Dienstag, 28. April 2026

Eine Woche in Julianadorp und Haarlem

 Eine Woche in Julianadorp und Haarlem

Tag 1 - Dienstag, 28.04.2026

Endlich haben wir wieder ein paar Tage Zeit, um mal etwas anderes zu sehen. Wir haben uns kurz entschlossen auf einem kleinen Campingplatz an der Nordseeküste in den Niederlanden eingebucht. In der Nähe von Julianadorp gibt es ein paar kleine Campingplätze, die nicht weit vom Meer entfernt sind. Dort sind wir schon zweimal gewesen und da haben wir versucht, einen Platz zu ergattern. Leider haben wir vergessen, dass in dieser Woche ein Feiertag liegt und daher die freien Plätze sehr rar sind.

Wir haben daher von dem Campingplatz, wo wir schon mal waren, eine Absage erhalten. Aber etwas weiter von der Küste entfernt sind wir doch noch fündig geworden. Auf dem kleinen Platz mit der Namen "Maria Hoeve" konnten wir noch eine Parzelle ergattern. So sind wir dann heute nach 12 Uhr vom Heimathafen gefahren und haben uns auf den Weg zur Nordsee gemacht. Überwiegend über Autobahnen ging es auf einer Gesamtstrecke von etwa 270 km. Gleich hinter der Grenze in die Niederlande fährt man sehr entspannt, denn die Geschwindigkeit ist auf 100 km/h reduziert und wir dürfen auch nur 80 km/h fahren.

Auch sind die Autobahnen viel besser in Schuss und es gibt kaum Unebenheiten auf der Fahrbahn. In Deutschland rumpelt und kracht es im Wohnmobil, dass einem Angst und Bange um das Fahrzeug wird. Wir sind ohne jeden Stau ans Ziel gekommen. Selbst um Amsterdam war der Verkehr nicht sehr dicht und die Autobahnen haben dort vier bis sechs Fahrstreifen pro Richtung.

Wir finden den Platz sofort und bekommen eine schöne Parzelle mit Blick auf die Tulpenfelder. Wir haben zwar schon bald Mai, aber die Felder sind noch bunt und die Tulpen sind noch nicht abgeerntet. Wir stellen uns auf und richten uns für die nächsten Tage ein. Leider weht ein stürmischer Wind, der uns auch in den nächsten Tagen erhalten bleiben soll. Dafür scheint die Sonne von einem blauen Himmel.



                                        Unser Platz mit dem Blick auf die Tupenfelder

Wir trinken Kaffee und essen die mitgebrachten Süßen Sachen. Anschließend mache ich mich noch mit dem Hund auf den Weg zum Strand. Die Strecke zieht sich hin und dann geht es über die breite Dünenlandschaft und ich komme auf 1,7 km für eine Richtung. Das ist schon recht üppig, aber was soll man machen. Wir sind froh, einen Platz hier bekommen zu haben.




                                                            Weg runter zum Strand
                                                            Zur Zeit ist wohl Flut
                          Blick über die Dünenlandschaft bis zum Leuchtturm von den Helder
                                Blick vom Deich auf das Hinterland mit den Tulpenfeldern
                                                Der Weg zum Strand beträgt etwa 1,7 km

Der Wind weht sehr stürmisch und am Strand und durch die Dünen wird man paniert. Dafür ist der Strand menschenleer. Ich laufe mit dem Hund etwas am Wasser entlang, aber der Wind macht mir zu schaffen und ich packe den Kopf in die Kapuze ein. Dann mache ich mich wieder auf den Rückweg und wir verbringen den Abend im Wohnmobil.

Tag 2 - Mittwoch, 29.04.2026

Der Tag beginnt wieder sehr schön sonnig und der Wind ist nicht so heftig, wie eigentlich gedacht. Das ist aber gut so. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Strand. Der Wind vor der Düne ist doch recht kräftig, aber am Wasser ist es deutlich besser und wir können einen langen Spaziergang am Strand machen. Ellie fühlt sich ganz wohl und trottelt neben uns her. Wir können sie noch kurz zum Rennen animieren und sie ist zwischen uns hin und her gerannt.


                                    Wieder nicht viel los am Strand. Bei Ebbe ist viel Platz.

                                            Bei Ebbe sind große Bereiche ohne Wasser

Wir suchen ein paar schöne Muscheln und Steine, die wir dann zum Wohnmobil mitnehmen. Am Strand war wieder nicht viel Betrieb und wir haben nur ein paar Hunde getroffen, die mit Ellie gespielt haben. Zurück am Platz stellen wir Tisch und Stühle in die Sonne und meine Frau macht uns Mittagessen. Das genießen wir dann auch draußen. Wir verbringen dann den Rest des Nachmittags in der Sonne, die auch auf der Haut ihre Spuren hinterläßt.

Die Sonnencreme tut ihre Wirkung und erst gegen 19 Uhr gehen wir rein, denn es wird langsam frisch, obwohl die Sonne noch scheint. Der Wind ist noch immer recht frisch und läßt die Temperatur noch kühler erscheinen. Das Wetter soll noch bis Sonntag halten und so werden wir wohl noch die Räder auspacken.

Tag 3 - Donnerstag, 30.04.2026

Heute wollen wir bei bestem Wetter mit dem Rad Richtung Den Helder. Das Wetter ist wieder sehr sonnig und der Wind kräftig. Wir nutzen den Radweg, der durch die breiten Dünen führt. Es geht auf und ab und um viele Kurven. Es ist sehr abwechslungsreich und wir sehen auch Hochlandrinder und Pferde, die zwar eingezäunt sind, aber ein sehr großes Areal haben, welches sie durchstreifen können. Der Wind weht uns teilweise kräftig um die Ohren und wir sind froh, Ebikes zu haben.

                                                      Schöner Radweg durch die Dünen

                                        Die Rinder und Pferde haben hier ein wahres Paradies

Wir erreichen dann die Vororte von Den Helder und fahren an der Küste entlang bis zum Hafen. Wir schauen uns den Marinehafen an und meine Frau stellt fest, dass ihr Akku nicht mehr viel hergibt. Da sie das Fahrrad neu hat, soll sie den Akku zuerst bis in den roten Bereich fahren, um ihn danach voll aufzuladen. Sie hat aber jetzt Angst, nicht mehr genug Saft für den Rückweg zu haben. Wir sparen uns daher den Besuch der Innenstadt und fahren zurück.


                                            Ein sehr großes U-Boot im Marinemuseum

                                                    Einige alte Schiffe im Hafenbecken

Wir radeln nun direkt am Wasser entlang und haben einen schönen Ausblick rüber zur Insel Texel, wo gerade eine Fähre zum Inselhafen übersetzt. Auch ein Segelboot kämpft gegen den Wind und hat eine gehörige Schräglage. Wir nehmen dann wieder den Weg durch die Dünen und erreichen nach zwei Stunden und knapp 20 Kilometer wieder unseren Platz.

                                                                Die Fähre zur Insel Texel
                                                                Segelboot hart am Wind
                                                                 Unsere Strecke für heute

Die Sonne meint es wieder sehr gut und es sind auch ein paar Grade mehr, als noch gestern. Wir stellen die Stühle wieder raus und essen draußen zu Mittag. Wir müssen uns wieder eincremen, da sonst Sonnenbrand droht. Lange kann man es in der Sonne nicht aushalten und ich drehe mich schließlich auch um, damit ich nicht verbrenne. 

Nach einer Tasse Kaffee mache ich mich nochmal mit dem Rad auf den Weg nach Julianadorp. Dort gibt es ein kleines Einkaufszentrum, wo ich ein paar Lebensmittel einkaufen möchte. Es sind nur knapp zwei Kilometer bis dorthin und ich stelle mein Rad ab. Im Einkaufszentrum ist nicht viel los und ich gehe in den dortigen Supermarkt. Ich finde nicht alles, was wir benötigen, aber die wichtigsten Dinge kaufe ich ein.

                                Das kleine Einkaufszentrum mit einigen schönen Geschäften
                                                                Musik für umsonst

Gegenüber gibt es eine kleine Parkanlage, wo ich Musik höre. Ich nehme das Rad und laufe das Stück rüber. In einem kleinen Pavillon quetscht sich eine Bigband und spielt ein letztes Musikstück. Ich höre mir das natürlich an, ist aber nichts für mich. Nicht meine Musikrichtung, irgendwas mit Jazz oder so. Ich mache mich dann wieder auf den Rückweg und fahre durch die Tulpenfelder. Ich setze mich wieder in die Sonne und gehe erst nach 19 Uhr rein.



Tag 4 - Freitag, 01.05.2026

Heute ist Feiertag in der Heimat, aber davon merkt man zunächst hier nichts. Heute legt die Temperatur noch ein paar Grad drauf und schon am Morgen ist es angenehm warm, wenn denn der immer noch frische wind nicht wäre. Mein Frau erholt sich heute von der Tour gestern und so fahre ich alleine noch einmal nach Den Helder.

Gestern haben wir von der Stadt und dem Hafen nicht viel gesehen und das will ich heute nachholen. Ich bin daher etwas flotter unterwegs und schnell in der Stadt. Ich fahre nun in die Innenstadt und stelle mein Rad vor der Fußgängerzone ab. Ich durchlaufe die Einkaufszone, die recht nett ist und einige schöne Geschäfte bietet. Viel los ist aber nicht, vielleicht ist es dafür noch zu früh am Tag.

                                         Der lange Leuchtturm von Den Helder. Der Lange Jaap.
                                  Alter Wasserturm von Den Helder am Eingang zur Einkaufszone

                                                                    Einkaufszonen

Ich schlendere dann zum Fahrrad zurück und suche mir den Weg zum Hafen. Das ist nicht sehr schwer, denn der liegt quasi am Ende der Innenstadt. Hier schaue ich mir noch ein paar alte Segelschiffe an und fahre wieder zum Marinehafen. Hier ist etwas mehr los. Jetzt möchte ich noch zum Fährhafen und wundere mich schon vorher, wie voll die Zufahrtsstraßen dorthin sind. Langes Wochenende in Deutschland, verbunden mit schönem Wetter.




                                                            Historische Schiffe im Hafen
                                                            Teil des Marinemuseums

Die Mehrspurige Zufahrt zum Fährterminal ist komplett dicht. Hunderte Autos und Campingfahrzeuge warten auf die Auffahrt zur Fähre. Gleichzeitig wird eine ankommende Fähre entladen und das gibt den nächsten Stau bei der Ausfahrt. Diese Prozedur würde ich mir an so Tagen nicht antun. Langsam mache ich mich wieder auf den Rückweg und durch die Dünen weht mir der etwas gedrehte wind nun voll entgegen. Ab heute beginnt offiziell die Badesaison und es dürften mehr Menschen am Strand sein, als noch Vorgestern.

                                                                    Die Fähre im Hafen
                                                        Meine heutige Strecke betrug 25 km

Ich erreiche wieder den Platz, wo meine Frau schon mit dem Mittagessen auf mich wartet. Anschließend gönne ich mit ein Mittagsschläfchen. Dann gibt es Kaffee und Kuchen, den ich gestern mitgebracht habe. Nach einer Gassirunde mit dem Hund setze ich mich in die Sonne, die noch sehr warm ist, weil auch der Wind deutlich nachgelassen hat.

Ich schaue mir das Treiben auf den Tulpenfeldern an und wundere mich über die skurrilen Arbeitsfahrzeuge, die hier für die Pflege gebracht werden. Ein überdimensionierter Rasenmäher fährt über die Felder und kappt die Blüten von den Stängeln. Es soll dadurch verhindert werden, dass die Kraft der Wurzel nicht in die Samenbildung, sondern in die Zwiebel geht. Erst im Sommer, wenn die restlichen Blätter verwelkt sind, werden Zwiebeln ausgegraben. 

                            Hier geht es den Tulpen an den Kragen. Zurück bleibt eine grüne Fläche

Danach entfernt man die sich gebildeten kleinen Tochterzwiebeln, die später zu neuen Tulpen herausgezüchtet werden. Ein weiteres interessantes Fahrzeug fährt im Schneckentempo scheinbar ohne Menschen über die noch blühenden Tulpen. Erst als es wieder am Rand ankommt erkenne ich, dass unter der Plane zwei Menschen sitzen. Im Internet erfahre ich, das die Zwei kranke Pflanzen erkennen müssen und entfernen, bevor sie ihre Nachbarpflanzen infizieren.

                    Darunter hocken zwei Menschen. Möchte nicht wissen, wie warm es darunter ist.

Das ist eine anstrengende Arbeit die von immer weniger Menschen ausgeführt wird. Daher gibt es bereits einen Roboter, der KI gesteuert die kranken Pflanzen erkennt und aussortiert. Es ist schon sehr interessant, wie vielseitig die Arbeit mit den Tulpen ist. Auch heute kann ich wieder lange draußen sitzen bleiben. Ab Morgen soll sich das Wetter wieder verschlechtern und auch Regen ist wieder dabei.

Tag 5 - Samstag, 02.05.2026

Heute mal eine alternative Wetterlage. Es regnet!!! Der soll aber im Laufe des Vormittags abklingen, was er dann auch macht. Während wir ganz gemütlich frühstücken, beißt sich die Sonne durch die Wolken und es trocknet wieder ab. Am späten Vormittag machen wir uns auf den Weg zum Einkaufszentrum. Da wir gestern Abend bereits unsere Fahrräder eingepackt haben, entschließen wir uns fürs Laufen.



                                            Der Blick von unterwegs auf unseren Stellplatz

Eine Strecke beträgt etwa vier Kilometer und ich frage meine Frau mehrfach, ob sie sich das zutraut. Sie bleibt dabei und wir laufen los. Das Wetter ist sehr freundlich und der Wind ist nicht mehr so frisch, wie an den letzten Tagen. Vorbei an noch immer blühenden Tulpenfeldern erreichen wir dass kleine, aber feine Einkaufszentrum. Wir besorgen in verschiedenen Geschäften die fehlenden Lebensmittel. Nach dem Einkauf ist es bereits recht spät und wir gönnen uns eine Tüte Pommes, die sehr gut schmecken.

                                                            Warten auf die Pommes

Danach machen wir uns auf den Rückweg. Am Ende spüren wir unsere Füße nach etwas mehr als acht Kilometern. Nach einer Pause trinken wir Kaffee und genießen den Kuchen von gestern. Ich gehe dann raus und nehme ein paar kleine Videos auf, denn ich möchte endlich mal einen Film zusammensetzen und ihn bei YouTube hochladen. Damit bin ich bereits gestern Abend angefangen. 

Anschließend lockt mich das schöne Wetter doch nochmal raus und ich gehe mit unserem Hund an den Strand. Obwohl ich meine Füße immer noch spüre, möchte ich dem Hund noch den Auslauf gönnen. Morgen soll der Tag recht verregnet sein und da wird es wohl nichts mit einem letzten Strandbesuch. Am Montag wollen wir dann in die Nähe von Haarlem fahren. Auf dem Stellplatz, der sehr nah am Flughafen von Amsterdam liegt, werden wir noch drei Nächte bleiben.


                                             Blick über den fast menschenleeren Strand
                                                Hund ist glücklich (glaube ich jedenfalls)
                                                   Kurze Pause, dann geht es wieder zurück.

Dort waren wir schon einmal und ich gönne mir dann ein oder zwei Besuche an einem besonderen Aussichtspunkt auf eine der Landebahnen. Da kommt man sehr nah an die startenden oder landenden Flugzeuge. Das möchte ich mir gerne ansehen. Auch das habe ich vor Jahren schon einmal gemacht. Dann hoffen wir noch, das wir einen Abstecher in die Innenstadt von Haarlem machen können, falls es das Wetter zulässt.

Tag 6 - Sonntag, 03.05.2026

Heute werden wir von schlechtem Wetter in den Tag begleitet. Morgens hat es etwas geregnet und am später Vormittag soll es längere Zeit stärker regnen. So gehe ich mit Ellie nach dem Frühstück eine größere Runde durch die Felder. Es ist sehr mild und der Wind hat sich beruhigt und ist kaum noch zu spüren. Heute am Sonntag ist auch keiner auf den Feldern.

                                             Hier kann man auch gut mit dem Hund laufen

Nach dem Spaziergang dauert es auch nicht mehr lange und der Regen setzt ein. Ich beschäftige mich derweil mit meinem Projekt - Schneiden eines ersten YouTube-Videos. So langsam setzt sich das Puzzle zusammen und es scheint zu klappen. Einige Probleme lassen sich mit Ansicht einiger Videos lösen. So verläuft der Tag heute ohne weitere Ereignisse. Morgen geht es für uns weiter und wir machen noch einen dreitägigen Halt in der Nähe von Haarlem.

                           Am Nachmittag bekommen wir noch Besuch von einem Austernfischer

Wir wollen auf den Stellplatz in Vijfhuizen, der nahe an der westlichen Start- und Landebahn vom Flugplatz Amsterdam liegt. Hier gibt es eine tolle Aussicht auf die Flugzeuge, die hautnah an einem vorbeifahren. Das habe ich mir bei einem früheren Besuch schon einmal angesehen und dass möchte ich nun natürlich auch wieder machen.

Ob das Wetter eine Radtour nach Haarlem zuläßt, müssen wir dann abwarten, denn die Wetteraussichten sind nicht besonders toll.

Tag 7 - Montag, 04.05.2026

Heute machen wir uns auf den Weg nach Haarlem. Bei diesigem Wetter fahren wir Richtung Amsterdam, auf dem gleichen Weg, den wir auch hergekommen sind. Bei Amsterdam biegen wir dann aber nach Haarlem ab und fahren noch ein kleines Stück bis zum Camperpark Vijfhuizen. Den haben wir vor einigen Jahren schon einmal besucht. Wir finden den Platz sofort und stellen uns auf einen Platz ohne Strom.

Wir richten uns ein und ich gehe mit Ellie eine kleine Runde. Die Anmeldung ist erst heute Abend wieder geöffnet. Der Platz kostet 25,50 Euro, 1,50 Euro Kurtaxe pro Person. Ver- und Entsorgung, sowie die kleine Sanitäranlagen sind im Preis inbegriffen. Wlan gibt es auch und ist auch kostenlos. Für Strom müßte man 5,-- Euro pauschal bezahlen, den brauchen wir aber nun nicht mehr.


                            Unsere Parzellen auf dem Platz. Man steht hier grundsätzlich längs.

Wir essen dann zu Mittag und ich hole mein Rad aus der Heckgarage, denn ich möchte Flugzeuge anschauen. Die westliche Start und Landebahn ist nur 1,5 km von hier entfernt und da ist man dicht bei den Fliegern. Auf "Flightradar" habe ich allerdings gesehen, dass ausgerechnet diese Startbahn heute nicht angeflogen wird. Habe dort Fahrzeuge entdeckt. Abends hat mir der Platzbetreiber gesamt, dass die Bahn ab heute für die ganze Woche repariert wird. Na toll!!!

Hab mir dann aber einen Radweg ausgesucht, der genau zwischen zwei Startbahnen führt. Da bin ich dann hin und war aber nicht nah genug dran. Auf dem Handy habe ich dann aber einen offiziellen Aussichtspunkt gefunden, den ich dann angesteuert habe. Das muss man den Holländern lassen, Fahrradwege können die Bestens ausgebaut Radwege um den Flughafen und mitten durch. Ich erreiche den Aussichtspunkt, der toll angelegt ist. Mit großem Parkplatz und Mc Donald dabei. Hier hat man einen tollen Blick auf die Landebahn.


                                Das Corendon-Hotel hat einen ausgedienten Jumbo im Garten


                                                    Aussichtspunkt mit Mc Donald`s
                                                                        Richtig viel los

Ich schaue mir das Treiben eine Zeit lang an und entdecke dann hinter dem Zaun einen vorbeiführenden Radweg. Da will ich auch hin, denn der führt mich direkt in die Einflugschneise. Etwa einen Kilometer weiter halte ich da an und habe einen direkten Ausblich auf die Landebahnbefeuerung. Jetzt fliegen die Flugzeuge dicht über meinen Kopf hinweg. Das habe ich so nicht nicht erlebt, denn die Flieger sind zum Greifen nah.

                                                                Blick auf die Landebahn
                                                          Flugzeuge zum Greifen nah
                                                                                A380
                                                        Flugzeuge nah an der Straße

Ein halbes Dutzend Flugzeuge landen, dann wird die Landebahn wegen geänderter Windrichtung geschlossen. Ich nehme nun den Rückweg in Angriff und nehme dafür eine andere Strecke, die mitten durch den Flughafen führt. Die Flugzeuge werden hier über große Brücken über die Straßen geführt. Man kommt hier sehr nah an die abgestellten Flugzeuge vorbei. Da geschätzten 30 Kilometern bin ich wieder am Platz. Ich gehe uns dann beim Betreiber anmelden und zahle pro Tag 24,-- Euro. Das passt nicht ganz mit dem Aushang, ist aber etwas günstiger.

Tag 8 - Dienstag, 05.05.2026

Heute ist der Wind wieder frisch, aber die Sonne schein. Ich habe gestern vergessen, meinen Akku am Fahrrad zu laden. Ich wollte eigentlich nach Haarlem in die Stadt, aber so habe ich nach dem Frühstück zunächst meinen Akku an den Strom gehängt. Da ich jetzt noch etwas Zeit habe, gehe ich mit dem Hund auf eine längere Runde. Ich habe gestern mit dem Rad eine Aussichtsplattform gesehen, die ich jetzt ansteuere.

Es geht durch einen schön angelegten Park, natürlich mit viel Wasser und kleinen Brücken. Die Aussichtsplattform ist etwa 40 Meter hoch und ist wie eine Pyramide angelegt, hat aber mehrere Etagen. Es gibt eine Treppe und einen Radweg, der sich um die Plattform windet. Wir gehen den direkten Weg über die Ecken. Unser Hund immer vorweg, denn es darf im gesamten Gebiet ohne Leine laufen. Je weiter man hoch kommt, je windiger wird es.

Ob en angekommen hat man einen tollen Rundblick auf den Flugplatz, dahinter die Skyline von Amsterdam, weiter über die schöne Parkanlage und einen Golfplatz. Wir halten uns aber nicht langer auf, weil mir bei dem starken Wind kalt wird. Dann machen wir uns in einem weiten Bogen auf den Rückweg.

                                                            Schön angelegter Park
                                                                    Tolle Aussicht
                                                                 Bis nach Amsterdam

                                                      Die Treppe sind wir runtergelaufen
                                                          Ellie durfte überall frei laufen

                    Die Ausstellungshalle hat riesige Fensterflächen, die wollen gereinigt werden.

Zurück am Platz mache ich mich fertig, um mit dem Rad nach Haarlem zu fahren. Das sind etwa acht Kilometer und meistens auf Radwegen. Die sind wie immer in Holland toll angelegt und führen auch viel durch unbewohntes Gebiet. Durch die Stadt geht es durch kleine Gassen und an Grachten vorbei, bis zum zentralen Marktplatz. Hier stelle ich mein Rad ab und schaue mir die Innenstadt an.

Der Markplatz mit der tollen Kirche und den schönen Gebäuden ist sehenswert. Dann gehe ich durch die Fußgängerzone mit den vielen Geschäften. Es ist erstaunlich viel los und ich wundere mich über die vielen Jugendlichen, die in großen Gruppen durch die Stadt laufen. Sie scheinen alle nur ein Ziel zu haben. Ich laufe gegen den Strom, der nicht abzureißen scheint und finde eine Leuchtreklame mit dem Titel: BPOP 26. Ich schaue mich weiter um und gehe zurück zu meinem Rad, welches ich an der Kirche abgestellt habe. Bei einem Besuch vor einigen Jahren habe ich mir die Kirche angesehen und spare mir jetzt das Eintrittsgeld.


                                                    Schiffe fahren durch die Stadt

                                                                Der zentrale Marktplatz
                                                                        Einkaufsstraße 
                                                                        Hübsche Gasse
                                                              Interessanter Kirchturm

                                                    Zugbrücke auf dem Rückweg

Dann mache ich mich auf den Rückweg, wo meine Frau mit dem späten Mittagessen wartet. Anschließend stelle ich mir einen Stuhl raus und vergesse nicht, meinen Akku nochmal nachzuladen. Morgen ist das Wetter besser, als noch gestern vorhergesagt. Also kann ich vielleicht nochmal mit dem Rad zum Flughafen. Der heute frische Wind soll morgen nachlassen.

Tag 9 - Mittwoch, 06.05.2026

Heute ist das Wetter so einigermaßen gut und ab und an scheint auch die Sonne. Es ist zwar wieder sehr windig, aber trotzdem möchte ich nochmal zum Flugplatz. Ich habe mir eine andere Stelle ausgesucht, wo ich die Flugzeuge beim Landen betrachten kann. Da sich die Windrichtung geändert hat, passte der letzte Aussichtspunkt heute nicht.


Ich schnappe mir also mein Rad und suche mir die Strecke aus. Bis zu meinem ersten Stop sind es knapp 10 km, die überwiegend über Radwege führen. Ich stehe dann wieder in der Einflugschneise, direkt am Zaun zur Rollbahn. Auch hier sind die Flugzeuge wieder sehr tief und es ist sehr beeindruckend. Ich schaue mir einige Landungen an und probiere dann direkt zum Flughafenterminal zu fahren. Hier in Schiphol gibt es tatsächlich noch eine Besucherterrasse und ich hoffe, dass ich da mit dem Rad hinkomme. Mit dem Rad sind es dann noch knapp vier km.

Es ist schon erstaunlich, dass man mit dem Rad zu einem der größten Flughäfen Europas fahren kann. Der Radweg führt bis fast vor den Haupteingang. Ich stelle dort mein Rad ab, in der Hoffnung, dass es später auch noch da steht. Ich stürze mich dann in das Getümmel im Terminal und finde sofort das Hinweisschild zur Terrasse. Die ist zwei Stockwerke über mir und es gibt Rolltreppen hinauf. Es ist schon wieder erstaunlich, dass kein Eintrittsgeld verlangt wird und es gibt auch keinerlei Kontrollen.

                                             Vorplatz und Eingangsbereich in Schiphol
                                                Ausrangiertes Flugzeug auf der Terrasse

                                                        Cockpit des alten Fliegers
                                        Die Menschen sind nur ein Foto, sieht echt aus.

                                                                        Abflughalle

Die Besucherterrasse in Düsseldorf ist da schon seit Jahren geschlossen. Dort gab es zuletzt Kontrollen, wie vor dem Abflug und Eintrittsgeld hat es auch gekostet. Komisch, dass es hier so unkompliziert geht. Die Terrasse ist weitläufig und man kann einen großen Teil der an- und abfliegenden Flugzeuge sehen und wie sie am Boden abgefertigt werden. Hier steht auch ein ausrangierter Flieger, den man besichtigen kann. Ich schaue mich lange um und gehe dann wieder zu meinem Rad zurück, was auch noch an seinem Platz steht.


                                        Die Flieger rollen über eine Brücke zur Startbahn

Auf dem Rückweg entdecke ich die Flugzeuge vor dem Abheben, wie sie über eine Brücke über die Straße fahren. Auch da ist man ganz dicht dabei. Danach fahre ich nochmal zu meinem ersten Aussichtspunkt, der auf dem Weg liegt und schaue noch ein paar Maschinen beim Landen zu. Dann geht es wieder zurück zum Platz. 

Zurück am Platz gibt es spätes Mittagessen und eine kleine Pause. Ich fahre dann noch in den nahen Ort zu einem Supermarkt für einen kleinen Einkauf. Der ist schnell erledigt und dann stelle ich mein Rad wieder in die Heckgarage und mache Feierabend für heute. Morgen geht es Richtung Heimat. Wir machen aber noch einen Zwischenstop in Ochtrup bei unserem Händler, für die Gas- und Dichtigkeitsprüfung am Freitag Morgen. Von da aus geht es dann wieder nach Hause.

Tag 10 - Donnerstag, 07.05.2026

Heute geht es wieder Richtung Heimat. Doch vorher machen wir noch den Stop bei unserem Händler in Ochtrup. Da haben wir gleich Morgen früh einen Termin zur Dichtigkeit- und Gasprüfung. Da der schon um acht Uhr stattfindet, werden wir die Nacht vorher dort verbringen. Es gibt da einen eigenen Stellplatz mit Ver- und Entsorgung und Strom. Und das alles kostenlos! Also packen wir nach dem Frühstück alles zusammen und machen uns auf den Weg.

Dazu nehmen wir eine andere Strecke, als auf dem Hinweg. Ochtrup liegt ja etwa 100 km nördlich von unserem Heimathafen und daher bietet es sich an, dass wir von Amsterdam direkt da hinfahren. So sparen wir uns viele Kilometer. Wir kommen ohne jegliche Probleme uns Staus an unserem Ziel an und stellen unser Wohnmobil auf dem Stellplatz ab. Das Wetter hat sich auch hier, nach einigen Tagen mit viel Regen, beruhigt und ich mache eine längere Gassirunde nach dem Mittagessen mit unserem Hund.

                                                Der Stellplatz vor dem Haupteingang

Den Tag lassen wir gemütlich ausklingen, denn Morgen müssen wir früh aufstehen. Nach dem Termin geht es dann wieder nach Hause.

Tag 11 - Freitag, 08.06.2026

Heute 7 Uhr geht der Wecker, denn wir haben schon um 8 Uhr einen Termin zur Gas- und Dichtigkeitsprüfung. Pünktlich liegen vier Brötchen auf unserer Eintrittsstufe, wie wir es von hier gewohnt sind. Die macht uns meine Frau fertig. Ich gehe derweil mit dem Hund Gassi und dann geht es auf den Hof des Händlers. In der Reparaturannahme übergeben wir das Fahrzeug und setzen uns in den Aufenthaltsraum. Wir bekommen Marken für den Kaffeeautomaten und lassen uns die Brötchen schmecken.

Da es dort für den Hund zu langweilig ist, gehe ich danach mit ihm auf eine große Runde durch die nahen Felder. Da sind wir schon des öfteren gelaufen und so vergeht die Zeit schneller. Kurz bevor wir wieder beim Händler eintrudeln, ruft mich meine Frau an und berichtet, daß das Wohnmobil schon fertig ist. Die Rechnung hat sie auch gleich beglichen und wir können uns auf den Heimweg machen. Wir Ver- und Entsorgen noch vor Ort und dann geht es auf die Autobahn.

Nach etwa 1,5 Stunden sind wir wieder im Heimathafen und richten uns für die nächste Zeit ein. Wir müssen nun noch einige Termine abarbeiten, bevor es für uns wieder weiter geht.

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