonne schlecht sehen konnte, hat sie der Hund nicht gleich gesehen. Es sind dann immer mehr Ballone geworden und am Ende habe ich etwa 30 Stück gezählt. Von Bekannten aus Österreich haben wir erfahren, dass am Walchsee eine entsprechende Veranstaltung in dieser Woche sei. Als die Ersten dann in Sichtweite kamen, war es dann mit Ellie vorbei. Vollkommen überwältigt von so vielen Monstern am Himmel war sie nicht mehr zu halten und wir haben die Runde abgebrochen und sind zum Wohnmobil zurück. Ich habe sie dann dort abgegeben und bin nochmal raus und habe mir das Geschehen am Himmel angesehen. Ein Ballon ist dann auch bei uns gelandet.
                        Von einem auf den anderen Moment erscheinen über den Bergen viele Ballons
                                                                   Jetzt wird er aufgespießt

                                       Ein einzelner Ballon ist auch bei uns auf dem Feld gelandet

Ich habe noch einige Kannen Frischwasser aufgefüllt und dann haben wir die Mittagspause der Werkstatt abgewartet und sind dort hingefahren. Alle waren sehr freundlich und ein junger Mitarbeiter hat uns die Birne gleich ausgewechselt. Bei der Gelegenheit habe ich noch einen neuen Heckscheibenwischer bestellt, den ich mir Morgen abholen kann. Von dort sind wir dann noch zum nahen Aldi gefahren und fehlende Lebensmittel einzukaufen. Da wir in den letzten Tagen unsere Hausapotheke stark geplündert hatten, sind wir auch noch in der Ort, um Nachschub zu holen.

Da es schon recht spät am Tag war, haben wir gleich Kaffee getrunken und das Mittagessen auf den frühen Abend verschoben. Ich bin dann mit Ellie auf eine große Runde gegangen. Leider waren die Wege inzwischen so aufgeweicht und matschig, das ich den Hund eigentlich abduschen müßte. Die gleiche Runde werden ich dann wohl auf den Vormittag verlegen, wenn noch alles gefroren ist. Die Gesundheit macht bei mir leichte Fortschritte und der lange Spaziergang hat mir gut getan.

Tag 66 - Dienstag, 20.01.2026

Der gestrige Abend war noch sehr spannend. Ich habe eher zufällig gegen 22 Uhr auf den Wetterbericht geschaut und da stand geschrieben: "Jetzt aber raus und Nordlichter anschauen". Das hat mich überrascht und ich hab mich tatsächlich nochmal angezogen und bin raus. Was soll ich sagen, ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Polarlichter gesehen. Sie waren nicht so deutlich, wie auf manchen Fotos aus den Internet, aber mit bloßem Auge betrachtet sehr schön und ein wenig aufregend. Zunächst waren grüne Streifen am Himmel zu sehen und später färbte sich der Himmel dunkelrot. Dazwischen immer wieder grüne Streifen.

Leider habe ich nur ein Handy, aber etwas konnte ich dann doch einfangen. Aber dabei gewesen zu sein war viel schöner. Habe mir etwa eine halbe Stunde Zeit genommen, bis mir dann zu kalt wurde. Immerhin lagen die Nachttemperaturen bei ca. Minus 10 Grad.
           Ich gebe ja zu, dass man hier nicht viel erkennen kann, aber in Natura sah es schon toll aus.

Heute Morgen war wieder alles knackig gefroren, als ich mit Ellie Gassi ging. Wir haben dann sehr lange beim Frühstück gesessen, denn an eine Runde mit dem Hund war nicht zu denken. Wieder sind sehr viele Ballons über uns hinweg. Das macht dann mit dem Hund keine Freude. Ich bin dann am späten Vormittag nochmal zur Werkstatt gefahren und hab meinen bestellten Scheibenwischer abgeholt, den man mir sofort angebracht hat. Auch heute waren alle wieder sehr freundlich. 

Ich bin anschließend noch nach Grassau gefahren und habe im Fressnapf ein paar Leckereien für Ellie eingekauft. Auf dem Weg dorthin habe ich kurz bei unserem Pennymarkt angehalten, der sich in der Nähe unseres Stellplatzes befindet. Nicht um einzukaufen, sondern um einen landenden Ballon zu beobachten, der es genau neben die Bundesstraße geschafft hat. Das sieht man aus der Nähe auch nicht alle Tage. Ich bin dann aber sofort weiter und habe in Grassau meine Einkäufe erledigt. Auf dem Weg dorthin habe ich in den Feldern an der Straße noch einige gelandete Ballone gesehen. Hier auf den Wiesen haben sie dafür auch sehr viel Platz.


                        Das war eine Punktlandung, genau im Straßenkreuz, nah der Bundesstraße.

Nach dem Einkauf bin ich dann doch mit dem Hund auf die größere Runde gelaufen, weil von den Ballons keine mehr zu sehen waren. Auch waren die Wege heute besser zu begehen, als noch gestern. Nach dem anschließenden Mittagessen und einer kleinen Pause bin ich dann noch ins Tenniscenter gegangen und habe ausgiebig geduscht. 

Tag 67 - Mittwoch, 21.01.2026

Heute scheint die Sonne wieder für uns und daher sollte es auch mal wieder weitergehen. Meine Frau ist zwar immer noch gesundheitlich angeschlagen, aber da wir nur bis Reit im Winkl wollen, hat sie grünes Licht gegeben. Wir packen dann nach einem gemütlichen Frühstück langsam ein und ich bezahle unseren Aufenthalt. Dann sind wir auch schnell abfahrbereit und los gehts. Da es nur etwa 25 km sind, brauchen wir auch nicht sehr lange.
                                                                      Kaltstart in den Tag

Wir fahren durch Grassau und Marquartstein und auf dem Weg nach Unterwössen wird die Landschaft langsam wieder weiß. Wir erreichen dann den Stellplatz in Reit im Winkl bei Kaiserwetter und finden auch gleich einen sonnigen Platz. Es liegen hier zwar keine besonderen Schneemengen, aber die Loipen sehen noch sehr gut aus und sind auch gut besucht. Ich gehe gleich mit Ellie raus Richtung Ortsmitte und schaue mir die Loipen an. Alles ist Top gepflegt und da es in der nächsten Zeit sehr kalt bleiben soll, müßten die Loipen auch noch halten.

                                                        So stehen wir in Reit im Winke

Zurück am Platz machen wir eine Pause und da das Mittagessen noch längere Zeit braucht, gehe ich schnell zum nahen Penny und besorge uns ein Stück Kuchen. Dann ziehen wir den Kaffee vor und ich gehe dann nochmal mit Ellie raus, da die Sonne noch lockt. Wir gehen dann den Winterwanderweg, der einmal um das Sonnenplateau führt und wie der Name schon sagt, immer in der Sonne liegt. Die Sonne steht zwar schon flacher am Himmel, bescheint aber immer noch die Landschaft. Aber man merkt die niedriger werdenden Temperaturen.

                                                             Blick Richtung Kaisergebirge

                                          Hier geht es um 200 Jahre Blasmusik in Reit im Winkl
                                                                Wanderweg neben Loipe
                                                                      Eisige Zeiten

Zurück am Wohnmobil bringe ich draußen die Winterabdeckung an, während drinnen die Sonne die Heizung übernommen hat. Erst gegen 18 Uhr, als es draußen schon dunkel geworden ist, schaltet sich erst die Heizung an. Dafür wird sie in der Nacht aber wieder gebraucht. Es soll etwa Minus 15 Grad werden!! Wir haben dann früh zu Abend gegessen und lassen den Tag ausklingen.
                                                      Es bleibt eisig in den nächsten Nächten

Tag 68 - Donnerstag, 22.01.2026

Nach eisiger Nacht mit Temperaturen um Minus 14 Grad scheint die Sonne heute wieder von einem blauen Himmel. Noch vor dem Frühstück besorge ich mir eine Leihgasflasche beim Betreiber, da hier nur an zwei Tagen in der Woche Gas getauscht wird und zwar nur Stahlflaschen. So kommen wir sorglos über das Wochenende. Dann haben wir lange gefrühstückt und anschließend bin ich dann in die Loipe. Die sind bestens präpariert und es ist auch wieder viel los. Ich nehme die Sonnenloipe, die in einer Acht über das Plateau geführt wird und schöne Ausblicke auf die Bergwelt bietet.
                                                        Überm Walchsee starten sie wieder

                                                                    Ab in die Loipe
                                                                   Meine Runde für heute

Die Runde bin ich zweimal gelaufen und dann war es mir auch genug, weil mir nach der Krankheit noch die Kraft fehlt und übertreiben wollte ich es auch nicht. Bin dann zurück zum Wohnmobil und habe mich etwas aufgewärmt und nach einer kleinen Gassirunde haben wir zu Mittag gegessen. Ich habe mich dann etwas ausgeruht, weil ich meine Knochen doch gemerkt habe. Eigentlich wollte ich nochmal langlaufen, haben mich dann aber für eine große Runde mit Ellie entschieden, die sonst zu kurz kommt. Wir haben die schönen Winterwanderwege benutzt, die um diese Zeit schon recht leer waren.


                                                      Hier ist sogar der kleine Fluß zugefroren

Wir sind dann am Langlaufstadion ausgekommen, wo der Nachwuchs trainiert hat. War ganz nett anzusehen, wie das Training so abläuft. Man hat Sogar vom Hügel aus einen kleinen Slalomparcours gesteckt, wo die Kinder mit den Langlaufski runterfahren mußten. Danach ging es für uns Zwei zurück zum Wohnmobil, wo wir mit den letzten Sonnenstrahlen angekommen sind. Es wurde auch schnell wieder eisig und ich habe die Winterabdeckung wieder komplett zugezogen. Auch die nächste Nacht soll nochmals sehr eisig werden.
                                                            Schöne Winterwanderwege
                                                                      Der Hexenplatz
                                                                    Reit im Winkl

                                                                Das Langlaufstadion

Tag 69 - Freitag, 23.01.2025

Auch heute Morgen war die Luft wieder sehr eisig, mit etwa Minus 10 Grad. Nach dem langen Frühstück habe ich mich wieder fertig gemacht, um wieder in die Loipe zu gehen. Heute habe ich eine andere Strecke ausgewählt und möchte hinter dem Stadion laufen. Ich bin aber am selben Punkt gestartet und dann auf die andere Straßenseite gewechselt, wo die größere Auswahl an unterschiedlichen Loipen sind. Die Bedingungen waren wieder sehr gut und auch das Wetter war bestens.
                                                            Ich wollte auch mal aufs Bild
                                                                        Eine tolle Runde
                                                                Meine Runde für heute

Ich habe mich dann auf die Wellnessloipe begeben, die interessanter gestaltet ist, wie die Sonnenloipe, die recht einfach ist. Hier ging es doch des öfteren auf und ab und so manche Abfahrt war nicht ganz einfach. Aber mittlerweile weiß ich, wie ich diese Abschnitte zu befahren habe. die Strecke habe ich in guter Erinnerung, aber leider wurde sie irgendwie geändert und tatsächlich gab es eine Unterbrechung, weil die Loipe an einer Straße endete. Ich mußte nun etwa 300 Meter zu Fuß laufen, um wieder auf die Loipe zu gelangen. Das war natürlich sehr doof und ich kann mich nicht erinnern, wo die Strecke sonst hergeführt wurde.

Ich bin dann wieder am Stadion ausgekommen und habe dann wieder die Sonnenloipe genutzt, um wieder zum Wohnmobil zu gelangen. Nach knapp 8,5 km bin ich wieder zurück und die Strecke hat mich ganz schön gefordert. Vor dem Mittagessen bin ich noch mit dem Hund raus. Auch habe ich einen kleinen Einkauf im nahen Penny eingelegt. Nach dem Mittagessen wollte ich eigentlich noch mit dem Hund raus, aber die Beine wollten nicht so richtig und so habe ich mal eine Mittagspause eingelegt. Die habe ich bis etwa 16 Uhr ausgedehnt und dann gab es Kaffee und Kuchen und Wintersport im Fernsehen.

Morgen soll das Wetter schlechter werden und dann müssen wir mal sehen, was wir damit anfangen können.

Tag 70 - Samstag, 24.01.2026

Heute sollte das Wetter nicht so schön werden und am Morgen war es dann auch so. Es sollte sogar etwas Eisregen geben, was aber nicht eingetroffen ist. Wir haben dann sehr lange am Frühstückstisch gesessen. Im weiteren Verlauf des Vormittags haben wir dann eine unserer Schubladen im Bad reparieren müssen, die sich nicht mehr schließen ließ. Wie wir feststellen mußten, ist ein Scharnier aus der Wand ausgebrochen, bzw. haben sich die Schrauben gelöst. Das haben wir aber recht schnell wieder hingebogen und nach dem Trocknen wurden die Schrauben wieder angezogen. Jetzt ist es wieder stabil.
                                 Diese Schiene war ausgerissen und wir haben sie wieder hergestellt

Dann gabs den Abfahrtslauf in Kitzbühel auf der Streif im Fernsehen, den haben wir uns angesehen. Erst gegen Mittag bin ich dann nochmal in die Loipe und habe zwei Runden über die Sonnenloipe gedreht. Während dessen bekam ich einen Anruf von unseren Freunden, die garnicht weit von hier in Österreich wohnen. Wir haben eine Einladung für heute Nachmittag bekommen, die ich natürlich gerne angenommen habe. Leider ist die Gesundheit meiner Frau immer noch nicht so wiederhergestellt, dass sie mitkommen könnte.
                                                                     Meine Strecke für heute

Nach dem Langlaufen haben wir schnell zu Mittag gegessen und ich bin mit dem kleinen Auto los. Eigentlich geht es von hier nur gerade durch das Tal, an Kössen vorbei nach Walchsee und dann waren es nur noch ein paar Kilometer bis zur ihrem Haus. Ich wurde herzlich empfangen und wir haben uns in die gute Stube gesetzt und natürlich gut unterhalten. Leider ist die Zeit viel zu schnell vergangen und als es draußen schon dunkel war, habe ich mich von den Beiden verabschiedet und die Heimreise angetreten. 
                                                                   Besuch bei Freunden

Tag 71 - Sonntag, 25.01.2026

Heute sollte das Wetter schlechter werden und ab Mittag war Schnee angesagt. Tatsächlich war es ein komisches Licht. Etwas Hochnebel, eine teilweise starke Bewölkung und doch konnte man die Sonne durch den Wolkenschleier erkennen. Bei Temperaturen um etwa Minus 4 Grad bin ich morgens mit Ellie raus. Danach gab es das übliche lange Frühstück. Das Wetter blieb den ganzen Tag so und am späteren Vormittag bin ich dann wieder in die Loipe.

Es ist ja Sonntag und das hat man gut gemerkt, denn es waren sehr viele Menschen unterwegs und auch im Skistadion war noch einiges los. Es gab seit gestern ein 24 Stunden Langlaufrennen, das wohl um 12 Uhr zu Ende war. Das gab es schon im letzten Jahr und auch dort habe ich das nicht so richtig mitbekommen. Es sind wohl immer zwei Personen unterwegs, die sich abgewechselt haben. Das ganze hat mich aber nicht wirklich interessiert.
                                            Teile des Flusses sind immer noch zugefroren

Ich bin dann nahe dem Pennymarkt in die Loipe und danach zum Stadion. Heute habe ich mal die Romantikloipe ausprobiert, die mich schließlich bis zu den Benz-Eck-Liften geführt hat. Hier gibt es einen Schlepplift und zwei einfache Lifte an einem Anfängerhügel. Sehr beliebt ist auch die Snowtubestrecke. Hier werden die Menschen an einem kleinen Schlepplift mit ihren großen Reifen hochgezogen. Dann geht es ab! Die bekommen eine ganz schöne Geschwindigkeit drauf und das scheint wohl richtig Laune zu machen.
                                                  Ganz schön viel los an den kleinen Liften
                                                Auch dieser Lift erfreut sich großer Beliebtheit 
                                       Im Hintergrund der etwas längere Schlepplift von Blindau
                                                   Ein diffuses Licht liegt über der Sonnenloipe

Ich habe hier die Strecke abgekürzt, weil mir der weitere Verlauf zu schwer war. Ich bin dann zurück Richtung Stadion und zurück zum Anfang meiner heutigen Tour. Bis auf 130 Meter bin ich an die 10 km herangekommen. Das reicht für heute und ich war froh, wieder im Wohnmobil zu landen. Ich bin dann wieder mit Ellie auf eine kurze Runde und danach gab es Mittagessen. Den Nachmittag haben wir dann im Wohnmobil verbracht, mit Wintersport im Fernsehen.
                                                        Meine Runde für Heute, etwa 10 km.

Den angekündigten Schnee hat man dann auf 19 Uhr verschoben und da hat es auch tatsächlich angefangen. Mal sehen, wieviel da bis Morgen zusammen kommen. In den nächsten Tagen wird es wohl immer unbeständiger und unser Aufenthalt wird wohl am Dienstag enden.

Tag 72 - Montag, 26.01.2026

Der gestrige Abend hat uns einige Zentimeter Neuschnee gebracht, die hier gut gebraucht werden, da die Schneeauflage auf den Loipen nicht besonders hoch ist. So haben wir uns nach dem Frühstück auf den gemeinsamen Weg in den Ort gemacht. Nach mehr als drei Wochen starker gesundheitlicher Einschränkungen meiner Frau, sind wir das erste Mal zusammen unterwegs. Wir gehen gemütlich auf den geräumten Winterwanderwegen in den Ort und ich steuere den Sportartikelladen an, wo ich auch meine Langlaufski erworben habe.
                                    Ein paar Zentimeter Neuschnee sind zusammen gekommen
                                                            Neuschnee ist was für Ellie
 
Ich möchte mir eine Umhängetasche kaufen, die ich beim Skifahren oder Wandern mitnehmen kann, um auch mal eine Trinkflasche unter zu bringen. Leider finde ich nichts passendes und auch in zwei weiteren Geschäften werde ich nicht fündig. So machen wir uns wieder auf den Heimweg und kaufen in einer Bäckerei noch ein Brot und zwei Stücke Apfelstrudel für den Nachmittag ein. Auf den Rückweg gehen wir noch eine Kleinigkeit im Penny einkaufen und essen danach zu Mittag.

                                                              Schöner Spaziergang in den Ort

Nach einer kurzen Pause nehme ich die letzte Gelegenheit war, um noch einmal eine Runde mit den Ski zu drehen, denn Morgen wollen wir uns so langsam wieder auf den Rückweg machen. Ich nutze dazu die Sonnenloipe, weil die in der Nähe des Stellplatzes beginnt. Dort drehe ich zwei Runden, die mir für heute auch reichen. Zurück am Platz ist es für Kaffee und Kuchen noch ein wenig zu früh und ich lege mich noch ein wenig hin. Danach gönnen wir uns den leckeren Apfelstrudel. 
                                                                Meine letzte Runde auf Ski


Tag 73 - Dienstag, 27.01.2026

Heute wollen wir Reit im Winkl wieder verlassen und so langsam unsere Heimreise antreten. Als wir heute Morgen aufgestanden sind, war es draußen kalt und nebelig. Nach dem Frühstück haben wir uns für die Weiterfahrt vorbereitet und ich bin zur Rezeption, um unseren Aufenthalt zu bezahlen. Vorher habe ich noch den Zählerstand abgelesen und fotografiert. Dabei habe ich festgestellt, dass ich bei unserer Anreise den falschen Zähler fotografiert habe, denn der Zählerstand hat sich nicht verändert. So musste ich bei der Betreiberin kleine Brötchen backen.

Die war aber recht freundlich und wir haben uns darauf geeinigt, dass ich etwa fünf kw am Tag verbraucht hätte. Bei der Gelegenheit habe ich die Leihgasflasche abgegeben. Danach haben wir noch entsorgt und anschließend den Platz verlassen. Mittlerweile war auch die Sonne wieder mit dabei und wir hatten eine entspannte Fahrt, die ja nur 25 km weit ging. Wir wollten nochmal nach Bernau, weil wir dort unkompliziert an frische Gasflaschen kommen.

Wir sind recht schnell vor Ort und da nur zwei weitere Wohnmobile auf dem Platz stehen, nehmen wir die gleiche Parzelle, die wir schon in der letzten Woche genutzt haben. Wir stellen uns auf und ich gehe zur Anmeldung und bestelle zwei Gasflaschen und zwei Münzen für Waschmaschine und Trockner. Der Betreiber war so freundlich und hat mir die beiden Flaschen direkt ans Wohnmobil gebracht. Ich habe dann eine neue Flasche eingebaut und bin anschließend mit Ellie auf eine größere Runde gegangen.
                                       Der Stellplatz in Bernau am Tenniscenter bei Traumwetter
                                               Der kleine Bach war wohl auch mal zugefroren
                                                              Blick Richtung Bernau

Leider waren die Wege schon wieder etwas aufgeweicht und der Hund sah anschließend wieder wie ein Schwein aus. Da kann man nichts machen. Wir haben dann zu Mittag gegessen und da die Sonne so schön schien, habe ich mir einen Stuhl rausgestellt und hab mich etwa 1,5 Stunden gesonnt. Das war richtig entspannt. Als die Sonne dann hinter der Tennishalle verschwunden ist, bin ich auch wieder reingegangen. 

Morgen soll es aber für uns weiter gehen und unser Ziel ist das Sailingcenter am Tegernsee, wo wir mein Segelboot abholen wollen. Dann soll es aber sofort weiter nach Pfronten gehen. Dort planen wir drei Tage zu bleiben, um nochmal zu waschen und einzukaufen.

Tag 74 - Mittwoch, 28.01.2026

Nach einer Nacht in Bernau sind wir heute Morgen weiter gefahren. Zuvor habe ich noch unseren Aufenthalt bezahlt und mich von den netten Betreibern verabschiedet. Dann sind wir los und auf die A8 Richtung München. In Irschenberg haben wir die Autobahn verlassen und sind über Miesbach nach Bad Wiessee gefahren. Im dortigen Sailingcenter haben wir uns mit den Betreiber getroffen und mein Segelboot abgeholt. Wir haben die Einzelteile aus den Kartons in die Packtaschen gepackt und gleichzeitig die Vollständigkeit der Lieferung überprüft.
                                                                   Morgens in Bernau

Es war alles vollzählig und ich habe die Packtaschen mit meiner Sackkarre zum Wohnmobil gefahren. Nachdem wir alles verstaut haben, sind wir weiter gefahren. Unser heutiges Übernachtungsziel ist wieder Pfronten. Den Stellplatz wollen wir bewußt nochmal anfahren, weil wir dort noch einmal waschen wollen. Wir werden wohl bis Samstag oder Sonntag bleiben, um die Gasflaschen zu tauschen und einen größeren Einkauf zu tätigen. Auf dem Weg dorthin haben wir noch im österreichischen Vils getankt und sind dann weiter nach Pfronten.


                                                               Der winterliche Tegernsee

                                                        Das Sailingcenter in Bad Wiese

Dort angekommen haben wir den gleichen Platz belegt, den wir schon bei unserem langen Aufenthalt genutzt haben. Wir haben uns aufgestellt und da wir beide richtig Hunger hatten, habe ich uns im Restaurant ein Schnitzel mit Pommes bestellt. Zuvor habe ich mit Ellie eine kleine Runde gedreht. Um 18 Uhr habe ich uns schließlich noch angemeldet und danach haben wir nichts mehr gemacht, weil wir beide von der Fahrerei ziemlich müde waren.
                                                Unser Stammplatz in Pfronten am Wiesele

Tag 75 - Donnerstag, 29.01.2026

In der Nacht hatte es kräftig geschneit und auch am Morgen gab es noch einige Flocken. Gestern noch waren die Wiesen im Tal grün und dann lagen da wieder 5 - 6 cm Neuschnee. Der war aber sehr feucht und die Temperatur bewegte sich um den Gefrierpunkt. Aber es macht immer noch Spaß, durch den frisch gefallenen Schnee zu stapfen. Nach dem Frühstück habe ich mich dann auch mit Ellie auf den Weg ins Tal gemacht. Die Wege waren wieder recht gut zu begehen.


                                                Über Nacht ist wieder alles weiß geworden

Es hat auch noch etwas geschneit, wobei die Flocken eher kleinen Körnern glichen. Im Tal Richtung Kappel wehte mir der Wind entgegen und die kleinen Körner picksten im Gesicht. Auf halber Strecke habe ich eine Katze entdeckt, die etwa 200 Meter von mir durch den Schnee lief. Beim zweiten Blick erschien sie mir aber recht groß und ich wurde stutzig. Mit dem Handy habe ich das Tier näher rangeholt und es entpuppte sich als ausgewachsener Fuchs, der am Tag auf Nahrungssuche war.


                                                Winterfotos haben immer ein besonderes Licht

                                                           Der Fuchs hat uns immer im Blick

Ellie hat ihn nicht registriert, war auch zu weit weg. Der Fuchs aber blieb öfter stehen und blickte zu uns herüber. Ich habe ein paar Fotos und ein kurzes Video gemacht und dann sind wir weiter gelaufen. Wir haben dann die ganze Runde über Rehbichl gemacht, wobei der Schneefall später nachließ. Zurück am Platz wurde dem Hund zunächst die Eisknubbel an den Füßen entfernt, damit sie nicht alles reinträgt. Nach einer kleinen Pause gab es Mittagessen und für mich ein kurzes Schläfchen.

Gegen 16 Uhr bin ich rüber ins Restaurant und habe uns je einen Apfelstrudel mit Sahne geholt. Der war natürlich sehr lecker. Anschließend bin ich noch in den Aldi nach Nesselwang um Lebensmittel einzukaufen, die wir Morgen im Edeka in Pfronten eher nicht bekommen, bzw. im Aldi günstiger sind. Dann wurde es auch langsam dunkel, wobei es schon über eine Stunde länger hell blieb. 

Tag 76 - Freitag, 30.01.2026

Heute hat uns die Sonne geweckt und bescherte uns einen blauen Himmel. Alles war leicht gefroren und so bin ich mit Ellie auf eine kleine Gassirunde am Morgen. Nach dem Frühstück sind wir dann nach Pfronten und haben uns im Käseladen noch mit etwas Bergkäse eingedeckt. Der Laden hat zwar Betriebsruhe, aber gab nebenan einen 24Stunden Automaten, wo wir uns bedient haben. Anschließend ging es in den Edeka, wo wir einige Lebensmittel eingekauft haben.
                                                       Morgens hat die Sonne wieder gelacht

Dann ging es zurück zum Stellplatz. Da es am späten Nachmittag schlechteres Wetter geben soll, bin ich gleich mit Ellie auf eine große Runde. Wir haben nochmal die gleiche Runde genommen, wie schon gestern, nur eben bei herrlichem Wetter. Ellie hat dann gleich einen Ballon entdeckt, blieb aber eigentlich recht friedlich. Sie hat aber immer wieder hingeschaut und war sichtlich abgelenkt. Wir sind dann weiter auf der Runde und auf dem Weg nach Rehbichl hat sie sich dann ständig umgedreht und da habe ich entdeckt, dass hinter uns einige Ballone unterwegs waren.
                                                               Ellie hat die Ballone gesichtet
                                                 Es war dann sehr mild und die Sonne wärmte

                   Eine Panoramaaufnahme von Pfronten bis rechts zur Alpspitze bei Nesselwang

Jetzt habe ich mit auch daran erinnert, dass es im Tannheimer Tal bis zum Wochenende ein Ballonfestival gab. Im weiteren Verlauf unserer Runde wurden es immer mehr Ballone und ich dann etwa 10 Stück gezählt. In Rehbichl angekommen habe ich Ellie dann, wie immer an die Leine genommen, da wir ein Stück, über die Straße müssen. Hinter dem Ort habe ich sie wieder abgeleint, aber einige Ballone sind recht niedrig über Rehbichl hinweg und das hat dem Hund nicht geschmeckt. Ich hab sie schnell wieder angeleint und dann war auch kein Halten mehr. Jetzt wollte sie mit aller Macht heim.


                                  Schön anzuschauen, aber für Ellie waren es dann zu viele.

Das haben wir natürlich auch gemacht und auf den letzten Metern hat sie sich wieder beruhigt, weil die Monster am Himmel außer Sicht waren. Wir sind dann ins Wohnmobil und haben zu Mittag gegessen. Anschließend bin ich dann noch duschen gegangen. Ich bin dann kurz nochmal nach Pfronten, weil wir noch etwas aus der Apotheke brauchten. Das ging ganz schnell und danach haben wir dann Kaffee getrunken. Das Wetter hat sich dann verschlechtert und leider etwas geregnet.

Nach 18 Uhr habe ich dann in der Rezeption unseren Aufenthalt bezahlt und mich von der sehr freundlichen Chefin verabschiedet. Morgen soll es dann für uns in Richtung Heimat gehen.

Tag 77 - Samstag, 31.01.2026

Heute begann der Tag wieder mit Sonnenschein und blauem Himmel. Die Nacht war recht kalt, aber die Straßen scheinen in einem guten Zustand zu sein, denn wir wollen heute weiter. Wir frühstücken aber zunächst und anschließend tausche ich noch eine Gasflasche aus. Wir machen uns gemütlich auf die Weiterfahrt fertig, denn wir haben es nicht eilig. Auf der A7 gleich bei der Auffahrt gab es in der Früh einen Unfall mit langem Stau. Als wir dann schließlich den Platz verlassen haben, hatte sich der Stau aufgelöst.
                                                        Ein schöner letzter Morgen in Pfronten

Wir sind dann durch Nesselwang zur A7 bei Oy Mittelberg aufgefahren. Anfangs waren nicht sehr viele Fahrzeuge unterwegs, was sich im weiteren Verlauf aber geändert hatte. Hinter der Raststätte Allgäuer Tor wurde es schlagartig nebelig, mit Sichtweiten teilweise unter 100 Metern. Jetzt verdichtete sich der Verkehr und hinter Memmingen gab es einen längeren Stau, der uns etwa eine Viertelstunde aufgehalten hat. Auch bis zur Abfahrt nach Ulm gab es dichten Verkehr, wenn auch keine Staus mehr.

Wir haben dann die A7 verlassen und steuerten auf unser heutiges Ziel, den Stellplatz am Donaubad in Neu-Ulm zu. Den haben wir dann auch ohne Probleme erreicht. Es blieb dann die ganze Zeit nebelig und in Ulm lagen noch einige Zentimeter Schnee. Wir haben uns dann auf einen XXL Platz gestellt, wo wir auch unseren PKW abstellen konnten. Wir haben uns dann eingerichtet und ich bin mit Ellie auf eine kurze Runde bis runter zur Donau gegangen.
                                                                 Die Donau im Nebel
                                                        Unsere Parzellen am Donaubad
                                                             Im Hintergrund die Eislaufhalle

Das Wetter war für längere Spaziergänge nicht geeignet und da wir schon Morgen weiter wollen, haben wir uns lieber ausgeruht. Bei Mittagessen und Kaffee haben wir Wintersport im Fernsehen geschaut und den Tag ausklingen lassen.

Tag 78 - Sonntag, 01.02.2026

Heute Morgen sind wir nach dem Frühstück aufgebrochen, denn wir wollen auf kurzem Weg in die Heimat. Unser heutiges Ziel ist der Wohnmobilpark in Sinsheim. Wir haben dazu die A8 in Richtung Stuttgart genutzt, um dann über die A81 und A6 zu fahren. Wir hatten den Platz schon vor vielen Jahren besucht und dabei mit unserem alten Wohnmobil eine blöde Erfahrung gemacht. Wir haben uns vom Navi auf eine Route führen lassen, die uns durch eine zu niedrige Unterführung geleitet hat. Mit unserer Sat-Schüssel sind wir dabei angestoßen und diese dann teilweise zerstört.

Die Erfahrung wollten wir heute natürlich nicht wiederholen und haben einen anderen Weg zum Platz gewählt. Die Autobahnen waren nicht sehr stark befahren und da wir ja Sonntag hatten, waren auch keine LKW unterwegs. Wir sind also ohne Probleme an unser Ziel angekommen. Der Platz hat sich seit unserem letzten Besuch aber auch sehr verändert. Es ist mit einer Schrankenanlage ausgestattet und die komplette Bezahlung erfolgt über eine Chipkarte, die man am Terminal erhalten hat. Nun hatten wir aber das Problem, da wir ja unser Auto dabei hatten.


Ich bin dann mit dem Wohnmobil vorgefahren und meine Frau dicht dahinter, sodaß die Schranke erst nach dem Auto geschlossen wurde. Und so müssen wir das Morgen auch machen, wenn wir den Platz wieder verlassen. Erst später haben wir gelesen, dass PKW auf dem Platz nicht zugelassen sind. Wir haben einen XL-Platz genommen, wo auch unser Auto stehen konnte. Am Ende des Tages haben auch nur drei Wohnmobile auf dem großen Stellplatz gestanden. Wir haben für den Tag 15,-- Euro bezahlt und für den Strom 10,-- Euro auf die Karte aufgespielt.
        Der Stellplatz in Sinsheim mit Blick auf die Bahnlinie. Die ist aber leise, weil direkt am Bahnhof.

                            Er befindet sich von Häusern umgeben und begrenzt durch das Freibad.

Mit der Karte hat man auch Zutritt zu einem Sanitärgebäude, dass auf dem Gelände des Freibades liegt, was sich direkt neben dem Stellplatz befindet. Wie es dort aussieht kann ich nicht beurteilen, da wir das nicht genutzt haben. Wir haben uns dann aufgestellt und ich bin mit Ellie auf eine kleine Runde in die nähere Umgebung gegangen. Hier findet man neben dem Freibad auch eine Sportanlage, wo ein Fußballspiel lief. Gleich dahinter gibt es einen Sportflughafen, wo aber zur Zeit nichts los war.
                Zufahrt zum Stellplatz mit Schrankenanlage. Links das Freibad mit Sanitärgebäude.

                                                                Bißchen zu kalt zum Baden!

Zurück am Platz haben wir dann zu Mittag gegessen und da das Wetter nicht für längere Ausflüge eingeladen hat, sind wir auch nicht mehr rausgegangen. Füße hoch und Wintersport im Fernsehen geschaut. Das Wetter war stark bewölkt, aber trocken und die Sonne hat später kurz vorbei geschaut. Am Nachmittag gab es dann auch noch ein paar Tropfen bei milden Temperaturen. 

Tag 79 - Montag, 02.02.2026

In der Nacht war leichter Regen zu hören und als wir aufgestanden sind, haben sich ein paar Schneeflocken darunter gemischt. Als ich mit dem Hund dann Gassi gegangen bin, wurde der Schneefall stärker. Während des Frühstücks hat es dann richtig geschüttet. Schneeflocken so groß wie Kinderhände haben die Umgebung schnell zugedeckt. Da wir ja heute weiter wollten, haben wir uns schnell für die Weiterfahrt fertig gemacht.
                                    Sieht noch harmlos aus, wurde aber später immer heftiger.

Ich bin dann raus und habe das Auto abgefegt. Da lagen dann sicher schon über zwei Zentimeter drauf. Als ich fertig war, hätte ich gleich wieder von Vorne anfangen können, so stark hatte es geschneit. Wir sind dann zur Ausfahrt und dicht hintereinander rausgefahren. Das hat dann auch geklappt. Nach dem Frühstück kam auch ein Bediensteter der Stadt auf den Platz gefahren und hat uns angesprochen. Uns war ja klar, dass wir den PKW nicht auf dem Platz lassen durften. Das habe ich aber erst später gelesen, als wir schon auf dem Platz standen. Er war aber sehr freundlich und wir haben ihm gesagt, dass wir innerhalb der nächsten Stunde abreisen würden. Das hat ihm gereicht und es war dann auch kein Problem.

Nach dem Verlassen des Platzes haben wir die Karte am Automaten zurück gegeben und Pfand und Restgeld vom Strom zurück bekommen. Am Ende haben wir zusammen 21,50 Euro bezahlt. Mittlerweile waren die Straßen mit Schnee und Matsch bedeckt und später habe ich erfahren, dass meine Frau mit dem Auto etwas gerutscht ist. Sie hat auch nur Allwetterreifen drauf. Ich habe nichts gemerkt und wir sind die wenigen Kilometer zur Autobahn gefahren. Danach waren die Straßen gut zu befahren, obwohl es noch stark geschneit hat. 

Wir sind dann über die A6 zur A61 und weiter Richtung Koblenz. Etwa am Walldorf Kreuz hat es schließlich zu schneien aufgehört und es blieb trocken. Das blieb dann auch den Rest der Strecke so. Wir sind dann auch ganz gut durch gekommen und sind bei Koblenz auf die A48 gefahren, um dann gleich auf die B9 Richtung Bonn zu fahren. Kurz darauf sind wir dann nach Urmitz abgefahren. Das Ziel war dann auch der Stellplatz, der direkt am Rhein lag. Hier haben wir zwei große Halbkreise vorgefunden, auf denen 24 Wohnmobile Platz finden. Die Parzellen auf Asphalt sind nicht sehr breit, aber da nur ein weiteres Wohnmobil dort stand, haben wir uns ein schönes Plätzchen mit Blick auf den Rhein ausgesucht.


                                                       Der Platz in Urmitz direkt am Rhein

Der Platz kostet 10,-- Euro pro Tag, Strom gibt es 8 Stunden für zwei Euro. Wasser gibt es gegen Gebühr und die Ver- und Entsorgung ist kostenlos. Wir haben uns dann aufgestellt und das Auto auf einem nahen Parkplatz gestellt. Während meine Frau dann das Mittagessen vorbereitet hat, bin ich mit Ellie auf eine Runde am Rhein entlang gegangen. Das Wetter war trocken aber feucht und kalt. Später habe ich mir dann eine Mittagspause gegönnt und nach dem Kaffee bin ich noch mit Ellie auf eine kleine Runde in den kleinen Ort. Auf der Hauptstraße durch den Ort habe ich, bis auf eine Bäckerei, keine Geschäfte ausgemacht.Den Rest des Tages haben wir dann im Wohnmobil verbracht. Morgen soll es dann zurück in die Heimat gehen.
                                                        Die Kirche St. Georg in Urmitz
                                                                        Enge Gassen
                                                Große Containerschiffe fahren vorbei


Tag 80 - Dienstag, 03.02.2026

Heute ging es für uns auf die letzte Etappe zurück in die Heimat. Mir hatten recht gut geschlafen, obwohl wir den ein oder anderen Zug gehört hatten, der über die nahe Brücke gefahren ist. Wir wurden morgens mit Regen geweckt, der auch während des Frühstücks angehalten hat. Danach haben wir uns fertig gemacht und den Platz verlassen. Über Andernach ging es zurück auf die A61. Der Verkehr war zwar recht dicht, aber wir konnten zügig fahren. Leider hat es während der gesamten Fahrt geregnet und zwischendurch war auch mal eine Schneeflocke dabei.

Durch das aufspritzende Wasser der Vorderleute war die Sicht teilweise sehr schlecht. Wir sind daher immer mit großzügigem Abstand unterwegs gewesen. Der Verkehr wurde dann erst hinter dem Kreutz Meerbusch dichter, bis es sich staute. Die Baustelle wird dort sicher noch einige Jahre den Verkehr behindern. Dichter bis stockender Verkehr hat uns dann noch bis zur Abfahrt begleitet. Aber wir sind dann sicher in der Heimat angekommen und standen schließlich alleine auf unserem Stellplatz. Abwasser haben wir dann noch abgelassen, aber die Frischwassersäule hat uns kein Wasser spendiert. 
                                                          Unsere Parzelle Zuhause

Das haben wir dann gleich dem Betreiber gemeldet und wir hoffen darauf, dass Morgen früh einer der Platzwarte uns weiterhelfen kann. Wir haben uns dann aufgestellt und eingerichtet. Hier bleiben wir jetzt für längere Zeit stehen bis es für uns zu unseren nächsten Zielen weitergeht.

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