Heute beginnt der Tag, wie er gestern Abend aufgehört hat. Es ist zwar sonnig, aber einzelne Schauer stehen parat. Nach dem Frühstück gehe ich mit Ellie auf eine kleine Gassirunde und werde prompt nass. Wir haben uns kurz untergestellt und sind dann weiter gelaufen. Am späten Vormittag scheint es besser zu werden und ich gehe nochmal mit Ellie auf eine größere Runde. Auch hier haben wir wieder Pech und erwischen einen kräftigen Schauer.
Der Wind ist auch sehr stark und trägt die Schauer schnell heran, aber auch schnell wieder weg. Wir gehen dann trotzdem weiter und nutzen dafür die ehemalige Bahntrasse, die früher von Halmstadt hier vorbei führte. Die verläuft hier am See entlang und ist leider ziemlich schnurgerade. Das macht das Laufen eher langweilig und so drehe ich irgendwann wieder um. Ein kleiner Schauer läßt uns wieder unterstehen und wir warten ihn ab.
Anschließend essen wir zu Mittag und da der Wind immer noch recht ordentlich bläst, mache ich eine Mittagspause und trinke danach Kaffee. Das Wetter hat sich beruhigt und nach ein paar letzten Tropfen schnappe ich mir das Rad und fahre die Bahntrasse entlang, die ich schon mit dem Hund genutzt habe. Nach etwa 5 Kilometern komme ich am ehemaligen Bahnhof Piksborg an, der gerade renoviert wird. Gleich nebenan stehen die Reste einer ehemaligen Burg aus dem 14. Jahrhundert.
Vom Weg her kaum zu erkennen. Die Reste der ehemaligen Burganlage
Der Rest besteht eigentlich nur aus einem Hügel, der erahnen läßt, dass hier mal etwas größeres stand. Es ist nichts mehr zu erkennen. Vom erhöhten Stelle aus hat man einen sehr schönen Blick über den See. Ich bin dann noch ein paar hundert Meter weiter gefahren und habe die Eisenbahnbrücke über die Engstelle des Sees erreicht. Die ist noch recht gut erhalten und von hier aus führt der Radweg weiter Richtung Westen. Ich aber drehe hier um und nehme für den Rückweg eine Strecke durchs Hinterland.
Auf schmalen Wegen geht es durch Wald und Feld und immer wieder habe ich das Gefühl, das jeden Moment ein Elch über den Weg läuft. Wie nicht anders zu erwarten, passiert natürlich nichts. Mich wundert es aber, dass ganz verstreut einzelne Häuser in den Wald gebaut sind, die scheinbar nicht immer bewohnt sind. Ein solches Haus am See stelle ich mir ganz nett vor, aber hier in der Pampa? Im weiten Bogen erreiche ich dann wieder Bolmen. Der Ort hat etwa 150 Einwohner die mehr oder weniger ständig hier wohnen. Viele Häuser sind aber nur im Sommer bewohnt.
Auch John, der Betreiber des Campingplatzes, hat mir erzählt, dass er die Winter hier nicht verbringt. Das wäre ihn zu kalt. Ich bin dann wieder am Platz zurück und für das Abendessen besorge ich mir ein Vollkornbrot in der Rezeption. Die hat eine kleine Auswahl anzubieten. Dann verstaue ich mein Rad wieder in die Heckgarage und so endet der Tag mit der Hoffnung, dass das Wetter Morgen für eine Bootstour reicht.
Tag 16 - Donnerstag, 11.06.2026
Heute verspricht uns das Wetter ein Besserung, wenn auch nicht ganz ohne Störungen. Für mich entscheidend ist aber, dass es nicht mehr so windig ist. Da habe ich schon lange drauf gewartet, denn ich möchte schließlich auf meine erste Tour mit meinem Segelboot. So treffe ich nach dem Frühstück erste Vorbereitungen und setze das Segel zusammen. Schnell ist auch das kleine Transportwägelchen aufgebaut, mit dem ich das Boote ins Wasser bringen kann.
Dann schäle ich mich in den inzwischen viel zu eng gewordenen Neoprenanzug, den ich mir schon vor vielen Jahren für mein Sub gekauft, aber noch nie angezogen habe. Mit Hilfe meiner Frau bringe ich das Boote zu Wasser und mein erster Versuch scheitert und ich lande in die dort abgestellten Booten für die Angler. Es ist auch sehr schwer, mit Segel aus der Engstelle rauszukommen. Im zweiten Versuch schiebe ich das Boot am Steg entlang und stoße mich dann ab.
Klappt eigentlich ganz gut
Jetzt klappt es und ich nehme Fahrt auf. Lange dauert mein Ausflug jedoch nicht, da ein Regenschauer mit starkem Wind droht. Auch wird vor einem Gewitter gewarnt. So fahre ich wieder zurück und auch das Anlegemanöver klappt nicht so wirklich. Dann mache ich erstmal eine Pause und warte das Wetter ab. Ein Gewitter gibt es aber nicht. Nach dem Mittagessen scheint sich eine zweite Gelegenheit zu bieten, weil es besser wird und der Wind nachgelassen hat.
Ich versuche es nochmal und der Start klappt anfangs besser, jedoch läßt mich der Wind im Stich und ich komme nicht aus der Bucht. Ich muss mit den Händen paddeln, um mich vom Ufer fern zu halten. Dann hilft mir der Wind, der allmählich auffrischt. Jetzt wird es besser, nur das Wetter hält sich nicht daran. Es beginnt wieder zu regnen, aber ich bleibe draußen. Wasser von unten und oben. Nur die Harten kommen in den Garten. Es hört dann auch wieder auf und der Wind spielt mit.
Nach einer gewissen Zeit wird es wieder dunkler am Himmel und ich fahre zurück ans Ufer. Das wird auch nicht einfach, weil der Wind einschläft und dich die Hände wieder zur Hilfe nehme. Zurück am Ufer verstolpere ich den Ausstieg und lande halb im Wasser. Na toll!! Aber was solls. Aller Anfang ist schwer und für meine nächsten Ausflüge suche ich mir einen See, der einen breiteren Einstieg bietet. Ob ich es Morgen nochmal versuche, hängt vom Wetter und Wind ab.
Tag 17 - Freitag, 12.06.2026
Heute wäre eigentlich nochmal ein guter Tag, um zu segeln. Aber die Erfahrung von Gestern hat mich gelehrt, dass es hier sehr schwer ist vom Ufer weg zu fahren und wieder anzukommen, wenn der Wind nicht passt. Anders als die normalen Segelboote, die mit Motor den Hafen verlassen und erst auf dem See die Segel setzen, muss ich mit Segel das Ufer verlassen. Da es hier aber nur eine schmale Stelle gibt, um auf den See zu kommen, ist das für mich sehr schwierig. Also werden wir auf unserer weiteren Reise durch Schweden, sicher noch geeignetere Seen finden.
Ich nutze daher das trockene Wetter, um mein Boot wieder zu verstauen. Das braucht auch seine Zeit, klappt aber schon besser, wie beim ersten Mal. Das zieht sich auch hin, aber ich hab ja keine Eile. Ich habe dann alles wieder in den Anhänger gepackt, als es dann doch wieder einen kleinen Schauer gab. Glück gehabt! Wir essen dann zu Mittag und ich gönne mir eine Pause. Ich hatte mich morgens in der Rezeption nach frischen Eiern erkundigt, da die dort von zwei Mitarbeiterinnen privat angeboten werden.
Die sind aber an diesem Wochenende nicht im Dienst und so gibt es keine Eier. Ich hatte mich gerade ausgestreckt, als es an der Tür klopfte. Eine der Damen hat uns dann doch die Eier ans Wohnmobil gebracht, weil sie eher zufällig vor Ort war. Das finde ich eine sehr nette Geste. Wir haben dann noch Kaffee getrunken und ich bin mit Ellie eine kleine Runde gegangen. Viel Lust zu mehr hatte ich dann nicht. So trudelte der Tag Richtung Abend. Mal sehen, was Morgen so geht, denn am Sonntag wollen wir weiter ziehen.
Eine mystische Abendstimmung
Tag 18 - Samstag, 13.06.2026
Das Wetter will einfach nicht besser werden. Immer wieder ziehen Schauer über das Land. Heute ist unser letzter Tag hier am Bolmensee und so richtig kann ich mit dem Tag nichts anfangen. Ich hatte zunächst gedacht, ich könnte mit dem Roller eine Tour durch die Gegend um den See machen, aber das Wetter hat mir schnell einen Strich durch die Rechnung gemacht.
So vertrödele ich den Tag mit einigen kleineren und größeren Runden mit unserem Hund. Ein paar nette Gespräche mit Stellplatznachbarn sind auch dabei. Später hole ich noch ein paar Kannen Wasser, weil wir Duschen wollen. Wir müssen aber immer darauf achten, nicht mit soviel Wasser unterwegs zu sein, da wir sonst Probleme mit unserem Gewicht bekommen.
Es sieht so aus, als ob Anwohner auch die Anlagen am See pflegen.
Der alte Lockschuppen am See. Hier wird auch das Mitsommerfest stattfinden.
Nach dem Mittagessen nutze ich das schlechte Wetter und mache mich an mein nächstes Video. Das macht mir noch immer Spaß und langsam bekomme ich ein wenig Routine. Ich entsorge noch unsere Toilette und dann gehen wir zur Rezeption und bezahlen unseren Aufenthalt. Wir zahlen pro Tag etwa 22,90 Euro. Darin sind aber auch die Gebühren für zwei Waschmaschinen und Trockner enthalten. Zum wiederholten Mal wird das Wetter zum Abend besser und die Sonne kommt zum Zuge.
Aber richtiges Sommerwetter soll sich erst Ende nächster Woche einstellen. Morgen geht es für uns weiter an den Vätternsee, dem zweitgrößten See Schwedens. Das Wetter bleibt wohl so, wie es schon in den letzten Tage war.
Tag 19 - Sonntag, 14.06.2026
Heute geht es für uns weiter und das Wetter lädt auch nicht dazu ein, hier zu bleiben. So machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg, nachdem wir noch unser Grauwasser abgelassen haben. Wir verlassen den Platz und fahren Richtung Ljungby, um wieder auf die E 20 zu kommen. Die fahren wir in Richtung Jönköping. Wir wollen heute auf den Campingplatz nach Habo am Vätternsee. Den kennen wir schon von einem früheren Besuch.
Das Wetter ist einigermaßen trocken und so fahren wir die etwa 100 Kilometer auf der Autobahn bis Jönköping. Da ich nur 80 fahren darf, wird das eine gemütlich Fahrerei. Auf der gesamten Strecke brauche ich nicht ein einziges Mal bremsen bzw. Gas geben. Ich habe den Tempomaten eingestellt und kann die Füße wegstellen. Dazu geht die Fahrt nur durch Wald und macht das in meinen Augen sehr langweilig.
In Jönköping angekommen müßen wir links abbiegen um auf die linke Seite des Vätternsees zu gelangen. Von hier aus fahren wir über gut ausgebaute Landstraßen. Hier gibt es wieder etwas fürs Auge, denn man hat Ausblicke auf den See und die etwas hügelige Umgebung, mit kleinen Orten und Feldern. Bis Habo ist es nicht mehr weit und der Campingplatz liegt unmittelbar an der Durchfahrtsstraße. Als wir dort ankommen, staunen wir nicht schlecht, denn der Platz ist geschlossen.
Jetzt müssen wir umplanen und einen neuen Platz aussuchen. Den finden wir in Hjo. Dort gibt es auch einen Campingplatz, aber wir versuchen es erstmal auf dem Stellplatz im Ort. Von Habo aus sind es noch gut 50 Kilometer. Die fahren hier wieder mehr oder weniger am Vätternsee entlang. Dann erreichen wir den Ort und gelangen auf den Stellplatz, der recht leer ist. Hier stehen auf einem großen Wiesengelände fünf Wohnmobile.
Unsere Stellplatz in Hjo
Am alten Lokschuppen
Wir suchen uns einen Platz aus und stellen uns auf. Sofort erscheint ein netter Mensch, der uns kurz aufklärt. Wir könnten über eine App oder bar bezahlen. Wir entscheiden uns für Barzahlung und können das auch in Euro bezahlen. Wir wollen drei Tage hier bleiben und bezahlen 20,-- Euro mit allen Nebenkosten, einschl. Strom. Ein Sanitärgebäude habe ich hier nicht gesehen.
Wir essen zunächst zu Mittag und ich mache eine Pause. Das Wetter bleibt schlecht und es regnet immer mal wieder. So bleiben wir im Wohnmobil und verschieben alles Weitere auf Morgen.
Tag 20 - Montag, 15.06.2026
Wir werden das Aprilwetter einfach nicht los. Es gibt sonnige Abschnitte, die sich mit kleineren Schauern abwechseln. Heute wollen wir nach dem Frühstück in den Ort. Dort gibt es unweit des Hafens einen Supermarkt, wo wir einige Lebensmittel einkaufen wollen. Wir folgen der Straße, die uns ans Wasser führt und staunen über die tollen alten Holzhäuser, an denen wir hier vorbeilaufen. Im Stadtpark, der am Ufer des Vätternsees entlang führt, stehen ein paar Häuser, die noch aus dem 19. Jahrhundert stammen.
Hjo gilt als eines der drei "Holzstädte" am See, die einen tollen Charme verbreiten. Der Ort wird übrigens wie das englische Wort "you" ausgesprochen. Die Stadt hat sich dann passend das Motto "Wie love Hjo" gegeben. Wir durchlaufen den Park und gelangen an den Segelhafen. Davor ist noch eine sehr schönes Freibad, mit einem 50 Meterbecken, einem Nichtschwimmer und ein Planschbecken für die Kleinsten. Wie alles hier sehr sauber und gepflegt. Wir als Hundebesitzer achten sehr darauf, dass die Hinterlassenschaft unseres Hundes nirgends liegen bleibt. Auch hier ist nirgendwo ein Hundehaufen zu erkennen.
Die wirklich schönen Holzhäuser im Stadtpark am Ufer
Wir laufen durch den Hafen und am Ende liegt ein alter Dampfer vor Anker, der im Jahre 1892 in Stockholm gebaut wurde und heute als Ausflugsschiff dient. In diesem Bereich sind einige Restaurants und Bars zu finden. Neben den alten Häusern wurde ein Hotel errichtet, was überhaupt nicht in das Bild passt. Eigentlich sehr schade. Wir sind dann zum nahen Supermarkt gegangen und haben unseren Einkauf erledigt. Es gibt hier sehr wenig frisches Gemüse und die wenigen Sorten sind sehr teuer.
Der See ist knapp 4mal so groß, wie der Bodensee und hat eine Länge von 130 km
Kaum kann man die riesigen Ausmaße des Vätternsees erkennen.
Die war hier früher wohl im Einsatz
Der alte Dampfer im Hafen
Die Preise sind überhaupt deutlich über unserem Niveau als in Deutschland und man muss schon ein wenig schauen, was man so in den Einkaufswagen packt. Wir nehmen aber trotzdem alles mit, was nötig ist. Dann machen wir uns wieder auf den Rückweg zum Stellplatz, denn der nächste Schauer kündigt sich an. Wir essen dann zu Mittag und weil es wieder mal regnet, gönne ich mir eine Pause. Danach genießen wir den Kuchen, den wir eingekauft haben und den meine Frau frisch aufgebacken hat.
Ich nutze dann eine Regenpause und gehe allein nochmal in den Ort, weil mich das kleine Ortszentrum lockt, was wir uns am Morgen nicht angeschaut haben. Auch hier stehen um den zentralen Platz vor dem Rathaus einige schöne alte Häuser, die in die Zeit passen. Auch die Kirche paßt hier genau rein. Ich entdecke dann einen Süßigkeiten Laden, ganz nach meinem Geschmack. Hier schnappt man sich eine Tüte und eine Schaufel und läuft durch den Laden, mit einer tollen Auswahl. Gut, dass ich kein Geld mitgenommen habe.
Der zentrale Platz im Ort
Mit einem schönen Brunnen vor dem Rathaus
Hier lasse ich mich heute Nacht einschließen
Aber Morgen ist ja noch ein anderer Tag und meine Frau wird sich sicher auch nicht zurückhalten können. Dann gehe ich am Hafen vorbei zurück durch den Park, wieder zurück zum Platz. Vorher habe ich mich im Hafengebiet ein paar Minuten unter gestellt, weil mich wieder ein Schauer erwischt hat. Der Abend bleibt dann weitgehend trocken. Morgen soll es besser und auch wärmer werden.
Tag 21 - Dienstag, 16.06.2026
Heute ist das Wetter endlich mal schön und die Sonne scheint schon früh von einem weiß-blauen Himmel. Das nutze ich dazu, um mit unserem Hund zusammen eine Wanderung durch das Naturschutzgebiet entlang des Flüsschen Hjoan zu machen. Der kommt aus dem Hinterland und fließt dann mitten durch den Ort. Der kleine Fluß hat früher dazu geführt, dass der Ort sich entwickeln konnte. Er wurde dazu mehrfach aufgestaut und sorgte dann dazu, dass sich mehrere Betriebe und Mühlen hier ansiedeln konnten.
Ein Naturschutzgebiet mitten in der Stadt
Gut angelegte Wege entlang des kleinen Flusses
Diese Betriebe sind dann aber spätestens vor dem zweiten Weltkrieg geschlossen worden und im weiteren Verlauf wurde der Fluß renaturiert. Man entfernte die Stauwehre, damit der Fluß wieder seine natürliche Fließgeschwindigkeit bekam und die Fische konnten ihn wieder als ihr Laichrevier zurück gewinnen. Später hat man den etwa 2,5 Kilometer langen Abschnitt bis zur Mündung in den Vättern als Naturschutzgebiet ausgebaut.
So sah früher eine Fabrik aus, die Stoffe und Garne hergestellt hat
Eine alte Mühle die man jetzt zur Feierlichkeiten mieten kann
Schönes Gartencafé an einer alten Mühle
Die Wiesen um den kleinen Fluß wurden früher als Weideland genutzt. Danach hat man verschiedenartige Bäume angepflanzt, hauptsächlich Erlen, und hat ihn weitgehend sich selbst überlassen. Es wurde dann ein schöner Pfad angelegt, um das Naturschutzgebiet zu durchwandern. Dass ist hier super gut gelungen und selbst die Schulklassen im Ort nutzen ihn für den Unterricht.
Ich bin dann mit dem Hund runter zum See. Von der Mündung aus bin ich den Fluß dann aufwärts gelaufen. Es ging dann teilweise über ausgelegte Bohlengänge, kleine Brücken und Treppen immer am Wasser entlang. Der Boden war mit frischen Holzschnitzel ausgelegt und man konnte ihn, trotz des feuchten Wetter der letzten Tage, sehr gut begehen. Am Wegesrand waren einige Schilder angebracht, die die frühere Nutzung verdeutlicht haben.
Eine alte Mühle konnte vor dem Verfall gerettet werden und wurde zu einer Einrichtung umgebaut, die man jetzt zu Feiern mieten kann. Die Mühle am Ende des Ortes ist heute ein schönes Café mit einem schönem Biergarten. Von hier aus habe ich mich dann wieder auf den Rückweg gemacht und bin aber auf einem anderen Weg gelaufen, der mich teilweise durch Wald und später durch eine nette Wohngegend geführt hat. Auch hier ist mir wieder aufgefallen, wie sauber und gepflegt die großzügigen Anlagen sind.
Wir haben dann zu Mittag gegessen und nach einer kleinen Pause habe ich mich nochmal auf den Weg in den Ort gemacht. Nochmal am Wasser und am Hafen entlang bin ich dann ins Zentrum gegangen, wo ich gestern den netten Laden mit den vielen Süßigkeiten gefunden habe. Da bin ich dann auch rein und habe eine Tüte mit allerhand Leckereien gefüllt. Ich konnte mich aber noch gerade so zügeln und es wurde nicht so teuer.
Die gehören wieder auf die Straße
Die armen Kerle habe ich noch im Hafen getroffen
Zurück am Platz habe ich mir einen Stuhl vor die Tür gestellt, denn die Sonne schien immer noch sehr warm. Morgen soll es dann für uns weiter gehen.
Tag 22 - Mittwoch, 17.06.2026
Heute ist wieder ein schöner Tag und wir wollen weiter. Unser Ziel ist ein Stellplatz an einer Marina in Kristinehamn am Vänernsee. Bis dahin sind es etwa 140 Kilometer und wir wollen früh los, weil es langsam auf Mitsommer zugeht und die Plätze in Schweden voll werden. Wir sind daher schon gegen 10 Uhr unterwegs und nehmen für die Strecke ausschließlich gut ausgebaute Landstraßen. Die haben in der Regel stellenweise zwei Spuren im Wechsel mit der Gegenfahrbahn, damit schnellere Fahrzeuge auch überholen können.
Die Geschwindigkeit beträgt zwischen 80 und 100 km/h. Wir bleiben aber konstant bei 75, weil wir ja mit unserem Gespann nicht schneller dürfen. Aber wir kommen gut durch und finden den Platz sofort, auch weil wir vor Jahren schon einmal hier waren. Damals sind wir aber nur eine Nacht geblieben, weil wir einen Termin für unsere Frontscheibenabdeckung bekommen hatten. Jetzt wollen wir bis zum nächsten Montag bleiben. Wir haben sehr viel Glück und bekommen für unser langes Wohnmobil den letzten möglichen Platz.
Unser Stellplatz in Kristinehamn
Rezeption und Sanitärhaus
Jachthafen vor der Haustür
Im hinteren Bereich stehen wir
Wir hätten keine 15 Minuten später ankommen dürfen! So stellen wir uns auf und haben sogar einen Platz auf Rasen. Sinnvoller Weise stehen wir inmitten von norwegischen Wohnmobilen. Da hier am Wochenende das Mitsommerfest gefeiert wird, sind Alle unterwegs. Wir essen zunächst zu Mittag und stellen danach unsere Stühle in die Sonne, denn das haben wir schon länger nicht mehr machen können. Ich gehe dann auch einige Male mit unserem Hund in die nähere Umgebung. Später schaue ich mich hier im Jachthafen ein wenig um.
Der hat ein Whirlpool auf dem Dach
Der Fluss Vagan fließt durch die Stadt und mündet hier im Hafen
Kunstwerk im Park vor der Stadt
Heute unternehmen wir nicht mehr viel, weil wir ja diesmal für die Stadt ein paar Tage mehr haben. Wir zahlen für den Tag etwa 25,-- Euro, mit allen Nebenkosten, aber ohne Strom. Den können wir uns ja sparen, da wir mittlerweile gut ausgerüstet sind.
Tag 23 - Donnerstag, 18.06.2026
Irgendwann so gegen fünf Uhr weckt uns der Hund und will raus. Gar nicht gut!!! Aber was soll ich machen. Also anziehen und raus. Es herrscht ganz feiner Nieselregen. Auch das noch. Alles kurz erledigen und wieder ins Bett. Hält keine zwei Stunden, da steht die Dame wieder am Bett und bettelt. Irgendwas stimmt nicht. Also wieder raus und wieder ins Bett. Gegen acht Uhr stehen wir auf, weil der Hund wieder nach mir verlangt. Dann wird aber gefrühstückt. Geht schon gut los!!
Dafür wird das Wetter später besser und wir machen uns auf den Weg in die Stadt. Meine Frau möchte sich ein paar Shorts kaufen, die wir tatsächlich in einem gut ausgestatteten Geschäft finden. Schon wieder jemanden glücklich gemacht! Dann drehen wir noch eine Runde an den Geschäften vorbei und gehen langsam zurück zum Stellplatz.
Einkaufsstraße in Kristinehamn
Stadthotel
Kristinehamn ist eine Stadt in der Provinz Värmland und liegt am Nordufer des Sees Vänern. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 18.000. 1642 erhielt die Stadt ihre Rechte von Königin Kristina und wurde daher auch umbenannt. Von 1730 - 1850 wurde hier der Weltmarktpreis für Eisen festgelegt. 1850 wurden als eine der ersten Schwedens die Eisenbahn eröffnet. Im 18. und 19. Jahrhundert war Kristinehamn ein bedeutendes Zentrum des Eisenhandels.
Die Stadt liegt am Vänernsee, dem größten See des Landes und der größte der EU. Er misst eine Fläche von 5.519 qkm und ist daher etwa 10mal größer als der Bodensee. Er hat etwa 22.000 Inseln von klein bis bewohnt und hat eine Küstenlinie von etwa 2.000 km. Der Götakanal verbindet Göteborg im Westen mit der Ostsee und Schiffe müssen auf diesem Weg durch den Vänernsee und den Vätternsee.
Nach dem Mittagessen mache ich mich nochmal auf den Weg in die Stadt. Da ich hier keinen Fernsehempfang habe und der auch weiter im Norden nicht gerade besser wird, besorge ich mir einen Zeichenblock, um die langen Abende zu verkürzen. Die Sonne geht hier zur Zeit erst um 22 Uhr 23 unter und schon um 3 Uhr 45 wieder auf. Ich bekomme einen Block in einem Buchhandel. Anschließend mache ich mich auf den Weg zur Stadtkirche und die Altstadt.
Die Kirche finde ich sofort und die ist sogar geöffnet. Eine nette ältere Dame bittet mich hinein und ich soll mich an der Musik erfreuen. Da bin ich mal gespannt! Die Kirche ist bis auf zwei Frauen und einen Jungen leer, die sich vor dem Altar unterhalten. Der Junge klimpert auf der kleinen Orgel, die dort steht. Tolle Musik. Ich schaue mich etwas um und mache ein paar Fotos. Auf dem Weg zum Ausgang geht eine der Frauen mit dem Jungen raus und die verbleibende Frau setzt sich auf einen Flügel, der neben dem Altar steht.
Die Stadtkirche
Jetzt bekomme ich mein Konzert, als einziger Zuhörer. Ich setze mich in eine Bank und lausche. Wie ich draußen später lese, handelt es sich um die Pianistin Malena Karlsson, die hier am Sonntag ein Konzert gibt. Dafür schien sie wohl zu üben. Ich habe mich zum Schluss mit einem Applaus bedankt und bin wieder raus. Das war mal eine schöne Abwechslung. Ich bin dann durch eine alte Gasse mit alten Holzhäusern und vorbei an einem schönen Park wieder Richtung Stellplatz gelaufen.
Altstadthäuser aus Holz
Schöne Parkanlage
Die Stadt ist sicher einen Besuch wert, macht aber einen etwas verbauten Eindruck. Die halbwegs neuen Gebäude sind selten schön und passen nicht zu dem Charme der alten Holzhäuser. Aber die Mischung macht es aus und die schönen Parkanlagen sind sehr gepflegt.
Tag 24 - Freitag, 19.06.2026
Wir haben gut geschlafen und wundern uns, dass es vor dem Aufstehen regnet. Das war nicht gemeldet. Also haben wir uns Zeit gelassen und sind noch etwas liegen geblieben. Als ich dann mit Ellie Gassi gehe, ist es schon wieder trocken. Während des Frühstücks läßt sich auch die Sonne wieder blicken. Wir wollen den Vormittag dazu nutzen, um einzukaufen. Wir haben zwar einen Lidl in unmittelbarer Nähe, aber ich habe einen großen Coop gefunden, der mir interessant erscheint. Der ist auch nur 500 Meter entfernt.
So gehen wir zunächst dorthin und finden einen wirklich großen Supermarkt. Leider ist bei bestimmten Lebensmitteln die Auswahl nicht besonders groß. Auch hier ist frisches Gemüse selten zu finden. In der Auslage liegt nur ein Blumenkohl. Der soll etwa 4,-- Euro kosten. Im Kleingedruckten stand dann aber noch pro kg. Da das Teil sehr groß war, hätten wir sicher um die 8,- Euro bezahlen müssen. Ein paar Kohlrabi haben wir noch gefunden, die aber nicht besonders toll aussahen.
Vor zwei Jahren waren wir das letzte Mal in Schweden und da konnte ich mich nicht daran erinner, dass es so eine schlechte Versorgung mit Gemüse gab. Wir haben dann auch keine Aufbackbrötchen bekommen und so haben wir uns entschieden, auf dem Rückweg noch beim Lidl reinzuschauen. Ich habe derweil die eingekauften Sachen zum Wohnmobil gebracht, während meine Frau schon im Lidl war. Dort haben wir dann den Rest von unserem Einkaufszettel abgearbeitet und sogar einen Blumenkohl erworben, nicht besonders groß für 3,80 Euro. 250 Gramm Brokkoli kosteten zwei Euro.
Aber verhungern wollen wir ja schließlich nicht. Zurück am Platz haben wir dann zu Mittag gegessen. Da ja heute Mittsommernacht in Schweden gefeiert wird, habe ich mich auch erkundigt, ob es auch hier in der Stadt ein Fest gibt. Auch der freundliche Betreiber hat uns den Ort und den Zeitpunkt genannt und so bin ich dann mit em Rad dorthin. Etwa zwei Kilometer vom Platz entfernt und außerhalb der Stadt, fand das Fest dann statt. Auf einer großen Wiese waren schon Bänke aufgestellt und in der Mitte des Platzes waren einige Damen bereits damit beschäftigt einen Baum zu schmücken.
Der Baum wird geschmückt
Das Gestell war bereits mit Birkengrün bestückt und nun würden noch Wiesenblumen eingeflochten. Zunächst waren kaum Menschen vor Ort, doch um 14 Uhr 30 sollte es dann starten. Ich habe mich dann wohl gewundert, dass es wirklich voll wurde. Von Alt bis ganz Jung war alles Vertreten und dann wurde der geschmückte Baum unter Applaus aufgerichtet. Gleich darauf wurde zum Tanz um den Baum aufgerufen.
Der Baum wird aufgestellt
Der Platz hat sich sehr gefüllt
Mit viel Musik wird dann um den Baum getanzt
Ein schönes Fest bei schönem Wetter
Daran haben sich sehr viele Menschen beteiligt und ich würde sagen, dass es sicher 100 waren. Verstanden hab ich davon nicht viel, aber es handelte sich eher um Kinderlieder, die man aus dem Kindergarten kennen sollte. Aber es haben Menschen jeglichen Alters mitgemacht und es war ein buntes Treiben. Ich habe mich zurückgehalten und gefreut, endlich mal so ein Fest mitzuerleben. Nach einer weiteren Weile habe ich das Fest dann verlassen.
Zurück am Platz habe ich eine Pause eingelegt. Da das Wetter Morgen nicht ganz beständig zu werden scheint, habe ich mich am Nachmittag nochmal auf das Rad geschwungen und bin an der Küste entlang gefahren. Ziel war die große Picassoskulptur, die hier seit 1965 aufgestellt wurde. Diese 15 Meter hohe Skulptur soll Pablo Picassos Frau Jaqueline darstellen. Mit Einverständnis von Picasso hat der norwegische Künstler Carl Nesjar diese Skulptur nachgebildet.
Ich stehe auf dem Festland und gegenüber befindet sich eine Halbinsel
Die riesige Skulptur
So sieht es hier aus der Vogelperspektive aus
Dann geht es raus auf die weiten Flächen des Vänern
Viele wunderschöne Häuser am See
Die Skulptur steht etwa sieben Kilometer außerhalb von Kristinahamn an der Küste. Bis dorthin bin ich dann geradelt und kam an unzähligen Ferienhäusern und Booten vorbei. Das Wetter war ja herrlich und viele Menschen haben sich hier gesonnt, oder an den Häusern ihre privaten Feste gefeiert. Ich bin dann wieder zurück zum Platz und dort haben wir noch lange draußen sitzen können.
Tag 25 - Samstag, 20.06.2026
Der Wetterbericht ist sich wieder nicht einig. Einmal gibt es schon am Vormittag ein Gewitter, dann erst zu Mittag. Beim Frühstück ändert sich die Lage wieder und das Gewitter wird abgesagt, dafür soll es dann nur regnen. Später soll es dann am Nachmittag ein Gewitter geben. Am Ende war es dann so, dass es ruhig geblieben ist. Dafür tröpfelt es immer wieder leicht zwischen Auflockerungen. Für größere Ausflüge taugt das Wetter nicht und so mache ich mich an ein neues Video.
Dafür brauche ich ja kein WLAN und auch mein Datenvolumen wird davon nicht berührt. So nutze ich das Wetter und stelle ein neues Video zusammen. Wir essen dann später zu Mittag und da das Wetter immer noch nicht besser ist, lege ich mich etwas hin. Danach scheint es besser zu werden und nach einer Tasse Kaffee gehe ich mit Ellie auf eine größere Runde. Zunächst geht es auf der anderen Seite am Hafen entlang und dort am Ende hat ein Frachter angelegt, der voll mit Baumstämmen beladen ist.
Auch so große Schiffe fahren hier über den See
Ich könnte mir vorstellen, dass die Lieferung für das hiesige Kraftwerk ist. Dort auf dem Gelände lagert schon eine große Menge Stämme und ein riesiger Haufen Holzschnitzel. Vom Hafen aus führen auch Gleise hier am Stellplatz vorbei, die am Kraftwerk enden. Ich entdecke dann einen Wanderweg durch einen Wald, mit Blick auf den Frachter und den See. Der Weg ist zuerst komplett mit Holzschnitzel ausgelegt, auf dem man gut laufen kann. An Fußballfeldern vorbei komme ich wieder zum Hafen zurück.
Ich gehe dann wieder am Wasser entlang zurück und interessiere mich für das Neubaugebiet, dass hier entstanden ist. In Reihen stehen hier verschieden Bauformen. Angefangen von Einfamilienhäusern aus Holz, weiter zu kleinen Mehrfamilienhäusern in unterschiedlichen Ausführungen. Da hat sich jemand etwas einfallen lassen und es sieht aufgelockert aus. Dann sind wir wieder am Platz und die Sonne scheint jetzt wieder kräftig und es ist tatsächlich etwas schwül. Aber der Wind vom Wasser macht es erträglicher als wir es von Zuhause kennen.
Die Häuser sind traditioness aus Holz gebaut
Die hier eher sehr modern
Die haben verglaste Balkone
Mehrfamilienhaus mal anders gedacht
Tag 26 - Sonntag, 21.06.2026
Bei dem schönen Wetter mag man garnicht daran denken, dass es ab heute die Tage wieder kürzer werden. Hier in Schweden haben wir gerade mal fünf Stunden keine Sonne und da muss man schon alle Schotten dicht machen, damit man gut schlafen kann. Im Gegensatz zu unserer Heimat, wo gerade Subtropische Temperaturen herrschen, ist es hier eher angenehm. Wir hatte heute blauen Himmel und 24 Grad. Es wehte immer ein frischer Wind, der die Temperaturen angenehmer erscheinen ließ.
Nach dem Frühstück habe ich mich nochmal auf das Rad begeben und bin in die Stadt zu einem anderen Supermarkt gefahren, den ich vorgestern entdeckt habe. Der war riesig und, wie andere Supermärkte auch, am Sonntag geöffnet. Der Parkplatz davor war gut gefüllt und so kann man annehmen, dass die Menschen diese Öffnungszeiten nutzen. Eigentlich haben wir alles, was wir für die nächsten Tage benötigen. So bin ich eher aus Langeweile oder einfach aus Interesse dorthin gefahren. Ich schnüffele eben gerne in den Geschäften, wenn ich im Ausland bin.
Der Laden hier war wirklich groß und hatte eine tolle Auswahl. Sogar eine gewisse Menge an frischen Gemüse habe ich gesehen. Aber auch hier war alles richtig teuer. Ich habe dann nur noch ein paar Aufbackbrötchen mitgenommen und an der Süßigkeitentheke bin ich auch fündig geworden. Vor dem Laden hat man frische Erdbeeren verkauft. Es gab keine Gewichtsangabe, aber ich würde mal auf 500 gr tippen. Die waren für 7,-- Euro im Angebot. Ich hab keine genommen.
In der Stadt habe ich viele dieser hübsch bemalten Elektrokästen gefunden
Dann bin ich wieder zum Stellplatz zurück und wir haben zu Mittag gegessen. wir haben Stühle rausgestellt und uns in die Sonne gesetzt. Die brannte aber auch hier gefährlich vom Himmel. Lange haben wir es nicht ausgehalten und ich hab dann einfach den Stuhl rumgedreht und bin sitzen geblieben. Später wurde es mir dann aber zu langweilig und ich bin nochmal etwas mit dem Rad ans Wasser gefahren. Auf dem Weg habe ich mir eine Tankstelle angeschaut, weil wir Morgen weiter wollen und das wollen wir mit einem Tankstop verbinden. Immer gut zu wissen, ob wir da mit dem Anhänger reinpassen.



Ich bin etwas in nördlicher Richtung am Ufer des Vänernsees gefahren. Auch hier habe ich viele schöne Häuser gesehen, wo ich nicht weiß, ob sie nur im Sommer bewohnt sind. Der Wind hier am Wasser war aber sehr kräftig und hat mich ausgekühlt. Ich bin dann wieder zurück und habe kurz am Bahnhof angehalten, weil ich dort einige alte und wahrscheinlich auch ausgemusterte Loks gesehen habe. Der Bahnhof ist ein Sackbahnhof und hat am Ende eine Drehscheibe, wo die Loks gewendet werden. In der Runde standen dann die vielen Loks.
Zurück am Platz haben wir Kaffee getrunken und nochmal in der Sonne gesessen. Die scheint hier bis weit in den Abend. Aber die Temperaturen gehen dann auch schnell ins kühle über, was ja nicht schlecht ist, denn da kann man gut schlafen. Die tropischen Nächte in Deutschland möchte ich mir gerade nicht vorstellen. Ich habe dann noch etwas Grauwasser über einen Trolly entsorgt, weil wir mit dem großen Wohnmobil schlecht an die entsprechende Stelle anfahren können. Morgen soll es dann für uns weiter gehen.
Unser Franz ist auch wieder mit dabei. Er hatte Probleme mit Armen und Beinen
Auf einen Sockel wollte er auch mal rauf
Tag 27 - Montag, 22.06.2026
Heute ist ein schöner Tag zum Reisen. Deshalb geht es auch für uns weiter. Wir haben einen Termin vereinbart mit dem Hersteller unsere Abdeckungen für die Wohnmobilfrontscheibe. Die hatte von Beginn an ein kleines Loch und da wir 10 Jahre Garantie darauf haben, wollen wir das nun erledigen. Wir haben uns daher bei der Firma RV-Master in Edebäck angemeldet. Das sind etwa 105 km nördlich von uns und dazu benötigen wir etwa 1,5 Stunden.
Da wir den Termin erst um 15 Uhr haben, lassen wir uns am Morgen viel Zeit. Die nutze ich, um eine unserer Gasflaschen auffüllen zu lassen. Das geht gerade ganz gut, weil die Firma nur 100 Meter vom Platz aus steht. Wir haben sogar einen Gutschein über 10 % vom Stellplatzbetreiber erhalten. Ich laufe also das kurze Stück mit meinem kleinen Trolly zum Gaslieferanten und der füllt die Flasche wieder auf. Das würde in Deutschland nicht gehen und in Schweden kann man keine deutschen Flaschen tauschen.
Die Füllung kostet etwa 38,-- Euro und ist in kurzer Zeit fertig. Zurück am Platz entleere ich noch unsere Toilette und dann verlassen wir den Platz. Noch in der Stadt tanken wir das Wohnmobil auf und zahlen dafür etwa 1,70 Euro pro Liter Diesel. Dann geht es auf gut ausgebauten Straßen durch wenig bewohnte Landschaften. Es geht vorbei an schönen Seen, durch dichte Wälder, aber auch durch weite Felder und es wird nicht langweilig. Wie wir es schon gewohnt sind, ist der Verkehr übersichtlich bis nicht vorhanden.
Pause an einem der vielen Seen in Schweden
Da wir zu früh am Ort wären, haben wir zwei Pausen eingelegt und dabei auch zu Mittag gegessen. Wir waren dann etwas zu früh am Ort, was aber kein Problem war. Wir wurden von Robert von RV-Master freundlich empfangen, der unsere Abdeckung sofort abgenommen hat. Er hat sie in seine Werkstatt gebracht, wo seine Frau die Schadstelle vernäht hat.
Wir haben uns dann noch eine ganze Weile unterhalten und hatte viel Spaß. Sollt also jemand auch eine professionelle Abdeckung für Winter oder Sommer benötigen, ist hier in guten Händen. Die zwei Inhaber sind sehr freundliche Menschen, die ursprünglich aus Holland stammen und sich hier in Schweden niedergelassen haben. Sie haben sich hier eine gut florierende Firma aufgebaut.
Hier die Werkstatt von RV-Master. Hier werden die Abdeckungen hergestellt
Wir haben uns dann aber verabschiedet und sind noch 29 km weiter nördlich gefahren. Dort auf einem kleinen Stellplatz hatten wir uns morgens angemeldet. Wir waren froh, dort einen Platz zu bekommen, weil es schon recht spät am Tag war. Bei unserer Ankunft wurden wir vom freundlichen Betreiberpaar begrüßt, die auch aus Holland stammen. Die beiden haben erst seit zwei Monaten das Anwesen hier gekauft und einen kleinen Stellplatz hergerichtet.
Unsere großzügige Stellfläche auf der Wiese Eine Parzellierung gibt es hier nicht
Blick auf den Fluß
Auf der Wiesenfläche nahe der Straße stand nur ein weiteres Wohnmobil und das war von den Betreibern selber. Wir haben uns dann daneben gestellt und uns eingerichtet. Die wenig befahrene Straße hat uns nicht gestört. Der Platz liegt recht einsam zwischen nur wenigen Häusern am Fluß Klarälven. Der fließt hier in einer großen Schleife nahe des Platzes. Der Stelllplatz ist sehr schön angelegt und gepflegt. Der Betreiber weist uns ein und zeigt uns das Gelände. Als Angler wäre man hier gut aufgehoben, denn es gibt gleich am Platz eine tolle Stelle, wo man seine Angel auswerfen könnte. Der Fluß soll sehr reich an Fischen sein.
Nachdem wir uns eingerichtet haben, bin ich mit Ellie eine größere Runde zum Fluß gelaufen. Auf dem Weg dorthin habe ich noch Kranichpaar entdeckt, die auf einem Feld standen. Es sind wirklich große Vögel, die man sonst nicht zu sehen bekommt. Genau wissen wir noch nicht, wie lange wir hier bleiben. Zwei Nächte werden es aber sicher.
Unsere bisherige Reiseroute
Tag 28 - Dienstag, 23.06.2026
Draußen fallen ein paar Tropfen und drinnen frühstücken wir gemütlich. Die Tropfen hören aber bald auf und ich gehe mit Ellie raus. Den Vormittag verbringe ich damit, ein paar Videos für YouTube aufzunehmen. Ich gehe dazu über den Platz und schaue mir alle Ecken genau an. Es gibt etwas unterhalb des Haupthauses noch zwei bis drei Stellplätze, mit direktem Blick auf den Fluß. Dazu geht es aber eine recht steile Rampe hinunter.
Da würde ich mit meinen schweren Wohnmobil nicht runterfahren. Der Weg ist zwar befestigt, aber bei feuchter Witterung, bekäme ich mit Vorderradantrieb sicher Probleme. Also denke ich, dass es besser für kleinere Wohnmobile ist. Ich habe dann nochmals mit dem Betreiber gesprochen und habe noch ein paar Dinge zum Platz erfahren. Er möchte unten am Fluß im nächsten Jahr eine Holzsauna aufstellen, die für die Gäste zur Verfügung stehen wird.
Leider gibt es zur Zeit noch keine Möglichkeit sein Grauwasser zu entsorgen. Auch die Wohnmobile mit Toilettenkassette haben ein Problem. Auch diese Entsorgung steht noch nicht zur Verfügung. Da wird aber daran gearbeitet. Dafür, dass die Betreiber erst seit zwei Monaten vor Ort sind, ist der Platz schon sehr gut gelungen. Ich habe mir dann noch den Clubraum angeschaut, der auch für die Gäste offen steht. Dort gibt es auch die Möglichkeit einen PC zu benutzen.
Der Raum hat auch einen sehr guten Wlan-Zugang und den habe ich auch genutzt. Das WLAN ist auf dem Platz eher schwach, da es aus dem Hauptgebäude kommt. In dem Clubraum gibt es auch einen großen Fernseher mit einer Spielkonsole und auch vielen Filmen. Ein Dartspiel ist vorhanden und ein paar Spiele für Kinder. Der Raum kann das ganze Jahr genutzt werden, da er beheizbar ist. Auch eine Klimaanlage ist vorhanden.
Der Stellplatz selber ist von Mai bis Oktober geöffnet. Die beiden Ferienhäuser sind über das ganze Jahr mietbar und kosten 700,-- Euro pro Woche. Wir werden morgen wieder weiterreisen, auch weil wir sonst Probleme mit der Toilette haben.
Tag 29 - Mittwoch, 24.06.2026
Heute ging es für uns weiter, nachdem wir uns von den netten Betreibern verabschiedet haben. Unser heutiges Ziel ist der Vamabadets Camping am Orsasjön See bei Vamhus. Der kleine Ort liegt oberhalb von Mora, das wahrscheinlich die meisten kennen. Die Fahrt dorthin verlief ohne Probleme auf gut ausgebauten und sehr wenig befahrenen Straßen durch die schwedische Landschaft. Die heutige Strecke betrug 149 km.
Bis zur Ortschaft Vamhus lief alles ganz gut und dann ging es die letzten Meter eine Holperstrecke mit vielen Schlaglöchern zum Campingplatz. Zudem war die Straße sehr schmal und für Gegenverkehr nicht geeignet. Gut, dass wir auch keinen hatten. Der Campingplatz liegt direkt am See und hat großzügige Parzellen. Wir haben uns in der Rezeption bei einem freundlichen und Deutsch sprechenden Menschen angemeldet und uns einen freien Platz ausgesucht.
Unsere Großzügige Parzelle
Das Wetter war ganz ok und wir haben uns aufgestellt. Der Platz hat einen direkten Zugang zum See, der mit ca. 52 qkm etwas kleiner ist, als der Chiemsee in Bayern. Er ist aber mit dem Siljansee verbunden, der mit 290 qkm etwa 5mal größer ist, als der See hier. Also Wassersportfans haben hier viele Möglichkeiten. Auch ich möchte das nutzen und da das Wetter noch trocken ist, habe ich gleich mein Segelboot aufgebaut. Das klappt jetzt schon viel besser uns ich bin schnell fertig. Aufs Wasser geht es aber erst Morgen, da heute noch Regen gemeldet ist und es herrscht komplette Flaute.
Hier mündet ein kleiner Fluß in den See
Der See hat eine beachtliche Größe
Aber so bin ich dann für Morgen gerüstet und ich hoffe dann auf gutes Wetter.
Tag 30 - Donnerstag, 25.06.2026
Heute möchte ich mit dem Segelboot aufs Wasser. So mache ich mich nach dem Frühstück fertig und mache das Segel auf dem Platz klar, da mir das auf dem Sand am Wasser nicht so gefällt. Ich habe das Boot ja schon auf dem Trolly zusammengebaut und so fahre ich es ans Ufer. Dann hole ich das Segel und setze es auf das Boot. Dann noch schnell die Leinen klarmachen und los gehts. Ich schiebe den Trolly samt Boot ins Wasser, bis der Trolly aufschwimmt und ich das Boot ins Wasser schieben kann. Dann schnell den Trolly an Land.
Das Ufer ist sehr flach und so schiebe ich das Boot rauf auf den See. Da ich für Ruder und Kiel eine gewissen Wassertiefe brauche muß ich solange schieben. Das habe ich nicht gedacht, dass ich etwa 200 Meter weit raus muß, bis ich etwa bis zum Knie im Wasser stehen. Jetzt sollte es aber klappen. Der erste Versuch gelingt noch nicht, weil ich tatsächlich noch zu flach ist. Also noch ein paar Meter weiter raus. Mit einem Sprung auf das Boot geht es endlich.
Fotografieren während des Segelns ist nicht ganz einfach
Der Wind ist schwach und so komme ich nicht gut voran. Es treibt mich auch leicht ans Ufer und ich muss nochmal schieben. Gerade lebt der Wind etwas auf und ich komme weg. Jetzt entferne ich mich etwas vom Ufer und ich kann auch den Kiel ganz ausfahren. Jetzt klappt das auch mit der Steuerung besser. Draußen auf dem See wird der Wind etwas besser, bleibt aber recht schwach. Aber ich bin zufrieden und bin dann etwa zwei Stunden draußen. Zwischendurch geht es mal richtig gut, wird dann aber wieder schnell schwächer.
Ich fahre dann ganz langsam zum Ufer zurück und muss dann wieder die 200 Meter schieben, weil sonst Kiel und Ruder auf dem Boden schrappen. Aber ich bin mit dem Ausflug zufrieden und die nächsten zwei Tage sollte es auch klappen. Wir essen dann zu Mittag und ich gönne mir eine Pause in der Sonne, die gelegentlich scheint. Es ist angenehm warm und wir sind froh, der Hitze aus der Heimat entflohen zu sein. Eigentlich wollt ich später nochmal mit dem Boot raus, aber der Wind ist komplett eingeschlafen und so macht das keinen Sinn.
Ich besorge uns dann einige Kannen Frischwasser und so können wir zum Nachmittag duschen. So geht dieser Tag zu Ende und die nächsten Tage sollen zwar nicht ganz trocken werden, aber auch nicht so schlecht.
Abends gibt es einige tolle Fotos vom See
Tag 31 - Freitag, 26.06.2026
Heute beginnt der Tag ganz angenehm, nur der Wind läßt auf sich warten. Aber für die Mittagsstunden ist besserer Wind vorhergesagt, der vielleicht sogar etwas zu stark werden könnte. Aber der See ist am Morgen glatt, wie ein Spiegel. So machen wir uns Gedanken, wie wir die nächsten Plätze anfahren werden. Geplant war, dass wir Sonntag weiterfahren. Da ich aber auf unserer weiteren Tour nicht mehr so viele Gelegenheiten finden werde, um mit dem Segelboot zu fahren, werden wir vielleicht hier noch einen Tag dranhängen.
Vor der Rezeption gibt es ein kleines Restaurant. Da haben wir uns eine Pizza gegönnt.
So plätschert der Vormittag dahin und nach dem Mittagessen warte ich wieder auf den Wind. Der will sich aber nicht einstellen. Leider gibt es dann auch noch ein paar kleine Regenschauer im Angebot und ich lege mich etwas auf die faule Haut. Nach dem Kaffee noch ein schneller Blick auf die Wetterkarte. Da steht zu lesen, daß ein böig auffrischender Wind herrschen soll, aber hier regt sich immer noch kein Blättchen. Also gibt es eine Planänderung und ich hole mein Rad aus dem Stall.
Was ich eigentlich Morgen machen wollte, erledige ich jetzt. Ich schnappe mir den Einkaufszettel und fahre zum nächsten Supermarkt. Der befindet sich in Orsa, ein kleiner Ort etwa 10 Kilometer von hier entfernt. Das geht mit dem Rad ganz gut und der Laden hat alles, was auf meinem Zettel stand. Als ich den Laden verlasse, scheint die Sonne, die sich sonst den ganzen Tag eher versteckt hatte. Es ist recht warm geworden und in meinem Pullover bin ich eher zu dick angezogen.
Unterwegs gab es noch einen schönen Blick auf den See
Aber auf dem Rad geht es eigentlich und bei der Rückfahrt durch den Wald ist es ja wieder schattig. Ich bin dann wieder zurück am Platz und wir verstauen die eingekauften Dinge. Dann gehe ich mit Ellie eine kleine Runde und mit einem Mal wird es windig. Na toll!! Da hab ich den ganzen Tag drauf gewartet und jetzt ist es zum Segeln zu spät, zumal das mit dem Wind auch nicht lange angehalten hat. Morgen soll es auch nicht besser werden und so will ich mit dem Roller die Gegend erkunden.
Tag 32 - Samstag, 27.06.2026
Heute wird es wieder nichts mit Segeln und so mache ich es, wie schon gestern geplant. Ich hole meinen Roller vom Anhänger und möchte damit eine größere Runde drehen. So fahre ich nochmal Richtung Orsa, wo ich gestern einkaufen war. Auf dem Weg dorthin habe ich ein Hinweisschild gesehen, was auf einen Skilift hindeutet. Das kam mir gestern schon etwas merkwürdig vor, weil von Bergen, wie wir sie so kennen, nicht viel zu sehen ist.
Ich nehme also die Abbiegung und fahre, wie sollte es anders sein, durch dichte Wälder. Die Straße ist aber erstaunlich gut ausgebaut und so erreiche ich mein erstes Ziel. Schon aus der Ferne entdecke ich tatsächlich einen Berg, an dem es einige Liftanlagen gibt. Das Gelände erinnert mich aber eher an unser Sauerland. Der "Berg" ist nicht wirklich hoch, aber es gibt so einige Abfahrten. Einen Doppelsessellift und mehrere Schlepplifte mache ich aus.
Einige Lifte stehen hier bereit
Schöne Ferienhäuser auf dem Berg
Und eine tolle Aussicht
Das Gebiet ist aber komplett erschlossen und es gibt sehr viele Ferienhäuser, die um die Berg liegen. Die möchte ich mir ansehen und komme auch an einem Campingplatz vorbei, den man sicher auch im Winter benutzen kann, weil viele Parzellen auch kleine Hütten dabei haben. Ich fahre in einem Bogen den Berg hinauf und hier gibt es einen kleinen Lift, der zwischen den Häuser verläuft. Ich entdecke sehr viele Häuser, die recht luxuriös sind. Scheint keine günstige Gegend zu sein.
Von oben hat man man einen beeindruckende Aussicht auf die Umgebung und erst jetzt merke ich, dass ich doch recht weit oben bin. Der Blick auf den See, wo unser Wohnmobil steht, ist grandios. Jetzt fahre ich wieder zurück und entdecke noch einen tollen Klettergarten, der sehr gut besucht ist. Im Winter gibt es hier auch ein weit verzweigtes Netz an Loipen und ein Trainingszentrum. Dort gibt es auch einen Stellplatz für acht Wohnmobile. Alles in Allem eine eindrucksvolle Anlage.
Dann mache ich mich auf den Weg zurück und fahre über Orsa nach Nusnäs. Eigentlich habe ich mir da etwas mehr versprochen. Aber es gibt dort keine geschlossene Ortschaft, sonder über eine größere Fläche verteilte Häuser. Hier soll es die berühmten Dalarnepferdchen geben, die wohl Schwedens beliebteste Souvenirs sind. Hier ist auch sehr viel los, obwohl es nur drei Läden gibt, die mit diesen Dingen handeln. Es erinnert mich etwas an Seifen im Erzgebirge. Auch hier werden die Holzpferde weitestgehend in Handarbeit hergestellt und von Hand angemalt.
Hier gibt es die Pferde in allen Größen, Farben und Preisen
Teilweise automatisierte Produktion
Massenweise Rohware
Hier wird grundiert
Die junge Dame malt die Pferde von Hand
In einem Geschäft kann man auch die Produktion besichtigen und hier gibt es auch einen Fertigungsroboter, der die Grundform aus den Holzklötzen fräst. Dann werden die Pferde grundiert, poliert und schließlich von fleißigen Händen bemalt. Auch da darf man zuschauen. Es gibt in den Läden auch sonst einiges zu erwerben und ich habe mir eine Tasse mitgenommen, mit den Motiven der Pferde. Ein Dalarnapferd habe ich nicht gekauft, da wir kaum Platz haben, um es zu stellen und ganz ehrlich: Die sind furchtbar teuer!! Man kann davon ausgehen, dass die Pferde in die ganze Welt verkauft werden.
Hier am Ort stand auch, gut schützt, ein altes Kirchenschiff, was schon über 200 Jahre alt ist. Die hat man seiner Zeit dazu benutzt, die Kirchenbesuchen über den See zu bringen, damit sie die Kirchen besuchen können. die Wege um den See waren damals kaum begehbar und so haben die Boote lange Zeit ihre Dienste getan. Bis zu 80 Personen haben darauf Platz gehabt und wurden von acht bis zwölf Ruderern bewegt.
Das lange Kirchenschiff von 1802
Aber ich habe genug gesehen und außerdem wurde es mir in meinem Zwirn zu warm, denn das Wetter meint es heute gut. Ich fahre danach nach Mora, wo wir auf dem Hinweg nur durchgefahren sind. Die Stadt ist vor Allem für den berühmten Wasalauf bekannt, der jeweils am ersten Sonntag im März hier stattfindet und über 100 Kilometer über Loipen durch die Winterlandschaft Schwedens führt. Mora ist dabei der Zielort. Es nehmen immer mehrere Hundert Langläufer teil.
Ein paar Eindrücke aus Mors
Die Stadt hat eine kleine Fußgängerzone und eine Promenade am See. Es sind viele Touristen unterwegs und ich schaue mich etwas um. Aber lange halte ich mich nicht auf, auch weil es mir viel zu warm ist. Ich bin dann froh, wieder auf dem Roller zu sitzen, weil der Fahrtwind kühlt. So ist der Tag gut ausgefüllt und wir genießen das schöne Wetter noch vor unserem Wohnmobil. Der Platz ist mittlerweile sehr gut gefüllt und es gibt kaum noch freie Plätze.
Tag 33 - Sonntag, 28.06.2026
Heute soll es mit dem Segeln mal wieder klappen und schon am Morgen weht ein ausreichender Wind, der nach dem Frühstück aber schon wieder weg ist. So ein Mist! Ich habe dann doch alles auf mein Boote gepackt. Ich bin runter zum See, um mal zu schauen, wie es so ist mit dem Wind. Da der Wind aber von Land kommt, ist es am Ufer recht windstill. Weiter draußen scheint es aber besser zu sein. Also pack ich es doch an und fahre mein Boot ans Ufer.
Seltener Besuch am Küchenfenster. Aber von Außen!
Hier baue ich das Segel auf und lasse das Boot zu Wasser. Ich muss wieder sehr weit rauslaufen, um genug Wassertiefe zu haben. Aber das mit dem Wind ist hier schon besser und ich komme auch gleich gut weg. Tatsächlich ist es draußen richtig gut und ich komme voll auf meine Kosten. Ab und zu ist es richtig gut und ich muss mich das erste Mal rauslehnen. Das macht richtig Spaß und ich kann das Boot mal ausfahren und ausprobieren. Es reagiert ziemlich empfindlich auf Ruderbewegungen und ich muss meinen Windmesser immer im Auge haben, damit ich das Segel immer gut im Wind habe.
Die Zeit scheint schnell zu vergehen und ich fahre zurück. Wieder am Platz war ich garnicht so lange unterwegs. Es kam mir viel länger vor. Ich mache dann eine Pause und es gibt Mittagessen. Heute ist mit 29 Grad der wärmste Tag, seit wir in Schweden sind. Das ist immer noch weniger, als Zuhause und trotzdem kommt es uns sehr warm vor. Später schaue ich nochmal nach dem Wind auf dem Wasser und ich probiere es nochmal. Anfangs geht es auch ganz gut, später läßt es aber schnell nach und zum Ende habe ich Mühe, zum Ufer zurück zu kommen.
Aber das hat sich heute gelohnt und ich bin froh, dass wir heute noch vor Ort geblieben sind. Morgen geht es aber für uns weiter. Am Abend baue ich das Boot wieder zusammen und verstaue alles wieder im Anhänger. Ich bin dann froh, dass das Auto Schatten spendet und wir draußen zu Abend essen können. Die Sonne heute war schon heftig und ich mußte auch in den Schatten.
Tag 34 - Montag, 29.06.2026
Heute geht es für uns wieder weiter und das bei bestem Wetter. Das heutige Ziel ist nicht sehr weit entfernt und die Strecke beträgt etwas mehr als 80 km. Wir nutzen dazu weitergehend die E45 und kommen bei ganz wenig Verkehr gut durch. Der heutige Platz liegt unmittelbar an der E45. Wir befahren den Platz und stellen fest, dass nur drei weitere Fahrzeuge auf der großen Fläche stehen. Als wir uns einen Platz aussuchen, verlassen zwei Wohnmobile den Platz und so stehen wir nur zu zweit.
Wir stellen uns auf und richten uns ein. Ich habe dabei draußen mit vielen Bremsen zu kämpfen. Mücken hatten wir bisher überhaupt nicht, aber diese Bremsen sind schon sehr lästig. Ich sehe zu, dass ich schnell fertig bin und verziehe mich ins Wohnmobil. Hier sind wir vor den Plagegeistern sicher. Wir essen dann zu Mittag und da das Wetter etwas schlechter wird, mache ich zunächst eine Pause. Danach trinken wir Kaffee und ich gehe mit Ellie auf eine größere Runde über den Platz. Ich habe mich vorsorglich mit Antibrumm eingesprüht und so klappt es ohne Probleme.
Der Platz ist eigentlich ganz gut gepflegt und als wir ankamen, für noch der Rasenmäher über die große Wiese. Der Platz liegt, wie könnte es anders sein, an einem See. Ich erfahre dann von einem netten und älteren Ehepaar, was hier gerade spazieren ging, dass es hier früher ein großes Sägewerk gab. Davon ist jetzt nichts mehr zu sehen. Auf dem Platz stehen auch einige Hütten, die man mieten kann. Alle Häuser sind aber in keinem guten Zustand und auch das Sanitärhaus ist vergammelt und verschlossen. Ich finde eine Toilettenentsorgung und eine Frischwasserstelle. Grauwasserentsorgung finde ich nicht.
Am Abend kommt eine Dame vorbei und kassiert. Anders als bei Camperkontakt ist der Strom nicht im Preis enthalten. Da ich aber bereits das Stromkabel angeschlossen hatte, kam auf die 200 sk noch 50 sk Strom dazu. Aber so haben wir wieder unsere Batterien voll geladen und auch der Kühlschrank läuft mal wieder auf Strom. Wir wollen nur eine Nacht bleiben, auch weil der Platz und die Umgebung nicht zu bieten haben. Es gibt keine Ortschaft in der Nähe, nur ein paar vereinzelte Häuser. Am anderen Seeufer verläuft eine Zuglinie. Hier kam aber am Tag nur ein Zug mit Baumstämmen beladen vorbei und eine altmodische Bimmelbahn, die eher wie eine Straßenbahn aussah.
Tag 35 - Dienstag, 30.06.2026
Heute begann der Tag eigentlich ganz gut und mit viel Sonnenschein haben wir den Platz am Tandsjö Camping verlassen. Wir wollen eine Strecke von etwa 140 km zurücklegen und den Platz "Rätans Camping" besuchen. Wir kommen gut durch, obwohl es zwischendurch ein paar kleine Regenschauer gab. Als ist auf den Platz zugeht, fragte mich meine Frau, ob wir nicht gleich bis Östersund durchfahren könnten. Das wären doch nur noch etwa 90 km. Ich habe ihr dann gesagt, wenn sie mal das Steuer übernimmt gerne.
Dazu muss man wissen, dass schon ewig nicht mehr gefahren ist. Aber die Strecken sind hier so einfach zu fahren und man kann fast immer den Tempomat nutzen. Mit etwa 75 km/h geht es auch sehr gemächlich dahin. Schnell dürfen wir ohnehin nicht. Wir tauschen dann und ich kann mich noch etwas erholen. Etwa 25 km vor Östersund tauschen wir wieder, weil sie ungern durch die Stadt fahren will. So machen wir das dann auch und wir finden sofort den Weg zum First Camp Frösön auf der gleichnamigen Insel im See Storsjön.
Hier waren wir vor vier Jahren schon einmal und von dort aus kann man gut mit dem Rat nach Östersund. Wir melden uns an und wollen bis Sonntag bleiben. Der Platz ist nicht sehr günstig und er kostet in der Saison etwa 37,-- Euro ohne Strom. Das Wetter soll aber leider nicht besser werden und so hoffen wir, dass wir mit unserem Solar trotzdem auskommen. An der Einfahrtschranke lesen wir dann, dass Aufgrund der letzten feuchten Witterung, die Rasenflächen weich geworden sind und wir vor Befahren prüfen sollen, ob der Untergrund fest genug ist.
Wir suchen uns dann einen passenden Platz aus und da uns die Wiese nicht ideal vorkommt parken wir rückwärts ein, damit ich gleich wieder auf dem Asphaltweg bin, wenn wir rausfahren. So machen wir das auch und bei dem Versuch auf Keile zu fahren, fahren wir uns dann doch mit einem Rad fest. Jetzt geht es weder vor noch zurück und das Rad gräbt sich langsam ein. Wir versuchen dann noch einige Rettungsversuche, geben dann aber auf. Leider kann und darf man uns vom Campingplatz nicht helfen. Schon eine komische Aussage. Verkaufen einem einen Platz und dann läßt man einen sitzen.
Mit dem linken Vorderreifen haben wir uns festgefahren.
Aber was sollen wir machen. So schief wie wir jetzt stehen, bleiben wir auch zunächst. Wir bekommen mit einem Video von Bekannten eine Hilfe, wie wir uns selbst helfen könnten. Dazu muss ich Morgen mal in den hiesigen Baumarkt um nach den Materialien zu suchen. Sollte alles nichts helfen, haben wir schon nach einem Abschleppdienst Ausschau gehalten. Hoffentlich klappt es auch ohne fremde Hilfe.
Blick auf Östersund
Tag 36 - Mittwoch, 01.07.2026
Der Tag beginnt mit viel Regen und so bleiben wir etwas länger liegen, obwohl es manchmal schwer fällt, weil es schon so früh am Tag hell wird. Als wir dann aufstehen ist zwar noch stark bewölkt, aber der Regen hat aufgehört. Ich gehe dann mit Ellie raus und anschließend frühstücken wir. Heute will ich das trockene Wetter dazu nutzen, mit dem Rad in die Stadt zu fahren. Wir wollen ja noch versuchen mit eigenen Mitteln aus unserer mißlichen Situation raus zu kommen.
Wir haben von Bekannten ein Video erhalten, wo beschrieben wird, wie wir das Problem lösen könnten. Dazu brauche ich Spanngurte und kleine U-Eisen, die wir an die Räder fixieren. Das versuche ich in der Stadt zu bekommen. Also fahre ich mit dem Rad los und bin überrascht, dass ich die komplette Strecke auf Radwegen zurücklegen kann. Das sind immerhin gut 12 Kilometer gewesen. Da der Campingplatz auf einem Hügel steht, brauche ich die ersten Kilometer kaum zu treten, da es immer bergab ging.
Ich habe dann die Fußgänger und Radwegbrücke über den See genommen und dann quer durch die Stadt in ein Gewerbegebiet. Hier gibt es einen Baumarkt, wo ich zumindest schon mal die Spanngurte bekommen habe. Man hat mit dann zu einer anderen Firma verwiesen, die Werkzeuge und Gartengeräte anbietet. Die war ganz in der Nähe. Die freundliche Mitarbeiterin hat mir dann gesagt, dass sie hier so etwas nicht führen. Es gibt aber nebenan ein betriebseigenes Geschäft, welches mit Holz und Eisenwaren handelt.
Da bin ich dann rüber gefahren und man konnte mir helfen. Ich habe das passende U-Eisen erhalten und man hat mir auch gleich vier Stücke davon abgesägt und in Folie verpackt. Das war ein sehr guter Service und ich habe auch nicht viel bezahlt. Dann war ich mit den Einkäufen durch und bin von dort aus zum Biathlonstadion gefahren. Hier war ich bei unserem Besuch vor vier Jahren schon einmal. Aber wenn ich schon mal hier bin, möchte ich da natürlich nochmal hin. Interessant ist es, wie es im Sommer hier aussieht. Leider war nichts los.
Hier rollen noch die Bagger, wo im Winter die Athleten fahren.
Blick Richtung Schießstand
Überdachter Übungsbereich für die Biathleten
Da hinten geht es dann auf die Strecken durch den Wald
Es wurden umfangreiche Baumaßnahmen vorgenommen. Wahrscheinlich wegen Tribünen oder Streckenarbeiten. Leider war nicht los und nur zwei Athleten haben hier auf Rollski trainiert. Ich bin dann in die Innenstadt gefahren und an der Fußgängerzone mein Rad abgestellt. Anschließend bin ich durch die Einkaufsstraße gelaufen und hab mir das rege Treiben hier angesehen. Es war recht viel los und die Geschäfte gut besucht.
Schöne Einkaufszone von Östersund
Zwischendurch etwas für die Kids
Dann habe ich ich aber wieder auf den Rückweg gemacht. Nun ging es natürlich stetig bergauf und ich bin auf dem letzten Drücker angekommen. Mein Akku hatte dann nur noch sieben Kilometer drauf. Jetzt brauchte ich eine Pause und wir haben zu Mittag gegessen. Da nun die Sonne schien, habe ich mir einen Stuhl rausgestellt und die Füße hochgelegt. Zum Abend habe ich dann noch den Müll und die Toilette entsorgt und mit dem Hund gelaufen.
Tag 37 - Donnerstag, 02.07.2026
Der Tag beginnt heute trocken und sonnig und ich habe einiges vor. Zunächst wollte ich einkaufen fahren, doch dann haben wir überlegt, ob wir nicht das Wohnmobil vorziehen sollten, da die nächsten Tage regnerischer werden sollen. So packen wir die gestern gekauften Utensilien aus und platzieren sie an die Vorderräder. Ich bringe dann die kleinen U-Eisen mittels der Spanngurte an die Reifen. Alles sieht eigentlich gut aus. Der Befreiungsversuch war aber vergeblich. Wir haben dann noch einige Änderungen probiert, alle ohne Erfolg.
Zuerst sind die Spanngurte gerissen, weil sie wahrscheinlich den Kräften nicht stand gehalten haben. Wir haben es dann nochmal mit Schotter versucht, aber auch da blieb der Erfolg aus. wir haben dann aufgegeben und ich habe mich mit dem Roller auf den Weg zum Abschleppdienst gemacht. Den habe ich auch gefunden. Mir wurde eine Telefonnummer gegeben, die ich nach einer halben Stunde anrufen sollte. Der Mitarbeiter des Unternehmens hat dann den Chef informiert.
Ich wollte dann den Einkauf vorziehen und habe mich auf den Weg zum nächsten Supermarkt gemacht. Auf dem Weg dorthin habe ich einen Blick auf die Tankanzeige des Rollers geworfen und bin lieber zur nächsten Tankstelle gefahren. Das mit den Kartenzahlungen ist nicht immer gleich, aber ich habe wieder Hilfe eines Einheimischen gefunden. Anschließend habe ich dann die Telefonnummer angerufen und eine junge Dame angetroffen, die mich und ich sie nicht gut verstanden habe.
Ich bin dann wieder zum Abschleppdienst gefahren und habe mein sprachliches Problem geschildert. Nach kurzer Zeit kam aber ein junger Mitarbeiter vorbei, dem ich alles gut erklären konnte. Auch sein Englisch war gut verständlich. Wir haben uns dann darauf verständigt, dass er am Samstag Vormittag zu uns auf den Campingplatz kommt und uns hilft. Na wenigstens dass hat geklappt.
Ich bin dann zum Supermarkt hier bei uns in Frösön gefahren und habe den Einkauf erledigt. Bis auf Aufbackbrötchen habe ich alles bekommen. Bei einem Regenschauer bin ich dann zum Platz zurück. Da es schon recht spät war, haben wir Kaffee getrunken und den mitgebrachten Kuchen gegessen. Danach habe ich die Überreste unsere morgendlichen Versuchs eingeräumt und anschließend sind wir duschen gegangen. Danach hat uns ein kurzes Gewitter mit Wind und Regen erwischt und so war der Tag gelaufen.
Tag 38 - Freitag, 03.07.2026
Es regnet leicht, als ich mit Ellie rausgehe. Der Tag soll aber auch noch ein paar lichte Momente haben. So frühstücken wir zunächst und anschließend mache ich mich mit dem Roller auf den Weg zum Maxi-ICA nach Östersund. Ein paar Dinge habe ich gestern nicht bekommen, also versuche ich es dort. Der Supermarkt liegt ganz in der Nähe des Skistadions und so brauche ich kein Navi, um dort hin zu finden. Der Laden ist wirklich groß und hier bekommt man fast alles, was ein Haushalt so braucht.
Aber auch hier ist die Auswahl an Aufbackbrötchen klein und so muss ich die nehmen, die in finde. Auch ein Schälchen Erdbeeren zu einem akzeptablen Preis nehme ich mit. Sonst sind die hier in Schweden beinahe unerschwinglich. Ich bekomme sonst aber alle fehlenden Lebensmittel. Am Ende erhalte ich einen kurzen Kassenzettel mit einer großen Summe. Einkaufen ist in Schweden nicht günstig. Gut bepackt fahre ich zurück zum Platz.
Da wir Morgen den Platz verlassen wollen, packe ich den Roller wieder in den Anhänger. Wir essen dann zu Mittag und weil es leicht regnet gönne ich mir eine Mittagspause. Danach gibt es Kaffee und ein paar Teilchen, die ich mitgebracht habe. Langsam vermisse ich eine deutsche Bäckerei, mit leckerem Kuchen. Das Wetter ist zwar bedeckt und es tropft ab und zu, aber es soll noch eine gewisse Zeit trocken bleiben. Also schnappe ich mir den Hund und gehe los.
Ich habe vor Tagen schon einen beschilderten Wanderweg gefunden, den ich jetzt mal gehen will. Es führt uns über Wiesen und durch dichten Wald, aber immer gut ausgeschildert. Ich treffe dann auf einen zweiten Rundweg, der zur Kirche auf Frösön führt. Die wollte ich mir eigentlich immer schon ansehen. Der ausgewiesene Weg führt mich auch dahin und ich kann die Kirche aber nur von außen besichtigen. Ich habe zwar den Hund dabei, aber die Kirche ist auch nur bis 15 Uhr geöffnet.
Schöne Ausblicke unterwegs
Die alte Kirche auf Frösön
Geheimnisvoller Blick auf den See
Gute Beschilderung
Dann machen wir uns auf den Rückweg, der als Rundweg wieder am Campingplatz endet. Das Wetter hat sich gehalten und wir haben ca. 5 km zurück gelegt.
Tag 39 - Samstag, 04.07.2026
Heute vor 26 Jahren habe ich meine Frau zum ersten Mal getroffen und das ist für uns ein Tag zum Feiern. Der Tag beginnt zwar schön, aber wir sind uns nicht ganz sicher, ob er gut enden wird. Denn wir hoffen heute darauf, dass der Termin mit dem Abschleppen auch stattfindet. Den hatte ich zwischen 11 und 12 Uhr gelegt. Er wollte mich aber vorher anrufen, damit ich die Schranke am Eingang öffnen kann. Kurz nach 12 Uhr 30 hören wir ein schweres Motorengeräusch und tatsächlich kommt der Abschleppen schon auf uns zu. Man hat ihn offensichtlich reingelassen.
Er platziert sich auf die Wiese vor unser Wohnmobil und fährt das Abschleppseil aus. Er klinkt es in die Abschleppöse, die ich zuvor vorne ins Wohnmobil geschraubt hat. Dann geht es los. Das Seil strafft sich und ich helfe etwas mit und zack, stehen wir auf der Straße. Na das hat ja wenigstens geklappt. Und dann kam das, was kommen mußte - die Rechnung. Nach kurzer Aufstellung hat der freundliche Mensch die Summe parat. Es sind am Ende etwa 250,-- Euro geworden. Ich hätte eigentlich mit weniger gerechnet, aber wir sind schließlich froh, dass wir wieder fahrbereit sind.
Wir bedanken uns bei dem Helfer für die pünktliche Hilfe und machen uns dann auch fertig. Wir waren schon soweit vorbereitet und mußten nur noch den Anhänger einhaken. Dann verlassen wir den Platz und fahren Richtung Östersund und E 45. Danach geht es in Richtung Strömsund, unserem nächsten Ziel. Das erreichen wir nach gut 100 km, nach einer Fahrt durch typisch schwedische Landschaft. Vor der Stadt biegen wir links ab, denn der Platz liegt unmittelbar neben der Straße.
Unser Platz in Strömsund
Brücke auf der Fahrt
Märchenfigur aus dem Spielfilm "Dunderklumpen", der hier gedreht wurde.
Ein Wohnhaus im alten Stil eingerichtet. Sehr schön gemacht.
Hier werden interessante Objekte aus Holz ausgestellt, wo ich erst nicht erkennen konnte, um was es sich da handelte. Jetzt habe ich im Internet entdeckt, dass es auf schwedisch "Vrilarna" sind. Die wachsen als eine Art Pilz an einem Baum. Es sind aber im Grunde genommen Äste. die entfernt man dann vom Baum und höhlt sie aus. Ob sie als Gebrauchsobjekt gedient haben, konnte ich nicht erfahren.